{"id":31902,"date":"2021-05-06T13:41:28","date_gmt":"2021-05-06T10:41:28","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=31902"},"modified":"2021-05-06T13:42:55","modified_gmt":"2021-05-06T10:42:55","slug":"wir-erinnern-uns-an-unsere-persoenlichkeiten-emil-kummergruber-29-4-1902-9-1-1986","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wir-erinnern-uns-an-unsere-persoenlichkeiten-emil-kummergruber-29-4-1902-9-1-1986\/","title":{"rendered":"Wir erinnern uns an unsere Pers\u00f6nlichkeiten: Emil Kummergruber (29.4.1902 &#8211; 9.1.1986)"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-31903 alignright\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/1-724x1024.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/1-724x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"379\" height=\"536\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27379%27%20height%3D%27536%27%20viewBox%3D%270%200%20379%20536%27%3E%3Crect%20width%3D%27379%27%20height%3D%27536%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/1-200x283.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/1-212x300.jpg 212w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/1-400x566.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/1-600x849.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/1-724x1024.jpg 724w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/1-768x1087.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/1-800x1132.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/1-1085x1536.jpg 1085w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/1-1200x1698.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/1.jpg 1419w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 379px) 100vw, 379px\" \/><\/a>Leiter des \u201eHarmonia Sacra\u201c-Kirchenchors der r\u00f6misch-katholischen Pfarrei \u201eMaria Schnee\u201c Reschitza &#8211; nachtr\u00e4glich zum 35. Todestag &#8211;<\/strong><br \/>\nLeiter des \u201eHarmonia Sacra\u201c-Kirchenchors der r\u00f6misch-katholischen Pfarrei \u201eMaria Schnee\u201c Reschitza, Emil Maria Kummergruber, wurde am 29. April 1902 in Deutsch-Bokschan geboren. Von den drei Kindern (zwei S\u00f6hne und eine Tochter) der Familie, war er der \u00e4lteste Sohn. Bereits im Schulalter lernte er zu Hause Klavier spielen. Er besuchte die Oberschule (Lyzeum) in Kecskem\u00e9t, da einer seiner Onkel dort Priester war. In Kecskem\u00e9t lernte er auch Orgel spielen. Die Reifepr\u00fcfung legte er in Temeswar ab. Danach kam er nach Reschitza und wurde Buchhalter bei den Reschitzaer Stahl- und Eisenwerken (UDR). Er gr\u00fcndete eine Familie, in der drei T\u00f6chter geboren wurden: Helene (Illusch), Gertrude (Trude) und Brigitte (Gitta). Sie waren auch musikalisch begabt. Neben seiner T\u00e4tigkeit als Buchhalter im Reschitzaer Werk war Emil Kummergruber auch mit der Musik besch\u00e4ftigt. Er gr\u00fcndete zuerst eine Kapelle in Doman, wo die Familie in den Jahren der gro\u00dfen Wirtschaftskrise 1929 &#8211; 1935 wohnte. Danach kam die Familie nach Reschitza zur\u00fcck, wo Emil Kummergruber seine Stelle als Buchhalter im Werk wiederbekam. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Emil Kummergruber im Januar 1945 zusammen mit vielen anderen Deutschen aus Reschitza nach Russland deportiert. Zum Gl\u00fcck konnte er bereits nach neun Monaten nach Reschitza zur\u00fcckkehren und hier seine T\u00e4tigkeit fortsetzen. Neben der Aus\u00fcbung seines Berufes war er auch als Organist in der r\u00f6misch katholischen Kirche besch\u00e4ftigt und unterst\u00fctzte so auch die T\u00e4tigkeit des Kirchenchors. Der Name Emil Kummergrubers ist mit dem musikalischen Leben des Banater Berglandes (und nicht nur) in einer Zeitspanne von mehr als sechs Jahrzehnten verbunden, am meisten aber mit der T\u00e4tigkeit des r\u00f6misch-katholischen Kirchenchors von Reschitza, dessen Leitung er zwischen 1954 und 1985 inne hatte. Aber Mitglied des Kirchenchores war er schon 1920, d.h. seine Chort\u00e4tigkeit z\u00e4hlte fast 65 Jahre.