{"id":23195,"date":"2020-03-03T09:39:48","date_gmt":"2020-03-03T07:39:48","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=23195"},"modified":"2020-03-03T09:40:08","modified_gmt":"2020-03-03T07:40:08","slug":"bischofsweihe-in-karlsburg-am-22-februar-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/bischofsweihe-in-karlsburg-am-22-februar-2020\/","title":{"rendered":"Bischofsweihe in Karlsburg am 22. Februar 2020"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-22976 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422-300x169.jpeg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422-300x169.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27300%27%20height%3D%27169%27%20viewBox%3D%270%200%20300%20169%27%3E%3Crect%20width%3D%27300%27%20height%3D%27169%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422-200x113.jpeg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422-300x169.jpeg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422-400x225.jpeg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422-600x338.jpeg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg 750w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Am Fest Kathedra Petri, am 22. Februar 2020 fand in der altehrw\u00fcrdigen Kathedrale von Alba Iulia\/Karlsburg die Bischofsweihe und Amtseinf\u00fchrung des neuen Erzbischofs Msgr. Dr.Gergely Kov\u00e1cs statt.<br \/>\nDie Di\u00f6zese Alba Iulia wurde im Jahre 1009 von K\u00f6nig Stephan dem Heiligen als Bistum von Transsilvanien mit Sitz in Alba Iulia gegr\u00fcndet. Nach dem zwischen dem Heiligen Stuhl und dem K\u00f6nigreich Rum\u00e4nien geschlossenen Konkordat \u00e4nderte es am 22. M\u00e4rz 1932 seinen Namen in Bistum Alba Iulia. Am 5. August 1991 erhob Papst Johannes Paul II. die Di\u00f6zese Alba Iulia zum immediaten Erzbistum (d.h. es ist direkt dem Apostolischen Stuhl unterstellt).<br \/>\nDr. Gergely Kov\u00e1cs ist der 84. Bischof von Alba Iulia und der dritte Erzbischof dieser Di\u00f6zese. Sein Vorg\u00e4nger Erzbischof Dr. Gy\u00f6rgy Jakubinyi hat aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden vorzeitig dem Heiligen Stuhl seinen Amtsverzicht angeboten, den Papst Franziskus am 24. Dezember 2019 angenommen hat. Da Weibischof J\u00f3zsef Tam\u00e1s am 12. November 2019 sein 75. Lebensjahr vollendet hatte, bat auch er\u2013 den kanonischen Vorschriften entsprechend \u2013 um seinen Amtsverzicht, der ebenfalls am 24. Dezember 2019 angenommen wurde.<br \/>\nAm gleichen Tag wurde Msgr. Dr. Gergely Kov\u00e1cs zum neuen Erzbischof des Erzbistums Alba Iulia ernannt. Dass diese Bischofsernennung an Heiligabend erfolgte ist kein Zufall. Genau vor 81 Jahren \u2013 am 24. Dezember 1938 wurde \u00c1ron M\u00e1rton, der unerschrockene Bekenner Bischof in der kommunistischen Zeit, zum Bischof ernannt. Der neue Erzbischof hat einen ganz engen Bezug zu Bischof Aron Marton, denn seit 2012 hat er als Postulator dessen Seligsprechungsprozess begleitet und vorangetrieben.<br \/>\nGeboren wurde Gergely Kov\u00e1cs am 21. Juli 1968 in T\u00e2rgu Secuiesc (ungarisch: K\u00e9zdiv\u00e1s\u00e1rhely). Von 1987-1990 studierte er am Theologischen Institut in Alba Iulia und ab 1990 an der P\u00e4pstlichen Universit\u00e4t Gregoriana. Die Priesterweihe empfing er in T\u00e2rgu Secuiesc durch Erzbischof Lajos B\u00e1lint am 3. Juli 1993. Nach weiteren Studien an der P\u00e4pstlichen Lateranuniversit\u00e4t im Fach Kanonisches Recht erwarb er 1994 das Lizenziat und 1996 das Doktorat. Von 1996-1997 war er als Kaplan in T\u00e2rgu Mure\u0219 (Marosv\u00e1s\u00e1rhely) t\u00e4tig.