{"id":26615,"date":"2020-08-05T12:58:34","date_gmt":"2020-08-05T09:58:34","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=26615"},"modified":"2020-08-05T12:59:38","modified_gmt":"2020-08-05T09:59:38","slug":"maria-radna-500-jahre-zuflucht-und-zuversicht-200-jahre-seit-der-konsekration-der-basilika-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/maria-radna-500-jahre-zuflucht-und-zuversicht-200-jahre-seit-der-konsekration-der-basilika-3\/","title":{"rendered":"MARIA RADNA  &#8211;  500 Jahre Zuflucht und Zuversicht, 200 Jahre seit der Konsekration der Basilika (3.)"},"content":{"rendered":"<p><em>Maria Radna feiert heuer ein doppeltes Jubil\u00e4um: 500 Jahre seit der Errichtung der ersten Kapelle im damaligen Weinberg, am Ort der jetzigen Wallfahrtskirche, aber auch 200 Jahre seit der Kosekrierung des Gotteshauses durch den Erzbischof von Gran\/Esztergom, durch den damaligen F\u00fcrstprimas Alexander Rudnay. Auch wenn die Gesundheitsvorschriften keine grossen Feierlichkeiten erlauben, kann der historische Moment nicht unmarkiert bleiben. <\/em><br \/>\n<em>Die Ereignisse der Vergangenheit werden in schriftlichen Chroniken aufbewahrt; Augenzeugen sprechen am authentischsten \u00fcber die j\u00fcngsten und gegenw\u00e4rtigen Ereignisse. Die n\u00e4chsten Seiten enthalten die Worte unterschiedlichen Menschen: Gottesdiener, \u00e4ltere Menschen, die an ihrer Religion festhalten, junge Menschen, die im Glauben aufwachsen, Bewahrer unserer gemeinsamer Feste und Pilger am jahrhundertealten Gnadenort von Maria-Radna.<\/em><\/p>\n<p><strong><u><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-St-Pius-la-Muenchen.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-26588 alignright\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-St-Pius-la-Muenchen-199x300.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-St-Pius-la-Muenchen-199x300.jpg\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27199%27%20height%3D%27300%27%20viewBox%3D%270%200%20199%20300%27%3E%3Crect%20width%3D%27199%27%20height%3D%27300%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-St-Pius-la-Muenchen-199x300.jpg 199w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-St-Pius-la-Muenchen-200x301.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-St-Pius-la-Muenchen-400x603.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-St-Pius-la-Muenchen-600x904.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-St-Pius-la-Muenchen.jpg 637w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a>Dr. Franz Metz<\/u> (geb. 24. Dezember 1955, Darowa, Rum\u00e4nien) ist ein deutscher (schw\u00e4bischer) Organist, Musikwissenschaftler und Dirigent aus dem Banat, Forscher im Bereich der Musikgeschichte der Minderheiten und nicht nur, aus dem Donauraum, mit Akzent auf dem rum\u00e4nischen, ungarischen und ex-jugoslawischen Gebiet. Den ersten Musikunterricht erhielt er bei seinem Vater, dem Kantor Martin Metz in Lugosch. Klavier und Musiktheorie lernte er mit Dr. Josef Willer, Pof. Clara Peia und Prof. Remus Ta\u015fc\u0103u. Franz Metz ist Absolvent der Orgel-Abteilung des Konservatoriums <em>Ciprian Porumbescu<\/em> von Bukarest (heute Nationalakademie f\u00fcr Musik \/ Academia Na\u021bional\u0103 de Muzic\u0103), Klasse Prof. Lidia Sumnevici. In seiner Jugend begegnete er dem Organisten der St.