{"id":26561,"date":"2020-08-02T14:12:31","date_gmt":"2020-08-02T11:12:31","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=26561"},"modified":"2020-08-03T16:04:16","modified_gmt":"2020-08-03T13:04:16","slug":"26561","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/26561\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p><strong>M A R I A\u00a0\u00a0\u00a0 R A D N A<\/strong><br \/>\n<strong><br \/>\n500 Jahre Zuflucht und Zuversicht<\/strong><br \/>\n<strong>200 Jahre seit der Konsekration der Basilika (2.)<\/strong><\/p>\n<p><em>Maria Radna feiert heuer ein doppeltes Jubil\u00e4um: 500 Jahre seit der Errichtung der ersten Kapelle im damaligen Weinberg, am Ort der jetzigen Wallfahrtskirche, aber auch 200 Jahre seit der Kosekrierung des Gotteshauses durch den Erzbischof von Gran\/Esztergom, durch den damaligen F\u00fcrstprimas Alexander Rudnay. Auch wenn die Gesundheitsvorschriften keine grossen Feierlichkeiten erlauben, kann der historische Moment nicht unmarkiert bleiben. <\/em><br \/>\n<em>Die Ereignisse der Vergangenheit werden in schriftlichen Chroniken aufbewahrt; Augenzeugen sprechen am authentischsten \u00fcber die j\u00fcngsten und gegenw\u00e4rtigen Ereignisse. Die n\u00e4chsten Seiten enthalten die Worte unterschiedlichen Menschen: Gottesdiener, \u00e4ltere Menschen, die an ihrer Religion festhalten, junge Menschen, die im Glauben aufwachsen, Bewahrer unserer gemeinsamer Feste und Pilger am jahrhundertealten Gnadenort von Maria-Radna.<\/em><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/portre.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-26546 alignright\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/portre-156x300.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/portre-156x300.jpg\" alt=\"\" width=\"156\" height=\"300\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27156%27%20height%3D%27300%27%20viewBox%3D%270%200%20156%20300%27%3E%3Crect%20width%3D%27156%27%20height%3D%27300%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/portre-156x300.jpg 156w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/portre-200x384.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/portre-400x767.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/portre-534x1024.jpg 534w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/portre-600x1151.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/portre-768x1473.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/portre-800x1534.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/portre-801x1536.jpg 801w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/portre-1068x2048.jpg 1068w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/portre-1200x2301.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/portre-scaled.jpg 1335w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 156px) 100vw, 156px\" \/><\/a>Seine Exzellenz Dr. h.c. Martin Roos, emeritierter Bischof von Temeswar wurde am 17. Oktober 1942 zu Knees (Satchinez), Kreis Temesch, geboren. Die theologischen Studien begann er in Karlsburg (Alba Iulia) und setzte diese an der Philosophisch &#8211; Theologischen Hochschule zu K\u00f6nigstein im Taunus in Deutschland fort. Am 3. Juli 1971 wurde er durch Bischof Carl-Joseph Leiprecht f\u00fcr die Di\u00f6zese Rottenburg-Stuttgart zum Priester geweiht. Nach der politischen Wende in Rum\u00e4nien wurde Pfarrer Roos von seinem Bischof Dr. Walter Kasper f\u00fcr die Di\u00f6zese Temeswar freigestellt und kehrte offiziell am 19. Juli 1990 nach Temeswar zur\u00fcck. Bischof Sebastian Kr\u00e4uter ernannte Martin Roos zum Kanzleidirektor des bisch\u00f6flichen Ordiariats Temeswar und betraute ihn mit der Organisierung des Di\u00f6zesanarchivs, der Bibliothek und mit der Einrichtung des Di\u00f6zesanmuseums. Mgsr. Martin Roos wurde am 28. August 1999 im Hohen Dom zum. Hl. Georg zum Bischof von Temeswar konsekriert. Die r\u00f6misch-katholische Theologische Fakult\u00e4t Fulda (Hessen, Deutschland) hat am 4. Februar 2011 dem Di\u00f6zesanbischof von Temeswar, Seiner Exzellenz Martin Roos, den Titel eines Ehrendoktors (doctor honoris causa) im Bereich der Theologie verliehen.