{"id":18731,"date":"2019-07-23T09:08:27","date_gmt":"2019-07-23T06:08:27","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=18731"},"modified":"2019-07-23T09:09:24","modified_gmt":"2019-07-23T06:09:24","slug":"ein-priester-aus-der-gemeinschaft-fuer-die-gemeinschaft-zu-msgr-paul-lackners-100-geburtstag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/ein-priester-aus-der-gemeinschaft-fuer-die-gemeinschaft-zu-msgr-paul-lackners-100-geburtstag\/","title":{"rendered":"Ein Priester aus der Gemeinschaft f\u00fcr die Gemeinschaft! Zu Msgr. Paul Lackners 100. Geburtstag"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/PROGRAMM-JULI-2019-MSGR.-PAUL-LACKNER-PLAKAT-FARBIG-1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload alignleft wp-image-18732 size-medium\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/PROGRAMM-JULI-2019-MSGR.-PAUL-LACKNER-PLAKAT-FARBIG-1-212x300.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/PROGRAMM-JULI-2019-MSGR.-PAUL-LACKNER-PLAKAT-FARBIG-1-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27212%27%20height%3D%27300%27%20viewBox%3D%270%200%20212%20300%27%3E%3Crect%20width%3D%27212%27%20height%3D%27300%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/PROGRAMM-JULI-2019-MSGR.-PAUL-LACKNER-PLAKAT-FARBIG-1-200x283.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/PROGRAMM-JULI-2019-MSGR.-PAUL-LACKNER-PLAKAT-FARBIG-1-212x300.jpg 212w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/PROGRAMM-JULI-2019-MSGR.-PAUL-LACKNER-PLAKAT-FARBIG-1-400x566.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/PROGRAMM-JULI-2019-MSGR.-PAUL-LACKNER-PLAKAT-FARBIG-1-600x849.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/PROGRAMM-JULI-2019-MSGR.-PAUL-LACKNER-PLAKAT-FARBIG-1-724x1024.jpg 724w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/PROGRAMM-JULI-2019-MSGR.-PAUL-LACKNER-PLAKAT-FARBIG-1-768x1086.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/PROGRAMM-JULI-2019-MSGR.-PAUL-LACKNER-PLAKAT-FARBIG-1-800x1132.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/PROGRAMM-JULI-2019-MSGR.-PAUL-LACKNER-PLAKAT-FARBIG-1-1200x1697.jpg 1200w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/a>Am Mittwoch, dem 24. Juli, sind es 100 Jahre seit der Geburt des langj\u00e4hrigen r\u00f6misch-katholischen Stadtpfarrers von Reschitza und Dechanten des Banater Berglands, Msgr. Paul Lackner. Das ist der Anlass, dass die R\u00f6misch-Katholische Pfarrei \u201eMaria Schnee\u201c, das Demokratische Forum der Banater Berglanddeutschen, der Kultur- und Erwachsenenbildungsverein \u201eDeutsche Vortragsreihe Reschitza\u201c und die Vinzenzgemeinschaft Reschitza sich in der \u201eMaria Schnee\u201c-Pfarrei ab 19.00 Uhr die H\u00e4nde reichen, um diesen einmaligen Seelsorger und F\u00f6rderer des Gemeinschaftslebens noch einmal in den Mittelpunkt zu stellen. Gl\u00e4ubige der Pfarrei, Mitglieder der Gemeinschaft und Interessierte werden sich an Msgr. Lackner, der fast 41 Jahre lang die Reschitzaer Pfarrei, die zur damaligen Zeit mit 30.000 Gl\u00e4ubigen die gr\u00f6\u00dfte der Di\u00f6zese war, betreute, an seinen stetigen Einsatz zum geistigen Wohle seiner Mitmenschen, erinnern. Geboren am 24. Juli 1919 in Jassenowa, heute serbisches Banat, verbrachte der Sohn eines Beamten Kindheit und Jugendzeit in der Bergstadt Orawitza. Nach dem Studium der Theologie wurde er am 12. September 1943 in Temeswar zum Priester geweiht. Er begann seine seelsorgerische T\u00e4tigkeit als Kaplan in Jahrmarkt. Mitte November 1946 kam Paul Lackner nach Reschitza, wo er bis zu