-Josefs-Kathedrale von Bukarest, Pfr. Joseph Gerstenengst, und dem Organisten Franz Xaver Dressler aus Hermannstadt. Sein Deb\u00fct ala Organist machte er 1977 an der Walcker-Orgel des Rum\u00e4nischen Athen\u00e4ums in Bukarest. Im Jahre 1978 kehrte er nach Lugosch zur\u00fcck, wo er Klavier an der Musikschule bis 1981 unterrichtet. Zugleich gr\u00fcndet er in seiner Heimatstadt auch eine Kammerorchester. Franz Metz machte 1975, noch als Student, sein Deb\u00fct als Kirchenmusiker und Organist in Temeswar, wo er als Kantor an der Elisabethst\u00e4dter, an der Fabrist\u00e4dter Milleniumskirche und schlie\u00dflich an der Domkirche, die r\u00f6misch-katholische Kathedrale zum Hl. Georg, wirken wird. Seine Anf\u00e4nge als Dirigent stehen in Verbindung zum deutschen Temeswarer <em>Franz-Schubert-Chor<\/em>, der u.a. das Oratorium <em>Die<\/em> <em>Jahreszeiten<\/em> von J. Haydn zusammen mit der Philharmonie aufgef\u00fchrt hat. Franz Metz leitete diesen Chor 1983-1985. Gleichzeitig gab er Konzerte mit mehreren Philharmonien Rum\u00e4niens und auch einige Konzerte in der DDR, in Tschechien und 1982 in \u00d6sterreich. Seit 1985, nach seiner Auswanderung in die Bundesrepublik Deutschland, folgte Franz Metz seiner Berufung als Organist und Kantor, nimmt aber auch die Serie seiner Orgelkonzerte europaweit wieder auf. Er widmete sich inzwischen der historischen Musikwissenschaft, der Erforschung des Musiklebens der Deutschen im historischen Banat. Der Organist Franz Metz trug wesentlich bei zur Erm\u00f6glichung der ersten Orgelkonzerte noch im kommunistischen Rum\u00e4nien: in Temeswar (1981), Arad (1983) und im Wallfahrtsort Maria Radna (1983). Das Banat verdankt ihm Audio-Aufnahmen von Orgelkompositionen Banater Komponisten an historischen Orgeln der Region, die heute teilweise verstummt sind. Franz Metz ist auch der Gr\u00fcnder der Internationalen Orgelkurse, des Orgelfestivals 1991-1998, in Temeswar, heute Timorgelfest &#8211; Zilele Muzicii de Org\u0103 din Banat \/ Tage der Orgelmusik im Banat. Seine publizistische T\u00e4tigkeit im Bereich der Kirchenmusik und nicht nur, in deutscher Sprache, ist beeindruckend, seine Arbeiten sind in vielen L\u00e4ndern erschienen. Zahlreiche Wallfahrten nach Radna, Alt\u00f6tting oder Maria Ramersdorf sind durch seine Musik und Hingabe unverwechselbar gekennzeichnet. Er wird oft von Banater Musikern, aber nicht nur, begleitet; ihre enge Zusammenarbeit gilt der Erforschung und Verbreitung der deutschen Banater Kirchenmusik.<\/strong><\/p>\n<p><strong><em><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Radna-in-2016.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-26591 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Radna-in-2016-246x300.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Radna-in-2016-246x300.jpg\" alt=\"\" width=\"246\" height=\"300\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27246%27%20height%3D%27300%27%20viewBox%3D%270%200%20246%20300%27%3E%3Crect%20width%3D%27246%27%20height%3D%27300%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Radna-in-2016-200x244.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Radna-in-2016-246x300.jpg 246w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Radna-in-2016-400x488.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Radna-in-2016-600x732.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Radna-in-2016.jpg 673w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 246px) 100vw, 246px\" \/><\/a>&#8211; Als Musiker und Organist sind Sie ein Verehrer der Muttergottes von Radna. Was ist Ihre erste Kindheitserinnerung an diesen heiligen Ort? Mit wem sind Sie zuerst nach Radna gefahren?<\/em><\/strong><br \/>\n&#8211; Maria Radna wurde uns Banater Schwaben schon in die Wiege gelegt. Ich erinnere mich noch, wie man Ende der 50er Jahre von meinem Geburtsort Darowa aus nach Maria Radna pilgerte. Es war ein langer und m\u00fchsamer Weg, mit einfachen \u00dcbernachtungen auf Heub\u00f6den, bei brennender Sonne und Regen, in Staub und Matsch. Da kann man sich leicht vorstellen, was es bedeutete an diesem Gnadenort nach 2 Tagen anzukommen, von weitem bereits die beiden Kircht\u00fcrme zu sehen und zu singen: <em>Maria, wir dich gr\u00fc\u00dfen, o Maria hilf\u2026<\/em><br \/>\nUnd besonders gerne erinnere ich mich an die Wallfahrten nach Maria Radna von Lugosch aus, wo mein Vater 1950-1988 als Kantor t\u00e4tig war. In der damaligen kommunistischen Zeit durften offiziell religi\u00f6se Wallfahrten nicht stattfinden. Im Lugoscher Reiseb\u00fcro empfahl man meinem Vater aber, der diese organisiert hat, doch eine Reise ins benachbarte Bad Lippa zu organisieren, was (mit einer Stange Kent-Zigaretten und einem P\u00e4ckchen Dallmayer-Kaffee&#8230;) m\u00f6glich war. Und siehe da, die Lugoscher Katholiken fuhren regelm\u00e4\u00dfig mit 2 Bussen \u201eins Bad Lippa\u201c, und es wurden immer mehr. In Lippa stieg man aus dem Bus und ging zu Fu\u00df weiter \u00fcber die alte eiserne Br\u00fccke nach Maria Radna.