<\/strong><br \/>\n<strong>Der ab September 2018 emeritierte Bischof Roos bem\u00fchte sich schon in den Jahren der kommunistischen Diktatur, w\u00e4hrend seiner j\u00e4hrlichen Besuche in der Heimat, um die Rettung, Aufbewahrung und Auswertung der Archivbest\u00e4nde der verwaisten aber auch der noch aktiven katholischen Pfarreien des Banats. Nach 1990 wurden diese Bem\u00fchungen zum Hauptanliegen des Priesters Martin Roos, der in seiner Heimat und in seiner Herkunftsdi\u00f6zese zur\u00fcckkehrte. In enger Zusammenarbeit mit dem damaligen, inzwischen im Herrn entschlafenen Bischof Sebastian Kr\u00e4uter wirkte er an der Umstrukturierung und dem Neuaufbau des Bistums mit. Die Restaurierung des Bisch\u00f6flichen Palais, unter Bischof Kr\u00e4uter, aber auch die Au\u00dfenrenovierungen der Domkirche (2004 und 2016), das gro\u00dfe Renovierungs- und Sanierungsprojekt des Klosterkomplexes von Maria Radna, mit der Entstehung des dortigen Wallfahrtsmuseums, koordinierte und verfolgte Bischof Roos unter pers\u00f6nlichem Einsatz. Einen Gesammtrenovierungsprojekt der Domkirche, durfte Bischof Roos, noch vor seinem R\u00fccktritt starten.<\/strong><br \/>\n<strong>Seine Exzellenz, Bischof emeritus Martin Roos ist der Autor mehrerer Werke, aus deren Reihe hier vor allem die Geschichte des Bistums Tschanad \u201eErbe und Auftrag \u2013 Die alte Di\u00f6zese Csan\u00e1d\u201c (vorl\u00e4ufig in f\u00fcnf B\u00e4nden) erw\u00e4hnt werden m\u00fc\u00dfte. Das Werk hat sowohl einen beeindruckenden literarischen Umfang, obwohl es in erster Linie dem Bereich der Kirchengeschichte angeh\u00f6rt. Weitere Werke desselben Autors: \u201eMaria-Radna \u2013 Ein Wallfahrtsort im S\u00fcdosten Europas\u201c (Regensburg, Bd. I. \u2013 1998, Bd. II. 2004), \u201eGerhard von Csan\u00e1d\u201c (Temeswar, 2017), \u201eProvidentia Augustorum\u201c (Temeswar, 2018) etc.<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-26528 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1-1-224x300.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1-1-224x300.jpg\" alt=\"\" width=\"224\" height=\"300\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27224%27%20height%3D%27300%27%20viewBox%3D%270%200%20224%20300%27%3E%3Crect%20width%3D%27224%27%20height%3D%27300%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1-1-200x268.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1-1-224x300.jpg 224w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1-1-400x536.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1-1-600x805.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1-1-764x1024.jpg 764w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1-1-768x1030.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1-1-800x1073.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1-1-1145x1536.jpg 1145w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/1-1.jpg 1164w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 224px) 100vw, 224px\" \/><\/a>\u2013 Exzellenz, Sie sind ein gro\u00dfer Verehrer der Mutter Gottes von Radna. Welche ist Ihre erste Erinnerung, aus Ihrer Kindheit, an diesen Ort?<\/strong><br \/>\n\u2013 Meine erste Erinnerung bezieht sich auf die Pilgerreise von 1956 nach Maria-Radna, an der ich als Kind teilgenommen habe. Ich erinnere mich aber auch lebhaft an die n\u00e4chste Wallfahrt, im Jahre 1957, als ich am 2. August mit den Gl\u00e4ubigen von Jahrmarkt (Giarmata) unter der Leitung von Sebastian Kr\u00e4uter, damals Kaplan dieser Pfarrgemeinde und sp\u00e4terer Di\u00f6zesanbischof, zum ersten Mal zu Fu\u00df nach Radna ging.