{"id":33115,"date":"2021-06-25T19:34:44","date_gmt":"2021-06-25T16:34:44","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=33115"},"modified":"2021-06-25T19:37:00","modified_gmt":"2021-06-25T16:37:00","slug":"die-monstranz-durch-die-augen-ihres-schoepfers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/die-monstranz-durch-die-augen-ihres-schoepfers\/","title":{"rendered":"Die Monstranz durch die Augen ihres Sch\u00f6pfers"},"content":{"rendered":"<p><strong>Interview mit Kata Lenzs\u00e9r-Mezei, Authorin der repr\u00e4sentativen Monstranz des Internationalen Eucharistischen Kongresses in Budapest<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Generalsekretariat des Internationalen Eucharistischen Kongresses (IEK) hat eine Ausschreibung f\u00fcr die k\u00fcnstlerische Gestaltung und Produktion einer repr\u00e4sentativen Monstranz des Kongresses ausgeschrieben. Den Wettbewerb gewann, mit einstimmiger Juryentscheidung, das Konzept der Architektin und Goldschmiedin Kata Lenzs\u00e9r-Mezei. Die Monstranz wurde auch am \u201eForr\u00e1spont\u201c Jugend-Tag 2019 der breiten \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert. Die Journalistin Luca Dorottya Kaszab sprach mit Kata Lenzs\u00e9r-Mezei.<\/strong><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mg_1928.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-33101 alignright\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mg_1928.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mg_1928.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"543\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27370%27%20height%3D%27543%27%20viewBox%3D%270%200%20370%20543%27%3E%3Crect%20width%3D%27370%27%20height%3D%27543%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mg_1928-200x294.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mg_1928-204x300.jpg 204w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mg_1928-400x587.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mg_1928-600x881.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mg_1928.jpg 681w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a>&#8211; Du hast Architektur studiert und erst sp\u00e4ter, nach diesem Studium, bist Du zur Goldschmiedkust \u201e\u00fcbergegangen\u201c. War das ein alter Traum von Dir oder eine pl\u00f6tzliche Entscheidung; dachtest mal dass du gut in diesem Handwerk sein w\u00fcrdest? Gef\u00e4llt es dir?<\/em><em>\u00a0<\/em><br \/>\n&#8211; Sicher ist es dass es keine Momententscheidung war. Auch den Architektenberuf fand ich sehr interessant. Als Absolventin konnte ich nicht genau sagen, was ich eigentlich wollte, aber es ist ein offener Beruf, der zu vielen Dingen passt. W\u00e4hrend meiner Studienzeit ging ich mit einem Stipendium f\u00fcr eineinhalb Jahre nach Florenz und begann dort daran zu denken, dass ich neben Architektur auch einen handwerklichen Beruf suchen sollte. Ich machte meinen Universit\u00e4tsabschluss, begann zu arbeiten, ging zu Zeichnen- und Malenkurse und fragte die Meister, wo ich sonst noch suchen k\u00f6nnte. So habe ich das Beruf eines Goldschmiedes gefunden. Ich habe zu Hause angefangen, den Beruf zu studieren, meinen OKJ-Abschluss zu Hause gemacht, aber zwischenzeitlich auch eine Schmuckdesign-Ausbildung an einer Modedesign-Schule in Mailand absolviert.<\/p>\n<p><em>&#8211; Du hast den Reliquiar des Hl. Thomas Becket und die repr\u00e4sentative Monstranz f\u00fcr den Internationalen Eucharistischen Kongress gemacht. Damit bist Du bereits ein Teil des kirchlichen Lebens geworden. Bringst Du das Christentum aus Deiner Kindheit mit, ist es mit jemandem verbunden oder ist es Dir, im Zusammenhang mit der Arbeit, nahe gekommen?<\/em><br \/>\n&#8211; Ich bin in einer christlichen Familie aufgewachsen, zuerst brachten mich meine Gro\u00dfeltern in die Kirche und dann, nach dem Regimewechsel, kam die ganze Familie ebenfalls in die Kirche. Ich war schon als Kind mit den meisten kirchlichen Dingen vertraut, also ich bewegte mich nicht auf einem unbekanntem Terrain, als ich diese Jobs zu praktizieren anfing.<\/p>\n<p><em>&#8211; Bei einem Komponisten oder Maler wissen wir Laien mehr \u00fcber deren Arbeitsprozess, da er in vielen Filmen gezeigt wird. Vielleicht ist der Beruf des Goldschmieds f\u00fcr die breite \u00d6ffentlichkeit etwas misteri\u00f6ser und sogar mystischer. Wenn man sich die Bilder von der Herstellung der Monstranz ansieht, sieht es sehr spannend aus.<\/em><em>\u00a0<\/em><br \/>\n<a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mg_1916-.