Der Stadtrat Temeswar hat in seiner jüngsten Stadtratssitzung die Gelder für die Kultuseinrichtungen genehmigt. Es handelt sich um insgesamt eine Million Lei, die den verschiedenen Konfessionen und Religionen zugutekommen werden, wie aus dem genehmigten Projekt hervorgeht. So bekommt die Römisch-Katholische Kirche 300.000 Lei, die für die Erneuerung des Zentralheizungssystems der Millenniumskirche in der Fabrikstadt ausgegeben werden sollen. Auch die Orthodoxe Kirche erhält 300.000 Lei, die für die Sanierung des Gebäudes in der Eminescu-Straße Nr. 6, das die Metropolie des Banats 2015 erworben hat, verwendet werden. 400.000 Lei kommen den Vertretern des mosaischen Glaubens zuteil. Die Gelder sollen bei der Sanierung der Synagoge in der Innenstadt eingesetzt werden. Die Synagoge als Kulturzentrum ist eines der Hauptziele Temeswars als Europäische Kulturhauptstadt und soll komplett saniert werden. Die Innerstädter Synagoge wurde 1864/65 nach den Plänen des Wiener Architekten Ignaz Schumann erbaut und wird zurzeit mit jüdischen Mitteln aus dem Ausland saniert.
Raluca Nelepcu
(Erschienen in: Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien, 28. Jahrgang/Nr. 6914 Bukarest, Dienstag, 25. August 2020, S. 4.)