{"id":29154,"date":"2020-12-03T13:10:24","date_gmt":"2020-12-03T11:10:24","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=29154"},"modified":"2020-12-03T13:10:24","modified_gmt":"2020-12-03T11:10:24","slug":"maria-radna-500-jahre-zuflucht-und-zuversicht-200-jahre-seit-der-konsekration-der-basilika-18","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/maria-radna-500-jahre-zuflucht-und-zuversicht-200-jahre-seit-der-konsekration-der-basilika-18\/","title":{"rendered":"MARIA RADNA \u2013  500 Jahre Zuflucht und Zuversicht, 200 Jahre seit der Konsekration der Basilika (18.)"},"content":{"rendered":"<p><em>Maria Radna feiert heuer ein doppeltes Jubil\u00e4um: 500 Jahre seit der Errichtung der ersten Kapelle im damaligen Weinberg, am Ort der jetzigen Wallfahrtskirche, aber auch 200 Jahre seit der Kosekrierung des Gotteshauses durch den Erzbischof von Gran\/Esztergom, durch den damaligen F\u00fcrstprimas Alexander Rudnay. Auch wenn die Gesundheitsvorschriften keine grossen Feierlichkeiten erlauben, kann der historische Moment nicht unmarkiert bleiben. <\/em><br \/>\n<em>Die Ereignisse der Vergangenheit werden in schriftlichen Chroniken aufbewahrt; Augenzeugen sprechen am authentischsten \u00fcber die j\u00fcngsten und gegenw\u00e4rtigen Ereignisse. Die n\u00e4chsten Seiten enthalten die Worte unterschiedlichen Menschen: Gottesdiener, \u00e4ltere Menschen, die an ihrer Religion festhalten, junge Menschen, die im Glauben aufwachsen, Bewahrer unserer gemeinsamer Feste und Pilger am jahrhundertealten Gnadenort von Maria-Radna.<\/em><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/portre.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-29134 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/portre.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/portre.jpg\" alt=\"\" width=\"261\" height=\"393\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27261%27%20height%3D%27393%27%20viewBox%3D%270%200%20261%20393%27%3E%3Crect%20width%3D%27261%27%20height%3D%27393%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/portre-199x300.jpg 199w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/portre-200x301.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/portre-400x603.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/portre-600x904.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/portre.jpg 611w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 261px) 100vw, 261px\" \/><\/a>Mein Name ist <u>Boris Rancov<\/u>, ich bin 44 Jahre alt, verheiratet, komme aus Vinga, Kreis Arad. Derzeit arbeite ich als Musiklehrer am Kunstlyzeum &#8222;Regina Maria&#8220; in Karlsburg\/ Alba Iulia. Nach meinem Konservatorium-Abschluss begann ich in Karlsburg und Fulda, Deutschland, R\u00f6misch-Katholische Theologie zu studieren,<\/strong> <strong>Studium mit Master-Abschluss und <em>Baccalaureatus<\/em> <em>in<\/em> <em>Sacra Theologia<\/em> an der <em>Pontificia Universitas Lateranensis<\/em> ebenfalls abgeschlo\u00dfen.<\/strong><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p>\u2013<strong><em>\u00a0 <\/em><\/strong><em>Als Musiker und Organist sind Sie ein Verehrer der Muttergottes von Radna. Welche ist Ihre erste Kindheitserinnerung an diesen heiligen Ort? Mit wem sind Sie zum ersten Mal nach Radna gefahren?<\/em><br \/>\n\u2013 Gelobt sei Jesus Christus!Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich mich bei Ihnen daf\u00fcr bedanken, dass Sie an mich gedacht haben, dieses Interview mit mir zu machen, und f\u00fcr die Ehre, die mir dadurch im Zusammenhang mit dem Radnaer-Doppeljubil\u00e4um dieses Jahres zuteil wird. Diese Zeit zu erleben, in diesem Jahr, in dem wir ein doppeltes Jubil\u00e4um haben, ist f\u00fcr mich eine Zeit der Gnade. Um aus meiner Sicht \u00fcber Radna mit allem, was sie f\u00fcr mich bedeutet, sprechen zu k\u00f6nnen, muss sich der Faden meines Lebens entfalten, bis die ersten Erinnerungen und Gef\u00fchle, an diesem Ort der Gnade in Gegenwart der Mutter der Gnaden, erwachen.