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-33107 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mg_1916-.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mg_1916-.jpg\" alt=\"\" width=\"375\" height=\"692\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27375%27%20height%3D%27692%27%20viewBox%3D%270%200%20375%20692%27%3E%3Crect%20width%3D%27375%27%20height%3D%27692%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mg_1916--163x300.jpg 163w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mg_1916--200x369.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mg_1916--400x738.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/mg_1916-.jpg 542w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/a>&#8211; F\u00fcr kleinere Goldschmiedgegenst\u00e4nde und Schmuck reicht eine Werkstatt. Bisher habe ich die meiste Arbeit hier alleine gemacht. Das war schon eine Arbeit anderer Gr\u00f6\u00dfenordnung, hier mussten mehrere Werkst\u00e4tten und Berufe involviert sein, deshalb war es so komplex und irgendwie neu f\u00fcr mich. Als Architekt arbeiten wir st\u00e4ndig mit mehreren Werkst\u00e4tten und Ingenieuren zusammen, dies war nun aber auch im Goldschmiedeberuf gefragt. Um den \u00e4u\u00dferen, tragenden Teil der Monstranz herzustellen, musste ein Schlosser gefunden werden, der ein Edelstahlobjekt dieser Gr\u00f6\u00dfe zusammenstellen konnte. Da dies der gr\u00f6\u00dfte Teil ist, habe ich damit angefangen. Wir arbeiten immer von gro\u00df nach klein, um genau zu sein. Der silberne Kern der Monstranz hat auch eine wirklich schwere Stahleinlage, die die Monstranz nicht umkippen l\u00e4\u00dft. Auch diese musste der Schlosser vorbereiten. Als dieser Bestandteil fertig war, habe ich es hereingebracht, und erst jetzt habe ich mit der Silbermonstranz angefangen. Das habe ich teilweise hier in meiner Werkstatt in Budapest, teilweise in einer Silberschmiedewerkstatt in Zalacs\u00e1ny gemacht. Ich bin ein paar Monate lang ziemlich viel zwischen Budapest und Zalacs\u00e1ny gependelt. Es wurden noch andere Werkst\u00e4tten in Budapest impliziert, wie die Galvanik, wo die Teile versilbert und vergoldet werden k\u00f6nnen, ein Graveur und ein Glasmacher. Die sog. gl\u00e4serne \u201eGlorie\u201c und anderes Glaszubeh\u00f6r wurden nach meinen Pl\u00e4nen hergestellt, jedoch in Glash\u00fctten, da es sich um einen eigenen Beruf handelt. Aber auch der Glasmacher konnte erst dann arbeiten, als wir mit dem Silber- und Stahlgestell fertig waren; dann konnte er die einzelnen St\u00fccke schleifen. Aufgrund der pr\u00e4zisen Platzierung und Fixierung der Glastr\u00e4gerprofile war es dann notwendig, in die Schlosserwerkst\u00e4tte zur\u00fcckzukehren. Es war ein sehr intensives halbes Jahr.<\/p>\n<p><em>&#8211; Eine letzte Frage: gibt es einen Teil der Monstranz, der Ihnen spirituell, emotionell so stark verbunden sind, dass Sie ihn auch dann nicht \u00e4ndern w\u00fcrden, wenn dies Ihnen jemand verlangen w\u00fcrde?<\/em><em>\u00a0<\/em><br \/>\n&#8211; Das Konzept war mir von Anfang an sehr wichtig. Mein Ziel war es, dass die Monstranz, bei ihrer Fertigstellung, eine Einheit bilden soll. Dabei verhelfen die verwendeten Motive, die Bearbeitung, das Skizzieren. Und die Quelle! Sie entspringt vom Sockel und zeigt nach oben, zum Sakrament hin, das Auge dorthin f\u00fchrend, wo der Sakramenttr\u00e4ger selber ist; es \u00f6ffnet ihn und umgibt ihn. Es war mir wichtig, diese Idee stets beizubehalten, zu verfolgen. Und es blieb&#8230; Ich musste nicht viel daf\u00fcr k\u00e4mpfen. Alle anderen verstanden meine Idee leicht.<\/p>\n<p>Interview gef\u00fchrt von Frau Luca Dorottya Kaszab f\u00fcr die Homepage: <a href=\"https:\/\/www.iec2020.hu\/hu\/hirek-sajto\/monstrancia-az-alkoto-szemevel\">www.iec2020.hu <\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.iec2020.hu\/de\">www.iec2020.hu<\/a> \u00dcbersetzung ins Deutsche: Presseb\u00fcro der Di\u00f6zese Temeswar\/ Maja Lazar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview mit Kata Lenzs\u00e9r-Mezei, Authorin der repr\u00e4sentativen Monstranz des Internationalen Eucharistischen Kongresses in Budapest Das Generalsekretariat des Internationalen Eucharistischen Kongresses (IEK) hat eine Ausschreibung f\u00fcr die k\u00fcnstlerische Gestaltung und Produktion einer repr\u00e4sentativen Monstranz des Kongresses ausgeschrieben. Den Wettbewerb gewann, mit einstimmiger Juryentscheidung, das Konzept der Architektin und Goldschmiedin Kata Lenzs\u00e9r-Mezei. 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