<br \/>\n1997 kehrte er nach Rom zur\u00fcck und wurde in den P\u00e4pstlichen Rat f\u00fcr die Kultur berufen. Er war zust\u00e4ndig f\u00fcr die kulturellen Angelegenheiten des deutschen Sprachraums und Ostmitteleuropas. Seit 1998 arbeitete er als Redakteur der Zeitschrift \u201eCultura e fede\u201c (Kultur und Glaube). Im Vatikan entfaltete Gergely Kov\u00e1cs eine vielseitige T\u00e4tigkeit und arbeitete in verschiedenen p\u00e4pstlichen Beh\u00f6rden mit: in der Kongregation f\u00fcr die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, in der Kongregation f\u00fcr den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, und am Gericht der R\u00f6mischen Rota. Als Postulator setzte er sich ein f\u00fcr die Seligsprechung von Bischof J\u00e1nos H\u00e1m, von Bischof \u00c1ron M\u00e1rton und der Ordensschwester B\u00f3di M\u00e1ria Magdolna, die 1945 als M\u00e4rtyrin gestorben ist.<br \/>\nErzbischof Gergely Kov\u00e1cs bringt also vielf\u00e4ltige weltkirchliche Erfahrungen mit in sein neues Amt. Da er zudem den Kontakt zu seiner Heimatdi\u00f6zese nie verloren und das Geschehen in seiner Heimat mit gro\u00dfem Interesse verfolgt hat, ist er mit Sicherheit gut ger\u00fcstet f\u00fcr seine neuen Aufgaben.<br \/>\nDie Bischofsweihe und Amtseinf\u00fchrung von Msgr. Dr. Gergely Kov\u00e1cs, an der ich zusammen mit Pfarrer Otto Barth teilgenommen habe, war ein gro\u00dfartiges Erlebnis. Viele Erinnerungen wurden in uns wach. Sowohl Pfr. Barth als auch ich haben am Theologischen Institut in Alba Iulia studiert und wir wurden am 23.06.1985 in der Kathedrale zu Priestern geweiht. Pfarrer Barth war von 1996-2007 Finanzdirektor der Erzdi\u00f6zese Alba Iulia und hat in dieser Eigenschaft viele Projekte angesto\u00dfen und umgesetzt. Ich habe dem neugeweihten Erzbischof auch im Namen des S\u00fcdostdeutschen Priesterwerkes zu seiner Weihe und Amtseinf\u00fchrung gratuliert.<br \/>\nDer Weihegottesdienst hat um 11.00 Uhr begonnen. Hauptkonsekrator war Kardinal Gianfranco Ravasi, Pr\u00e4sident des P\u00e4pstlichen Rates f\u00fcr die Kultur. Er war der bisherige Vorgesetzte von Msgr. Gergely Kov\u00e1cs. Mitkonsekratoren waren der emeritierte Erzbischof Dr. Gy\u00f6rgy Jakubinyi und der Apostolische Nuntius in Rum\u00e4nien und in Moldawien Titularerzbischof Miguel Maury Buend\u00eda. An der Weiheliturgie nahmen 42 Bisch\u00f6fe teil, darunter die 15 r\u00f6misch-katholischen und griechisch-katholischen Bisch\u00f6fe aus Rum\u00e4nien und 19 Bisch\u00f6fe und Weihbisch\u00f6fe aus Ungarn, angef\u00fchrt vom Primas Kardinal Peter Erd\u0151 und vom Vorsitzenden der Ungarischen Bischofskonferenz Bischof And\u00e1s Veres.<br \/>\nAus der Di\u00f6zese Temeswar nahmen unter anderen teil: Bischof Jozsef Csaba P\u00e1l, Generalvikar Msgr. Johann Dirschl und der Bisch\u00f6fliche Sekret\u00e4r Pfr. L\u00e1szl\u00f3 Bak\u00f3. Bemerkenswert ist auch, dass hochrangige Vertreter der Rum\u00e4nischen Orthodoxen Kirche, der Armenischen Apostolischen Kirche und protestantischer Kirchen an der Feier teilgenommen haben. Zahlreiche Priester und mehr als 6000 Gl\u00e4ubige haben den Festgottesdienst zur Bischofsweihe mitgefeiert.<br \/>\nZu Beginn des Weihegottesdienstes wurde das Dekret verlesen, mit dem Papst Franziskus Msgr. Dr. Gergely Kov\u00e1cs zum Erzbischof von Alba Iulia ernannt hat. In der Predigt sagte Erzbischof Ravasi, in diesem feierlichen und doch auch famili\u00e4ren Moment verbinden wir die Reflexion \u00fcber das Wort Gottes mit der Geschichte dieser alten ehrw\u00fcrdigen Ortskirche und ihrem neuen Oberhirten. Der Kardinal hat die symbolische Bedeutung dreier Orte hervorgehoben: Nazareth, wo Jesus sich das pastorale Programm des vom Propheten Jesaja verhei\u00dfenen Knecht Gottes zu eigen gemacht hat; Rom, die Stadt in der Msgr. Kov\u00e1cs seine Studien vertieft hat und wo er anschlie\u00dfend im Dienste des Heiligen Stuhles t\u00e4tig wurde, und Alba Iulia, der Wirkungsort des neuen Erzbischofs. An die Predigt schlie\u00dft die eigentliche Weihe an. Die Handauflegung und das Weihegebet sind dabei das Herzst\u00fcck. Im Friedensgru\u00df der anwesenden Bisch\u00f6fe kommt zum Ausdruck, dass der neue Erzbischof nicht nur f\u00fcr seine Di\u00f6zese verantwortlich ist, sondern sich in Gemeinschaft mit den anderen Bisch\u00f6fen um das Wohl der Weltkirche sorgt.