{"id":33533,"date":"2021-07-14T15:46:27","date_gmt":"2021-07-14T12:46:27","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=33533"},"modified":"2021-07-14T20:51:30","modified_gmt":"2021-07-14T17:51:30","slug":"ersten-welttag-der-grosseltern-und-aelteren-menschen-die-worte-von-papst-franziskus-fragmente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/ersten-welttag-der-grosseltern-und-aelteren-menschen-die-worte-von-papst-franziskus-fragmente\/","title":{"rendered":"ERSTER WELTTAG DER GROSSELTERN UND \u00c4LTEREN MENSCHEN &#8211; DIE WORTE VON PAPST FRANZISKUS (Fragmente)"},"content":{"rendered":"<p>Welttag der Gro\u00dfeltern und \u00e4lteren Menschen<\/p>\n<p>\u201eIch bin alle Tage mit dir\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/dt.png\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-33534 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/dt-792x1024.png\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/dt-792x1024.png\" alt=\"\" width=\"462\" height=\"597\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27462%27%20height%3D%27597%27%20viewBox%3D%270%200%20462%20597%27%3E%3Crect%20width%3D%27462%27%20height%3D%27597%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/dt-200x259.png 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/dt-232x300.png 232w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/dt-400x517.png 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/dt-600x776.png 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/dt-768x993.png 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/dt-792x1024.png 792w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/dt-800x1035.png 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/dt.png 1108w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 462px) 100vw, 462px\" \/><\/a>Es ist schlimm zu sehen, dass alte Menschen ausgesondert werden, das ist etwas Schlimmes, es ist S\u00fcnde! Man wagt es nicht offen zu sagen, aber man tut es! Es liegt etwas Niedertr\u00e4chtiges in dieser Gew\u00f6hnung an die Wegwerfkultur.\u00a0(GENERALAUDIENZ Mittwoch, 4. M\u00e4rz 2015)<\/p>\n<p>Ich hatte die Gnade, in einer Familie aufzuwachsen, in der der Glaube auf einfache, konkrete Weise gelebt wurde; aber es war vor allem meine Gro\u00dfmutter, die Mutter meines Vaters, die meinen Glaubensweg gepr\u00e4gt hat. Sie war eine Frau, die uns Jesus erkl\u00e4rte, uns von ihm erz\u00e4hlte, uns den Katechismus beibrachte. Ich erinnere mich immer noch, dass sie uns am Karfreitag abends zur Kerzenprozession mitnahm, und am Ende dieser Prozession kam der \u00bbliegende Christus\u00ab, und die Gro\u00dfmutter lie\u00df uns \u2013 uns Kinder \u2013 niederknien und sagte zu uns: \u00bbSeht, er ist tot, aber morgen wird er auferstehen.\u00ab Ich habe die erste christliche Verk\u00fcndigung ausgerechnet von dieser Frau empfangen, von meiner Gro\u00dfmutter! Das ist so sch\u00f6n! Die erste Verk\u00fcndigung zu Hause, mit der Familie! Und das l\u00e4sst mich an die Liebe so vieler M\u00fctter und so vieler Gro\u00dfm\u00fctter in der Weitergabe des Glaubens denken. Sie sind es, die den Glauben weitergeben. Das geschah auch in den ersten Zeiten, denn der heilige Paulus sagte zu Timotheus: \u00bbIch erinnere mich an den Glauben deiner Mutter und deiner Gro\u00dfmutter\u00ab (vgl.\u00a0<em>2 Tim<\/em>1,5). Alle Frauen, die hier sind, alle Gro\u00dfm\u00fctter, denkt daran: den Glauben weitergeben! Denn Gott stellt uns Menschen an die Seite, die unseren Glaubensweg f\u00f6rdern. Wir finden den Glauben nicht im Abstrakten, nein! Da ist immer ein Mensch, der predigt, der uns sagt, wer Jesus ist; der den Glauben an uns weitergibt, uns die erste Verk\u00fcndigung bringt. Und so war die erste Glaubenserfahrung, die ich hatte. (PFINGSTVIGIL MIT DEN KIRCHLICHEN BEWEGUNGEN &#8211; ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS, Samstag, 18. Mai 2013)<\/p>\n<p>Im Blick auf den Bereich der Familie m\u00f6chte ich auf etwas hinweisen: Heute, am Fest der heiligen Joachim und Anna, wird in Brasilien wie in anderen L\u00e4ndern der Tag der Gro\u00dfeltern gefeiert. Wie wichtig sind sie doch im Leben der Familie, um jenes Erbe an Menschlichkeit und an Glauben weiterzugeben, das wesentlich ist f\u00fcr jede Gesellschaft. Und wie wichtig sind die Begegnung und der Dialog zwischen den Generationen vor allem im Kreis der Familie. Das Dokument von Aparecida erinnert uns daran: \u201eKinder und alte Menschen bauen die Zukunft der V\u00f6lker auf; die Kinder, weil sie die Geschichte weiterf\u00fchren; die Alten, weil sie die Erfahrung und die Weisheit ihres Lebens weitergeben\u201c (Nr. 447). Diese Beziehung, dieser Dialog zwischen den Generationen ist ein Schatz, der bewahrt und gepflegt werden muss! Auf diesem Weltjugendtag wollen die Jugendlichen die Gro\u00dfeltern gr\u00fc\u00dfen. Sie gr\u00fc\u00dfen sie mit gro\u00dfer Herzlichkeit. Die Gro\u00dfeltern \u2013 wir gr\u00fc\u00dfen die Gro\u00dfeltern. Sie, die jungen Menschen, gr\u00fc\u00dfen ihre Gro\u00dfeltern mit gro\u00dfer Herzlichkeit und danken ihnen f\u00fcr das Zeugnis der Weisheit, das sie uns unaufh\u00f6rlich geben. (APOSTOLISCHE REISE NACH RIO DE JANEIRO ZUM XXVIII. WELTJUGENDTAG, PAPST FRANZISKUS, ANGELUS, Freitag, 26. Juli 2013)<\/p>\n<p>Die Erinnerung unserer alten Menschen ist die St\u00fctze, um auf dem Weg weiterzugehen. Die Zukunft der Gesellschaft, und konkret der italienischen Gesellschaft, ist verwurzelt in den alten und den jungen Menschen: letztere, weil sie die Kraft und das Alter haben, um die Geschichte weiterzutragen; erstere, weil sie das lebendige Ged\u00e4chtnis sind. Ein Volk, das sich nicht um die Alten, die Kinder und die jungen Menschen k\u00fcmmert, hat keine Zukunft, weil es die Erinnerung und die Verhei\u00dfung misshandelt. (BOTSCHAFT VON PAPST FRANZISKUS AN DIE TEILNEHMER DER 47. SOZIALWOCHE DER ITALIENISCHEN KATHOLIKEN [Turin, 12.-15. September 2013])<\/p>\n<p>Aber ich frage euch: H\u00f6rt ihr auf die Gro\u00dfeltern? \u00d6ffnet ihr euer Herz dem Ged\u00e4chtnis, das uns die Gro\u00dfeltern schenken? Die Gro\u00dfeltern sind die Weisheit der Familie, sie sind die Weisheit eines Volkes. Und ein Volk, das nicht auf die Gro\u00dfeltern h\u00f6rt, ist ein Volk, das stirbt! H\u00f6rt auf die Gro\u00dfeltern! Maria und Josef sind die durch die Gegenwart Jesu geheiligte Familie; er ist die Erf\u00fcllung aller Verhei\u00dfungen. Jede Familie ist, wie jene von Nazareth, in die Geschichte eines Volkes eingef\u00fcgt und kann nicht existieren ohne die vorangegangenen Generationen. Und darum haben wir heute hier die Gro\u00dfeltern und die Kinder. Die Kinder lernen von den Gro\u00dfeltern, von der vorangegangenen Generation. (ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS AN DIE FAMILIEN, DIE IM JAHR DES GLAUBENS NACH ROM GEPILGERT SIND Petersplatz Samstag, 26. Oktober 2013)<\/p>\n<p>Das Ged\u00e4chtnis unserer Vorfahren bringt uns dazu, ihren Glauben nachzuahmen. Es ist wahr, manchmal ist das Alter etwas unerfreulich, wegen der Krankheiten, die es mit sich bringt. Aber die Weisheit unserer Gro\u00dfeltern ist das Erbe, das wir erhalten sollen. Ein Volk, das seine