<br \/>\nZum ersten Mal ging ich mit meiner Gro\u00dfmutter, v\u00e4terlicherseits, nach Maria Radna. Jedes Jahr ging ich vom 6. bis 8. September mit ihr dorthin. W\u00e4hrend dieser Zeit nahmen die katholischen Pilger bulgarischer Abstammung, zusammen mit anderen Pilgern verschiedener Ethnien, an der j\u00e4hrlichen Pilgerreise nach Maria Radna, zur Mutter der Gnaden, teil. In Radna \u00fcbernachteten wir bei der Familie Banu, zusammen mit einer besonderen, lieben ungarischen Frau aus Giroda.<br \/>\nDie Erinnerungen beginnen an dem Moment, als die Gro\u00dfmutter bereits begann, sich auf diese Pilgerreise vorzubereiten. Dieses &#8222;Vorbereitungsfieber&#8220; f\u00fcr die Reise nach Radna umfasste auch mich v\u00f6llig. Der Opa musste zu Hause bleiben, um sich um die Vieher und das Haus zu k\u00fcmmern. Er ging an einem anderen Fest, allein oder mit mir, nach Radna. F\u00fcr mich begann die Reisevorbereitung schon am Tag vor der Abreise, weil ich am Abend vor der Abreise bei meinen Gro\u00dfeltern schlafen musste. Am fr\u00fchen Morgen wachten wir auf, um zum Bahnhof zu gehen. Die Abfahrt erfolgte mit dem &#8222;ersten Zug&#8220;, d.h. dem, der gegen 6.00 Uhr morgens von Vinga abf\u00e4hrt. In Arad mussten wir umsteigen und den Zug in Richtung Radna nehmen. Ich erinnere mich, dass es ein echtes Abenteuer war, von Arad nach Radna zu reisen, weil es sehr viele Pilger gab, die aus verschiedenen Gr\u00fcnden nicht laufen konnten und den Zug nahmen. Gro\u00dfe Hitze, viel Gedr\u00e4nge &#8211; aber ich habe bis zum Ende hart gek\u00e4mpft!<br \/>\nEin emotionaler Moment, an den ich mich erinnere, war als ich versuchte, die T\u00fcrme der Basilika vom Zug aus zu sehen \u2013 dies passierte immer nachdem wir Paulisch hinterlassen haben. Ich kann sagen, dass es f\u00fcr mich wie eine Offenbarung war, die T\u00fcrme zu sehen. &#8222;Diese \u201eOffenbarung\u201c wurde auf dem Heimweg zu Traurigkeit, weil wir diese T\u00fcrme und die Gottes-Mutter f\u00fcr ein weiteres Jahr zur\u00fccklie\u00dfen.<\/p>\n<p>\u2013 <em>Wann haben Sie zum ersten Mal in Radna an der Orgel gespielt oder zusammen mit den Pilgern auf dem Kreuzweg gebetet? Was haben Sie in diesen Momenten gef\u00fchlt?<\/em><br \/>\n<a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/4a.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-29137 alignright\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/4a.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/4a.jpg\" alt=\"\" width=\"256\" height=\"386\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27256%27%20height%3D%27386%27%20viewBox%3D%270%200%20256%20386%27%3E%3Crect%20width%3D%27256%27%20height%3D%27386%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/4a-199x300.jpg 199w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/4a-200x302.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/4a-400x603.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/4a.jpg 480w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/a>\u2013 F\u00fcr mich war die Begegnung mit der Orgel der Basilika in Radna &#8222;Liebe auf den ersten Blick&#8220;, auch wenn die Kirche in Vinga eine ebenso gute wie sch\u00f6ne Orgel hat, nur die Kl\u00e4nge, die Instrumentalfarbe unterscheiden sich. Wie auch immer, nachdem ich mit meiner Gro\u00dfmutter in die Kirche gekommen war, obwohl ich ein Kind war und mir kaum Platz unter den Pilgern schaffen konnte, mein Erstes war zur Orgel zu gelangen, um sie zu sehen und zu h\u00f6ren. Ich k\u00f6nnte zwei oder drei Messen nacheinander sitzen, um der Orgel zuzuh\u00f6ren. Ich achtete auf alles, was an ihrem Spieltisch vor sich ging, wer spielte, wie gespielt wurde, welche Kn\u00f6pfte gedruckt wurden. Ich habe versucht, von allen etwas zu lernen und ich habe von dem Tag und von dem Moment getr\u00e4umt, an dem ich auf diesem Stuhl, an der Orgel sitzen und der Mutter Gottes singen werde!