{"id":24305,"date":"2020-04-20T11:18:30","date_gmt":"2020-04-20T08:18:30","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=24305"},"modified":"2020-04-21T16:45:26","modified_gmt":"2020-04-21T13:45:26","slug":"glaube-und-herasuforderung-pruefungen-in-harten-zeiten-es-war-ein-angenehmes-gefuehl-zu-hoeren-dass-viele-menschen-fuer-uns-beten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/glaube-und-herasuforderung-pruefungen-in-harten-zeiten-es-war-ein-angenehmes-gefuehl-zu-hoeren-dass-viele-menschen-fuer-uns-beten\/","title":{"rendered":"GLAUBE UND HERAUSFORDERUNG &#8211; PR\u00dcFUNGEN IN HARTEN ZEITEN &#8211; \u201eEs war ein angenehmes Gef\u00fchl zu h\u00f6ren, dass viele Menschen f\u00fcr uns beten\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Professionalit\u00e4t, Empathie, Glaube, Mitgef\u00fchl &#8211; es sind Konzepte, die jetzt dank der Menschen &#8211; die in dieser Zeit harte Pr\u00fcfungen bestehen, jedoch jeden Tag arbeiten, ihre eigene und die Gesundheit ihrer Angeh\u00f6rigen riskieren, um ihren Mitmenschen zu helfen &#8211; immer mehr Inhalt gewinnen. Sie sind standhaft und erledigen ihre Arbeit mit Hingabe. Es gibt Menschen, die diese Mission auch in Zeiten ohne Epidemien \u00fcbernommen haben und es sind auch diejenigen, die sie jetzt freiwillig \u00fcbernehmen.<\/strong><br \/>\n<strong>\u201eDie guten Nachrichten sind keine Nachrichten. Gute Nachrichten werden fast nie gemeldet. Wenn wir schlechte Nachrichten h\u00f6ren, m\u00fcssen wir uns fragen, ob uns auch gute Nachrichten erreicht h\u00e4tten?\u201c Das Zitat stammt vom schwedischen Arzt Hans Rosling und enth\u00e4lt viel Wahrheit. Alle Zeugnisse und Interviews, die Teile dieser Serie sind, sind GUTE NACHRICHTEN. Ja, genauso, mit Gro\u00dfbuchstaben geschrieben. Und wir hoffen, sie werden viele erreichen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u201eEs war ein angenehmes Gef\u00fchl zu h\u00f6ren, dass viele Menschen f\u00fcr uns beten\u201c<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Copy.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-24300 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Copy-300x234.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Copy-300x234.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"234\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27300%27%20height%3D%27234%27%20viewBox%3D%270%200%20300%20234%27%3E%3Crect%20width%3D%27300%27%20height%3D%27234%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Copy-200x156.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Copy-300x234.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Copy-400x311.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Copy-600x467.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Copy-768x598.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Copy-800x623.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Copy.jpg 858w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>W\u00e4hrend der gegenw\u00e4rtigen Pandemie gilt unsere gr\u00f6\u00dfte Dankbarkeit denjenigen, die im Bereich der Gesundheits- und Sozialf\u00fcrsorge t\u00e4tig sind und trotz der Gefahr weiterhin in der N\u00e4he des Krankenbettes arbeiten oder Menschen in Not helfen.