{"id":14464,"date":"2019-01-16T19:12:38","date_gmt":"2019-01-16T17:12:38","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/bistum\/st-gerhardus\/"},"modified":"2019-02-21T20:19:19","modified_gmt":"2019-02-21T18:19:19","slug":"st-gerhardus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/bistum\/st-gerhardus\/","title":{"rendered":"St. Gerhardus"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-12583 alignright\" src=\"https:\/\/tranzitweb.ro\/gerhardus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-1-Medium-225x300.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/tranzitweb.ro\/gerhardus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-1-Medium-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27225%27%20height%3D%27300%27%20viewBox%3D%270%200%20225%20300%27%3E%3Crect%20width%3D%27225%27%20height%3D%27300%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-1-Medium-200x267.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-1-Medium-225x300.jpg 225w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-1-Medium-400x533.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-1-Medium.jpg 576w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Gerhardus, der erste Bischof unserer Di\u00f6zese, wurde um das Jahr 980 geboren und geh\u00f6rte einem venezianischen Patriziergeschlecht mit angeblichen Wurzeln in der Lombardei (die Historiker vermuten, dass er ein Mitglied der Familie Sagredo war). Bei der Taufe hat der Knabe den Namen Georg bekommen. Der Legende nach soll die Kindheit des kleinen Georg von einer schweren Krankheit gekennzeichnet gewesen sein. Dementsprechend haben seine Eltern ein Gel\u00fcbde abgelegt: wird das Kind gesund, so wird er Gott geweiht und soll in ein Kloster eintreten. <img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignleft size-medium wp-image-12575\" src=\"https:\/\/tranzitweb.ro\/gerhardus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-3-213x300.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/tranzitweb.ro\/gerhardus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-3-213x300.jpg\" alt=\"\" width=\"213\" height=\"300\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27213%27%20height%3D%27300%27%20viewBox%3D%270%200%20213%20300%27%3E%3Crect%20width%3D%27213%27%20height%3D%27300%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-3-200x281.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-3-213x300.jpg 213w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-3-400x563.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-3-600x844.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-3.jpg 700w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/>So kam Georg ins Benediktinerkloster San Giorgio, auf der Insel Murano, und studierte dort die Heilige Schrift. Sein Vater, der Gerhard hie\u00df, begab sich irgendwann zwischen 990 und 995 auf eine Pilgerreise ins Heilige Land (nach anderen Quellen nahm er an einem Kreuzzug teil), wo er sein Leben verlor. Zu dieser Zeit \u00e4nderte Georg seinen Namen, auf Wunsch seiner Mutter, und wurde seitdem, seinem verstorbenen Vater zu Ehre, Gerhard genannt. Im Jahr 1005 w\u00e4hlten die Benediktinerm\u00f6nche der Abtei San Giorgio den ungef\u00e4hr 25 Jahre alten Gerhard zum Prior. Ungef\u00e4hr damals wurde er auch zum Priester geweiht. Kurz danach fing Gerhard seine Studien in Bologna an. Etwa mit 30 Jahren kehrte Gerhard in sein Kloster, auf der Insel Murano, zur\u00fcck, wo er zum Abt dieser benediktinischen Gemeinschaft gew\u00e4hlt wurde.<br \/>\nAbt Gerhardus legte jedoch bald sein Amt nieder und begab sich auf eine Pilgerfahrt ins Heilige Land. Dies geschah etwa im Jahr 1015. Die Reise wurde aber von einem Sturm unterbrochen und Gerhards Schiff strandete an der K\u00fcste von Dalmatien, auf der Insel Sankt Andreas (heute Rovinj, Kroatien). Hier traf er den Abt von Martinsberg (Pannonhalma), Rasina, der ihn \u00fcberzeugte, Halt zu machen, um den ungarischen K\u00f6nig Stephan zu besuchen. Mit dessen Hilfe k\u00f6nnte er dann seine Fahrt, auf der Donau bis nach Konstantinopel und danach bis ins Heilige Land fortsetzen. So kamen beide \u00c4bte nach F\u00fcnfkirchen (P\u00e9cs), wo Bischof Maurus (M\u00f3r) und Abt