{"id":23642,"date":"2020-04-06T10:36:50","date_gmt":"2020-04-06T07:36:50","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=23642"},"modified":"2020-04-06T11:53:24","modified_gmt":"2020-04-06T08:53:24","slug":"osterbotschaft-seiner-exzellenz-josef-csaba-pal-bischof-von-temeswar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/osterbotschaft-seiner-exzellenz-josef-csaba-pal-bischof-von-temeswar\/","title":{"rendered":"Osterbotschaft Seiner Exzellenz Josef Csaba P\u00e1l Bischof von Temeswar"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/felicitare-paste-2020-Copy.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-23634 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/felicitare-paste-2020-Copy-208x300.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/felicitare-paste-2020-Copy-208x300.jpg\" alt=\"\" width=\"208\" height=\"300\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27208%27%20height%3D%27300%27%20viewBox%3D%270%200%20208%20300%27%3E%3Crect%20width%3D%27208%27%20height%3D%27300%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/felicitare-paste-2020-Copy-200x288.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/felicitare-paste-2020-Copy-208x300.jpg 208w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/felicitare-paste-2020-Copy-400x577.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/felicitare-paste-2020-Copy-600x865.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/felicitare-paste-2020-Copy.jpg 618w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 208px) 100vw, 208px\" \/><\/a>Liebe Mitbr\u00fcder im priesterlichen Amt!<br \/>\nIn Christus geliebte Br\u00fcder und Schwestern!<\/p>\n<p><strong>Beteiligt sein!<\/strong><br \/>\nIm Januar besuchte ich das Heilige Land. Die tiefsten Eindr\u00fccke hinterlie\u00dfen in mir jene Orte, wo Jesus gelitten hat: der \u00d6lberg, die Todesangstbasilika (Kirche aller Nationen), der Kreuzweg. Zwar haben wir diese Orte erst am letzten Tag erreicht. Aber all die vorherigen Tage waren eine Vorbereitung daf\u00fcr, dass wir nun den Gipfel der Liebe Christi erleben durften: \u201eSo sehr hat er uns geliebt\u201c, so sehr hat er mich geliebt!<br \/>\nIn der Auferstehungsbasilika waren viele Menschen. Ebenso auf den Stra\u00dfen der Via Dolorosa, auf dem Kreuzweg, aber wenige dieser Menschen haben tats\u00e4chlich wahrgenommen, wo sie sich befanden, in wessen Fu\u00dfstapfen sie traten. Viele von ihnen waren mit ihrem Handel besch\u00e4ftigt, mit ihren Eink\u00e4ufen oder suchten einfach nach weiteren Sehensw\u00fcrdigkeiten\u2026 Dabei dachte ich: War es denn nicht auch damals genauso, als Jesus sein Kreuz nach Golgota trug? Einige waren neugierig, andere warteten auf das Sensationelle, viele beachteten Ihn einfach gar nicht\u2026 Aber diese Menschen wurden auch nicht von der unermesslichen Liebe Jesu ber\u00fchrt. F\u00fcr einige von ihnen bedeutete der Tod Jesu gar nichts, auch nicht Seine Auferstehnung. Sie machten einfach mit ihren allt\u00e4glichen Gesch\u00e4ften, mit ihren eigenen Problemen weiter: Einige besch\u00e4ftigten sich mit dem Handel, andere mit ihrer Hauswirtschaft. Nur diejenigen, die aktiv teilgenommen haben an den Ereignissen, konnten sich dar\u00fcber auch freuen! Wenn ich meine Hand, im Dunkeln, zum Lichtschalter hin f\u00fchre, ganz egal, wie nahe meine Hand an den Schalter kommt \u2013 es wird erst dann Licht, wenn ich auf den Knopf dr\u00fccke. Egal, wie nahe ich zu den g\u00f6ttlichen Dingen stehe, das ist noch immer nicht genug. Ich muss mich daran beteiligen. Sonst wird es in meinem Leben nicht hell, es wird nicht Licht.