<br \/>\n\u201eKennzeichnend f\u00fcr unser gro\u00dfes Erzbistum ist eine gro\u00dfe Vielfalt\u201c, sagte Erzbischof Kov\u00e1cs in der ersten Ansprache, die er an seine Gl\u00e4ubigen richtete: \u201eLasst uns gemeinsam gehen! Die eigene Kultur und Identit\u00e4t wollen wir bewahren, aber gleichzeitig das Anderssein der anderen achten und respektieren. Nur miteinander und gemeinsam k\u00f6nnen wir arbeiten zum Wohlgefallen Gottes. Lasst uns gemeinsam gehen!\u201c<br \/>\nWie es bei einer Bischofsweihe \u00fcblich ist, hat Erzbischof Gergely Kov\u00e1cs am Ende des Gottesdienstes die Ernennung seiner wichtigsten Mitarbeiter bekannt gemacht. Generalvikar wird Imre Robert Luk\u00e1cs, Kanzleidirektor und erzbisch\u00f6flicher Sekret\u00e4r J\u00e1nos Hurgoi und Bischofsvikar f\u00fcr die Ordensgemeinschaften P. Urb\u00e1n Erik OFM, Provinzialoberer der Franziskaner.<br \/>\nW\u00e4hrend die versammelte Gemeinde das Te Deum sang, zog Erzbischof Gergely Kov\u00e1cs durch die Reihen der Gl\u00e4ubigen und spendete zum ersten Mal den bisch\u00f6flichen Segen<br \/>\nDanach folgten verschiedene Gru\u00dfworte. Kurienbischof Claudiu-Lucian Pop verlas das Gru\u00dfwort des Gro\u00dferzbischofs von F\u0103g\u0103ra\u0219 und Alba Iulia Kardinal Lucian Mure\u0219an. Kardinal Peter Erd\u0151, der Erzbischof von Esztergom-Budapest und Primas von Ungarn nahm in seinem Gru\u00dfwort Bezug auf das nachsynodale Schreiben \u201eQuerida Amazonia\u201c. Was Papst Franziskus darin \u00fcber die Notwendigkeit der \u201eBewahrung des charakteristischen kulturellen Reichtums\u201c schreibt gilt nicht nur f\u00fcr Amazonien. Der orthodoxe Erzbischof Irineu Pop von Alba Iulia \u00fcberbrachte auch die guten W\u00fcnsche des rum\u00e4nischen Patriarchen Daniel. Mit den Worten aus Psalm 133 sagte Erzbischof Pop: \u201cWie gut und sch\u00f6n ist es, wenn Br\u00fcder miteinander in Eintracht wohnen\u201c.<br \/>\nPr\u00e4sidialrat Sergiu Nistor \u00fcberbrachte die Gr\u00fc\u00dfe des rum\u00e4nischen Staatspr\u00e4sidenten Klaus Iohannis. Der Stellvertretende Ministerpr\u00e4sident Zsolt Semj\u00e9n \u00fcberbrachte die Botschaft des ungarischen Ministerpr\u00e4sidenten Viktor Orban.<br \/>\nKultusstaatssekret\u00e4r Victor Opaschi bedankte sich beim emeritieren Erzbischof Jakubinyi f\u00fcr die langj\u00e4hrige gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Staat. Dem neuen Erzbischof sicherte er die Unterst\u00fctzung des rum\u00e4nischen Staates und des Kultusstaatssekretariates zu.<\/p>\n<p>Pf. Karl Zirmer<\/p>\n<p>Foto:\u00a0<a href=\"https:\/\/romkat.ro\/2020\/02\/22\/puspokke-szenteltek-es-hivatalaba-iktattak-kovacs-gergely-erseket\/\">https:\/\/romkat.ro\/2020\/02\/22\/puspokke-szenteltek-es-hivatalaba-iktattak-kovacs-gergely-erseket\/<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Fest Kathedra Petri, am 22. Februar 2020 fand in der altehrw\u00fcrdigen Kathedrale von Alba Iulia\/Karlsburg die Bischofsweihe und Amtseinf\u00fchrung des neuen Erzbischofs Msgr. Dr.Gergely Kov\u00e1cs statt. Die Di\u00f6zese Alba Iulia wurde im Jahre 1009 von K\u00f6nig Stephan dem Heiligen als Bistum von Transsilvanien mit Sitz in Alba Iulia gegr\u00fcndet. 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