Am Samstag, den 11. März 2023, versammelten sich katholische Familien aus der Pfarrei Arad-Zentrum „St. Antonius“ und anderen Pfarreien des Erzdekanats an der Marosch an einem Tag voller Spiritualität, um ihren Glauben und ihre spirituellen Bindungen zu stärken, aber vor allem, um gemeinsam über die Fastenzeit nachzudenken und zu überlegen, was Diakonie in der Familie wirklich bedeutet. Die Veranstaltung, die mehr als fünf Stunden dauerte, fand in einem warmen und einladenden Rahmen statt, der eine Atmosphäre der Besinnung und des Vertrauens auf das Göttliche ermöglichte.
Nach dem Grußwort von Schw. Maria Böbe Tari, die für die Familienpastoration in der römisch-katholischen Diözese Temeswar zuständig ist, folgte die Präsentation (und auch das Zeugnis) der Familie Sabău, Marius und Lia, aus Temeswar – Eltern von neun Kindern (,,sieben davon hier auf Erden und zwei im Himmel…“). Dieses Zeugnis bedeutete eine beeindruckende Erfahrung für die Teilnehmer – eine Erfahrung, die als Ausgangspunkt (zum Nachdenken) über die Bestimmung der christlichen Familie heute im Allgemeinen und über den echten Dienst in der Familie im Besonderen diente. Das Ehepaar teilte mit den Anwesenden einige seiner eigenen bemerkenswerten Erfahrungen in der Familie und zeigte, wie es persönlich geistliche Werte an seine Kinder weitergibt. In einer hektischen und sich ständig verändernden Welt ist es der Familie Sabău gelungen, eine Atmosphäre des Engagements, des Vertrauens und der Harmonie zu schaffen, die die über 40 Teilnehmer zum Nachdenken und zum Austausch anregte und die Kultivierung wahrer christlicher Werte förderte: Liebe, Geduld, Vergebung, Zuhören, Respekt, Opfergeist – deren perfektes Vorbild unser am Kreuz gekreuzigter Herr Jesus Christus ist.
Während dieser Veranstaltung hatten die Familien die Möglichkeit, an verschiedenen besonderen spirituellen Aktivitäten teilzunehmen, wie der von Pater Cristian Tiba OFMConv (Arad-Zentrum) zusammen mit Dechant-Pfarrer Árpád Király (Arad-Schega) und Pfr Piry Radulov (Vinga) zelebrierten Messe, sowie gemeinsamen Gebeten, Meditationen und religiösen Liedern, einem Mittagessen mit anschließende Kreuzwegandacht und gemeinsame Diskussionen… All dies sollte Hoffnung, Frieden und Ruhe in die Seelen der Menschen bringen, ihnen helfen, sich mit Gott zu verbinden, und ihnen die heiligmachende Mission jedes Ehepartners und jedes Elternteils in der christlichen Familie bewusst machen.
Die gesamte Atmosphäre der Veranstaltung war geprägt von Respekt, Frömmigkeit, Toleranz und Harmonie unter den Teilnehmern, die eine starke Gemeinschaft bildeten und zeigten, dass sie in ihrem Glauben geeint sind. Auch die 11 Kinder, die ihre Eltern an diesem besonderen Tag begleiteten, genossen die Heilige Messe sowie die getrennte Teilnahme, die lustigen Aktivitäten, die Mahlzeiten und das Beisammensein. Nach mehr als fünf gemeinsamen Stunden gingen alle Teilnehmer mit einer echten Ladung geistlicher Energie und größerem Vertrauen in ihren Lebensweg nach Hause.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Spirituelle Katholische Familientag in der Pfarrei Arad-Zentrum ein bedeutungsvolles und religiös bewegendes Ereignis für alle Teilnehmer war, sowohl für Priester und Ordensleute, als auch für Laien. Im Wesentlichen war der kalte 11. März eine ausgezeichnete Gelegenheit für christliche Ehepartner und Eltern, über die geistlichen Werte des Familienlebens, aber auch über ihre Bedeutung in ihrer Gemeinschaft nachzudenken. Dieser Tag wird allen Anwesenden sicherlich in Erinnerung bleiben und eine Quelle der Inspiration für die Fortsetzung ihres spirituellen Weges sein, sowohl auf persönlicher als auch auf gesellschaftlicher Ebene, da die christlichen Familien, egal welche Prüfungen sie durchmachen, ihrer Umgebung stets das Licht und das Beispiel ihres lebendigen Dialogs mit Gott und den Beweis für sein direktes Eingreifen in unsere täglichen Probleme und Freuden anbieten müssen. Und vielleicht gibt es zum Schluss kein geeigneteres Thema zum Nachdenken, als dass die Grundlage einer Ehe ein Sakrament bleibt, und „wem viel gegeben wird, von dem wird viel verlangt…“

Prof. Dr. Laura-Lia Bălaj,
Vorbeterin, Pfarrei Arad-Zentrum