<br \/>\nWir zogen im Morgengrauen, gegen vier Uhr, nach der Feier der Hl. Messe in geordneter Prozession aus der Pfarrkirche aus und kamen gegen Abend, etwa gegen acht Uhr in Radna an. Unser erster Halt war in Bruckenau (Pi\u015fchia), wo wir gefr\u00fchst\u00fcckt haben, und erreichten gegen Mittag Blumenthal (Ma\u015floc). Die Jahrmarkter Prozession bestand aus Hunderten, vielleicht sogar an die tausend Pilgern. Wir marschierten, begleitet von der Blaskapelle \u2013 es gab damals gleichzeitig drei davon im Dorf \u2013 die abwechselnd spielte und strophenweise den Pilgern die Lieder vorspielte. Planenwagen, die hinter der Prozession herfuhren, nahmen unser Gep\u00e4ck und Essen, ebenso m\u00fcde oder gar fu\u00dfkranke Wallfahrer auf die W\u00e4gen. Die Wagen wurden in den Tagen vor Wallfahrtsbeginn festlich geschm\u00fcckt. Ich erinnere mich, dass es sehr hei\u00df war und dass wir viel Staub geschluckt haben. Vor Neudorf sa\u00df ich am hei\u00dfen Sp\u00e4tnachmittag auf einen der Planenwagen auf, da mich die F\u00fc\u00dfe kaum noch tragen wollten\u2026<br \/>\nAls wir vor der hohen und steilen Treppe ankamen, wurden wir von Pater Ernst Harnisch, dem Guardian des Franziskanerklosters empfangen und unter den Kl\u00e4ngen der Glocken wie der Musikkapelle in die Gnadenkirche geleitet. Dabei wurde das Lied: \u201eNun endlich sind wir kommen an\u201c von der Musikkapelle gespielt und von den Pilgern gleichzeitig mitgesungen. Ein unbeschreiblich bewegender Eindruck, dem sich kaum jemand entziehen konnte. Zu diesem Zeitpunkt war P. Ernst bereits aus dem kommunistischen Gef\u00e4ngnis von Stra\u00dfburg an der Marosch (Aiud) entlassen worden. <em>\u201e<\/em><em>Der Abt von Radna\u201d (rum. stare\u021bul de la Radna) <\/em>war auch im Gef\u00e4ngnis eine Autorit\u00e4t, ein Begriff. Auch P. Placidus, sein leiblicher Bruder, war inzwischen aus Russland ebenfalls gl\u00fccklich heimgekehrt. Wir verbrachten die Nacht bei Familien, die bereits auf uns warteten und uns die Schlafstellen vorbereitet hatten. Jeder hatte seinen Platz in einem der R\u00e4ume, wo wir eng nebeneinander auf dem Fu\u00dfboden lagen und auf Heu und Stroh \u2013 m\u00fcde, wie wir waren \u2013 wunderbar geschlafen haben.<br \/>\nBei der Heiligen Messe am n\u00e4chsten Morgen predigte Pater Plazidus Harnisch, der trotz seiner kleinen Statur, ein Stimmenvolumen entwickelte, dass die W\u00e4nde schier wackelten. Keiner konnte sich dem Zauber seiner Worte entziehen. Er war kaum hinter der Kanzelbr\u00fcstung zu sehen, doch seine sonore Stimme f\u00fcllte das gesamte Kirchenschiff. Nach dem Hochamt, es war schon gegen Mittag, herrschste allgemeine Aufbruchstimmung. Jeder fuhr je nach Gelegenheit mit dem Pferdewagen oder mit dem Zug in Richtung nach Hause, denn am Abend um 7 Uhr war bereits der Empfang der heimkehrenden Pilger, die man am Rand des Dorfes erwartete und in Prozession zur Pfarrkirche mit Danksagung und Abschlusssegen begleitete, den keiner vers\u00e4umen wollte, weder die heimkehrenden Pilger, noch die Daheimgebliebenen, denn es geh\u00f6rte sich nicht nur, dass man den Heimkehrenden entgegenging und noch ein Baumzweig oder gar ein \u201eRadnast\u00fcck\u201c mitbekommen hat. Radnafahrer waren f\u00fcr jedermann Bringer des Segens f\u00fcr die gesamte Dorfgemeinschaft, an dem jeder seinen Anteil haben sollte und wollte. Eine Wallfahrt nach Radna ohne Schlusssegen, w\u00e4re nur eine halbe Sache gewesen!<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-26537 alignright\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo-300x181.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo-300x181.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"181\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27300%27%20height%3D%27181%27%20viewBox%3D%270%200%20300%20181%27%3E%3Crect%20width%3D%27300%27%20height%3D%27181%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo-200x121.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo-300x181.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo-400x241.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo-600x362.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo-768x463.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo-800x483.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo-1024x618.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo-1200x724.