{"id":14509,"date":"2019-01-18T18:30:24","date_gmt":"2019-01-18T16:30:24","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/bildung\/romisch-katholisches-theologisches-lyzeum-gerhardinum\/"},"modified":"2019-02-21T20:16:29","modified_gmt":"2019-02-21T18:16:29","slug":"romisch-katholisches-theologisches-lyzeum-gerhardinum","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/bildung\/romisch-katholisches-theologisches-lyzeum-gerhardinum\/","title":{"rendered":"R\u00f6misch-Katholisches Theologisches Lyzeum Gerhardinum"},"content":{"rendered":"<p>Der Gr\u00fcnder des Piaristenordens, Joseph von Casalanza (1556-1648), er\u00f6ffnete in Rom 1597 seine erste kostenlose Schule f\u00fcr in \u00e4rmeren Verh\u00e4ltnissen lebenden Kindern. Die st\u00e4ndig wachsende Gemeinschaft erkl\u00e4rte Papst Paul V. 1617 eine Kongregation, dann Gregor XV. 1621 Orden mit Profess. Der Gr\u00fcnder schrieb damals: \u201eUnsere Institution hat die Aufgabe, dass sie Knaben im Lesen, Schreiben, Rechnen und Latein unterrichte, besonders zu frommen\u00a0 Menschen erziehe und in der Lehre der Kirche vertiefe, und f\u00fcr diese, soweit es m\u00f6glich ist, die besten Methode einsetze.\u201c<\/p>\n<p>In damals noch ungarischen Gebieten verbreitete sich der Orden erst in der ersten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts. Im alten Di\u00f6zese Csan\u00e1d waren die Piaristen zuerst in Sankt Anna (im Kreis Arad) t\u00e4tig, sp\u00e4ter aber mussten sie dort 1788 wegen der niedrigen Sch\u00fclerzahl ihre Schule schliessen. Laut des Erlasses Josephs II. liess sich der Orden in Temeswar nieder und in kurzer Zeit erweiterte er ihre Schule zu einem Gymnasium mit acht Klassen.<\/p>\n<p>In dieser Lehrinstitut war die Unterrichtssprache anfangs Latein, sp\u00e4ter Deutsch, seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkrieges Ungarisch und ab 20er Jahren des 20. Jahrhunderts Rum\u00e4nisch. Diese Schule war offen f\u00fcr alle Sch\u00fcler unabh\u00e4ngig von ihrer Nationalit\u00e4t und Konfession. In den Reihen der Sch\u00fcler erwarben sich R\u00f6misch-Katholiken, Ortodoxen, Reformierten, Evangelischen und Juden, aber auch Ungarn, Deutschen, Serben und Rum\u00e4nen neben einem kompetenten Wissen auch die christlichen und menschlichen Werte.<\/p>\n<p>Der auch in unserer Zeit vorhandene Geb\u00e4udekomplex des ehemaligen Piaristen Gymnasiums mit seinen Lehrs\u00e4len, Sch\u00fclerheim, Konvikt und Kapelle wurde nach den Baupl\u00e4nen des Temeswarer Architekten L\u00e1szl\u00f3 Sz\u00e9kely gebaut. Zwischen seinen Mauern wurde im Zweiten Weltkrieg das Deutsche Lazarett eingerichtet.<\/p>\n<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg verbot das kommunistische Regime die Lehrt\u00e4tigkeit der Piaristen und enteignete ihr Schulgeb\u00e4ude. Erst die 1989er Wende erm\u00f6glichte dem Bistum Temeswar im Auftrag der Ordensprovinz, auf das Geb\u00e4ude Anspruch zu erheben. Dessen v\u00f6llige \u00dcbergabe erfolgte erst im Herbst 2006.<br \/>\nIm Geb\u00e4ude des ehemaligen Piaristengymnasiums befindet sich heute das \u201eGerhardinum\u201c, das R\u00f6misch-Katholische Lyzeum der Di\u00f6zese. Dieses Institut nahm sich vor, den Lehrtraditionen des ehemaligen erstrangigen Gymnasiums treu bleibend f\u00fcr die Schulung und Erziehung der jungen Generation dieser Gegend zu sorgen.<\/p>\n<p>Dieses vom Heiligen Gerhard, vom ersten Bischof und Patron unseres Bistums benannte Katholische Lyzeum wurde auf die Initiation des Bisch\u00f6flichen Ordinariates errichtet. Sein erster Direktor, H.H. P\u00e9ter Szab\u00f3 erhielt vom Schulamt des Kreises Temesch am 8. September 1992 seine Ernennung. Die neu in Gang gesetzte Schule wurde zuerst in der Abrudstrasse, in Temeswar Fabrikstadt untergebracht. In die ersten rum\u00e4nischen und ungarischen Klassen wurden 20 Sch\u00fcler aufgenommen.<\/p>\n<p>Nur 1995 konnte das Lyzeum in den ersten Stock der alten Piaristenkonvikt umziehen. Wegen der Knappheit der dortigen R\u00e4umlichkeiten musste aber f\u00fcr Unterkunft und Mahlzeiten der Sch\u00fcler bei anderen Schulen gesorgt werden, obwohl ein Erlass des Unterrichtsministeriums f\u00fcr den Hauptmieter die \u00dcbergabe eines Teiles der Geb\u00e4ude f\u00fcr Internat und Mensa vorschrieb. Das Katholische Lyzeum konnte im Jahre 2000 das zweite Stockwerk des alten Gymnasiums in Besitz nehmen. Der Mangel an einem eigenen Internat mit einer Kantine machte der Lyzeumsverwaltung bis zur endg\u00fcltigen \u00dcbergabe des alten Geb\u00e4udekomplexes grosse Sorge. Im Herbst 2006 konnte man nach einer gr\u00fcndlichen Renovierung mit Obhut und materieller Unterst\u00fctzung des Bisch\u00f6flichen Ordinariats zu Temeswar ein eigenes Internat mit 80 Pl\u00e4tzen einrichten.<\/p>\n<p>Weitere Informationen auf <a href=\"http:\/\/www.gerhardinum.ro\/ro\/\">www.gerhardinum.ro\/ro\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gr\u00fcnder des Piaristenordens, Joseph von Casalanza (1556-1648), er\u00f6ffnete in Rom 1597 seine erste kostenlose Schule f\u00fcr in \u00e4rmeren Verh\u00e4ltnissen lebenden Kindern. Die st\u00e4ndig wachsende Gemeinschaft erkl\u00e4rte Papst Paul V. 1617 eine Kongregation, dann Gregor XV. 1621 Orden mit Profess. 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