<br \/>\nDieser Tag ist asber auch gekommen! Wenn ich mich richtig erinnere, war dieser Tag w\u00e4hrend meines Studiums am Konservatorium, als ich zum ersten Mal an der Orgel in Radna spielte. Ich erinnere mich, dass ich es eine Weile geschafft habe, jede Woche nach Radna zu fahren. Ich hatte die Gelegenheit, sowohl bei der Heiligen Messe mit den Pilgern in der Kirche als auch auf dem Kreuzweg zu singen.<br \/>\nDie Gef\u00fchle, die ich in diesen Momenten sp\u00fcrte, wei\u00df ich nicht, ob ich sie in Worten beschreiben kann. Ich f\u00fchlte mich tats\u00e4chlich vor Freude schwebend. Ich konnte nicht glauben, dass ich derjenige war, der sang, der spielte. Ich f\u00fchlte mich sehr gl\u00fccklich und geehrt!<\/p>\n<p>\u2013 <em>Welches war das erste Marienlied, das Sie dort gesungen\/ gespielt haben? Welches Lied liegt Ihrer Seele n\u00e4her?<\/em><br \/>\n\u2013 Ich erinnere mich nicht genau, welches Marienlied ich zum ersten Mal gesungen habe, aber ich wei\u00df, dass ich all diese Lieder von Anfang an geliebt habe. Sie haben einen besonderen Reiz. Das Marienlied, das meiner Seele am n\u00e4chsten ist, ist die Hymne der hl. Jungfrau Maria von Lourdes, Frankreich, die auch ins Bulgarische \u00fcbersetzt wurde. Tats\u00e4chlich ist jedes marianische Lied wundersch\u00f6n, etwas Besonderes f\u00fcr sich, und die Texte dieser Lieder sprechen meine Seele an.<\/p>\n<p>\u2013 <em>Im Laufe der Jahren haben Sie in Radna verschiedene Pilger und Gruppen von Gl\u00e4ubigen getroffen, die jeweils in ihrer eigenen Sprache singen und beten. In welcher Beziehung stehen Sie zu diesem Reichtum an Sprachen, musikalischen Sch\u00e4tzen und Gebeten, die hier gesprochen werden? Nat\u00fcrlich haben Sie Lieder geh\u00f6rt, die in anderen Sprachen gesungen wurden, deren Text Ihnen jedoch in Ihrer Muttersprache bekannt ist.<\/em><br \/>\n<a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/13.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-29140 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/13-703x1024.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/13-703x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"396\" height=\"577\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27396%27%20height%3D%27577%27%20viewBox%3D%270%200%20396%20577%27%3E%3Crect%20width%3D%27396%27%20height%3D%27577%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/13-200x291.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/13-206x300.jpg 206w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/13-400x583.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/13-600x874.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/13-703x1024.jpg 703w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/13-768x1119.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/13-800x1165.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/13-1055x1536.jpg 1055w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/13.jpg 1152w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 396px) 100vw, 396px\" \/><\/a>\u2013 In dieser &#8222;Einheit in der Vielfalt&#8220; liegt die Sch\u00f6nheit dieses besonderen Wallfahrtsortes. Es ist etwas Besonderes und gleichzeitig Faszinierendes und Erhebendes, einfach vor der Basilika zu stehen, jede Prozession, jede Gemeinde aus unserer Di\u00f6zese zu beobachten und zu h\u00f6ren, &#8211; und nicht nur -, die in die Kirche kommt und sie betritt und die sch\u00f6nen Marienlieder singt. Die Gesichter der Pilger zu sehen, die beim Anblick der Basilika Gl\u00fcck ausstrahlen und wissen, dass sie die Pilgerreise nach Maria Radna gut beendet haben und dass unsere Mutter dort ist und mit offenen Armen und ihrer m\u00fctterlichen Liebe auf sie wartet.Nat\u00fcrlich habe ich all die Jahre viele Lieder geh\u00f6rt, deren Texte ins Bulgarische \u00fcbersetzt wurden. Es ist bekannt, dass viele der liturgischen Kirchenlieder auf Bulgarisch aus verschiedenen Sprachen \u00fcbersetzt wurden: Deutsch (<em>Gotteslob<\/em>, <em>Di\u00f6zesangebets- und Liederbuch<\/em>), Kroatisch (<em>Vienac<\/em>), Ungarisch (<em>Szent vagy, Uram<\/em>), wobei die gleiche Melodie beibehalten wird. Selbst auf dieser Ebene findet man diese multiethnische Zusammenarbeit, deren Sch\u00f6nheit sowohl unsere Di\u00f6zese Temeswar, als auch das Banat schm\u00fcckt.