Der Weg, der von Temeswar nach Lippa führt, ist bei den römisch-katholischen Gläubigen, die regelmäßig an den in Maria Radna organisierten Wallfahrten teilnehmen, sehr bekannt, denn die beiden Orte Lippa und Radna liegen einander gegenüber am rechten und linken Ufer des Flusses Marosch. Im Oktober, unter der goldenen Sonne, ist dieser Weg noch viel schöner. Die Laubwälder kleiden sich in ihr farbenprächtigstes Gewand, die niedrigen Hügel sind in die kühle Flickendecke des Herbstes gehüllt, und in den Nachmittagsstunden werden die Schatten bereits länger.
Am 20. und 21. Oktober besuchte Seine Exzellenz Josef Csaba Pál, Diözesanbischof von Temeswar, die römisch-katholische Pfarrgemeinde von Lippa und die römisch-katholische Pfarrgemeinde von Neudorf, im Kreis Arad, wobei beide  von Pfarrer Ion Cădărean, dem Seelsorger von Lippa, betreut werden.
Am ersten Tag des kanonischen Besuches feierte der Diözesanbischof am Nachmittag um 17.30 Uhr in der Pfarrkirche von Lippa die Eröffnungsmesse. Konzelebranten waren Pfr. Árpád Király, Erzdekan an der Marosch, Dechant von Arad, Pfarrer von Arad-Șega und Pfarrer Ion Cădărean. Im Namen der Gemeinde wurde der Bischof vom Pfarrer und von Herrn Loránd Wonerth, dem Verwalter der Caritas-Niederlassung von Lippa und Mitglied des Kirchenausschusses der Pfarrei, begrüßt. Die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes übernahm Kantor Strenger Stefan.
Im Zusammenhang mit dem Abschnitt aus dem Heiligen Evangelium, der während der Heiligen Messe gelesen wurde, wies der Diözesanbischof in seiner Predigt darauf hin: – „Jesus sagte: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu bringen, und wie sehr wünschte ich, es wäre schon entfacht. Was ist das für ein Feuer? Jesus‘ Feuer. Im Grunde passiert Folgendes: Wir kommen zur Heiligen Messe, viele kommen zur Heiligen Kommunion, wir empfangen Jesus, wir empfangen seine Liebe, und diese Liebe wollen wir weitergeben, damit sie andere Menschen erreichen kann.“
Nach der Heiligen Messe traf Seine Exzellenz Josef Csaba Pál, Diözesanbischof, die Kindergruppe in der Kirche und überreichte ihnen jeweils ein kleines Heiligenbildchen. Die Diskussion mit den Mitgliedern der Jugendgruppe fand im Saal des Pfarrhauses statt, wo die Jugendlichen einen offenen Dialog mit dem Bischof führten. Árpád Király, Erzdiakon an der Marosch, Frau Melinda Baum, Verantwortliche für das Diözesanbüro für Familien- und Erwachsenenseelsorge des Erzdekanats an der Marosch und Pfr. Ion Cădărean.
Am Abend traf Seine Exzellenz Josef Csaba Pál im Hildegardis-Wulff-Haus mit den Mitgliedern des Caritasverbandes Lipova zusammen, einer Organisation, die Teil des Caritasverbandes der Diözese Temeswar ist. Hier wurde der Diözesanbischof im Namen des Arbeitskreises von Dr. Imogen Tietze, der Koordinatorin dieser karitativen Einrichtung, herzlich begrüßt: „Der Diözesanbischof ist im Hildegardis-Haus immer willkommen, nicht nur als Pfarrer, sondern auch als Freund“.
Am zweiten Tag des kanonischen Besuchs, Freitag, den 21. Oktober, traf sich der Oberhirte der Diözese Temeswar um 9.00 Uhr im Kloster Maria Radna mit den Mitarbeitern der Pfarrei Lippa, gefolgt von einem Besuch im Rathaus von Lippa, wo er mit dem Bürgermeister Florin Fabius Pera zusammentraf.
Ab 12.00 Uhr feierte Seine Exzellenz Josef Csaba Pál in der Kirche von Fibisch, einer Filiale der Gemeinde Neudorf, eine Heilige Messe, bei der der Pfarrer von Lipova konzelebrierte. Hier spielte der Kantor Strenger Ștefan an die älteste Orgel der Diözese, die in der Werkstatt des Temeswarer Handwerkers Franz Anton Wälter gebaut wurde und von Hand mit Luft versorgt wird.
Nach der Heiligen Messe sprach der Bischof vor der Kirche mit den anwesenden Gläubigen aus den Gemeinden Fibisch und Blumenthal. Herr Gheorghe Dorel Carcea, der Bürgermeister von Fibisch, war ebenfalls bei der Messe anwesend.
Am Nachmittag kehrte Seine Exzellenz, Diözesanbischof Josef Csaba Pál, nach Lippa zurück, wo er sich ab 16.30 Uhr mit den Mitgliedern der Rosenkranzgruppe in der Kirche und ab 17.15 Uhr mit Mitgliedern des Kirchenausschusses im Pfarrhaus traf. Schw. Böbe M. Tari, Marienschwester von Schönstatt, Referentin für Familien- und Erwachsenenseelsorge, war bei diesen Treffen anwesend.
Bei diesen Treffen wurden verschiedene Themen im Zusammenhang mit dem Rosenkranzgebet sowie verwaltungstechnische und organisatorische Fragen im Leben der Pfarrei erörtert.

Pressestelle der Diözese Temeswar