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo-1536x927.jpg 1536w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo.jpg 1566w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u2013 Ihre Radna-Monographie ist in zwei B\u00e4nden erschienen und gilt als Standardwerk des Wallfahrtsortes. Was hat Sie dazu bewogen, \u00fcber Radna zu schreiben?<\/strong><br \/>\n\u2013 Ich habe mich schon vor 1977, also schon als Pfarer in Deutschland mit der Geschichte von Maria-Radna n\u00e4her befasst. Dort durfte ich 1981 in dem gro\u00dfen Sammelwerk unserer Landsmannschaft \u201eDas Banat und die Banater Schwaben\u201d, in dessen erstem Band den Beitrag \u00fcber Maria Radna schreiben. Als ich dann im Sommer 1990 nach Temeswar zur\u00fcckkehrte, besprach ich mit einigen Priesterfreunden, die aus dem Bistum kamen und in Deutschland lebten, \u00fcber zwei Vorhaben: zum einen \u00fcber die Instandsetzung des Bischofshauses zu Temeswar, auch Bischofspalais genannt, und \u00fcber die Erhebung der Wallfahrtskirche zu Radna zu einer p\u00e4pstlichen Basilica Minor. Beide Vorhaben gelangten dann zwischen 1990 und 1995 zur Ausf\u00fchrung. In diesem Zusammenhang musste auch eine Dokumentation \u00fcber den Wallfahrtsort und die Wallfahrt nach Radna erstellt werden. Diese war der Grundstock zur eingehenden Darstellung der Vergangenheit des Wallfahrtsortes in den beiden genannten B\u00e4nden, zumal P. Ernst Harnisch OFM mir bereitwillig alles vorhandene Material gro\u00dfz\u00fcgig zur Verf\u00fcgung gestellt hat. So war eine ansehnliche Dokumentation von rund 100 Seiten mit Bildern, ortsbezogenen Liedern und Gebeten entstanden. Bischof Sebastian und P. Ernst, als zust\u00e4ndiger Guardian, wandten sich mit dem Anliegen an Exz. John Bukovsky, den damaligen Apostolischen Nuntius in Bukarest, der sich der Sache eifrig angenommen und die n\u00f6tigen Schritte in Rom veranlasst hat. Der Originaltext befindet sich heute im Di\u00f6zesanarchiv zu Temeswar. Am 25. M\u00e4rz 1992 unterschrieben P. Ernst Harnisch, Fr. Juvenal P\u00e9ter sowie Bischof Sebastian Kr\u00e4uter den gemeinsamen Antrag, in dem sie den Heiligen Vater Papst Johannes Paul II. um die Erhebung der Gnadenkirche zur p\u00e4pstlichen Basilika baten. Schlie\u00dflich erhielten wir eine positive Antwort aus Rom: der Heilige Vater stimmte unserer Bitte zu, und die p\u00e4pstliche Bulle wurde im Mai 1992 im Rahmen einer festlichen Messe in der neuen Basilica Minor verlesen und damit ver\u00f6ffentlicht .<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-26534 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo1-1-300x215.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo1-1-300x215.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"215\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27300%27%20height%3D%27215%27%20viewBox%3D%270%200%20300%20215%27%3E%3Crect%20width%3D%27300%27%20height%3D%27215%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo1-1-200x143.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo1-1-300x214.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo1-1-400x287.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo1-1-600x430.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo1-1-768x551.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo1-1-800x574.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo1-1-1024x735.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo1-1-1200x861.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo1-1-1536x1102.jpg 1536w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/jo1-1.jpg 1950w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u2013 Wie war Ihre Beziehung zu den Franziskanern, die jahrhunderte lang in Radna gelebt und gedient haben?<\/strong><br \/>\n\u2013 In den 50-er Jahren lebten noch mehrere Franziskanerpatres und Br\u00fcder in Maria-Radna. In schwierigen Zeiten erf\u00fcllte P. Ernst, fast ein halbes Jahrhundert hindurch, die Rolle des Guardians und die des Pfarrers von Maria-Radna. Dort lebten auch P. Placidus (Josef Harnisch) und Bruder Juvenal. Wir haben beide Patres geliebt und respektiert, sie waren sehr nett und sie haben uns immer herzlichst bei ihnen im Hause aufgenommen. Wir waren in Radna fast wie zu Hause.