<\/p>\n<p>\u2013 <em>Haben Sie Pilgergruppen im Laufe der Zeit zu Fu\u00df oder mit Bus, Bahn oder auf andere Weise begleitet? Welche Erinnerungen haben Sie, welche Erfahrungen, ihre Atmosph\u00e4re?<\/em><br \/>\n\u2013 Im Laufe der Jahre hatte ich die M\u00f6glichkeit, Pilger sowohl zu Fu\u00df als auch mit verschiedenen Transportmitteln zu begleiten. F\u00fcr mich begann die Pilgerreise nach Radna oft in meinem Geburtsort Vinga. Selbst jetzt, wo ich seit einigen Jahren nicht mehr in Vinga lebe, versuche ich es, von zu Hause aus, vor der Gemeinde zu starten.Meine erste Fu\u00dfwallfahrt nach Radna fand in dem Jahr statt, in dem ich die Erstkommunion machte. Ich war noch ein Kind, aber ich durfte alleine ohne andere Familienmitglieder pilgern und wurde einer Frau anvertraut, die auch an der Prozession teilnahm. Ich erinnere mich, dass es in diesem Jahr viele junge Leute unter den Wallfahrern gab. Wir redeten nicht einmal \u00fcber die Prozession. Die Vorderseite der Kolonne befand sich irgendwo auf der Stra\u00dfe vor der Basilika, und die letzten Pilger befanden sich noch in der N\u00e4he des Bahnhofs. Wenn jemand nicht mit der Prozession gehen konnte, schlie\u00dfte er sich uns noch bevor wir Lippa erreicht haben an, so dass schon am Eingang von Lippa die Prozession so imposant war dass wir selber, bei der Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke \u00fcber die Eisenbahnlinien, am Bahnhof, \u00fcberrascht waren, dass es so viele Menschen dabei waren. Der Stolz jeder Gemeinde war die gro\u00dfe Anzahl der teilnehmenden Pilger. Jede Pfarrgemeinde versuchte, mit so vielen Mitgliedern wie m\u00f6glich nach Radna zu gehen. Vergessen wir dabei nicht, dass wir \u00fcber die kommunistische Zeit sprechen, also vor den 1990er Jahren!<br \/>\nDie Atmosph\u00e4re war gro\u00dfartig! Der Treff- und Abreisepunkt war die Pfarrkirche von Vinga. Nach dem Segen, der uns von Pfarrer Nikola Nakov erteilt wurde, verlie\u00dfen wir die Kirche. Bis zum Ortsende, in Richtung Arad, wo sich eine Kapelle des Hl. Antonius von Padua befindet, gingen wir von Marieniedern und Gebeten begleitet. Diejenigen, die kommen wollten, aber aus pers\u00f6nlichen oder gesundheitlichen Gr\u00fcnden nicht mitpilgern konnten, nahmen bis dort an der Prozession teil. Dies war der Ort, an dem sich diejenigen, die zu Hause blieben, von denen verabschiedeten, die nach Radna weitergingen. Jedes Mal lautete das Gebet derer, die zu Hause blieben: &#8222;Betet auch f\u00fcr uns!&#8220;Von hier aus fuhren wir mit unterschiedlichem Transportmittel bis nach Aliosch. Von dort gingen wir wieder nur zu Fu\u00df, nach Radna weiter. In Neudorf wurde zu Mittag gegessen. Radna wurde gegen 17.00 Uhr erreicht. Jedes Mal leiteten ein oder zwei Personen das Gebet und die Lieder. Mit der Zeit trat auch M\u00fcdigkeit auf, aber nach Neudorf, Kilometer f\u00fcr Kilometer, kamen wir unserem Ziel immer n\u00e4her. An einer Stelle erschienen vor unseren Auguen auch die T\u00fcrme der Basilika. Dies ermutigte uns, gab uns Kraft. Es war, als w\u00fcrde ich auch Schwung bekommen. In Radna wurden wir wieder von unserem Pfarrer Nakov begr\u00fc\u00dft, der die gesamte Prozession segnete. Danach betraten wir alle die Kirche und sangen.<\/p>\n<p>\u2013 <em>Die Atmosph\u00e4re der Wallfahrten nach Maria Radna ist eine besondere, manchmal sehr abwechslungsreiche. Welche ist die Episode, die Ihnen in Erinnerung geblieben ist und die Sie am meistens beeindruckt hat?<\/em><br \/>\n<a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-29143 alignright\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/1-1024x683.