<br \/>\nDa die meisten Mitarbeiter der Gesundheitseinheiten Rum\u00e4niens einen Vertraulichkeitsvertrag mit dem Arbeitgeber unterzeichnet haben, haben die Befragten weder ihre Identit\u00e4t, noch ihren Arbeitsplatzes genannt. Die hier dargestellten Daten und Fakten sind jedoch real. In den folgenden Zeilen erw\u00e4hnen wir sie mit dem Namen, den sie zuf\u00e4llig ausw\u00e4hlten.<br \/>\nM.I. ist Krankenschwester auf der Intensivstation eines Krankenhauses auf dem Gebiet unserer Di\u00f6zese. Sie ist Mutter von zwei Kindern. In den letzten Wochen musste sie sich mit der Notwendigkeit einer Quarant\u00e4ne auseinandersetzen, als festgestellt wurde, dass mehrere Kollegen der Einrichtung mit dem COVID-19-Virus infiziert waren.<\/p>\n<p><em>&#8211; Wie \u00fcben Sie Ihren Beruf w\u00e4hrend der Pandemie aus?<\/em><br \/>\n&#8211; Nachdem offiziell bekannt gegeben wurde, dass es in unserem Land eine Coronavirus-Epidemie gibt und die Zahl der Infizierten von Tag zu Tag zunahm und selbst die ersten Todesf\u00e4lle auftraten, machte ich mir nat\u00fcrlich immer mehr Sorgen um meine Gesundheit und die meiner Familie. Ich wusste, dass wir vor einer neuen, unbekannten Krankheit standen, die leider auch be\u00e4ngstigend ist. Es war aber auch offensichtlich, dass es nicht an der Zeit ist, eine Pause einzulegen, wenn man Krankenschwester ist. Ich muss helfen! Vor 25 Jahren habe ich mich bewusst f\u00fcr diesen Beruf entschieden und auch heute f\u00fchle ich, dass das meine Berufung ist. Der wei\u00dfe Kittel sollte man nicht nur in leichten, sondern auch in solchen schwierigen Situationen tragen. Nat\u00fcrlich ist das Tragen von Schutzausr\u00fcstung obligatorisch und die neuen Regeln m\u00fcssen strikt eingehalten werden.<\/p>\n<p><em>&#8211; Wie erleben Sie seelisch diese schweren Tage?<\/em><br \/>\n&#8211; Nach den ersten Tagen der Panik und Ungewissheit wurde mir klar, dass ich nicht immer alles unter Kontrolle halten kann. Es gibt Situationen die mich betreffen &#8211; aber unabh\u00e4ngig von mir &#8211; die ich nicht oder nur bis zu einem gewissen Ma\u00df beeinflussen kann&#8230; und das ist nicht leicht zu akzeptieren. Also, verlie\u00df ich mich auf die G\u00f6ttliche Vorsehung. Mein Glaube, die Zuversicht und der Optimismus helfen mir dabei sehr und ich versuche Sie jeden Tag zu st\u00e4rken&#8230;<br \/>\n<em><br \/>\n&#8211; Haben Sie noch Kraft, die Patienten, die Sie betreuen, zu ermutigen?<\/em><br \/>\n&#8211; In Zeiten der Pandemie oder sogar Quarant\u00e4ne sehen sich viele Menschen einer Situation gegen\u00fcbergestellt, die sie nicht kontrollieren k\u00f6nnen und sie f\u00fchlen sich hilflos und verletzlich. Dies gilt besonders f\u00fcr einsame, \u00e4ltere und kranke Menschen. Es ist sehr wichtig, sie nicht zu vergessen, ihnen zu helfen &#8211; mit der Beachtung der auferlegten Regeln. In der gegenw\u00e4rtigen Situation, wenn den Menschen geraten wird, zu Hause zu bleiben, wenn wir einen gewissen Abstand zwischen uns halten m\u00fcssen \u2013 helfen ein kurzer Telefonanruf, ein Wort der Ermutigung oder sogar ein warmer Blick besonders viel.