Gro\u00dfeltern nicht ehrt, hat keine Zukunft, denn es hat seine Erinnerung verloren. Eleasar ist sich angesichts des Martyriums der Verantwortung bewusst, die er der Jugend gegen\u00fcber hat. Er denkt an Gott, aber auch an die Jugend: \u009bIch muss der Jugend bis zum Schluss ein Vorbild an Koh\u00e4renz sein. (PAPST FRANZISKUS, FR\u00dcHMESSE IM VATIKANISCHEN G\u00c4STEHAUS &#8222;DOMUS SANCTAE MARTAE&#8220;, Dienstag, 19. November 2013)<\/p>\n<p>Die Alten bringen das Ged\u00e4chtnis und die Weisheit der Erfahrung ein, die dazu einl\u00e4dt, nicht unsinnigerweise dieselben Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Die Jugendlichen rufen uns auf, die Hoffnung wieder zu erwecken und sie zu steigern, denn sie tragen die neuen Tendenzen in sich und \u00f6ffnen uns f\u00fcr die Zukunft, so dass wir nicht in der Nostalgie von Strukturen und Gewohnheiten verhaftet bleiben, die in der heutigen Welt keine \u00dcberbringer von Leben mehr sind. (APOSTOLISCHES SCHREIBEN EVANGELII GAUDIUM DES HEILIGEN VATERS PAPST FRANZISKUS, 108)<\/p>\n<p>Das Zeugnis der Familie wird entscheidend vor der ganzen Gesellschaft, wenn es darum geht, den Wert des alten Menschen zu bekr\u00e4ftigen als Subjekt einer Gemeinschaft, als jemand, der eine Sendung zu erf\u00fcllen hat und nur scheinbar empf\u00e4ngt, ohne etwas zu geben. \u00bbJedes Mal, wenn wir versuchen, in der jeweils gegenw\u00e4rtigen Lage die Zeichen der Zeit zu erkennen, ist es angebracht, die Jugendlichen und die Alten anzuh\u00f6ren. Beide sind die Hoffnung der V\u00f6lker. Die Alten bringen das Ged\u00e4chtnis und die Weisheit der Erfahrung ein, die dazu einl\u00e4dt, nicht unsinnigerweise dieselben Fehler der Vergangenheit zu wiederholen\u00ab (<em>ebd<\/em>., 108). Eine Gesellschaft nimmt das Leben wirklich an, wenn sie anerkennt, dass es auch im Alter, mit einer Behinderung, in schwerer Krankheit wertvoll ist und ebenso dann, wenn es verl\u00f6scht: wenn sie lehrt, dass die Berufung zur menschlichen Verwirklichung Leiden nicht ausschlie\u00dft, ja wenn sie vielmehr lehrt, im kranken und leidenden Menschen ein Geschenk f\u00fcr die ganze Gemeinschaft zu sehen, eine Gegenwart, die zu Solidarit\u00e4t und Verantwortung aufruft. Das ist das Evangelium des Lebens, das ihr durch eure wissenschaftliche und professionelle Kompetenz und gest\u00fctzt von der Gnade zu verbreiten berufen seid. (BOTSCHAFT VON PAPST FRANZISKUS AN DIE TEILNEHMER DER GENERALVERSAMMLUNG DER P\u00c4PSTLICHEN AKADEMIE F\u00dcR DAS LEBEN)<\/p>\n<p>Die Begegnung der jungen Menschen mit den Gro\u00dfeltern ist entscheidend. Einige Bisch\u00f6fe aus einigen L\u00e4ndern, die sich in der Krise befinden, sagten mir, dass dort wo es eine hohe Jugendarbeitslosigkeit gibt, ein Teil der L\u00f6sung\u00a0 darin besteht, dass die Gro\u00dfeltern f\u00fcr den Unterhalt sorgen. Sie beginnen wieder, sich mit den Gro\u00dfeltern zu treffen, die Gro\u00dfeltern haben eine Rente, sie verlassen das Altenheim und kehren in die Familie zur\u00fcck und dazu bringen sie ihre Erinnerung mit, diese Begegnung. (NSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS AN DIE MITGLIEDER DER P\u00c4PSTLICHEN KOMMISSION F\u00dcR LATEINAMERIKA, Clementina-Saal, Freitag, 28. Februar 2014)<\/p>\n<p>Das Alter ist in besonderer Weise eine Zeit der Gnade, in der der Herr uns seinen Ruf erneuert: Er beruft uns dazu, den Glauben zu bewahren und weiterzugeben, er beruft uns zu beten, speziell im F\u00fcrbittgebet; er beruft uns, denen nahe zu sein, die es brauchen\u2026 Die Alten, die Gro\u00dfeltern besitzen eine F\u00e4higkeit, die schwierigsten Situationen zu verstehen \u2013 eine bedeutende F\u00e4higkeit! (BEGEGNUNG DES PAPSTES MIT ALTEN MENSCHEN, ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS, Petersplatz, Sonntag, 28. September 2014)<\/p>\n<p>In der \u00dcberlieferung der Kirche gibt es einen Weisheitsschatz, der stets eine Kultur der N\u00e4he zu den alten Menschen unterst\u00fctzt hat, die Bereitschaft zur liebevollen und solidarischen Begleitung in diesem letzten Teil des Lebens. Diese \u00dcberlieferung ist in der Heiligen Schrift verwurzelt, wie zum Beispiel diese Worte aus dem\u00a0<em>Buch Jesus Sirach\u00a0<\/em>bezeugen: \u00bbVerachte nicht die \u00dcberlieferung der Alten, die sie \u00fcbernommen haben von ihren V\u00e4tern. Dann wirst du Einsicht lernen, um antworten zu k\u00f6nnen, sobald es notwendig ist\u00ab (<em>Sir\u00a0<\/em>8,9). Die Kirche kann und will sich nicht einer Mentalit\u00e4t der Unduldsamkeit anpassen, und schon gar nicht der Gleichg\u00fcltigkeit und der Verachtung gegen\u00fcber dem Alter. Wir m\u00fcssen das kollektive Bewusstsein der Dankbarkeit, der Anerkennung, der Annahme neu erwecken, damit der alte Mensch sich als lebendiger Teil seiner Gemeinschaft f\u00fchlt. Die alten Menschen sind M\u00e4nner und Frauen, V\u00e4ter und M\u00fctter, die vor uns auf unserem Weg, in unserem Haus waren, in unserem t\u00e4glichen Kampf um ein Leben in W\u00fcrde. Es sind M\u00e4nner und Frauen, von denen wir viel empfangen haben. Der alte Mensch ist kein Fremder. Der alte Mensch sind wir: \u00fcber kurz oder lang, auf jeden Fall unabwendbar, auch wenn wir nicht daran denken. Und wenn wir nicht lernen, die alten Menschen gut zu behandeln, dann wird man uns ebenso behandeln. Wir alten Menschen sind alle etwas gebrechlich. Einige sind jedoch besonders schwach, viele sind allein und von der Krankheit gezeichnet. Einige sind angewiesen auf unerl\u00e4ssliche Behandlungen und die F\u00fcrsorge anderer. Sollen wir deshalb einen Schritt zur\u00fcck tun? Sollen wir sie ihrem Schicksal \u00fcberlassen? Eine Gesellschaft ohne N\u00e4he, wo Unentgeltlichkeit und Liebe ohne Gegenleistung \u2013 auch unter Fremden \u2013 im Verschwinden begriffen sind, ist eine pervertierte Gesellschaft. Die Kirche, dem Wort Gottes treu, kann solche Entartungen nicht dulden. Eine christliche Gemeinschaft, in der N\u00e4he und Unentgeltlichkeit nicht mehr als unverzichtbar betrachtet w\u00fcrden, verl\u00f6re mit ihnen ihre Seele. Wo die alten Menschen nicht geehrt werden, gibt es keine Zukunft f\u00fcr die jungen Menschen. (PAPST FRANZISKUS, GENERALAUDIENZ, Mittwoch, 4. M\u00e4rz 2015)<\/p>\n<p>Der Herr sondert uns niemals aus. Er ruft uns in jedem Lebensalter zur Nachfolge, und auch das Alter birgt eine Gnade und eine Sendung in sich, eine wahre Berufung des Herrn. Das Alter ist eine Berufung. Es ist noch nicht der Augenblick, \u00bbdie Ruder einzuziehen\u00ab. Dieser Lebensabschnitt ist anders als die vorangegangenen, daran besteht kein Zweifel; wir m\u00fcssen ihn auch selbst ein wenig zu gestalten wissen, denn unsere Gesellschaften sind geistlich und moralisch noch nicht bereit, diesem Augenblick des Lebens seinen vollen Wert zu geben. Fr\u00fcher war es in der Tat nicht so selbstverst\u00e4ndlich, Zeit zur Verf\u00fcgung zu haben; heute ist es viel normaler. Und auch die christliche Spiritualit\u00e4t traf dies etwas \u00fcberraschend; es geht jetzt darum, eine Spiritualit\u00e4t der \u00e4lteren Menschen zu entwerfen. Aber gottlob fehlt es nicht an Zeugnissen heiliger M\u00e4nner und Frauen! (PAPST FRANZISKUS, GENERALAUDIENZ, Mittwoch, 