seinem Tode, also mehr als 40 Jahre, erst als Kaplan, dann als Pfarrer und Dechant gewirkt hat. 1972 verlieh ihm Papst Paul VI. den Titel eines Monsignore, eines p\u00e4pstlichen Kaplans. Als 1948 durch die kommunistische Schulreform der Religionsunterricht in den Schulen abgeschafft wurde, hat sich der junge Kaplan beispielhaft f\u00fcr die Erhaltung des Religionsunterrichts eingesetzt. In den Jahren, als Oratorien und Kirchenmusik f\u00fcr Konzerts\u00e4le in Rum\u00e4nien tabu waren, erm\u00f6glichte er, zusammen mit dem Orgelvirtuosen und Priester Josef Gerstenengst, sp\u00e4ter allein, Sternstunden der Musik in der Pfarrkirche von Reschitza. Er setzte sich mit Leib und Seele f\u00fcr den Reschitzaer Kirchenchor ein, organisierte und betreute das Hausquartett im Pfarrhaus. Der Gedanke an ein Denkmal f\u00fcr die Opfer von Krieg und Deportation besch\u00e4ftigte Msgr. Paul Lackner Zeit seines Lebens. Eine einfache Gedenkst\u00e4tte mit den Namen der Opfer in der Kirche, links von der Kommunionbank eingerichtet, musste er auf Befehl der Beh\u00f6rden beseitigen. Er lie\u00df daher das gro\u00dfe Kreuz neben dem \u201eFlieger\u201c-Grab als Gedenkst\u00e4tte instandsetzen. Msgr. Paul Lackner war ein guter Hirte, interessiert an allem, was die ihm anvertraute Kirchengemeinde betraf. Er kannte viele seiner Gl\u00e4ubigen pers\u00f6nlich, kannte deren Familiengeschichten, deren N\u00f6te und Sorgen und war so manchem von ihnen St\u00fctze und Ratgeber. Er besuchte Kranke, um zu tr\u00f6sten, brachte Sterbenden das letzte Sakrament, begleitete Bekannte und Freunde, aber auch Fremde, ja sogar Widersacher auf ihrem letzten Weg. Das Wirken von Msgr. Paul Lackner als Seelsorger war vorbildlich. Sein unerm\u00fcdlicher Einsatz f\u00fcr den Religionsunterricht der Kinder und Jugendlichen, sein Bem\u00fchen um die Gestaltung des Kirchenlebens in drei Sprachen (Deutsch, Ungarisch, sp\u00e4ter auch Rum\u00e4nisch), sein v\u00e4terlicher Rat und Trost in den langen Jahren der Unterdr\u00fcckung bleiben vielen unvergesslich. Die Beisetzung des beliebten und geachteten Priesters nach seinem Hinscheiden im Herrn am 25. Juni 1987 in Reschitza erfolgte unter gro\u00dfer Anteilnahme seiner Gl\u00e4ubigen, zahlreicher Freunde, G\u00f6nner und Mitstreiter. Ein endlos langer Trauerzug begleitete ihn auf dem letzten Weg von der r\u00f6misch-katholischen Kirche zum (Berg-)Friedhof (Nr. 3) in Reschitza. Im Jahr 2000 brachte der Kultur- und Erwachsenenbildungsverein \u201eDeutsche Vortragsreihe Reschitza\u201c das Buch heraus: Msgr. Paul Lackner, \u201eEin Versuch, die chor-musikalische Vergangenheit Reschitzas festzulegen. Ein Beitrag zur Musikgeschichte Reschitzas in der Zeitspanne 1826 &#8211; 1984 = O \u00eencercare de evocare a trecutului muzical-coral al Re\u0219i\u021bei. Incursiune \u00een istoria muzical\u0103 a Re\u0219i\u021bei \u00een perioada 1826 &#8211; 1984\u201d, eine zweisprachige Ausgabe, ins Rum\u00e4nische von Georg Col\u021ba \u00fcbersetzt, erschienen im \u201eModus P.H.\u201c-Verlag Reschitza. Anl\u00e4sslich des Gedenkens am Mittwoch in der r\u00f6misch-katholischen \u201eMaria Schnee\u201c-Kirche wird auch eine kleine Fotodokumentationsausstellung zum Thema organisiert.<br \/>\n<strong>Erwin Josef \u021aigla<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Mittwoch, dem 24. Juli, sind es 100 Jahre seit der Geburt des langj\u00e4hrigen r\u00f6misch-katholischen Stadtpfarrers von Reschitza und Dechanten des Banater Berglands, Msgr. Paul Lackner. 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