Anastasius (Anast\u00e1z) versuchten, Gerhard zu \u00fcberzeugen, im Lande zu bleiben, um bei der Christianisierung des hier lebenden Volkes zu helfen. Als die zwei Kleriker am Hochfest Mari\u00e4 Himmelfahrt nach Stuhlwei\u00dfenburg (Sz\u00e9kesfeh\u00e9rv\u00e1r) fuhren, um den K\u00f6nig Stephanus zu besuchen, nahmen sie auch den venezianischen Abt Gerhardus mit. Zu diesem Anlass, sprach der K\u00f6nig Gerhard an: \u201eIch w\u00fcrde lieber, dass Du das Wort Gottes meinen Leuten verk\u00fcndigen sollst, dass du die Gl\u00e4ubigen st\u00e4rkst, den Glauben in der Herzen der Ungl\u00e4ubigen entz\u00fcndest, dass du die jungen Keime und Pflanzen mit Wasser begie\u00dft; ich werde dir Macht geben, so dass du \u00fcberall in meinem Land das Wort Gottes predigen kannst. Ich werde dir Begleiter geben, die dir Tag und Nacht dienen werden. \u00d6ffne nur einfach deinen Mund und lass den Samen des Lebens ins Herz dieses Volkes fallen. Geh nicht nach Jerusalem, denn ich werde dich sowieso nicht gehen lassen. Siehe, heute gebe ich dir den Bischofsstuhl von Maroschburg\u201c (Marosv\u00e1r, Morisena, Legenda Maior Sancti Gerardi). Die Gr\u00fcndung der neuen Di\u00f6zese verschob der K\u00f6nig aber auf sp\u00e4tere Zeiten. Er betraute den Abt Gerhardus vorerst mit der Erziehung seines Sohnes, des Kronprinzen Emerich (Imre), aber auch mit verschiedenen diplomatischen Aufgaben. Nach der Erf\u00fcllung dieses erzieherischen Auftrags am k\u00f6niglichen Hof zog sich Gerhard 1023 als Einsiedler in den W\u00e4ldern von Bakonyb\u00e9l zur\u00fcck und widmete sich dem Gebet, dem Studium der Heiligen Schrift und der Meditation.<br \/>\nIm Jahre 1030 rief K\u00f6nig Stephanus den Einsiedler Gerhard aus seiner ruhigen Abgeschiedenheit zu sich, um ihn zum Bischof des neugegr\u00fcndeten Bistums Maroschburg zu ernennen. Das Gebiet dieser Di\u00f6zese besetzte der ungarische K\u00f6nig infolge eines Kampfes mit dem rebellierenden,lokalen H\u00e4uptling Achtum (Ajtony) und erstreckte sich von der Thei\u00df zur Donau und bis zu den beiden Ufern der Marosch. Gem\u00e4\u00df der Gro\u00dfen Legende des Heiligen Gerhard wurde der neue Oberhirte, samt einer Gruppe von zehn M\u00f6nche, vom neuen Grafen Tschanadinus (Csan\u00e1d) zu seinen Bischofssitz begleitet:\u201e&#8230;zuerst nach Oroszlanosch, wo er [Tschanadin, u. Anm.] ein Kloster zu Ehren des hl. M\u00e4rtyrers Georg errichtet hat. Von hier gingen sie nach Maroschburg, wo griechische M\u00f6nche lebten und Gottesdienste nach ihren eigenen Vorschriften und Br\u00e4uchen zelebrierten. Der Bischof aber, nachdem er sich mit dem Grafen Tschanadinus absprach, sandte den griechischen Abt zusammen mit seinen M\u00f6nchen ins Kloster Oroszlanosch; deren Kloster [von Maroschburg, u. Anm.] aber, diente dem Bischof und seinen M\u00f6nchen als Herberge, solange der Bau des eigenen Klosters des hl. M\u00e4rtyrers Georg nicht abgeschlossen war\u201c(Legenda Maior Sancti Gerardi).<img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-12571 alignright\" src=\"https:\/\/tranzitweb.ro\/gerhardus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-2-228x300.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/tranzitweb.ro\/gerhardus\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-2-228x300.jpg\" alt=\"\" width=\"228\" height=\"300\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27228%27%20height%3D%27300%27%20viewBox%3D%270%200%20228%20300%27%3E%3Crect%20width%3D%27228%27%20height%3D%27300%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-2-200x263.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-2-228x300.jpg 228w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-2-400x526.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-2-600x789.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/gell\u00e9rt-2.jpg 700w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><\/p>\n<p>Schon gleich nach seiner Einf\u00fchrung organisierte Gerhard die Verk\u00fcndigung des Evangeliums in seiner Di\u00f6zese und das Gebiet seines jungen Bistums. Er teilte es in sieben Erzdekanate auf, baute und konsekrierte Kirchen, gr\u00fcndete eine Schule in der Bischofsstadt, weihte Priester und zugleich: \u201estr\u00f6mten Adelige und einfache Menschen, reiche und arme zu ihm, die auf dem Namen des einen Gottes, der Heiligen Dreifaltigkeit von ihm getauft werden wollten.