<br \/>\nIn Maria Radna wurden wir von dem Franziskaner-Pater Ernst Harnisch empfangen, der ein Inbegriff f\u00fcr die vielen Wallfahrer war. Bekanntlich wurden die Pilger \u00fcber viele Jahrhunderte von den Franziskanern betreut. Um so schmerzvoller war es f\u00fcr uns, als wir vor etwa 17 Jahren h\u00f6rten, dass sich dieser Orden aus Maria Radna zur\u00fcckgezogen hat. Ein k\u00fcrzlich verstorbener Priester des Temeswarer Bistums sagte mir damals, dass es kein gutes Zeichen sei, da die Franziskaner die T\u00fcrkenzeit, zwei Weltkriege, den Kommunismus, die Verfolgung \u00fcberlebt haben und nun \u2013 als die religi\u00f6se Freiheit endlich erm\u00f6glicht wurde \u2013 sich aus Radna zur\u00fcckzogen.<\/p>\n<p><strong><em>&#8211; Wann haben Sie zum ersten Mal in Radna am Orgel gespielt oder zusammen mit den Pilgern auf dem Kreuzweg gebetet? Was haben Sie Gef\u00fchlt in diesen Momenten?<\/em><\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-radna-la-vernisajul-expozitiei-despre-orgile-istorice-din-Banat-2017.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-26594 alignright\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-radna-la-vernisajul-expozitiei-despre-orgile-istorice-din-Banat-2017-300x201.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-radna-la-vernisajul-expozitiei-despre-orgile-istorice-din-Banat-2017-300x201.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"201\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27300%27%20height%3D%27201%27%20viewBox%3D%270%200%20300%20201%27%3E%3Crect%20width%3D%27300%27%20height%3D%27201%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-radna-la-vernisajul-expozitiei-despre-orgile-istorice-din-Banat-2017-200x134.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-radna-la-vernisajul-expozitiei-despre-orgile-istorice-din-Banat-2017-300x201.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-radna-la-vernisajul-expozitiei-despre-orgile-istorice-din-Banat-2017-400x268.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-radna-la-vernisajul-expozitiei-despre-orgile-istorice-din-Banat-2017-600x401.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-radna-la-vernisajul-expozitiei-despre-orgile-istorice-din-Banat-2017-768x514.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-radna-la-vernisajul-expozitiei-despre-orgile-istorice-din-Banat-2017-800x535.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-radna-la-vernisajul-expozitiei-despre-orgile-istorice-din-Banat-2017-1024x685.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-radna-la-vernisajul-expozitiei-despre-orgile-istorice-din-Banat-2017-1200x803.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-radna-la-vernisajul-expozitiei-despre-orgile-istorice-din-Banat-2017-1536x1028.jpg 1536w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>&#8211; Es war f\u00fcr mich schon immer eine gro\u00dfe Ehre und Erf\u00fcllung, die \u201egro\u00dfe Orgel\u201c in der Wallfahrtskirche Maria Radna spielen zu d\u00fcrfen. F\u00fcr mich, als junger Student, sah diese Orgel damals gro\u00df aus, im Vergleich zu unserer kleineren Lugoscher Orgel. Doch die Gr\u00f6\u00dfe bezog sich mehr auf den imposanten und grandiosen Klang der Radnaer Orgel, bedingt durch die herrliche Akustik dieser Kirche. Schon bei der Einweihung (1905) lobte man die gro\u00dfe Palette an Klangfarben dieser Orgel, vom leisesten Pianissimo im zweiten Manual bis hin zum kr\u00e4ftigen Tutti des majest\u00e4tischen Klangs.