<br \/>\nLiebe Schwestern und Br\u00fcder! Wir durchleben schwierige Zeiten. Am schwierigsten ist es vielleicht das Gef\u00fchl der Hilfslosigkeit zu erfahren. Und dennoch k\u00f6nnen wir ganz viel tun. Das erste und wichtigste, was wir tun k\u00f6nnen, ist wiederentdecken, dass unser Leben, unsere Gesundheit, unsere Welt und unsere Wirtschaft, ja alles in der Hand Gottes liegt. Auch diesen Zeitabschnitt in unserem Leben k\u00f6nnen wir mit Ihm durchleben, im Vertrauen auf Seinen g\u00f6ttlichen Willen. Und dann, wenn wir unsere ganze Aufmerksamkeit auf Ihn gerichtet haben und uns nach Seinem Willen ausrichten, k\u00f6nnen wir auch viele konkrete Dinge tun. Viele Menschen haben, zum Beispiel, jetzt wieder begonnen in ihren Familien gemeinsam zu beten. Einige Familien habe sich \u00fcber das Internet oder \u00fcber das Telefon mit vielen anderen Familien zum Gebet verbunden. Und so beginnen sie ihr Leben in einem neuen Licht zu entdecken.<br \/>\nAndere erkennen den Willen Gottes im gegenw\u00e4rtigen Augenblick und helfen ihren N\u00e4chsten, indem sie f\u00fcr diese Eink\u00e4ufe erledigen oder ihnen mit anderen kleinen Taten der N\u00e4chstenliebe beistehen. Auch ist diese Zeitspanne eine besondere Gelegenheit daf\u00fcr, dass wir die Heilige Schrift (wieder)entdecken als lebendiges Wort Gottes, das Er aus Liebe zu uns spricht. Im Osterevangelium, beispielsweise, sehen wir, dass Jesus seine engsten Freunde in sein Werk einbindet, Er sendet sie aus. Den Frauen, die zusammen mit Maria Magdalena zum Grab gehen, gibt Jesus eine konkrete Mission: Bleibt nicht am Grab stehen, sondern \u201egeht und sagt meinen Br\u00fcdern, sie sollen nach Galil\u00e4a gehen und dort werden sie mich sehen.\u201d (Mt 28, 10). Er sieht, dass auch seine J\u00fcnger der Versuchung verfallen k\u00f6nnten, am \u201eGrab\u201d stehen zu bleiben. Er sieht, wie einige von ihnen sich in ihren H\u00e4usern verschlie\u00dfen, andere kehren zu ihrem allt\u00e4glichen Fischen zur\u00fcck\u2026 Den Aposteln gibt er eine Lebensmission: \u201eGeht hinaus in die ganze Welt und verk\u00fcndet das Evangelium der ganzen Sch\u00f6pfung\u2026\u201d (Mk 16, 15) \u2013 Es reicht nicht zu wissen, dass ich auferstanden bin, es reicht auch nicht, dass dies euch gl\u00fccklich macht \u2013 geht in alle Welt und verk\u00fcndet es! Er wusste, dass wir nur dann unseren Glauben bewahren k\u00f6nnen, wenn wir ihn weitergeben. Und diese Sendung sollen wir auch \u00fcber\u00a0 das Telefon und \u00fcber das Internet weiterf\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Lasst uns nicht am Grab stehen bleiben, unser Blick h\u00e4nge nicht am Grab fest!