11. M\u00e4rz 2015)<\/p>\n<p>Liebe Gro\u00dfeltern, liebe \u00e4ltere Menschen, folgen wir der Spur dieser wunderbaren alten Menschen! Werden auch wir ein wenig zu Poeten des Gebets: Finden wir Geschmack daran, nach eigenen Worten zu suchen, machen wir uns jene zu eigen, die das Wort Gottes uns lehrt. Es ist ein gro\u00dfes Geschenk f\u00fcr die Kirche, das Gebet der Gro\u00dfeltern und der \u00e4lteren Menschen! Das Gebet der \u00e4lteren Menschen und der Gro\u00dfeltern ist ein Geschenk f\u00fcr die Kirche, es ist ein Reichtum! Eine gro\u00dfe Injektion an Weisheit auch f\u00fcr die ganze menschliche Gesellschaft: vor allem f\u00fcr die, die zu gesch\u00e4ftig, zu beansprucht, zu zerstreut ist. Irgendjemand muss den Lobpreis singen, auch f\u00fcr sie, muss Gottes Zeichen lobpreisen, Gottes Zeichen verk\u00fcndigen, f\u00fcr sie beten! Schauen wir auf\u00a0<a href=\"http:\/\/w2.vatican.va\/content\/benedict-xvi\/de.html\">Benedikt XVI<\/a>., der entschieden hat, den letzten Abschnitt seines Lebens im Gebet und im H\u00f6ren auf Gott zu verbringen! Das ist sch\u00f6n! Ein gro\u00dfer Gl\u00e4ubiger des letzten Jahrhunderts aus der orthodoxen Tradition, Olivier Cl\u00e9ment, sagte: \u00bbEine Zivilisation, in der nicht mehr gebetet wird, ist eine Zivilisation, in der das Alter keinen Sinn mehr hat. Und das ist schrecklich, wir brauchen vor allem alte Menschen, die beten, denn daf\u00fcr ist uns das Alter geschenkt.\u00ab Wir brauchen alte Menschen, die beten, denn genau daf\u00fcr ist uns das Alter geschenkt. Das Gebet der alten Menschen ist etwas Sch\u00f6nes. (PAPST FRANZISKUS, GENERALAUDIENZ, Mittwoch, 11. M\u00e4rz 2015)<\/p>\n<p>Die Gro\u00dfeltern werden in unserer Zeit immer vergessen. Jetzt etwas weniger, hier in Italien, denn weil es keine Arbeit gibt und sie eine Rente haben, ja, da erinnert man sich an die Gro\u00dfeltern! Die Gro\u00dfeltern werden jedoch immer vergessen. Und die Gro\u00dfeltern sind das Ged\u00e4chtnis einer Familie, das Ged\u00e4chtnis des Landes, das Ged\u00e4chtnis des Glaubens, denn sie geben ihn uns weiter. Die Gro\u00dfeltern. Und ich stelle euch die Frage: Sprecht ihr mit euren Gro\u00dfeltern?\u00a0<em>[Sie antworten: \u00bbJa!\u00ab]<\/em>. Fragt ihr eure Gro\u00dfeltern: \u00bbGro\u00dfvater, Gro\u00dfmutter, wie war das? Wie macht man das? Was hast du damals gemacht?\u00ab<\/p>\n<p>Tut es, tut es! Die Gro\u00dfeltern sind n\u00e4mlich ein Quell der Weisheit, denn sie haben das Ged\u00e4chtnis des Lebens, das Ged\u00e4chtnis des Glaubens, das Ged\u00e4chtnis der Spannungen, das Ged\u00e4chtnis der Konflikte\u2026 Und sie sind t\u00fcchtig, die Gro\u00dfeltern! Ich spreche sehr gerne mit den Gro\u00dfeltern. Ich erz\u00e4hle euch eine Anekdote. Neulich, auf dem Petersplatz, in einer Mittwochsaudienz, bin ich mit dem \u00bbPapamobil\u00ab herumgefahren und habe dort ein altes Gro\u00dfm\u00fctterchen gesehen: Man sah, dass sie alt war! Aber sie hatte Augen, die vor Freude gl\u00e4nzten. Und ich lie\u00df das \u00bbPapamobil\u00ab anhalten und bin herabgestiegen und bin hingegangen, um sie zu begr\u00fc\u00dfen. Und sie l\u00e4chelte. \u00bbSagen Sie mir, Gro\u00dfmutter: Wie alt sind Sie?\u00ab \u2013 \u00bb92!\u00ab \u2013 \u00bbOh gut, wunderbar! Voll Freude! Nennen Sie mir das Rezept, wie man so 92 Jahre alt wird.\u00ab Und sie hat zu mir gesagt: \u00bbWissen Sie, ich esse Ravioli!\u00ab Und dann f\u00fcgte sie hinzu: \u00bbUnd ich mache sie selbst!\u00ab Mit dieser Anekdote will ich euch sagen, dass die Begegnung mit den Gro\u00dfeltern immer eine \u00dcberraschung ist. Die Gro\u00dfeltern \u00fcberraschen uns immer: Sie h\u00f6ren uns zu, sie haben eine Geduld!\u2026 Wir sprechen von drei Generationen, von mindestens drei. Und auch wenn die Gro\u00dfeltern zuhause leben, helfen sie sehr, die Spannungen zu l\u00f6sen, die normal sind in einer Familie. Man darf die Gro\u00dfeltern nicht vergessen. Verstanden?\u00a0 (ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS AN DIE EUCHARISTISCHE JUGENDBEWEGUNG (MEG) Freitag, 7. August 2015)<\/p>\n<p><em>Die alten Menschen<\/em><\/p>\n<ol start=\"191\">\n<li>\u00bbVerwirf mich nicht, wenn ich alt bin, verlass mich nicht, wenn meine Kr\u00e4fte schwinden\u00a0\u00ab (<em>Ps<\/em>71,9). Das ist der Ruf des alten Menschen, der f\u00fcrchtet, vergessen und verschm\u00e4ht zu werden. Ebenso wie Gott uns auffordert, seine Werkzeuge zu sein, um auf das Flehen der Armen zu h\u00f6ren, erwartet er auch, dass wir auf den Schrei der Alten h\u00f6ren.<a name=\"_ftnref211\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/apost_exhortations\/documents\/papa-francesco_esortazione-ap_20160319_amoris-laetitia.html#_ftn211\"><sup>[211]<\/sup><\/a>\u00a0Das ruft die Familien und die Gemeinschaften auf den Plan, denn \u00bb\u00a0die Kirche kann und will sich nicht einer Mentalit\u00e4t der Unduldsamkeit anpassen, und schon gar nicht der Gleichg\u00fcltigkeit und der Verachtung gegen\u00fcber dem Alter. Wir m\u00fcssen das kollektive Bewusstsein der Dankbarkeit, der Anerkennung, der Annahme neu erwecken, damit der alte Mensch sich als lebendiger Teil seiner Gemeinschaft f\u00fchlt. Die alten Menschen sind M\u00e4nner und Frauen, V\u00e4ter und M\u00fctter, die vor uns auf unserem Weg, in unserem Haus waren, in unserem t\u00e4glichen Kampf um ein Leben in W\u00fcrde.\u00a0\u00ab<a name=\"_ftnref212\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/apost_exhortations\/documents\/papa-francesco_esortazione-ap_20160319_amoris-laetitia.html#_ftn212\"><sup>[212]<\/sup><\/a>\u00a0\u00bb\u00a0Wie sehr m\u00f6chte ich [darum] eine Kirche, die die Wegwerfkultur herausfordert mit der \u00fcberreichen Freude einer neuen Umarmung zwischen jungen und alten Menschen!\u00a0\u00ab<a name=\"_ftnref213\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/apost_exhortations\/documents\/papa-francesco_esortazione-ap_20160319_amoris-laetitia.html#_ftn213\"><sup>[213]<\/sup><\/a><\/li>\n<li>Der heilige Johannes Paul II. forderte uns auf, dem Ort des alten Menschen in der Familie Aufmerksamkeit zu schenken, denn es gibt Kulturen, die \u00bb\u00a0infolge einer ungeordneten industriellen und st\u00e4dtebaulichen Entwicklung die alten Menschen in unannehmbarer Weise an den Rand gedr\u00fcckt\u00a0haben \u00ab<a name=\"_ftnref214\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/apost_exhortations\/documents\/papa-francesco_esortazione-ap_20160319_amoris-laetitia.html#_ftn214\"><sup>[214]<\/sup><\/a>und dies immer noch tun. Die alten Menschen helfen, \u00bb\u00a0die Kontinuit\u00e4t der Generationen\u00a0\u00ab wahrzunehmen, mit dem \u00bb\u00a0Charisma, als Br\u00fccke zu dienen\u00a0\u00ab.<a name=\"_ftnref215\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/apost_exhortations\/documents\/papa-francesco_esortazione-ap_20160319_amoris-laetitia.html#_ftn215\"><sup>[215]<\/sup><\/a>\u00a0Oft sind es die Gro\u00dfeltern, welche die Weitergabe der gro\u00dfen Werte an die Enkel sicherstellen, und \u00bb\u00a0viele Menschen k\u00f6nnen feststellen, dass sie ihre Einf\u00fchrung in das christliche Leben besonders den Gro\u00dfeltern verdanken\u00a0\u00ab.