<br \/>\nPater Ernst sa\u00df meist neben mir auf der Orgelbank und lauschte interessiert zu. Damals war noch ein alter Frater als Organist in Radna t\u00e4tig. Aber meist besuchten wir auch Prof. Peter Kleckner, der gegen\u00fcber der Wallfahrtskirche in seinem Elternhaus wohnte. F\u00fcr meinen Vater war es immer ein \u201eMuss\u201c anl\u00e4sslich der Wallfahrt den Komponisten und Musiklehrer Kleckner zu besuchen. Beide sprachen \u00fcber Harmonisierungen und neue Kirchenmusikkompositionen und als Prof. Kleckner sich an sein altes Wiener Klavier sa\u00df und improvisierte \u2013 das schon bessere Zeiten erlebt hatte \u2013 begannen erst die musikalischen Unterhaltungen. Prof. Kleckner betrachtete sich immer als ein gl\u00fccklicher Mensch, da er am Fu\u00dfe der marianischen Wallfahrtskirche (zu F\u00fc\u00dfen Mariens\u2026) zur Welt gekommen sei. Ich konnte damals (es war um 1965) nicht ahnen, dass ich ihn 1998 gemeinsam mit Prof. Elisabeth Kyri aus Temeswar an seinem Sterbebett besuchen werde. Er pr\u00e4gte nicht nur das Musikleben Lippas und Radnas, sondern begleitete auch die Wallfahrt vieler Landsleute bis in die 1990er Jahre hinein.<\/p>\n<p><strong><em><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Varset.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-26597 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Varset-300x225.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Varset-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27300%27%20height%3D%27225%27%20viewBox%3D%270%200%20300%20225%27%3E%3Crect%20width%3D%27300%27%20height%3D%27225%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Varset-200x150.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Varset-300x225.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Varset-400x300.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Varset-600x450.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Varset-768x576.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Varset-800x600.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Varset-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Varset-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-Varset-1536x1152.jpg 1536w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>&#8211; Was war das erste Marienlied, das Sie dort gesungen haben? Welches Lied ist n\u00e4her an Ihre Seele?<\/em><\/strong><br \/>\n&#8211; Die Banater Katholiken besitzen ein reiches marianisches Liedrepertoire. Dieses wurde \u00fcber mehrere Jahrhunderte gepflegt und erweitert, bis hin in die schwierigen Zeiten des 20. Jahrhunderts, bedingt durch die Folgen des Zweiten Weltkriegs und besonders durch die Auswanderungswelle. Viele dieser Marienlieder sind nur bei dieser Wallfahrt nach Maria Radna gesungen worden. Die \u00e4ltesten uns schriftlich erhaltenen Wallfahrtslieder stammen vom Beginn des 19. Jahrhunderts. Da diese Singhefte sehr vergriffen sind, kann man schlussfolgern, dass sie sehr oft gebraucht wurden: Schwei\u00df- und Regentropfen, brennende Sonnenstrahlen und liebevolle H\u00e4nde hinterlie\u00dfen Spuren auf den vergilbten Bl\u00e4ttern dieser Singhefte.<br \/>\nSehr beliebt bis heute blieb das Marienlied <em>Mit frohem Herzen will ich singen<\/em>, ein Lied, das erst um 1880 vom donauschw\u00e4bischen Kantorlehrer Josef Schober aus G\u00f6dre (Di\u00f6zese P\u00e9cs \/ F\u00fcnfkirchen) komponiert wurde. Es entspricht voll der musikalischen Auffassung unserer schw\u00e4bischen Landsleute: man kann es in sch\u00f6nen Terzen und Sechsten singen und der Text sprach jeden S\u00e4nger an. Aber auch das heute verbreitete Marienlied <em>Segne du, Maria<\/em>, wurde zum Standardrepertoire der Wallfahrer. Auch hier ist textlich ein pers\u00f6nlicher Bezug zur Biographie eines jedes Menschen erkennbar, ob als S\u00e4nger oder als Zuh\u00f6rer.