{"id":31695,"date":"2021-04-25T09:00:14","date_gmt":"2021-04-25T06:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=31695"},"modified":"2021-04-23T17:24:07","modified_gmt":"2021-04-23T14:24:07","slug":"gedanken-zur-priesterlichen-berufung-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/gedanken-zur-priesterlichen-berufung-2\/","title":{"rendered":"Gedanken zur priesterlichen Berufung (2.)"},"content":{"rendered":"<p><em>\u201eIch bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin f\u00fcr die Schafe.\u201c<\/em> (Joh 10, 11)<\/p>\n<p><strong>Am 4. Ostersonntag wird in der katholischen Kirche der Sonntag des Guten Hirtens begangen. Dieser Sonntag heisst, in diesem Zusammenhang, auch Welttag der Berufungen. Der inzwischen heiliggesprochene Papst Paul VI. f\u00fchrte 1963, w\u00e4hrend des Zweiten Vatikanischen Konzils, diesen Feiertag ein. Im Rahmen der Heiligen Messen, die an diesem Sonntag gefeiert werden, beten die Gl\u00e4ubigen f\u00fcr Ihre Priester und f\u00fcr neue Berufungen zum Gott-geweihten Leben.<\/strong><br \/>\n<strong>Anl\u00e4sslich des Sonntags des Guten Hirten baten wir einige Priester und Seminaristen uns einige Fragen \u00fcber die Berufung zum Priesterkleben zu beantworten.<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1-5.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-31699 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1-5-1024x664.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1-5-1024x664.jpg\" alt=\"\" width=\"476\" height=\"309\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27476%27%20height%3D%27309%27%20viewBox%3D%270%200%20476%20309%27%3E%3Crect%20width%3D%27476%27%20height%3D%27309%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1-5-200x130.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1-5-300x194.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1-5-400x259.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1-5-600x389.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1-5-768x498.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1-5-800x519.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1-5-1024x664.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1-5-1200x778.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1-5-1536x996.jpg 1536w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 476px) 100vw, 476px\" \/><\/a>&#8211; Was bedeutet f\u00fcr Sie die priesterliche Berufung? <\/strong><br \/>\n<strong><br \/>\nMarian-Branko Duma, Theologiestudent in Fulda: <\/strong><strong>&#8211; <\/strong>Die priesterliche Berufung ist f\u00fcr mich die Antwort, die ich Gott auf seinem Ruf gegeben habe. \u201eNoch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen.\u201c (Jer 1,5) Jeder von uns ist berufen Gott zu dienen, indem wir dort, wo wir sind, unsere Arbeit erf\u00fcllen. Die Priester aber sind in besonderer Weise zum Dienst berufen um Gott zu dienen. Durch die heilige Weihe haben sie teil an der Priesterschaft Jesu Christi. Das bedeutet Christus selbst lebt in jedem Priester und durch das Wirken des Priesters handelt Jesus selbst. Es ist ein so gro\u00dfes Wunder, wie auch die Spendung der heiligen Sakramente (die sichtbaren Zeichen) durch welchen wir zum Heil kommen k\u00f6nnen. Das Feiern der heiligen Eucharistie, wo sich das Opfer des Kreuzes durch die H\u00e4nde des Priesters immer wieder erneuert, das Sakrament der Bu\u00dfe, wo jeder Gl\u00e4ubige sich mit Gott vers\u00f6hnt sind nur ein paar Beispiele, die mich besonders stark motivieren Priester zu werden. Letztendlich ist die Berufung zum Priestertum ein immerw\u00e4hrendes \u201eJA\u201c \u2013 ich antworte immer wieder neu auf Gottes Berufung..<br \/>\n<strong>Novi\u021ba Marian Dr\u0103ghia, <\/strong><strong>Pfarrer in Bre\u0219tea<\/strong>: &#8211; Ein, vom Himmel quellendes Geheimnis, eine besondere Berufung und eine grosse Verantwortung.<br \/>\n<strong>Csaba Mikl\u00f3s, <\/strong><strong>Pfarrer in Mailat<\/strong>: &#8211; Es ist gut wenn wir uns diese Frage selbst, von Zeit zu Zeit stellen k\u00f6nnen. Dies kann zugleich eine kurze spirituelle \u00dcbung, eine Gewissenserforschung sein. Lasset uns von unseren t\u00e4glichen Aufgaben eine Pause nehmen und meditieren. Nach f\u00fcnfundzwanzig Jahre priesterlichen Dienstes kann ich sagen, dass ich nur mit der Hilfe der Gnade Gottes das bin, was ich bin: Priester. Ohne dies weiss ich nicht was mein Leben gewesen w\u00e4re. Die priesterliche Berufung kann man nicht so sehr definieren&#8230; Sie ist wie die Liebe: Du weisst nicht aus welchem Grunde das passiert, aber es gibt darin sowohl gute Aspekte, wie auch Schmerz und Pr\u00fcfungen. Die priesterliche Berufung ist ein g\u00f6ttlicher Auftrag: jeden Tag eine neue Herausforderung, jede Menge Begegnungen, Auftr\u00e4ge mit dennen Gott dich in gleicherweise, angenehm wie unangenehm \u00fcberrascht. Die priesterliche Berufung bedeutet auch, als Vermittler zwischen Gott und den Menschen zu stehen, aber auch umgekehrt. \u00d6fters f\u00fchle ich, dass ich des Auftrags, den Gott mir erteilt, nicht w\u00fcrdig bin, dass die Liebe, mit die er mich umarmt, \u00fcbergro\u00df ist und dass ich ihm gegen\u00fcber nie gen\u00fcgend dankbar sein kann. Ohne Gott und ohne Menschen bedeutet die priesterliche Berufung gar nichts. Priester zu sein bedeutet so gut wie m\u00f6glich, das was uns Gott Tag f\u00fcr Tag zu tun gibt, mit der Hilfe des Heiligen Geistes, gem\u00e4s der eigenen Kr\u00e4ften, als Zeichen der Dankbarkeit Gott gegen\u00fcber zu erf\u00fcllen.