<\/strong><br \/>\nAuch in unserem Jahrhundert, sogar selbst in der Kirche, k\u00f6nnen wir unter der \u201eKrankheit\u201c leiden, dass wir unseren Blick an das \u201eGrab\u201d heften, an das Grab unseres Lebens, das Grab aller Fehltritte der Kirche, Europas und der ganzen Welt. Wir bleiben stehen, voll von Schmerzen und\u00a0 Nostalgie\u2026 und inzwischen ergeht es uns \u00e4hnlich wie den zwei Emmaus-J\u00fcngern, wir entdecken den Auferstandenen unter uns nicht, den Auferstandenen, der mit uns auf unserem Lebensweg geht, der uns begleitet, uns leitet und uns ruft, Ihm zu folgen.<br \/>\nWir beklagen uns, dass wir fr\u00fcher zahlreicher waren und es nun nicht mehr sind. Wir bleiben am \u201eGrab\u201d stehen. Aber wer hindert uns daran, kleinere, authentische Gemeinden zu bilden, wo der Auferstandene unter uns sichtbar wird? Gemeinden, in denen der Geist Jesu gelebt wird! Und wenn wir nicht reisen k\u00f6nnen, wenn wir uns nicht pers\u00f6nlich treffen k\u00f6nnen, dann verwenden wir das Telefon und all die anderen Kommunikationsm\u00f6glichkeiten. Wenn auch die Gl\u00e4ubigen nicht mehr so zahlreich sind, dann sollen eben die wenigen, die es gibt, die Liebe des Auferstandenen leben! Das sind die \u201ezwei oder drei\u201d, \u00fcber die Jesus redet. Man muss die Tatsachen nicht idealisieren, wir m\u00fcssen uns nur auf den Weg machen, genauso wie Maria Magdalena es getan hat, um den Aposteln die Frohbotschaft zu \u00fcberbringen. Sie wartete nicht darauf, dass \u201edie Kompetenten\u201c dies zuerst tun, sondern setzte sich schon \u201efr\u00fch am Morgen\u201c in Bewegung, um Jesus zu suchen. Auf dieser Suche kam Jesus ihr entgegen, er begegnete ihr. Nachher bekommt sie die Mission, zu den Aposteln zu gehen.<br \/>\nOft verstehen wir die Dinge falsch. Wir glauben, dass unsere Gemeinden gestorben sind, nur weil sie klein geworden sind. Aber nicht deswegen ist eine Gemeinde tot. Eine Gemeinde stirbt, wenn es nicht zumindest zwei oder drei gibt, die mit dem Auferstandenen leben, die bereit sind, seine Mission zu leben!<br \/>\nDer Auferstandene sucht die Begegnung mit uns. Er schaut uns in die Augen und wird uns nicht fragen, wie zahlreich wir einst waren, auch nicht wie viele wir heute noch sind, sondern, wie er einst Petrus fragte, wird er auch uns fragen: \u201eLiebst Du mich?\u201c Wir k\u00f6nnen nicht schweigen. Wir m\u00fcssen unsere Liebe zu Ihm zum Ausdruck bringen. Wir m\u00fcssen unsere Bereitschaft Ihm gegen\u00fcber bezeugen: \u201eHier bin ich, sende mich aus!\u201c Ihm d\u00fcrfen wir vertrauen. Seine Mission wird weitergef\u00fchrt werden, auch wenn wir in unseren H\u00e4usern werden bleiben sollen. Er wird mit uns sein, auch in unseren Schwierigkeiten.<br \/>\nMit diesen Gedanken w\u00fcnsche ich Ihnen gesegnete Feiertage! M\u00f6ge der Auferstandene Heiland Ihre Herzen mit der Freude seiner Gegenwart erf\u00fcllen!<\/p>\n<p>Temeswar, am Ostersonntag des Herrenjahres 2020<\/p>\n<p>\u2020 Josef Csaba P\u00e1l,<br \/>\nBischof von Temeswar<\/p>\n<div class=\"video-shortcode\"><iframe title=\"Osterbotschaft Seiner Exzellenz Josef Csaba P\u00e1l Bischof von Temeswar - 06.04.2020\" width=\"1140\" height=\"641\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/ReWGSYkW1HA?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Mitbr\u00fcder im priesterlichen Amt! In Christus geliebte Br\u00fcder und Schwestern! Beteiligt sein! Im Januar besuchte ich das Heilige Land. 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