{"id":15326,"date":"2019-02-15T09:47:46","date_gmt":"2019-02-15T07:47:46","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=15326"},"modified":"2019-02-15T09:52:09","modified_gmt":"2019-02-15T07:52:09","slug":"mit-allen-mitteln-versuchen-die-menschen-gott-erkennen-zu-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/mit-allen-mitteln-versuchen-die-menschen-gott-erkennen-zu-lassen\/","title":{"rendered":"Mit allen Mitteln versuchen, die Menschen Gott erkennen zu lassen"},"content":{"rendered":"<p>Gespr\u00e4ch mit dem Salvatorianerpater Martin Gal aus Temeswar<\/p>\n<p>Pater Martin Gal (30 Jahre) ist Provinzkonsultor der \u00f6sterreichischen Provinz des Salvatorianerordens und \u00d6konom der Gemeinde Elisabethstadt in Temeswar\/Timi\u0219oara. Der aus Gro\u00dfsanktnikolaus\/S\u00e2nnicolau Mare im Kreis Temesch stammende Pater Martin hat in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal die Koordination der vom verstorbenen Pater Berno Rupp vor einem Vierteljahrhundert initiierten Weihnachtsaktion zur Verteilung von 1600 P\u00e4ckchen an Kindergarten- und Schulkinder aus Temeswar und Umgebung \u00fcbernommen. Dies ist nur eine der sozialen T\u00e4tigkeiten, die die Salvatorianer in der Stadt an der Bega unterst\u00fctzen. Seit 120 Jahren ist der r\u00f6misch-katholische M\u00e4nnerorden in Temeswar pr\u00e4sent. Das runde Jubil\u00e4um wurde im vergangenen Herbst auch in der Elisabethst\u00e4dter Pfarrkirche in Anwesenheit von Bischof Josef Csaba P\u00e1l feierlich begangen. ADZ-Redakteurin Raluca Nelepcu sprach mit Pater Martin \u00fcber die Sozialprojekte und Herausforderungen des Salvatorianerordens in Temeswar.<br \/>\n<strong>Die Salvatorianer aus Temeswar haben im vergangenen Jahr 120 Jahre seit ihrer Ankunft in der Stadt an der Bega gefeiert. Was bedeutet das f\u00fcr Sie als in Temeswar t\u00e4tiger Salvatorianerpater?<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Die Salvatorianer sind der einzige M\u00e4nnerorden zurzeit in Temeswar. Fr\u00fcher gab es noch den Piaristenorden als M\u00e4nnerorden in der Stadt. Als ich die katholische Schule \u201eGerhardinum\u201c besucht habe, habe ich mich nach einem Orden umgeschaut. Ich hatte praktisch nur eine Option: die Salvatorianer. Ich habe sie dann besucht und das, was sie tun, hat mich angesprochen.<br \/>\n<strong style=\"font-style: inherit;\">Was ist das Spezifische dieses Ordens?<\/strong><br \/>\n\u201eDas ist das ewige Leben: Dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen, und Jesus Christus, den Du gesandt hast\u201c. Das ist aus dem Johannesevangelium 17,3. Das Spezifische der Salvatorianer ist, dass wir uns darum bem\u00fchen, dass die Menschen Gott erkennen. Und darum bem\u00fchen wir uns mit allen Mitteln. Wir machen das nicht konkret nur durch Unterricht oder durch soziale Projekte, sondern wir versuchen, mit allen Mitteln, die uns gegeben sind, die Menschen Gott erkennen zu lassen.<br \/>\n<strong>Wieso sind Sie einem Orden beigetreten?<\/strong><br \/>\nIch bin einem Orden beigetreten, weil mich die Gemeinschaft anzieht. Als Di\u00f6zesanpriester ist man vielleicht irgendwo in einer Pfarrei, allein f\u00fcr die ganze Gemeinschaft zust\u00e4ndig, aber in einem Orden sind immer mehrere Leute. Wir sind eine Gemeinschaft, die die Menschen betreut. Das hat mir gefallen.<br \/>\n<strong>Wie viele Patres sind zurzeit am Salvatorianerkloster in der Elisabethstadt t\u00e4tig?<\/strong><br \/>\nWir sind vier Patres und ein Bruder. Es geht um zwei ungarische Patres und zwei kroatische Mitbr\u00fcder \u2013 der eine ist Bruder, der andere ist Pater. Der f\u00fcnfte ist unser Provinzial aus \u00d6sterreich, Pater Josef Wonisch, der st\u00e4ndig zwischen Wien und Temeswar pendelt. Pater Josef Wonisch ist eine Woche in Wien, dann wieder eine Woche da, usw. So sieht aktuell unsere Konstellation aus.<br \/>\n<strong>Wie ist \u00fcberhaupt der Orden vor 120 Jahren nach Temeswar gekommen?