<br \/>\n<strong>Attila Pusk\u00e1s, <\/strong><strong>Pfarrer in Reschitz II &#8211; Allerheiligste Dreifaltigkeit<\/strong>: <strong>&#8211; <\/strong>Die priesterliche Berufung ist, vor allem, Dankbarkeit zweier Seelsorger gegen\u00fcber, die mutig genug waren, mich in dieser Sache anzusprechen und danach, mich spirituell zu begleiten. Ein Priester hat die au\u00dfergew\u00f6hnliche Kapazit\u00e4t ein solches Gespr\u00e4ch mit einem Jugendlichen zu f\u00fchren. Den Jugendlichen nur anzusprechen reicht nicht \u2013 man muss ihn auch begleiten, man muss seine Berufung pflegen, ermutigen, man muss es gedeihen lassen. Die priesterliche Berufung ist nicht nur die Sache Gottes. Der Priester muss den Jugendlichen unterst\u00fctzen. Also, die priesterliche Berufung bedeutet f\u00fcr mich Dankbarkeit und Sch\u00f6nheit! Ich bin ihnen dankbar, da\u00df sie in mir diese Gnade entdeckt haben. Meine Priesterexistenz ist ein tiefes Abenteuer mit unserem Lehrer und mit den Br\u00fcdern.<\/p>\n<p><strong>&#8211; Wie w\u00fcrden Sie die jenigen ermutigen, die daran denken dieser Berufung nachzugehen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Marian-Branko Duma, Theologiestudent in Fulda: <\/strong>&#8211; Aus meiner jetzigen Erfahrung kann ich die heutige Jugend aufmuntern auf diesem Weg loszugehen und Gott \u201eJa\u201c zu sagen. Meine Ausbildungszeit verlief bisher durch verschiedene Phasen, gute und schwierige, aber mein Ziel ist nicht entmutigt und entt\u00e4uscht zum Abschluss zu kommen, sondern es ist viel mehr. Das Ziel der Priesterausbildung ist reife M\u00e4nner und starke Charakter auszubauen, damit man gem\u00e4\u00df der Kirchenlehre richtige und gute Antworten in den heutigen Zeiten geben kann. Entscheidend in der Ausbildung ist die pers\u00f6nliche Beziehung mit Christus, die immer und jederzeit gepflegt werden soll, damit sie immer tiefer wachsen kann. Der Hl. Johannes Maria Vianney beschreibt das Priestertum mit folgenden Worten: \u201eDas Priestertum ist die Liebe des Herzens Jesu.\u201c Diese gro\u00dfartige Formulierung beschreibt f\u00fcr mich das Wesen der Sendung und der Heiligkeit des Priesters.<br \/>\n<strong>Novi\u021ba Marian Dr\u0103ghia, <\/strong><strong>Pfarrer in Bre\u0219tea<\/strong>: &#8211; Dass sie mutig und voll Vertrauen sein sollen; sie sollen keine Angst haben, ihr Herz in Gottes H\u00e4nden zu legen.<br \/>\n<strong>Csaba Mikl\u00f3s, <\/strong><strong>Pfarrer in Mailat<\/strong>: &#8211; Ich w\u00fcrde vor allem ihm nichts verbergen, weder das was gut ist, noch das was schlecht ist; ich w\u00fcrde aber betonen, dass, wenn ein Jugendlicher dieser Berufung nachzugehen trachtet, passiert dies nicht weil er Gott gew\u00e4hlt hat, sondern dass Gott ihm w\u00e4hlte und mit seiner au\u00dfergew\u00f6hnlichen Liebe hervorgehoben hat. Ferner, w\u00fcrde ich ihm sagen, dass seine Entscheidung eine Antwort ist, die er dem himmlischen Vater gegeben hat, dem uns all liebenden Vater. Seine Antwort ist der Antwort der Jungfrau Maria \u00e4hnlich, als Gott ihr die Frohbotschaft durch den Engel sandte, dass sie Gottesmutter werden k\u00f6nnte. Sonst, alles andere hat darin seinen Ursprung und seine Quelle. Die Grundentscheidung ist wichtig; sie wird im Laufe der Jahren immer vollkommener. Ich w\u00fcrde es wagen zu sagen, dass in dieser l\u00fcgnerischen Welt, diejenigen n\u00f6tig sind, die positiv dem Rufe Gottes nachgeben und die den verwirrten Menschen dieser Gesellschaft das Sakrale, das Heiligende, das was gut ist und das was stets eine wahre Quelle der Hoffnung ist: das Evangelium.<br \/>\n<strong>Attila Pusk\u00e1s, <\/strong><strong>Pfarrer in Reschitz II &#8211; Allerheiligste Dreifaltigkeit<\/strong>: &#8211; Ich ermutige sie den Willen Gottes zu lieben! Sie sollen diesen Willen annehmen, akzeptieren! Dies ist das tiefste Ja-Wort was es nur geben kann! Dass sie dieses Risiko eingehen, genau wie die Jungfrau Maria!<\/p>\n<p>(Presseb\u00fcro der Di\u00f6zese Temeswar)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIch bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin f\u00fcr die Schafe.\u201c (Joh 10, 11) Am 4. Ostersonntag wird in der katholischen Kirche der Sonntag des Guten Hirtens begangen. Dieser Sonntag heisst, in diesem Zusammenhang, auch Welttag der Berufungen. 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