<a name=\"_ftnref216\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/apost_exhortations\/documents\/papa-francesco_esortazione-ap_20160319_amoris-laetitia.html#_ftn216\"><sup>[216]<\/sup><\/a>\u00a0Ihre Worte, ihre Z\u00e4rtlichkeit oder schon allein ihre Gegenwart helfen den Kindern zu erkennen, dass die Geschichte nicht mit ihnen beginnt, dass sie Erben eines langen Weges sind und dass es n\u00f6tig ist, den Hintergrund zu respektieren, der vor uns war. Wer die Verbindungen mit der Geschichte zerrei\u00dft, wird Schwierigkeiten haben, best\u00e4ndige Beziehungen zu kn\u00fcpfen und anzuerkennen, dass er nicht Herr der Wirklichkeit ist. Daher ist \u00bb\u00a0die F\u00fcrsorge f\u00fcr die alten Menschen [\u2026] das Unterscheidungsmerkmal einer Zivilisation. Gibt es in einer Zivilisation F\u00fcrsorge f\u00fcr den alten Menschen? Gibt es einen Platz f\u00fcr den alten Menschen? Diese Zivilisation wird vorangehen, wenn sie die Klugheit, die Weisheit der alten Menschen zu achten versteht.\u00a0\u00ab<a name=\"_ftnref217\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/apost_exhortations\/documents\/papa-francesco_esortazione-ap_20160319_amoris-laetitia.html#_ftn217\"><sup>[217]<\/sup><\/a><\/li>\n<li>Das Fehlen eines historischen Ged\u00e4chtnisses ist ein schwerer Mangel unserer Gesellschaft. Es ist die unreife Mentalit\u00e4t des \u201edas war einmal\u201c. Die Ereignisse der Vergangenheit zu kennen und f\u00e4hig zu sein, ihnen gegen\u00fcber eine Stellung zu beziehen, ist die einzige M\u00f6glichkeit, eine sinnvolle Zukunft aufzubauen. Ohne Ged\u00e4chtnis kann man nicht erziehen: \u00bb\u00a0Erinnert euch an die fr\u00fcheren Tage\u00a0\u00ab (<em>Hebr<\/em>10,32). Die Erz\u00e4hlungen der alten Menschen tun den Kindern und den Jugendlichen sehr gut, weil sie sie mit der lebendigen Geschichte der Familie wie auch des Wohnviertels und des Landes verbinden. Eine Familie, die ihre Gro\u00dfeltern \u2013 die doch ihr lebendiges Ged\u00e4chtnis sind \u2013 nicht achtet und betreut, ist eine zerbr\u00f6ckelte Familie; indes ist eine Familie, die sich erinnert, eine Familie mit Zukunft. Daher gilt: \u00bb\u00a0Eine Zivilisation, in der es keinen Platz f\u00fcr die alten Menschen gibt, oder wo sie ausgesondert werden, weil sie Probleme verursachen \u2013 diese Gesellschaft tr\u00e4gt den Virus des Todes in sich\u00a0\u00ab<a name=\"_ftnref610\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/apost_exhortations\/documents\/papa-francesco_esortazione-ap_20160319_amoris-laetitia.html#_ftn218\"><sup>[218]<\/sup><\/a>, weil sie \u00bb\u00a0sich von den eigenen Wurzeln losrei\u00dft\u00a0\u00ab.<a name=\"_ftnref219\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/apost_exhortations\/documents\/papa-francesco_esortazione-ap_20160319_amoris-laetitia.html#_ftn219\"><sup>[219]<\/sup><\/a>\u00a0Das Ph\u00e4nomen der heutigen Verwaisung im Sinn einer Diskontinuit\u00e4t, einer Entwurzelung und eines Zusammenbruchs der Gewissheiten, die dem Leben Gestalt verleihen, fordert uns heraus, unsere Familien zu einem Ort zu machen, wo die Kinder sich im Boden einer kollektiven Geschichte verwurzeln k\u00f6nnen. (NACHSYNODALES APOSTOLISCHES SCHREIBEN AMORIS LAETITIA DES HEILIGEN VATERS FRANZISKUS)<\/li>\n<\/ol>\n<p>\u201eIhr seid die Hoffnung f\u00fcr die Zukunft.\u201c Und das ist wahr. Aber unter zwei Bedingungen! Wollt ihr eine Hoffnung f\u00fcr die Zukunft sein oder nicht?\u00a0<em>[Ja!]<\/em>\u00a0Sicher?\u00a0<em>[Ja!]<\/em>\u00a0Also unter zwei Bedingungen!&#8230; Nein, man muss keine Eintrittskarte bezahlen, nein, nein. Die erste Bedingung ist,\u00a0<em>Erinnerung zu haben<\/em>. Mich zu fragen, woher ich komme: Erinnerung an mein Volk, Erinnerung an meine Familie, Erinnerung an meine ganze Geschichte. Das Zeugnis der zweiten Freiwilligen war voller Erinnerung, voller Erinnerung! Erinnerung an einen vollbrachten Weg, Erinnerung an das, was ich von den Erwachsenen empfangen habe. Ein junger Mensch ohne Erinnerung kann keine Hoffnung f\u00fcr die Zukunft sein. Ist das klar?\u00a0<em>[Ja!]<\/em><\/p>\n<p>\u201ePater, und wie kann ich es anstellen, Erinnerung zu haben?\u201c \u2013 Sprich mit deinen Eltern, sprich mit den Erwachsenen. Vor allem sprich mit den Gro\u00dfeltern Ist das klar? Das bedeutet, wenn ihr eine Hoffnung f\u00fcr die Zukunft sein wollt, m\u00fcsst ihr\u00a0<em>die Fackel von eurem Gro\u00dfvater, von eurer Gro\u00dfmutter empfangen<\/em>.<\/p>\n<p>Versprecht ihr mir, dass ihr, um Panama vorzubereiten, mehr mit euren Gro\u00dfeltern reden werdet?\u00a0<em>[Ja!]<\/em>\u00a0Und wenn die Gro\u00dfeltern schon im Himmel sind, werdet ihr mit den alten Menschen sprechen?\u00a0<em>[Ja!]<\/em>\u00a0Und werdet ihr sie fragen? Werdet ihr sie fragen?\u00a0<em>[Ja!]<\/em>\u00a0Fragt sie. Sie sind die Weisheit eines Volkes. (BEGEGNUNG MIT DEN FREIWILLIGEN HELFERN DES WJTs, DEM ORGANISATIONSKOMITEE UND DEN WOHLT\u00c4TERN ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS, Krakau Sonntag, 31. Juli 2016)<\/p>\n<p>Wir haben gesehen, dass das Magnificat aus dem Herzen Marias in dem Augenblick hervorkommt, als sie ihrer alten Cousine Elisabet begegnet. Mit ihrem Glauben, ihrem scharfen Blick und ihren Worten hilft sie der Jungfrau Maria, die Gro\u0308\u00dfe des go\u0308ttlichen Handelns in ihr und der ihr anvertrauten Sendung besser zu begreifen. Und ihr, seid ihr euch der au\u00dfergewo\u0308hnlichen Quelle des Reichtums bewusst, welche die Begegnung zwischen jungen und alten Menschen darstellt? Wieviel Bedeutung messt ihr den Alten, euren Gro\u00dfeltern bei? Richtigerweise strebt ihr danach, flu\u0308gge zu werden, und tragt gro\u00dfe Tra\u0308ume im Herzen. Doch ihr bedu\u0308rft auch der Weisheit und der Weitsicht der a\u0308lteren Menschen. Wa\u0308hrend ihr die Flu\u0308gel im Wind ausbreitet, ist es wichtig, dass ihr eure Wurzeln entdeckt und das Staffelholz von den Menschen u\u0308bernehmt, die vor euch da waren. Um eine sinnvolle Zukunft aufzubauen, muss man die Ereignisse der Vergangenheit kennen und ihnen gegenu\u0308ber Stellung beziehen (vgl. Nachsynodales Apostolisches Schreiben Amoris laetitia, 191.193). Ihr jungen Menschen habt die Kraft, die alten Menschen haben das Geda\u0308chtnis und die Weisheit. So wie Maria gegenu\u0308ber Elisabet, so richtet auch ihr euren Blick auf die a\u0308lteren Menschen, auf eure Gro\u00dfeltern. Sie werden euch Dinge erza\u0308hlen, die euren Verstand begeistern und eure Herzen ru\u0308hren. (BOTSCHAFT ZUM 32. WELTJUGENDTAG,\u00a0 27 M\u00e4rz 2017)<\/p>\n<p>Das Leben bittet die Jugendlichen heute um eine Mission \u2013 die Kirche bittet euch um eine Mission, und ich m\u00f6chte euch diese Mission geben: zur\u00fcckgehen und mit den Gro\u00dfeltern sprechen. Das brauchen wir heute mehr denn je,\u00a0<em>wir brauchen diese Br\u00fccke, den Dialog zwischen Gro\u00dfeltern und Jugendlichen<\/em>, zwischen alten und jungen Menschen. Der Prophet Joel sagt dies im 3. Kapitel, Vers 1 als Prophetie: \u201eEure Alten werden Tr\u00e4ume haben, und eure jungen M\u00e4nner haben Visionen.