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/1-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"472\" height=\"315\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27472%27%20height%3D%27315%27%20viewBox%3D%270%200%20472%20315%27%3E%3Crect%20width%3D%27472%27%20height%3D%27315%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/1-200x133.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/1-300x200.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/1-400x267.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/1-600x400.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/1-768x512.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/1-800x533.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/1-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/1-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/1.jpg 1920w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 472px) 100vw, 472px\" \/><\/a>\u2013 Radna ist ein besonderer Ort, ein Ort der Gnade. Man sagt nicht umsonst, dass wir zur Mutter der Gnaden gehen, um sie zu ehren und um ihre Hilfe zu verlangen. Zu diesem Zweck m\u00f6chte ich \u00fcber eine Tatsache Zeugnis ablegen, die ich an diesem Ort der Gnade erlebt habe.Vor zwei Jahren, genau am Fest der Geburt der Gottes-Mutter, kamen immer mehr Pilger zur bisch\u00f6flichen Messe. Im Hof befanden sich die Helfer, die die Messintentionen entgegennahmen und sie aufschrieben. Ich unterhielt mich mit ihnen, aber als immer mehr Pilger unterschiedlichen Ethnien kamen, half ich schlie\u00dflich auch beim schreiben. So kam eine Frau zu mir, die eine sehr ernste und schwierige Grebetsintention hatte. Sie hatte bereits ein Kind, einen Jungen und h\u00e4tte gerne noch ein anderes Kind bekommen, aber aus verschiedenen Gr\u00fcnden erhielt sie diese Gnade nicht. Ich sagte ihr, sie soll glauben, dass die Muttergottes ihr helfen wird und Sie soll um die Gnade der Geburt von Kindern beten.<br \/>\nEin Jahr verging und ich war wieder auf einer Wallfahrt in Radna. Ich sa\u00df mit einem lieben Freund vor der Sakristei und wartete auf den Beginn der Heiligen Messe, an der wir beide teilnahmen. Irgendwann erscheint hinter mir eine Frau, sehr gl\u00fccklich das Sie mich gefunden hat. Sie war die Frau, von der ich vorher erz\u00e4hlt habe. Tatsache ist, dass ihr zweites Kind geboren wurde, ein kleines M\u00e4dchen, mit dem sie, zusammen auch mit ihrem Ehemann und ihrem gr\u00f6\u00dferen Sohn nach Radna kam, um der Muttergottes zu danken.<\/p>\n<p>\u2013 <em>Was bedeutet f\u00fcr Sie Maria Radna?<\/em><br \/>\n\u2013 Diese ist eine vielseitige und gleichzeitig komplexe Frage f\u00fcr mich, denn ich sollt die Gef\u00fchle, die mich jedes Mal wenn ich nach Radna gehe, versuchen, in Worte zu fassen. Gef\u00fchle und Stimmungen, die nicht immer in Worten gesagt werden k\u00f6nnen&#8230;<br \/>\nRadna bedeutet f\u00fcr mich Zuhause! Wer freut sich nicht, wenn er wei\u00df, dass er seine Mutter treffen wird? Mit ihrer Hilfe versuche ich jedes Jahr nach Radna zu kommen. Hier treffen sich Freunde, man trifft besondere Menschen. Wir k\u00f6nnen einige von ihnen nur einmal im Jahr in Radna sehen. An diesem wunderbaren Ort trifft man liebe Freunde, die Priester aus der Basilika, die Mitarbeiter und die aus der Pfarrgemeinde.<br \/>\nIch fordere alle auf, die dieses Heiligtum, diese p\u00e4pstliche Basilika, die Heilige Jungfrau und Gottesmutter Maria lieben, die Flamme der Liebe zur Mutter der Gnaden von Radna in ihnen nicht ausgehen zu lassen!<\/p>\n<p><em>\u2013 Das Presseb\u00fcro der Di\u00f6zese Temeswar bedankt sich herzlichst f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Maria Radna feiert heuer ein doppeltes Jubil\u00e4um: 500 Jahre seit der Errichtung der ersten Kapelle im damaligen Weinberg, am Ort der jetzigen Wallfahrtskirche, aber auch 200 Jahre seit der Kosekrierung des Gotteshauses durch den Erzbischof von Gran\/Esztergom, durch den damaligen F\u00fcrstprimas Alexander Rudnay. 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