<br \/>\nEs ist auch sehr interessant festzustellen, dass sich viele Banater Kantoren und Priester damit besch\u00e4ftigten, neue Marienlieder zu komponieren oder zu dichten. Maria Radna und die Mutter Gottes ist aus dem Leben der Banater Katholiken nicht wegzudenken.<\/p>\n<p><strong><em>&#8211; Im Laufe der Jahre haben Sie in Radna verschiedene Pilger und Gruppen von Gl\u00e4ubigen getroffen, die jeweils in ihrer eigenen Sprache singen und beten. In welcher Beziehung stehen Sie zu diesem Reichtum an Sprachen, musikalischen Sch\u00e4tzen und Gebeten, die hier gesprochen werden? Nat\u00fcrlich haben Sie Lieder geh\u00f6rt, die in anderen Sprachen gesungen wurden, deren Text Ihnen jedoch in Ihrer Muttersprache bakannt ist.<\/em><\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/DSC_0326.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-26600 alignright\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/DSC_0326-291x300.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/DSC_0326-291x300.jpg\" alt=\"\" width=\"291\" height=\"300\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27291%27%20height%3D%27300%27%20viewBox%3D%270%200%20291%20300%27%3E%3Crect%20width%3D%27291%27%20height%3D%27300%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/DSC_0326-200x206.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/DSC_0326-291x300.jpg 291w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/DSC_0326-400x413.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/DSC_0326-600x619.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/DSC_0326-768x792.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/DSC_0326-800x825.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/DSC_0326-992x1024.jpg 992w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/DSC_0326-1200x1238.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/DSC_0326-1489x1536.jpg 1489w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 291px) 100vw, 291px\" \/><\/a>&#8211; Dies ist ein besonderes Charakteristikum der Wallfahrt nach Maria Radna. An den gro\u00dfen Marienfesten wie Maria Himmelfahrt oder Maria Geburt kommen ja sehr viele Wallfahrer nach Radna. Bereits in den 90er Jahren \u2013 als dies \u00f6ffentlich m\u00f6glich wurde \u2013 habe ich mehrmals das Treiben, die Traditionen, die Gebete und die Ges\u00e4nge all dieser Gruppen mit gro\u00dfem Interesse verfolgt. Gerade durch diese gelebte und erlebte multiethnische Vielf\u00e4ltigkeit kann sich Maria Radna zeigen lassen. Und all diese Ethnien leben im Banat, im Temeswarer Bistum. Man muss also nicht nach Fatima oder Maria Lourdes reisen, um so etwas zu erleben.<br \/>\nDie Singweisen sind so unterschiedlich wie die Sprachen und Mentalit\u00e4ten jeder Ethnie der Temeswarer Di\u00f6zese. Mich hat immer schon das ungarische Kirchenlied fasziniert, das ganz anders als das deutsche, meist einstimmig und modal gesungen wird. Auch die Tongebung, Diktion und die stimmliche Intonation der S\u00e4nger ist eine andere als bei den deutschen S\u00e4ngern.<br \/>\nAuf das Gleichgewicht und die Verteilung der unterschiedlichen Sprachen im Gottesdienst wurde immer streng geachtet. Bis etwa 1980 gab es in den Kirchen der Banater St\u00e4dte meist nur deutsche oder ungarische Gottesdienste, rum\u00e4nische waren nicht erlaubt. Ich erinnere mich, dass mich mein Vater um 1977, als ich Orgelstudent am Bukarester Konservatorium war, von Lugosch aus gebeten hatte, ihm doch einige rum\u00e4nische Kirchenlieder aus der Bukarester St. Josefskathedrale mitzubringen, da er keine solche hatte. Und so begann man dann, mit dem Zuzug von rum\u00e4nischen Katholiken aus der Moldau in Banater Kirchengemeinden, auch rum\u00e4nische Kirchenlieder zu singen. Ausgenommen in den wenigen alten rum\u00e4nischen Pfarreien des Banater Bistums (wie z.B. Slatina Timis oder Bulci), wo man auch davor in rum\u00e4nischer Sprache betete und sang. Aber die meisten dieser rum\u00e4nischen Kirchenlieder wurden von rum\u00e4nischen Priestern der Moldau nach bereits bekannten Melodien deutscher Kirchenlieder mit rum\u00e4nischem Text verwendet. Dazu geh\u00f6ren viele deutsche Messen von Haydn, Schubert oder auch zahlreiche Marienlieder.