<\/strong><br \/>\nPater Friedolin Zichy kam damals auf Einladung des damaligen Bischofs Dezs\u00f6ffy nach Temeswar. Der Bischof hatte unseren Ordensgr\u00fcnder, Pater Jordan, in Rom kennengelernt und gemerkt, dass der Salvatorianerorden ein junger, dynamischer Orden war, den er unbedingt auch in seiner Di\u00f6zese haben wollte. So kamen die Salvatorianer nach Temeswar.<br \/>\n<strong style=\"font-style: inherit;\">Am Temeswarer Salvatorianerkloster gibt es eine Suppenk\u00fcche f\u00fcr bed\u00fcrftige Personen. Was f\u00fcr Sozialprojekte unterst\u00fctzt der Orden in Temeswar bzw. im Banat au\u00dferdem?<\/strong><br \/>\nWir unterst\u00fctzen so einige Sozialprojekte. Einige davon, wie zum Beispiel das Nachtasyl f\u00fcr Obdachlose oder das Frauenhaus f\u00fcr die Opfer h\u00e4uslicher Gewalt \u2013 hat der Salvatorianerpater Berno Rupp (1935 \u2013 2017) gegr\u00fcndet. Die Suppenk\u00fcche gibt es schon seit dem Jahr 1930, lediglich w\u00e4hrend des Kommunismus wurde die T\u00e4tigkeit unterbrochen. Gleich nach der Wende 1989, als wir das Haus r\u00fcckerstattet bekommen haben, wurde die Suppenk\u00fcche wieder er\u00f6ffnet. Rund 15-20 arme Menschen erhalten t\u00e4glich ein warmes Mittagessen. Au\u00dfer der Suppenk\u00fcche unterst\u00fctzen wir noch das Nachtasyl f\u00fcr Obdachlose in der Br\u00e2ncoveanu-Stra\u00dfe und das Frauenhaus in Temeswar sowie das Resozialisierungszentrum, die Kindertagesst\u00e4tte und das Alterspflegeheim in Bakowa.<br \/>\n<strong style=\"font-style: inherit;\">Das Salvatorianerkloster wird zurzeit saniert. In welchem Stadium befinden sich die Arbeiten?<\/strong><br \/>\nWir haben einige Renovierungen au\u00dfen und innen durchgef\u00fchrt. Wir hoffen, dass wir mit den Innenrenovierungen bis Sommer fertig werden. Wir haben die G\u00e4nge neu renoviert, den Raum der Suppenk\u00fcche, und in diesem Jahr wollen wir noch die K\u00fcche und den gro\u00dfen Speisesaal sanieren lassen. Wir hoffen, dass wir bis Sommer endlich fertig werden, damit wir unsere G\u00e4ste herzlich empfangen k\u00f6nnen.<br \/>\n<strong style=\"font-style: inherit;\">Wie sieht es aus mit dem Nachwuchs f\u00fcr den Orden? Gibt es zurzeit Aspiranten?<\/strong><br \/>\nJa, gerade gibt es einen Kandidaten, auf den wir sehr stolz sind. Adrian Hafner hat Jura studiert, er hat als Fahrer und in der Bank gearbeitet und er hat sich schlie\u00dflich entschieden, in unseren Orden einzutreten. Er lernt Deutsch in Wien, er hat dort Bestnoten und er spricht schon seit f\u00fcnf Monaten flie\u00dfend Deutsch.<br \/>\n<strong style=\"font-style: inherit;\">Welche Herausforderungen sehen Sie f\u00fcr den Salvatorianerorden in Temeswar?<\/strong><br \/>\nDie gr\u00f6\u00dfte Herausforderung ist, dass wir das gro\u00dfe Haus, das sich hinter der Kirche befindet, erhalten. Wir hoffen, dass wir mit der Unterst\u00fctzung unserer G\u00e4ste das Haus auch so, wie es ist, erhalten k\u00f6nnen. Es kommen viele G\u00e4ste aus Deutschland, \u00d6sterreich oder der Schweiz zu uns, aber wir empfangen herzlichst auch G\u00e4ste aus Rum\u00e4nien, die bei uns \u00fcbernachten wollen.<\/p>\n<p>Mehr dazu lesen Sie unter: <a href=\"http:\/\/www.adz.ro\/meinung-und-bericht\/artikel-meinung-und-bericht\/artikel\/mit-allen-mitteln-versuchen-die-menschen-gott-erkennen-zu-lassen\/?fbclid=IwAR3xqc7CJ0wRLMfWCf8hQgaYwQjkNGY3ZNzUbEn2yQKwpPnj5rrADnux14U\">http:\/\/www.adz.ro\/meinung-und-bericht\/artikel-meinung-und-bericht\/artikel\/mit-allen-mitteln-versuchen-die-menschen-gott-erkennen-zu-lassen\/?fbclid=IwAR3xqc7CJ0wRLMfWCf8hQgaYwQjkNGY3ZNzUbEn2yQKwpPnj5rrADnux14U<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gespr\u00e4ch mit dem Salvatorianerpater Martin Gal aus Temeswar Pater Martin Gal (30 Jahre) ist Provinzkonsultor der \u00f6sterreichischen Provinz des Salvatorianerordens und \u00d6konom der Gemeinde Elisabethstadt in Temeswar\/Timi\u0219oara. 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