\u201c D.h. sie bringen mit den Prophetien die konkreten Dinge voran. Dies ist die Aufgabe, die ich euch im Namen der Kirche gebe:\u00a0<em>mit den \u00e4lteren Menschen sprechen<\/em>. \u201eAber das ist langweilig\u2026, sie sagen immer die gleichen Dinge&#8230;\u201c Nein. H\u00f6re dem \u00e4lteren Menschen zu. Sprich, erfrage Dinge. Lass sie tr\u00e4umen und geh du selbst durch diese Tr\u00e4ume weiter, um prophetisch zu sprechen und um die Prophetie konkret werden zu lassen. Das ist eure Mission heute, das ist die Mission, um die euch die Kirche heute bittet. (GEBETSWACHE IN VORBEREITUNG AUF DEN WELTJUGENDTAG, ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS, Samstag, 8. April 2017)<\/p>\n<p>Diese innere Haltung, das Erbe zu empfangen, es wachsen zu lassen und weiterzugeben, sie ist der apostolische Geist eines Priesters. Die jungen Menschen sollen wissen, dass die Welt nicht mit ihnen beginnt, dass sie die Wurzeln suchen m\u00fcssen, die historischen und religi\u00f6sen Wurzeln suchen m\u00fcssen \u2026 Diese Wurzeln wachsen lassen und die Fr\u00fcchte weitergeben m\u00fcssen. Lehrt die Jugendlichen, nicht entwurzelt zu sein; lehrt sie, mit den Alten zu sprechen. Als ich hier [in die erzbisch\u00f6fliche Residenz] eintrat, waren da einige Seminaristen aus dem Vorseminar. Ich h\u00e4tte ihnen \u2013 en passant \u2013 zwei Fragen stellen sollen, aber ich habe nur eine gestellt, die erste, die selbstverst\u00e4ndlichere: \u201eSpielt ihr Fu\u00dfball?\u201c Alle: \u201eJa!\u201c Die zweite hingegen war: \u201eBesucht ihr eure Opas, die alten Priester? Um ihre Lebensgeschichten zu h\u00f6ren, die Geschichten ihres Apostolats? Die Ausbilder im Seminar m\u00fcssen die jungen Seminaristen dazu heranf\u00fchren, den alten Priestern zuzuh\u00f6ren. Dort sind die Wurzeln, dort ist die Weisheit der Kirche. (BEGEGNUNG MIT DEN BISCH\u00d6FEN BANGLADESCHS, Altersheim f\u00fcr Priester (Dhaka), Freitag, 1. Dezember 2017)<\/p>\n<p>Eine Gesellschaft \u2013 h\u00f6rt genau hin \u2013 eine Gesellschaft, die die Gro\u00dfeltern nicht wertsch\u00e4tzt, ist eine Gesellschaft ohne Zukunft. Eine Kirche, der das Band zwischen den Generationen nicht am Herzen liegt, wird damit enden, das zu verlieren, was wahrhaft z\u00e4hlt, n\u00e4mlich die Liebe. Unsere Gro\u00dfeltern lehren uns die Bedeutung der ehelichen und der elterlichen Liebe. Sie selbst sind in einer Familie aufgewachsen und haben die Zuneigung von S\u00f6hnen und T\u00f6chtern, von Br\u00fcdern und Schwestern erfahren. Deshalb bilden sie einen Schatz von Erfahrung und ein Schatz an Weisheit f\u00fcr die jungen Generationen. Es ist ein gro\u00dfer Irrtum, die \u00e4lteren Menschen nicht nach ihren Erfahrungen zu befragen oder zu meinen, dass die Unterhaltung mit ihnen eine Zeitverschwendung ist. (WELTFAMILIENTREFFEN IN IRLAND, FEST DER FAMILIEN, Samstag, 25. August 2018, ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS)<\/p>\n<p>Sprecht mit den alten Menschen, sprecht mit den Gro\u00dfeltern: sie sind die Wurzeln, die Wurzeln eurer Konkretheit, die Wurzeln eures Wachstums, Gedeihens und Fruchtens. Denkt daran: Wenn der Baum alleine ist, wird er keine Fr\u00fcchte tragen. Alles, was der Baum an Bl\u00fcten hat, kommt von dem, was unter der Erde ist. Dieser Ausdruck stammt von einem Dichter, er ist nicht von mir. Aber das ist die Wahrheit.<br \/>\nH\u00e4ngt euch an die Wurzeln, bleibt aber nicht dort. Nehmt die Wurzeln und bringt sie voran, um Fr\u00fcchte zu tragen, und auch ihr werdet zu Wurzeln f\u00fcr die anderen. Vergesst nicht die Fotografie, die mit dem Gro\u00dfvater. Sprecht mit euren Gro\u00dfeltern, sprecht mit den alten Leuten, und das wird euch gl\u00fccklich machen. (BEGEGNUNG DER JUGENDLICHEN MIT DEM HEILIGEN VATER UND DEN SYNODENV\u00c4TERN, ANSPRACHE DES HEILIGEN VATERS, Samstag, 6. Oktober 2018)<\/p>\n<p>Jetzt kommt der Augenblick der Aussendung: Geht hinaus, erz\u00e4hlt, geht hinaus, bezeugt, geht hinaus und gebt das weiter, was ihr gesehen und geh\u00f6rt habt. Tut das nicht mit vielen Worten, sondern so, wie ihr es hier getan habt, mit einfachen Gesten, mit allt\u00e4glichen Gesten, die verwandeln und alles neumachen, mit diesen Gesten, die es schaffen, \u201eWirbel\u201c zu machen, einen konstruktiven \u201eWirbel\u201c, einen \u201eWirbel\u201c der Liebe. Ich erz\u00e4hle euch etwas: Als ich am ersten Tag angekommen bin, war da auf der Stra\u00dfe eine Frau mit einem Hut, eine \u00e4ltere Frau, eine Gro\u00dfmutter; sie stand da, nahe am Absperrzaun, wo ich mit dem Auto vorbeifuhr. Sie hatte eine Plakat, auf dem stand: \u201eAuch wir Gro\u00dfm\u00fctter wissen, wie man Wirbel macht!\u201c Und sie f\u00fcgte hinzu: \u201emit Weisheit\u201c. Tut euch mit den Gro\u00dfeltern zusammen, um \u201eWirbel\u201c zu machen; das wird ein heftiger Wirbel, ein genialer! Habt keine Angst, geht und sprecht. Die Frau kam mir so alt vor, und ich habe sie nach ihrem Alter gefragt: sie war 14 Jahre j\u00fcnger als ich. Wie peinlich! (BEGEGNUNG MIT DEN EHRENAMTLICHEN HELFERN DES WELTJUGENDTAGS, ANSPRACHE DES HEILIGEN VATERS, Sonntag, 27. Januar 2019)<\/p>\n<p>Wenn wir uns an unsere grundlegende Begegnung mit dem Herrn erinnern, merken wir, dass diese nicht als eine private Angelegenheit zwischen uns und Gott entstanden ist. Nein, sie ist im gl\u00e4ubigen Volk aufgegangen, neben vielen Br\u00fcdern und Schwestern, zu einer bestimmten Zeit und an einem genauen Orten. Das Evangelium sagt es uns, wenn es uns zeigt, wie\u00a0<em>die Begegnung im Volk Gottes geschieht<\/em>, in seiner konkreten Geschichte, in seinen lebendigen Traditionen: im Tempel, entsprechend dem Gesetz, im Klima der Prophetie, mit den jungen und alten Menschen zusammen (vgl.\u00a0<em>Lk<\/em>\u00a02,25-28.34). So auch das gottgeweihte Leben: es geht auf und bl\u00fcht in der Kirche; wenn es sich absondert, verwelkt es. Es reift, wenn die Jungen und Alten gemeinsam gehen, wenn die Jungen ihre Wurzeln wiederfinden und die Alten die Fr\u00fcchte ernten. Es stagniert jedoch, wenn man alleine geht, wenn man auf die Vergangenheit fixiert bleibt oder Hals \u00fcber Kopf vorw\u00e4rtsl\u00e4uft, um zu \u00fcberleben. Heute, am Fest der Begegnung, bitten wir um die Gnade, den lebendigen Herrn im gl\u00e4ubigen Volk wiederzuentdecken und das empfangene Charisma der Gnade des Heute begegnen zu lassen. (FEST DER DARSTELLUNG DES HERRN, 23. WELTTAG DES GEWEIHTEN LEBENS, PREDIGT VON PAPST FRANZISKUS, Samstag, 2. Februar 2019)<\/p>\n<p>(16.) Zugleich werden die jungen Menschen allerdings angewiesen, sich den \u00c4lteren unterzuordnen (vgl. <em>1\u00a0Petr\u00a0<\/em>5,5). Die Bibel l\u00e4dt immer dazu ein, gro\u00dfen Respekt vor den \u00c4lteren zu haben, weil sie einen Schatz an Erfahrung besitzen und Erfolge wie Niederlagen, Freuden und gro\u00dfe Schmerzen des Lebens, Hoffnungen und Entt\u00e4uschungen erlebt haben. In der Stille ihres Herzens bewahren sie viele Geschichten, die uns helfen k\u00f6nnen, Fehler zu vermeiden und uns nicht auf falsche Vorspiegelungen einzulassen. Das Wort eines weisen alten Menschen l\u00e4dt dazu ein, gewisse Grenzen zu beachten und sich im rechten Moment zu beherrschen: \u00bbEbenso ermahne die j\u00fcngeren M\u00e4nner, in allen Dingen besonnen zu sein\u00ab (<em>Tit<\/em>2,6). Es ist nicht gut, einem Kult der Jugend zu verfallen oder eine jugendliche Haltung einzunehmen, welche die anderen wegen ihres Alters verachtet oder weil sie aus einer anderen Zeit stammen. Jesus hat gesagt, dass ein weiser Mensch aus seinem Schatz Neues und Altes hervorzuholen vermag (vgl.