<br \/>\nMit Argusaugen wurde aber die Gleichberechtigung der Stropheneinteilung von S\u00e4ngern beobachtet. So standen auf der Lugoscher Orgelempore (\u201eam Chor\u201c) rechts neben meinem Vater die deutschen S\u00e4nger, links die ungarischen. Bei den verschiedenen Teilen der Messe wurde die Liedsprache gewechselt und wehe, wenn mein Vater eine Strophe zu viel in deutscher Sprache gesungen hat\u2026<\/p>\n<p><strong><em>&#8211; Haben Sie Pilgergruppen im Laufe der Zeit zu Fu\u00df oder mit Bus, Bahn oder auf andere Weise begleitet? Welche Erinnerungen haben Sie, welche Erfahrungen, ihre Atmosph\u00e4re?<\/em><\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-Lugoj-la-Sinagoga-1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-26606 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-Lugoj-la-Sinagoga-1-300x225.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-Lugoj-la-Sinagoga-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27300%27%20height%3D%27225%27%20viewBox%3D%270%200%20300%20225%27%3E%3Crect%20width%3D%27300%27%20height%3D%27225%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-Lugoj-la-Sinagoga-1-200x150.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-Lugoj-la-Sinagoga-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-Lugoj-la-Sinagoga-1-400x300.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-Lugoj-la-Sinagoga-1-600x450.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-Lugoj-la-Sinagoga-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-Lugoj-la-Sinagoga-1-800x600.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-Lugoj-la-Sinagoga-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-Lugoj-la-Sinagoga-1-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/la-Lugoj-la-Sinagoga-1-1536x1152.jpg 1536w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>&#8211; Bereits in den 90er Jahren konnte ich viele Wallfahrergruppen aus Deutschland nach Maria Radna begleiten. Alle waren von der St\u00e4rkung durch diesen \u201eHeiligen Berg\u201c begeistert, durch die Atmosph\u00e4re, die daraus entsprungen ist. Zu jeder Wallfahrt geh\u00f6rt auch der Kreuzweg auf dem Heiligen Berg hinter der Wallfahrtskirche. Die Steine dieses alten Kreuzwegs (es gibt hier ja mehrere \u00e4ltere und neuere Kreuzwege und ein Meditationsweg, sog. Glorreicher-Weg, auf dem man 14 Stationen nach der Auferstehung Jesu meditieren kann und nach Nachkriegszeit verw\u00fcstet wurde) sind durch die unz\u00e4hligen Pilger abgenutzt. So manche Wallfahrer haben diesen Weg auf den Knien zur\u00fcckgelegt. Dabei werden traditionelle Gebet gesprochen und Lieder gesungen. Da in den fr\u00fchen Jahren (vor 1989) jede Banater Kirchengemeinde einen anderen Wallfahrtstag hatte, unterscheiden sich diese Traditionen wesentlich voneinander. Deshalb war es schwierig bei der Einf\u00fchrung der traditionellen deutschen Wallfahrt vor 10 Jahren (jeweils am 2. August, am Portiuncula-Tag) gemeinsame Lieder zu finden. Ich stellte deshalb ein Heft zusammen, dessen Gebete und Lieder aus den Meditationsb\u00fcchlein der Franziskaner aus Radna stammen und aus dem am meisten gesungenen Kreuzweglied (<em>O S\u00fcnder, komm heran<\/em>, entstanden in Wien).<\/p>\n<p><strong><em>&#8211; Die Atmosph\u00e4re der Wallfahrten nach Maria Radna ist eine besondere, manchmal sehr abwechslungsreiche. Welche ist die Episode, die Ihnen in Erinnerung geblieben ist und die Sie beeindruckt hat?<\/em><\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-lugoj-in-biserica-rom-cat-cu-Johann-Fernbach.