<br \/>\nNachdem im Sommer 1949 die kommunistischen Machthaber die Existenz von f\u00fcnfzehn katholischen Orden verboten hatten, wurde Maria-Radna zu einer Art Konzentrationskloster f\u00fcr Ordensm\u00e4nner und Ordenschwestern gemacht. Hier wurden 200 bis 250 Ordensleute zusammengepfercht. Anscheinend wurde Radna dazu ausersehen, weil das Kloster einerseits gro\u00df ist und genug Platz f\u00fcr viele Menschen bot, zum anderen, weil Radna\/Lippa keine Gro\u00dfstadt ist, noch dazu ziemlich abseits liegt, so dass das Konzentrationskloster hier nicht viel Aufsehen erregt hat. Gem\u00e4\u00df den neuen Direktiven durften Ordensleute keine Ordenstracht tragen. Die Schwestern hatten in Zivil zu gehen, die Patres durften nur in der schwarzen, f\u00fcr Di\u00f6zesanpriester zugelassenen schwarzen Reverenda\/Soutane gehen. Der f\u00fcr Franziskaner charakteristische braune <em>Habit<\/em> war in der \u00d6ffentlichkeit nicht mehr zu sehen.<br \/>\nFerner bestimmte der staatliche Kultus-Bevollm\u00e4chtigte \u2013 <em>\u00cemputernicitul de culte<\/em> genannt \u2013 auch, dass es an den Wallfahrtstagen neben Pater Ernst nur noch zwei weitere Priester geben d\u00fcrfe. So wurde das sonst so ge\u00fcbte Beichten am Gnadenort unm\u00f6glich gemacht und P. Placidus musste Radna verlassen, indem er der Reihe nach, Pfarrer in Irato\u0219, Darowa und Neudorf wurde.Die drei Priester mussten alle Messen zelebrieren und den zahlreichen Pilgergruppen die Beichten abnehmen. Wenn mehrere Gruppen an demselben Tag kamen, wollte jede ihre eigene Gemeindemesse haben \u2013 womit die drei anwesenden Priester selbstbverst\u00e4ndlich v\u00f6llig \u00fcberfordert waren. Auch dr\u00e4ngte man darauf, dass die Leute ihre Wallfahrtsbeichte m\u00f6glichst zu Hause verrichten sollten.Au\u00dferdem war der sogenannte \u201e\u00cemputernicit\u201c, der Vertrauensmann der Staatsmacht und <em>Securitate<\/em>, bei solchen Gelegenheiten stets anwesend und beobachtete und kontrollierte alles. Dieser hatte auch sonst ein Wort mitzureden, wenn es etwa um einen Pfarrerwechsel, um eine Versetzung ging. Er sa\u00df unter den Pilgern in der Wallfahrtskirche, h\u00f6rte die Predigt an und hatte seiner vorgesetzten Stelle zu berichten, was er gesehen und geh\u00f6rt hatte. Diese Situation dauerte bis Weihnachten 1989.<\/p>\n<p><strong> <a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/icoana-Copy.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-26340 alignright\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/icoana-Copy-214x300.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/icoana-Copy-214x300.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27214%27%20height%3D%27300%27%20viewBox%3D%270%200%20214%20300%27%3E%3Crect%20width%3D%27214%27%20height%3D%27300%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/icoana-Copy-200x280.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/icoana-Copy-214x300.jpg 214w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/icoana-Copy-400x560.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/icoana-Copy-600x840.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/icoana-Copy-731x1024.jpg 731w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/icoana-Copy-768x1075.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/icoana-Copy-800x1120.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/icoana-Copy-1097x1536.jpg 1097w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/icoana-Copy-1200x1680.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/icoana-Copy-1463x2048.jpg 1463w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/icoana-Copy-scaled.jpg 1828w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><\/a><\/strong><strong>\u2013 Sie wurden 1999 zum Bischof geweiht, und die allererste hl. Messe als Bischof haben Sie in Maria Radna zelebriert. Was hat Sie dazu bewogen, diesen besonderen Gottesdienst dort zu feiern und wie haben Sie diesen Moment erlebt? Sie haben damals dem Gnadenbild eine sch\u00f6ne Goldbrosche geschenkt&#8230; Was bedeutet dieses Geschenk?