\u00a0<em>Mt<\/em>13,52). Ein kluger Jugendlicher \u00f6ffnet sich der Zukunft, ist aber immer f\u00e4hig, etwas aus der Erfahrung der anderen wertzusch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>(187.) Auf der Synode wurde bekr\u00e4ftigt: \u00bbJunge Menschen sind zukunftsorientiert und begegnen dem Leben mit Energie und Dynamik. Sie [\u2026] neigen aber auch manchmal dazu, dem \u00dcberlieferten aus der Vergangenheit, aus der sie kommen, und insbesondere den vielen Gaben, die ihre Eltern, Gro\u00dfeltern und das kulturelle Erbe der Gesellschaft, in der sie leben, ihnen mitgegeben haben, wenig Beachtung zu schenken. Jungen Menschen zu helfen, den lebendigen Reichtum der Vergangenheit zu entdecken, indem die Erinnerung an diese lebendig gehalten wird und sie diese f\u00fcr ihre eigenen Entscheidungen und M\u00f6glichkeiten nutzen, ist f\u00fcr ihre Weiterentwicklung und die Entscheidungen, die sie treffen m\u00fcssen, ein wahrer Akt der Liebe zu ihnen.\u00ab<a name=\"_ftnref102\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/apost_exhortations\/documents\/papa-francesco_esortazione-ap_20190325_christus-vivit.html#_ftn102\"><sup>[102]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>(188.) Das Wort Gottes legt uns ans Herz, den Kontakt zu den \u00e4lteren Menschen nicht zu verlieren, um ihre Erfahrung aufnehmen zu k\u00f6nnen: \u00bbStelle dich in die Schar der \u00c4ltesten, wer weise ist, dem schlie\u00dfe dich an! [\u2026] Wenn du einen Verst\u00e4ndigen siehst, geh fr\u00fchmorgens zu ihm und dein Fu\u00df trete seine T\u00fcrschwelle aus!\u00ab (<em>Sir\u00a0<\/em>6,34.36). In jedem Fall m\u00fcssen euch die vielen Jahre, die sie gelebt haben, und all das, was ihnen im Leben passiert ist, dazu f\u00fchren, auf sie mit Achtung zu schauen: \u00bbDu sollst vor grauem Haar aufstehen\u00ab (<em>Lev\u00a0<\/em>19,32), denn \u00bbder Ruhm der Jungen ist ihre Kraft, die Zier der Alten ihr graues Haar\u00ab (<em>Spr\u00a0<\/em>20,29).<\/p>\n<p>(192.) In der Weissagung des Jo\u00ebl finden wir eine Ank\u00fcndigung, die uns erlaubt, dies auf sehr sch\u00f6ne Weise zu verstehen. Sie lautet: \u00bbDanach aber wird Folgendes geschehen: Ich werde meinen Geist ausgie\u00dfen \u00fcber alles Fleisch. Eure S\u00f6hne und T\u00f6chter werden Propheten sein, eure Alten werden Tr\u00e4ume haben und eure jungen M\u00e4nner haben Visionen\u00ab (<em>Jo\u00ebl<\/em>3,1; vgl.\u00a0<em>Apg\u00a0<\/em>2,17). Wenn die jungen Menschen und die \u00e4lteren sich dem Heiligen Geist \u00f6ffnen, so bringen sie gemeinsam eine wunderbare Verbindung hervor. Die \u00e4lteren Menschen tr\u00e4umen und die jungen haben Visionen. Auf welche Weise erg\u00e4nzen sich diese beiden Dinge?<\/p>\n<p>(193.) Die \u00e4lteren Menschen haben von Erinnerungen, von den Bildern vieler erlebter Dinge durchwirkte Tr\u00e4ume, die von der Erfahrung und den Jahren gekennzeichnet sind. Wenn die jungen Menschen sich in den Tr\u00e4umen der \u00e4lteren festmachen, wird es ihnen gelingen, die Zukunft zu sehen, und k\u00f6nnen sie Visionen haben, die den Horizont \u00f6ffnen und ihnen neue Wege zeigen. Wenn aber die \u00e4lteren Menschen nicht tr\u00e4umen, k\u00f6nnen die jungen nicht mehr klar den Horizont sehen.<\/p>\n<p>(194.) Es ist gut, unter den Dingen, die unsere Eltern aufbewahrt haben, einige Erinnerungsst\u00fccke zu finden, die uns erlauben, uns das vorzustellen, was unsere Gro\u00dfeltern sich f\u00fcr uns ertr\u00e4umt haben. Jeder Mensch hat von seinen Gro\u00dfeltern, noch bevor er geboren wurde, als Geschenk den Segen eines Traums erhalten, der voll von Liebe und Hoffnung ist: jener von einem besseren Leben. Und wenn er ihn von seinen Gro\u00dfeltern nicht erhalten hat, so hat sicher jemand von den Urgro\u00dfeltern es getr\u00e4umt und sich f\u00fcr ihn gefreut, als er in der Wiege seine Kinder und dann seine Enkel betrachtete. Der erste Traum, der sch\u00f6pferische Traum Gottes, unseres Vaters, geht dem Leben all seiner Kinder voraus und begleitet es. Sich an diesen Segen zu erinnern, der sich von Generation zu Generation erstreckt, ist ein wertvolles Erbe, das wir lebendig halten m\u00fcssen, um es unsererseits weitergeben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>(195.) Deshalb ist es gut, die \u00e4lteren Menschen lang erz\u00e4hlen zu lassen, auch wenn sie zuweilen mythologisch, phantasievoll scheinen, \u2013 es sind Tr\u00e4ume von Senioren \u2013, aber oftmals sind sie voll von wertvoller Erfahrung, von aussagekr\u00e4ftigen Zeichen, von versteckten Botschaften. Diese Erz\u00e4hlungen erfordern Zeit und dass wir uns einfach so darauf einrichten, mit Geduld zuzuh\u00f6ren und zu interpretieren, weil sie l\u00e4nger sind als das gewohnte Format einer Nachricht in den sozialen Netzwerken. Wir m\u00fcssen akzeptieren, dass die ganze Weisheit, derer wir f\u00fcr das Leben bed\u00fcrfen, nicht innerhalb der Grenzen eingeschlossen sein kann, die von den gegenw\u00e4rtigen Kommunikationsm\u00f6glichkeiten auferlegt werden.<\/p>\n<p>(197.) Was k\u00f6nnen wir \u00c4ltere den jungen Menschen geben? \u00bbDen jungen Menschen von heute, die ihre Mischung aus heroischen Bestrebungen und Unsicherheiten erleben, k\u00f6nnen wir in Erinnerung rufen, dass ein Leben ohne Liebe ein unfruchtbares Leben ist.\u00ab<a name=\"_ftnref106\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/apost_exhortations\/documents\/papa-francesco_esortazione-ap_20190325_christus-vivit.html#_ftn106\"><sup>[106]<\/sup><\/a>Was k\u00f6nnen wir ihnen sagen? \u00bbDen \u00e4ngstlichen jungen Menschen k\u00f6nnen wir sagen, dass die Sorge um die Zukunft \u00fcberwunden werden kann.\u00ab<a name=\"_ftnref107\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/apost_exhortations\/documents\/papa-francesco_esortazione-ap_20190325_christus-vivit.html#_ftn107\"><sup>[107]<\/sup><\/a>Was k\u00f6nnen wir sie lehren? \u00bbDie jungen Menschen, die zu sehr in Sorge sind \u00fcber sich selbst, k\u00f6nnen wir lehren, dass man eine gr\u00f6\u00dfere Freude im Geben als im Nehmen erf\u00e4hrt und dass die Liebe sich nicht nur mit Worten zeigt, sondern auch mit den Werken.