<br \/>\nEmil Kummergruber geh\u00f6rt zur namhaften Dirigenten- und Regenschori-Serie Ludwig Mottl &#8211; Josef Tietz &#8211; Jaroslav Lang &#8211; Engelbert Kontur &#8211; Emil Kummergruber &#8211; Ladislaus Hunyadi, die den Kirchenchor seit seiner Gr\u00fcndung im Jahre 1877 bis 1994 geleitet haben, die sehr oft mit ebenso namhaften Kapellmeistern wie Anton Pawelka &#8211; Otto Sykora &#8211; Peter Rohr &#8211; Octavian Itu &#8211; Josef Willinger &#8211; Eduard Pawelka &#8211; Nikolaus Blazsovsky &#8211; Josef Dudl oder mit Organisten wie Josef Gerstenengst zum Gelingen der festlicheren musikalischen Veranstaltungen eng zusammengearbeitet haben. Sein Wirken ist mit vielen kirchlich-musikalischen Ereignissen verbunden, davon sollten mindestens drei Momente hervorgehoben werden, und zwar: das Jahr 1956 &#8211; die Mozartfeier (200 Jahre seit der Geburt des Komponisten), dann das Jahr 1957 \u2013 die 80- Jahr-Feier des Kirchenchors und 1977 &#8211; das Zentenarium des Kirchenchors. Bei der Hundertjahrfeier wurde Emil Kummergruber und durch ihn eigentlich der ganze Kirchenchor vom Heiligen Vater Papst Paul VI. mit der Goldmedaille \u201eBENE MERENTI\u201c ausgezeichnet. Im Pfarrhaus pflegte Msgr. Paul Lackner, der selber gro\u00dfer Musikliebhaber war und gern musizierte (er spielte sehr gern Cello und Orgel und war Vorstand des Kirchenchors), Musikabende zu veranstalten, sogenannte Quartett-Abende, wo meistens Kammermusik gespielt wurde. Meistens geschah dies regelm\u00e4\u00dfig montags am Abend, nach der Abendmesse und nach der Chorprobe, die ebenfalls montags (und donnerstags) gehalten wurde. In diesem Quartett wirkten Franz St\u00fcrmer (I. Geige), Adrian Mic\u0219a (II. Geige), Paul Lackner (Cello) und Emil Kummergruber (Klavier) mit. Gelegentlich machten auch Ladislaus Hunyadi (Klavier) und Karl Ludwig Lup\u0219iasca (Geige) mit.<br \/>\nDie Jahre vergingen, die drei T\u00f6chter Emil Kummergrubers heirateten, hatten eigene Familien, da sind Enkel und Enkelinnen geboren, auf welche der Gro\u00dfvater auch sehr stolz war. Er hatte das Gl\u00fcck, auch Urgro\u00dfvater zu werden. Die T\u00f6chter traten in die Fu\u00dfstapfen des Vaters. Trude war viele Jahre Organistin und Mitglied des Kirchenchors und unterst\u00fctzte die musikalische T\u00e4tigkeit ihres Vaters, Gitta war ebenfalls im Chor sehr aktiv. Als seine Frau im Jahre 1983 verstarb, beschloss Emil Kummergruber im September 1985, nach Deutschland zu seiner mittleren Tochter, Trude, die bereits seit einigen Jahren dort lebte, \u00fcberzusiedeln. Leider ereilte ihn hier nach einigen Monaten der Tod. Emil Kummergruber starb am 9. Januar 1986 in Karlsfeld (Deutschland). Er hatte ein erf\u00fclltes Leben, sowohl in seiner Familie wie auch im beruflichen und musikalischen Bereich. In seiner langj\u00e4hrigen T\u00e4tigkeit als Organist, Chorleiter und Dirigent brachte er zahlreiche musikalische Meisterwerke, wie z.B. Haydns \u201eHarmoniemesse in B-Dur\u201c, das Oratorium \u201eDie sieben Worte\u201c und \u201eDie Sch\u00f6pfung\u201c, Mozarts \u201eSpatzenmesse\u201c, \u201eKr\u00f6nungsmesse\u201c und \u201eRequiem\u201c, Rheinbergers \u201eGro\u00dfe Messe in C-Dur\u201c, Wairichs \u201eMissa Solemnis in Es-Dur\u201c, Schuberts \u201eGro\u00dfe Messe in Es-Dur\u201c, Grubers \u201eRequiem in d-Moll\u201c, \u201eDie Passion\u201c von Friedrich Seitz und Peter Rohrs \u201eJubilet-Messe\u201c in D-Dur (fr\u00fcher und auch heute noch die Reschitzaer Kirchweih-Messe!) \u2013 um nur einige davon zu nennen, zur glanzvollen Auff\u00fchrung, zur Freude der Reschitzaer Gemeinschaft, der Gl\u00e4ubigen und Musikliebhaber. Sein Wirken und K\u00f6nnen bleiben in unserer Erinnerung, denn f\u00fcr uns alle war Emil Kummergruber ein Beispiel an Ernst und Ehrlichkeit, Hingabe und Treue, Flei\u00df und Unerm\u00fcdlichkeit, Freundlichkeit und Gewissenhaftigkeit.<\/p>\n<p><strong>An Emil Kummergruber in Reschitza erinnert<\/strong><br \/>\nZur Erinnerung an Emil Kummergruber fanden bis jetzt zwei Gedenkveranstaltungen vom Kultur- und Erwachsenenbildungsverein \u201eDeutsche Vortragsreihe Reschitza\u201c organisiert, statt: eine 2006, die zweite 2017. Dazu erschienen Beitr\u00e4ge in der deutschsprachigen Presse von Reschitza, Temeswar und M\u00fcnchen. F\u00fcr den 115. Geburtstag Kummergrubers wurde ein Sonderbriefumschlag, mit einem Sonderstempel versehen, herausgegeben.<br \/>\nGeorg Col\u021ba<\/p>\n<p>Erschienen in: <strong><em>Banater Zeitung &#8211; Wochenblatt f\u00fcr Temesch, Arad und das Banater Bergland<\/em><\/strong>, 29. Jahrgang\/ Nr. 1414, Donnerstag, 6. Mai 2021, S. II.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leiter des \u201eHarmonia Sacra\u201c-Kirchenchors der r\u00f6misch-katholischen Pfarrei \u201eMaria Schnee\u201c Reschitza &#8211; nachtr\u00e4glich zum 35. Todestag &#8211; Leiter des \u201eHarmonia Sacra\u201c-Kirchenchors der r\u00f6misch-katholischen Pfarrei \u201eMaria Schnee\u201c Reschitza, Emil Maria Kummergruber, wurde am 29. April 1902 in Deutsch-Bokschan geboren. Von den drei Kindern (zwei S\u00f6hne und eine Tochter) der Familie, war er der \u00e4lteste Sohn. 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