<\/strong><br \/>\n\u2013 Erzbischof Dr. Adalbert Boros erhielt seinerzeit von einer mir nicht bekannten Frau eine Goldkette, die sie nach Radna schenken wollte. Nachdem dies in dieser Form nicht geschehen konnte, verfiel ich auf die Idee, die Kette in einen Stern, wie er auch auf dem Bild zu sehen ist, umschmieden zu lassen und ihn dem Gnadenbild aufzuheften. So \u00fcberarbeitete ein mir bekannter, gut katholischer Goldschmied die Kette und fertigte daraus den gew\u00fcnschten Stern indem er noch drei Aquamarine dem Stern angeh\u00e4ngt hat, wie dies auch nun auf dem Gnadenbild zu sehen ist. Am 29. August 1999, zu meiner ersten Bischofsmesse nahmen wir das Bild aus dem Silberrahmen heraus und hefteten ihm nach dem Gottesdienst den Stern auf. Er soll ein Zeichen unser aller Anh\u00e4nglichkeit und Verehrung der Gottesmutter und der Gnadenmutter von Radna sein, zumal ich pers\u00f6nlich daran keinen Anteil habe.<\/p>\n<p><strong>\u2013 Im Laufe der Jahre haben Sie die Pilgerfahrten nach Maria Radna gef\u00f6rdert und haben sich auch an den meisten von diesen pers\u00f6nlich beteiligt. Was bedeutet Radna f\u00fcr die hier lebenden Geistlichen und Gl\u00e4ubigen?<br \/>\n<\/strong><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/nl.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-26540 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/nl-300x225.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/nl-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27300%27%20height%3D%27225%27%20viewBox%3D%270%200%20300%20225%27%3E%3Crect%20width%3D%27300%27%20height%3D%27225%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/nl-200x150.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/nl-300x225.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/nl-400x300.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/nl-600x450.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/nl-768x576.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/nl-800x600.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/nl-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/nl-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/nl-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/nl.jpg 1600w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u2013 Nach bestem Wissen und Gewissen habe ich mich bem\u00fcht, die im Laufe der Jahrhunderte entstandenen Wallfahrtstradition fortzusetzen und nach Kr\u00e4ften zu unterst\u00fctzen. Ich habe es selbst erlebt und ich wei\u00df, dass die Menschen gl\u00fccklich waren, nach Radna kommen zu k\u00f6nnen, weil sie dort Schutz und Gnade fanden, Glauben und neuen Mut erfahren haben, die sie sonstwo in ihrem t\u00e4glichen Leben so nicht gefunden hatten. Die Pilgerfahrten sind eine echte Unterst\u00fctzung f\u00fcr das religi\u00f6se Leben, eine gro\u00dfe pastorale Hilfe. Es ist ein wesentlicher Moment des Glaubens, auf den sich die Menschen oft fast das ganze Jahr hindurch vorbereitet, ja gefreut haben.Im Radnaer G\u00e4stebuch kann mann nachlesen, dass viele Pfarrer und Geistliche aus unserem Bistum, aber auch anderen Di\u00f6zesen, selbst aus dem Ausland hierher zur\u00fcckkamen, um in Radna ihr silbernes- oder goldenes Priesterjubil\u00e4um zu feiern. Sie kehrten auch w\u00e4hrend der kommunistischen Zeit nach Radna zur\u00fcck und dankten oft in aller Stille, ohne jeden \u00e4u\u00dferen Prunk, f\u00fcr ihre Berufung und ihr priesterliches Leben.F\u00fcr viele Banater Deutsche, die nach Russland deportiert waren und gl\u00fccklich nach Hause kamen, f\u00fchrte ihr erster Weg nach Maria Radna. So mancher hatte in Sowjetrussland seinerzeit das Versprechen gemacht: Komme ich gesund wieder nach Hause, will ich j\u00e4hrlich eine Wallfahrt zur Gnadenmutter nach Maria-Radna machen. Als der sp\u00e4tere Erzbischof Dr. Boros nach vierzehn Jahren aus der kommunistischen Haft entlassen worden war, f\u00fchrte sein erster Weg, noch bevor er nach Temeswar weiterfuhr nach Maria Radna. Als er hier an der Klosterpforte l\u00e4utete, kam der Bruder heraus, sah ihn, unrasiert und in einer Kluft, die ihm vor knapp f\u00fcnfzehn Jahren noch gepasst hatte, doch nun um ihn weit herum baumelte, und meldete P. Ernst: \u201eEin Bettler!