\u00ab<a name=\"_ftnref108\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/apost_exhortations\/documents\/papa-francesco_esortazione-ap_20190325_christus-vivit.html#_ftn108\"><sup>[108]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>(199.) Wenn wir gemeinsam gehen, junge und \u00e4ltere Menschen, werden wir gut in der Gegenwart verwurzelt sein k\u00f6nnen. Aus dieser Position heraus werden wir in der Lage sein, mit der Vergangenheit und der Zukunft im Austausch zu stehen: mit der Vergangenheit, um von der Geschichte zu lernen und die Wunden zu heilen, die uns zuweilen beeintr\u00e4chtigen; mit der Zukunft, um den Enthusiasmus zu n\u00e4hren, die Tr\u00e4ume aufsprie\u00dfen zu lassen, prophetische Visionen zu erwecken, Hoffnungen bl\u00fchen zu lassen. Auf diese Weise werden wir vereint voneinander lernen, die Herzen erw\u00e4rmen, unseren Geist mit dem Licht des Evangeliums inspirieren und unseren H\u00e4nden neue Kraft verleihen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>(201.) Auf der Synode hat einer der Auditoren, ein junger Mann aus Samoa, gesagt, dass die Kirche ein Kanu ist, in dem die \u00c4lteren helfen, den Kurs beizubehalten, indem sie die Position der Sterne beobachten, w\u00e4hrend die jungen Menschen kraftvoll rudern und sich das vorstellen, was sie sp\u00e4ter erwartet. Lassen wir uns nicht vom Weg abbringen, weder von den Jugendlichen, die meinen, dass die Erwachsenen eine Vergangenheit darstellen, die nicht mehr z\u00e4hlt, die schon \u00fcberholt ist, noch von den Erwachsenen, die glauben, immer zu wissen, wie sich die Jugendlichen zu verhalten haben. Steigen wir vielmehr alle in das gleiche Kanu und suchen wir alle gemeinsam unter dem immer neuen Antrieb des Heiligen Geistes nach einer besseren Welt. (NACHSYNODALES APOSTOLISCHES SCHREIBEN CHRISTUS VIVIT VON PAPST FRANZISKUS)<\/p>\n<p>Die Weisheit der alten Menschen, ihre Erfahrung und ihre F\u00e4higkeit, mit dem Herzen zu \u00bbdenken\u00ab. Jemand k\u00f6nnte einwenden: \u00bbAber Vater, man denkt doch mit dem Kopf!\u00ab Nein, das stimmt nicht: Man denkt mit dem Kopf und mit dem Herzen, das ist eine F\u00e4higkeit, die wir entwickeln m\u00fcssen. Die F\u00e4higkeit, mit dem Herzen zu denken. Und diese Erfahrungen der alten Menschen sind eine wertvolle Lehre, um eine fruchtbare Methode der F\u00fcrbitte zu erlernen.\u00a0 (INTERNATIONALE BEGEGNUNG DES GEBETSNETZES DES PAPSTE, ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS, Freitag, 28. Juni 2019)<\/p>\n<p><em>Liebe Br\u00fcder und Schwestern!<\/em><br \/>\nIch hei\u00dfe euch, die Teilnehmer an der Ersten Internationalen Tagung zur Altenseelsorge \u2013 \u00bbDer Reichtum der Jahre\u00ab \u2013 herzlich willkommen. Sie wird veranstaltet vom Dikasterium f\u00fcr die Laien, die Familie und das Leben; und ich danke Kardinal Farrell f\u00fcr seine freundlichen Worte. Der \u00bbReichtum der Jahre\u00ab ist der Reichtum der Menschen, jedes einzelnen Menschen, der viele Lebensjahre, viel Lebenserfahrung und eine lange Geschichte hinter sich hat. Er ist der kostbare Schatz, der auf dem Lebensweg jeden Mannes und jeder Frau Gestalt annimmt, unabh\u00e4ngig von ihren Wurzeln, ihrer Herkunft, ihrer wirtschaftlichen Situation oder ihrer gesellschaftlichen Stellung. Denn das Leben ist ein Geschenk, und wenn es lang ist, ist es ein Privileg, f\u00fcr sich selbst und f\u00fcr die anderen. Immer, immer ist es so.<br \/>\nIm 21. Jahrhundert ist das Alter zu einem der Merkmale der Menschheit geworden. Innerhalb weniger Jahrzehnte hat die Bev\u00f6lkerungspyramide \u2013 die fr\u00fcher auf einer gro\u00dfen Zahl an Kindern und Jugendlichen fu\u00dfte und an ihrer Spitze wenige alte Menschen hatte \u2013 sich umgekehrt. W\u00e4hrend die alten Menschen fr\u00fcher einen kleinen Staat h\u00e4tten bev\u00f6lkern k\u00f6nnen, so k\u00f6nnten sie heute einen ganzen Kontinent bev\u00f6lkern. In diesem Sinne ist die massive Pr\u00e4senz alter Menschen eine Neuheit f\u00fcr jedes soziale und geographische Umfeld der Welt. Au\u00dferdem entsprechen dem Alter heute unterschiedliche Lebensabschnitte: F\u00fcr viele ist es die Zeit, in der die Produktivit\u00e4t nachl\u00e4sst, die Kr\u00e4fte zur\u00fcckgehen und Anzeichen von Krankheit, Hilfsbed\u00fcrftigkeit und sozialer Isolierung auftreten; f\u00fcr viele jedoch ist es der Beginn einer langen Zeit psychischen und physischen Wohlergehens und der Freiheit von beruflichen Verpflichtungen.<br \/>\nWie soll man \u2013 in beiden Situationen \u2013 diese Jahre leben? Welchen Sinn soll man dieser Lebensphase geben, die f\u00fcr viele lang sein kann? Die gesellschaftliche Orientierungslosigkeit und vielfach die Gleichg\u00fcltigkeit und die Ablehnung, die unsere Gesellschaften gegen\u00fcber den alten Menschen zum Ausdruck bringen, rufen nicht nur die Kirche, sondern alle Menschen auf, ernsthaft dar\u00fcber nachzudenken, um zu lernen, den Wert des Alters zu begreifen und anzuerkennen. Denn w\u00e4hrend die Staaten sich einerseits der neuen demographischen Situation auf wirtschaftlicher Ebene stellen m\u00fcssen, braucht die Zivilgesellschaft andererseits Werte und Sinn f\u00fcr die \u00e4lteren und alten Menschen. Und vor allem hier liegt der Beitrag der kirchlichen Gemeinschaft.<br \/>\nDaher habe ich die Initiative dieser Tagung, die die Aufmerksamkeit auf die Altenseelsorge gerichtet und eine Reflexion \u00fcber die Auswirkungen einer nicht unerheblichen Pr\u00e4senz von Gro\u00dfeltern in unseren Pfarrgemeinden und in der Gesellschaft in Gang gesetzt hat, mit Interesse angenommen. Ich bitte euch, dass dies keine Einzelinitiative bleiben, sondern den Beginn eines Weges der pastoralen Vertiefung und der Entscheidungsfindung darstellen m\u00f6ge. Wir m\u00fcssen unsere pastoralen Gewohnheiten \u00e4ndern, um auf die Pr\u00e4senz vieler alter Menschen in den Familien und Gemeinden antworten zu k\u00f6nnen. In der Bibel ist Langlebigkeit ein Segen. Sie konfrontiert uns mit unseren Schw\u00e4chen, mit der gegenseitigen Abh\u00e4ngigkeit, mit unseren famili\u00e4ren und gemeinschaftlichen Bindungen und vor allem mit unserer g\u00f6ttlichen Kindschaft. Wenn er dem Menschen ein hohes Alter gew\u00e4hrt, schenkt Gott, der Vater, ihm die Zeit, ihn \u2013 Gott \u2013 selbst besser kennenzulernen, die Vertrautheit mit ihm zu vertiefen, um immer mehr in sein Herz einzutreten und sich ihm hinzugeben.<br \/>\nEs ist die Zeit, sich darauf vorzubereiten, unseren Geist in seine H\u00e4nde zu legen, endg\u00fcltig, mit kindlichem Vertrauen. Es ist jedoch auch eine Zeit erneuerter Fruchtbarkeit. \u00bbSie tragen Frucht noch im Alter\u00ab, sagt der Psalmist (<em>Ps\u00a0<\/em>91,15). Denn der Heilsplan Gottes wird auch in der Armut des schwachen, unfruchtbaren und kraftlosen Leibes verwirklicht. Aus Saras unfruchtbarem Mutterscho\u00df und aus dem fast hundertj\u00e4hrigen Leib Abrahams ist das auserw\u00e4hlte Volk hervorgegangen (vgl.\u00a0<em>R\u00f6m\u00a0<\/em>4,18-20). Aus Elisabet und dem alten Zacharias ist Johannes der T\u00e4ufer geboren. Der alte Mensch kann sich, auch wenn er schwach ist, zum Werkzeug der Heilsgeschichte machen. Im Bewusstsein um diese unersetzliche Rolle der alten Menschen wird die Kirche zum Ort, an dem die Generationen aufgerufen sind, den Liebesplan Gottes miteinander zu teilen, in einer Beziehung des gegenseitigen Austauschs der Gaben des Heiligen Geistes. Dieser generationen\u00fcbergreifende Austausch verpflichtet uns, die alten Menschen mit anderen Augen zu betrachten, um zu lernen, gemeinsam mit ihnen in die Zukunft zu blicken.