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-medium wp-image-26603 alignright\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-lugoj-in-biserica-rom-cat-cu-Johann-Fernbach-208x300.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-lugoj-in-biserica-rom-cat-cu-Johann-Fernbach-208x300.jpg\" alt=\"\" width=\"208\" height=\"300\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27208%27%20height%3D%27300%27%20viewBox%3D%270%200%20208%20300%27%3E%3Crect%20width%3D%27208%27%20height%3D%27300%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-lugoj-in-biserica-rom-cat-cu-Johann-Fernbach-200x288.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-lugoj-in-biserica-rom-cat-cu-Johann-Fernbach-208x300.jpg 208w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-lugoj-in-biserica-rom-cat-cu-Johann-Fernbach-400x577.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-lugoj-in-biserica-rom-cat-cu-Johann-Fernbach-600x865.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/La-lugoj-in-biserica-rom-cat-cu-Johann-Fernbach.jpg 666w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 208px) 100vw, 208px\" \/><\/a>&#8211; Es muss eine besondere spirituelle Ausstrahlung in Maria Radna vorhanden sein. Dies kann man besonders dann versp\u00fcren, wenn man den Ort in den Wintermonaten besucht, wenn weniger Wallfahrer anwesend sind. Dann ist kein Trubel vorzufinden, es stehen keine Verkaufsst\u00e4nde herum, es herrscht nur Stille. Und diese Stille w\u00fcnsche ich jedem der nach Radna kommt.<br \/>\nWas Maria Radna f\u00fcr uns bedeutet, kann man in Worten nicht fassen. Man muss nur bedenken, dass so manche unserer Landsleute, die im Januar 1945 nach Russland verschleppt wurden, nach vielen Jahren auf ihrer abenteuerlichen Heimreise zuerst nach Maria Radna gingen, danach erst nach Hause. Und dies sagt alles aus.<br \/>\nIch erinnere mich auch an ein merkw\u00fcrdiges Ereignis, geschehen am 14. August 1989: am Vortag der gro\u00dfen Wallfahrt zu Maria Himmelfahrt vertrieb die kommunistische Milliz (wie damals die Polizei hie\u00df) alle Wallfahrer und Verk\u00e4ufer vor der Wallfahrtskirche, so dass selbst das bittende Einschreiten von Pater Ernst nicht helfen konnte. Aber auch dies konnte die Leute nicht abschrecken, am n\u00e4chsten Tag wiederzukommen und die Kirche zu f\u00fcllen.<br \/>\nSo festlich und feierlich auch die heutigen Wallfahrtsgottesdienste auch sein m\u00f6gen \u2013 Gott sei Dank! \u2013 der Zusammenhalt in den schwierigen Zeiten des Kommunismus hinterlie\u00df ein Band des Zusammenhalts und des Glaubens bei unseren Landsleuten. Damals durften wir keinen eigenen Bischof haben und die Domkirche war deshalb fast kein Begriff f\u00fcr unsere Landsleute. Aber der Gnadenort Maria Radna verband uns alle miteinander.<\/p>\n<p><strong><em>&#8211; Was bedeutet Maria Radna f\u00fcr Sie?<\/em><\/strong><br \/>\n&#8211; Als wir vor etwa 10 Jahren die Partnerschaft zwischen Maria Radna im Banat und Maria Ramersdorf in M\u00fcnchen ins Leben riefen, wurde eine Kopie des Gnadenbildes von Maria Radna in der M\u00fcnchner Wallfahrtskirche aufgehengt. Nach dem Gottesdienst standen die meisten Besucher noch im Hof der Kirche herum und unterhielten sich, nur eine einzige alte Banater Schw\u00e4bin kniete alleine in der leeren Kirche vor diesem Gnadenbild und betete. Dieses Bild blieb mir im Ged\u00e4chtnis eingebrannt bis heute. <em>Maria von Radna, hell gl\u00e4nzende Sonn\u2026<\/em><\/p>\n<p>\u2013 <strong>Das Presseb\u00fcro der Di\u00f6zese Temeswar bedankt sich herzlichst f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Maria Radna feiert heuer ein doppeltes Jubil\u00e4um: 500 Jahre seit der Errichtung der ersten Kapelle im damaligen Weinberg, am Ort der jetzigen Wallfahrtskirche, aber auch 200 Jahre seit der Kosekrierung des Gotteshauses durch den Erzbischof von Gran\/Esztergom, durch den damaligen F\u00fcrstprimas Alexander Rudnay. 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