<br \/>\nDa es wegen dem Coronavirus in Krankenh\u00e4usern verboten ist, Patienten zu besuchen, sp\u00fcre ich ganz besonders, wie wichtig es ist mit ihnen zu sprechen, sie zu tr\u00f6sten und zu ermutigen, denn jetzt fehlt ihnen besonders die Anwesenheit und Ermutigung ihrer Familien. Wir stehen vor einer schwierigen Situation, die mit Ernsthaftigkeit und Professionalismus richtig gehandhabt werden muss.<\/p>\n<p><em>&#8211; Woraus sch\u00f6pfen Sie Kraft, wenn Sie entmutigt sind?<\/em><br \/>\n&#8211; Die 12-Stunden-Arbeit, die Nachrichten \u00fcber Infektionen beim medizinischen Personal, hinterlassen manchmal ihre Spuren&#8230; Nat\u00fcrlich mache ich mir Sorgen um die Familie, meine Lieben. Die Pandemie, die Einschr\u00e4nkungen haben viele Pl\u00e4ne der Familie ge\u00e4ndert. Es ist wichtig, dass wir zusammen sind, alle gesund und daf\u00fcr danken wir Gott t\u00e4glich. Wir beten mehr wie \u00fcblich, verfolgen die \u00dcbertragungen der heiligen Messen, Eucharistische Anbetungen und Andachten \u00fcbers Internet. Es ist ungew\u00f6hnlich, eigentlich ist es zum ersten Mal, dass unsere Familie nicht anwesend war bei den Zeremonien und heiligen Messen der Karwoche. Wir haben jedoch die M\u00f6glichkeiten der Technologie genutzt und sind daf\u00fcr sehr dankbar.<br \/>\nDer Schutzpatron der r\u00f6misch-katholischen Kirche aus Temeswar-Freidorf ist der Hl. Rochus, Schutzpatron der Kranken und des medizinischen Personals. W\u00e4hrend seines ganzen Lebens k\u00fcmmerte er sich engagiert um die Pestkranken, deshalb beteten ihn Menschen w\u00e4hrend Epidemien besonders an. Auch wir, die ganze Familie, bitten um die Hilfe und F\u00fcrsorge des Heiligen Rochus und wir sind \u00fcberzeugt, dass unsere Gebete erh\u00f6rt werden. Heiliger Rochus, bitte f\u00fcr uns!<\/p>\n<p>&#8211; <em>Welchen Feedback erhalten Sie von Ihren Mitmenschen?<\/em><br \/>\n&#8211; Wir, das Gesundheitspersonal, tun unser Bestes, um diese schwierige Situation so schnell wie m\u00f6glich zu beenden. Die Menschen k\u00f6nnen uns helfen, indem sie nicht ins Krankenhaus kommen, zu Hause bleiben und sich strikt an die grundlegenden Vorsichtsma\u00dfnahmen und Hygienevorschriften halten, zu ihrem eigenen Wohl und dem ihrer Lieben. F\u00fcr uns ist es die gr\u00f6\u00dfte Freude, wenn ein Patient das Krankenhaus geheilt verl\u00e4sst.<br \/>\nEs war sch\u00f6n zu sehen, dass die Menschen zusammenhalten und uns unterst\u00fctzt haben &#8211; das gab uns Kraft bei der t\u00e4glichen schweren Arbeit. Neben der materiellen Hilfe haben wir mit gro\u00dfer Freude erfahren, dass viele Menschen f\u00fcr uns gebetet haben. Daf\u00fcr ein herzliches \u201eVergelt\u00b4s Gott!\u201c Wir tun unser Bestes, um Patienten zu heilen, aber wir k\u00f6nnen den Virus nur gemeinsam besiegen.<\/p>\n<p>&#8211; <em>Das Presseb\u00fcro der Di\u00f6zese Temeswar bedankt sich herzlichst f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Professionalit\u00e4t, Empathie, Glaube, Mitgef\u00fchl &#8211; es sind Konzepte, die jetzt dank der Menschen &#8211; die in dieser Zeit harte Pr\u00fcfungen bestehen, jedoch jeden Tag arbeiten, ihre eigene und die Gesundheit ihrer Angeh\u00f6rigen riskieren, um ihren Mitmenschen zu helfen &#8211; immer mehr Inhalt gewinnen. Sie sind standhaft und erledigen ihre Arbeit mit Hingabe. 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