\u201c Dem Bischof Gerhard ist es zu verdanken, dass die Verehrung der heiligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria sich auch auf diese Gebiete verbreitet hat.<\/p>\n<p>Nach dem Tod des heiligen K\u00f6nig Stephanus, am 15. August 1038, wurde das damalige K\u00f6nigreich Ungarn Schauplatz politischer Unruhen und blutiger Ereignisse, die das Engagement Gerhards forderten. Im Jahre 1043 lehnte Gerhard K\u00f6nig Aba die Osterkr\u00f6nung ab und griff ihn \u00f6ffentlich wegen seiner politischen Morde an. Und als \u201ezwischen K\u00f6nig Peter [Aba Samuels Nachfolger u. Anm.] und den Magyaren gro\u00dfe Unstimmigkeiten ausbrachen, sandten die Ungarn eine zahlreiche Botschaft zu Andreas, B\u00e9la und Levente, den S\u00f6hnen des V\u00e1szoly, die aus dem Stamm des hl. Stephanus waren, und baten diese von Polen nach Hause zu kommen.\u201c Damals machte sich Gerhardus auf den Weg, in der Gesellschaft von \u201eBeszter\u00e9d, B\u00f6di, Ben\u00e9ta und dem Grafen Sz\u00f3nok\u201cvon \u201eStuhlwei\u00dfenburg nach Ofen [Buda, u. Anm.], um Andreas und Levente Ehrevoll zu empfangen.\u201cAm 24. September 1046 jedoch griffen sie heidnische Rebellen bei der Pester Furt mit Steinen an. \u201eGerhard wurde gewaltvoll aus seinem Wagen heruntergezogen, in einer Schubkarre getan und vom Berg Kelenf\u00f6ld in die Tiefe geworfen. Und w\u00e4hrend er noch atmete, hat man seine Brust mit einer Lanze gestochen; dann wurde er zu einem Stein geschleppt, auf dem man seinen Kopfzerbrach. (&#8230;) Die Donau \u00fcberflutete oft den Ort, aber das Blut vom Stein, auf den man den Kopf des heiligen Gerhardzerschlagen hatte, konnte der Fluss sieben Jahre lang nicht abwaschen, bis die Priester schlie\u00dflich den Stein weggenommen haben.\u201c Der Berg, von dem der heilige Gerhard in die Donau geworfen wurde, tr\u00e4gt bis heute noch seinen Namen: Gerhardsberg (Gell\u00e9rt-hegy).<\/p>\n<p>Der Leichnam des M\u00e4rtyrers \u201ewurde am n\u00e4chsten Tag mit unz\u00e4hligen Tr\u00e4nen in der Kirche der Gottesmutter Maria, in Pest, in den selben Gew\u00e4ndern, in denen er den M\u00e4rtyrertor erlitten hat, zur Ruhe bestattet.\u201c Sieben Jahre sp\u00e4ter (im Jahre 1053), f\u00fchrten Bischof Maurus Abt Philippus die sterblichen \u00dcberreste des heiligen Gerhard nach Tschanad \u00fcber. Sein Sarkophag ist sp\u00e4ter verloren gegangen.<br \/>\nDie Legende des heiligen K\u00f6nig Stephanus von Ungarn berichtet, dass im Jahre 1083, zur Zeit des heiligen K\u00f6nig Ladislaus, Gerhard, der erste Bischof von Tschanad und Protom\u00e4rtyrer des Christentums Ungarns, zur Ehre der heiligen Alt\u00e4re heiliggesprochen wurde. Mit ihm wurden auch der K\u00f6nig Stephanus und dessen Sohn, der F\u00fcrst Emerich, heiliggesprochen. Die Reliquien des heiligen Bischofs befinden sich heute in Venedig, kleinere Teile werden aber auch in Bologna, Prag, Raab (Gy\u0151r), Segedin (Szeged), Budapest, Stuhlwei\u00dfenburg, Gro\u00dfbetschkerek (Zrenjanin), Tschanad und Temeswar verehrt.<br \/>\nDer heilige Gerhard ist der erste Bischof und F\u00fcrsprecher der drei Schwesterdi\u00f6zesen von Szeged-Csan\u00e1d, Gro\u00dfbetschkerek und Temeswar. Sein Werk, Deliberatio Gerardi Morisenae Ecclesiae Episcopi supra hymnum trium puerorum ad Isingrimum liberalem, wurde zum ersten Mal in der modernen Zeit im Jahre 1790 vom gro\u00dfen Gelehrten Ignatius (Ign\u00e1c) Batthy\u00e1ny, Bischof von Siebenb\u00fcrgen, ver\u00f6ffentlicht. Das einzige Exemplar des mittelalterlichen Manuskripts, welches \u00fcber die Jahrhunderten erhalten geblieben ist, befindet sich in M\u00fcnchen, in der Bayerischen Staatsbibliothek, und tr\u00e4gt den Code Clm. 6211.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerhardus, der erste Bischof unserer Di\u00f6zese, wurde um das Jahr 980 geboren und geh\u00f6rte einem venezianischen Patriziergeschlecht mit angeblichen Wurzeln in der Lombardei (die Historiker vermuten, dass er ein Mitglied der Familie Sagredo war). Bei der Taufe hat der Knabe den Namen Georg bekommen. 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