\u201c Erst als dieser nachschaute, erkannte er den 1948 im Geheimen geweihten Bischof. Hier zelebrierte Boros nach vierzehn Jahren schwerem Kerker, zeitweise in Einzelhaft, seine Dankesmesse f\u00fcr den Schutz, den er mitten in allem Elend reichlich erfahren hatte.<\/p>\n<p><strong> <a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/u.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-26543 alignright\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/u-300x220.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/u-300x220.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"220\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27300%27%20height%3D%27220%27%20viewBox%3D%270%200%20300%20220%27%3E%3Crect%20width%3D%27300%27%20height%3D%27220%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/u-200x146.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/u-300x220.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/u-400x293.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/u-600x439.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/u-768x562.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/u-800x586.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/u-1024x749.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/u-1200x878.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/u-1536x1124.jpg 1536w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/strong><strong>\u2013 Was bedeutet Ihnen Maria Radna?<\/strong><br \/>\nIst Temeswar als Bischofssitz der Di\u00f6zese deren Kopf und Verstand, so ist Maria Radna das Herz unseres Bistums. So wie das Herz den menschlichen K\u00f6rper am Leben und in Bewegung erh\u00e4lt, ist Maria Radna die Herzpumpe des Bistums. Von Maria Radna aus wird dieses Bistum durch seine Wallfahrten mit frischem Herzblut in Glauben, Hoffnung und Liebe in uns allen versorgt. Ich kann hier nicht schlie\u00dfen, ohne auf das reiche Wallfahrtsleben, wie es im Laufe von Jahrhunderten in unserem Bistum speziell gewachsen und bis zum heutigen Tag lebendig geblieben ist, sowohl den Klerus wie auch jeden einzelnen Katholiken hinzuweisen. Diese gesegnete \u00dcberlieferung, die uns durch T\u00fcrkenzeit, Kriege, Verschleppungen, Enteignungen und kommunistischer Diktatur hindurch getragen, gerettet und erhalten hat, ist ein \u00fcberstr\u00f6mendes Reservoir an Gnade, Glaube und Segen, wie wir ihn sonst in unserem ganzen Land kein zweites Mal finden. Wer hier Seelsorge aus\u00fcben und den katholischen Glauben f\u00f6rdern und erhalten will, kann an dem tiefgl\u00e4ubigen Wallfahrtsleben von Maria Radna, wie es im Laufe der Zeiten hier gewachsen ist, nicht gleichg\u00fcltig vorbeigehen!<br \/>\n\u2013 <strong>Das Presseb\u00fcro der Di\u00f6zese Temeswar bedankt sich herzlichst f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M A R I A\u00a0\u00a0\u00a0 R A D N A 500 Jahre Zuflucht und Zuversicht 200 Jahre seit der Konsekration der Basilika (2.) Maria Radna feiert heuer ein doppeltes Jubil\u00e4um: 500 Jahre seit der Errichtung der ersten Kapelle im damaligen Weinberg, am Ort der jetzigen Wallfahrtskirche, aber auch 200 Jahre seit der Kosekrierung des Gotteshauses durch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":26563,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26561"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26561"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26561\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26567,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26561\/revisions\/26567"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/26563"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26561"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26561"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26561"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}