<br \/>\nWenn wir an die alten Menschen denken und von ihnen sprechen, besonders in der pastoralen Dimension, dann m\u00fcssen wir lernen, die Tempora der Verben etwas zu ver\u00e4ndern. Es gibt nicht nur die Vergangenheit, so als g\u00e4be es f\u00fcr die alten Menschen nur ein Leben, das hinter ihnen liegt, und ein vermodertes Archiv. Nein. Der Herr kann und will mit ihnen auch neue Seiten schreiben \u2013 Seiten der Heiligkeit, des Dienstes, des Gebets\u2026 Heute m\u00f6chte ich euch sagen, dass auch die alten Menschen die Gegenwart und das Morgen der Kirche sind. Ja, sie sind auch die Zukunft einer Kirche, die gemeinsam mit den jungen Menschen prophetisch spricht und tr\u00e4umt! Darum ist es wichtig, dass alte und junge Menschen miteinander sprechen, das ist sehr wichtig.<br \/>\nDie Prophezeiung der alten Menschen wird verwirklicht, wenn das Licht des Evangeliums in ganzer F\u00fclle in ihr Leben eintritt; wenn sie, wie Simeon und Anna, Jesus in die Arme nehmen und die Revolution der Z\u00e4rtlichkeit verk\u00fcndigen, die Frohe Botschaft dessen, der in die Welt gekommen ist, um das Licht des Vaters zu bringen. Darum bitte ich euch, keine M\u00fchen zu scheuen, um den Gro\u00dfeltern und den alten Menschen das Evangelium zu verk\u00fcndigen. Geht auf sie zu mit einem L\u00e4cheln im Gesicht und dem Evangelium in den H\u00e4nden. Geht hinaus auf die Stra\u00dfen eurer Pfarrgemeinden und sucht die alten Menschen auf, die allein leben. Das Alter ist keine Krankheit, sondern ein Privileg! Die Einsamkeit kann eine Krankheit sein, aber mit Liebe, N\u00e4he und geistlichem Trost k\u00f6nnen wir sie heilen.<br \/>\nGott hat ein gro\u00dfes Volk von Gro\u00dfeltern \u00fcberall in der Welt. In den s\u00e4kularisierten Gesellschaften vieler L\u00e4nder hat die jetzige Elterngeneration heutzutage meist nicht jene christliche Bildung und jenen lebendigen Glauben, den die Gro\u00dfeltern dagegen an ihre Enkel weitergeben k\u00f6nnen. Sie sind das unverzichtbare Glied in der Kette, um die Kinder und Jugendlichen zum Glauben zu erziehen. Wir m\u00fcssen uns daran gew\u00f6hnen, sie in unsere pastoralen Horizonte einzubeziehen, und sie nicht nur sporadisch als lebenswichtigen Bestandteil unserer Gemeinden zu betrachten. Sie sind nicht nur Menschen, denen wir beistehen und die wir sch\u00fctzen m\u00fcssen, um ihr Leben zu bewahren, sondern sie k\u00f6nnen Handlungstr\u00e4ger einer Evangelisierungspastoral, bevorzugte Zeugen der treuen Liebe Gottes sein. Daher danke ich allen, dass ihr eure pastoralen Kr\u00e4fte den Gro\u00dfeltern und den alten Menschen widmet. Ich wei\u00df, dass euer Einsatz und eure Reflexion aus der konkreten Freundschaft mit vielen alten Menschen heraus entstehen. Ich hoffe, dass das, was heute die Sensibilit\u00e4t einiger weniger ist, zum Schatz jeder kirchlichen Gemeinschaft werden m\u00f6ge. Habt keine Angst, ergreift Initiativen, helft euren Bisch\u00f6fen und euren Di\u00f6zesen, den pastoralen Dienst an den alten Menschen und mit den alten Menschen zu f\u00f6rdern. Lasst euch nicht entmutigen, geht voran! Das Dikasterium f\u00fcr die Laien, die Familie und das Leben wird euch auch weiterhin bei dieser Arbeit begleiten.<br \/>\nAuch ich begleite euch mit meinem Gebet und meinem Segen. Und vergesst bitte nicht, f\u00fcr mich zu beten. Danke! (ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS AN DIE TEILNEHMER DER ERSTEN INTERNATIONALEN TAGUNG ZUR ALTENSEELSORGE, Freitag, 31. Januar 2020)<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte dass wir heute f\u00fcr die alten Menschen beten, die diesen Moment auf besondere Weise durchleiden, mit einer enormen inneren Einsamkeit und mitunter mit sehr viel Angst. Lasst uns den Herrn bitten\u00ab, f\u00fcgte er hin zu, dass er unseren Gro\u00dfeltern, unseren Gro\u00dfm\u00fcttern, allen alten Menschen nahe sei und ihnen Kraft gebe. Sie haben uns Weisheit, Leben und Geschichte gegeben. Auch wir sind ihnen mit dem Gebet nahe. (PREDIGT VON PAPST FRANZISKUS, Dienstag, 17 M\u00e4rz 2020)<\/p>\n<p>Am Gedenktag der Heiligen Joachim und Anna, der \u00bbGro\u00dfeltern\u00ab Jesu, m\u00f6chte ich die jungen Menschen einladen, eine Geste der Z\u00e4rtlichkeit gegen\u00fcber den \u00e4lteren Menschen zu tun, insbesondere gegen\u00fcber den Einsamsten, in den Wohnungen und in den Heimen, jenen gegen\u00fcber, die ihre Lieben seit vielen Monaten nicht mehr gesehen haben. Liebe junge Leute, jeder dieser \u00e4lteren Menschen ist euer Gro\u00dfvater! Lasst sie nicht allein! Bedient euch der Phantasie der Liebe, ruft sie an, f\u00fchrt Videoanrufe, sendet ihnen Nachrichten, h\u00f6rt sie an und wo es unter Einhaltung der Gesundheitsvorschriften m\u00f6glich ist, besucht sie auch! Schickt ihnen eine Umarmung. Sie sind eure Wurzeln. Ein Baum, der von seinen Wurzeln getrennt wird, w\u00e4chst nicht, er bringt keine Bl\u00fcten und Fr\u00fcchte hervor. Deshalb sind die Einheit und Verbindung mit den eigenen Wurzeln wichtig. \u00bbWas der Baum an Bl\u00fcten tr\u00e4gt, kommt aus dem, was er unter der Erde hat\u00ab, sagt ein Dichter meiner Heimat. Deshalb lade ich euch alle ein, unseren Gro\u00dfeltern kr\u00e4ftig zu applaudieren! (PAPST FRANZISKUS, ANGELUS, Sonntag, 26. Juli 2020)<\/p>\n<p>\u00dcbermorgen, am 2. Februar, feiern wir das Fest der Darstellung Jesu im Tempel, als die beiden hochbetagten Simeon und Anna vom Heiligen Geist erleuchtet Jesus als den Messias erkannten. Der Heilige Geist weckt auch heute noch in den alten Menschen Gedanken und Worte der Weisheit: Ihre Stimme ist kostbar, weil sie das Lob Gottes singt und die Wurzeln der V\u00f6lker bewahrt. Sie erinnern uns daran, dass das Alter ein Geschenk ist und dass die Gro\u00dfeltern das Bindeglied zwischen den Generationen sind, um die Lebens- und Glaubenserfahrung an die Jugend weiterzugeben. Die Gro\u00dfeltern werden oft vergessen und wir vergessen diesen Reichtum des Bewahrens der Wurzeln und der Weitergabe. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, den\u00a0<em>Welttag der Gro\u00dfeltern und Senioren\u00a0<\/em>einzuf\u00fchren, der in der ganzen Kirche jedes Jahr am vierten Sonntag im Juli stattfinden soll, in der N\u00e4he des Festes der Heiligen Joachim und Anna, der \u00bbGro\u00dfeltern\u00ab Jesu. Es ist wichtig, dass sich die Gro\u00dfeltern mit den Enkeln treffen und die Enkel mit den Gro\u00dfeltern, denn \u2013 wie der Prophet Jo\u00ebl sagt \u2013 die Gro\u00dfeltern werden vor den Enkeln tr\u00e4umen, Illusionen [gro\u00dfe W\u00fcnsche] haben, und die jungen Leute, die von ihren Gro\u00dfeltern gest\u00e4rkt werden, sie werden vorw\u00e4rts gehen, sie werden prophezeien. Und genau am 2. Februar ist das Fest der Begegnung der Gro\u00dfeltern mit den Enkeln. (PAPST FRANZISKUS, ANGELUS, Sonntag, 31. Januar 2021)<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.laityfamilylife.va\/content\/laityfamilylife\/en.html\">www.laityfamilylife.va<\/a><\/p>\n<p>\u00dcbersetzung: <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/vatican\/de.html\">www.vatican.va<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welttag der Gro\u00dfeltern und \u00e4lteren Menschen \u201eIch bin alle Tage mit dir\u201c Es ist schlimm zu sehen, dass alte Menschen ausgesondert werden, das ist etwas Schlimmes, es ist S\u00fcnde! Man wagt es nicht offen zu sagen, aber man tut es! Es liegt etwas Niedertr\u00e4chtiges in dieser Gew\u00f6hnung an die Wegwerfkultur.\u00a0(GENERALAUDIENZ Mittwoch, 4. 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