{"id":39327,"date":"2022-03-06T06:00:12","date_gmt":"2022-03-06T04:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=39327"},"modified":"2022-03-05T16:10:58","modified_gmt":"2022-03-05T14:10:58","slug":"lectio-divina-1-fastensonntag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/lectio-divina-1-fastensonntag\/","title":{"rendered":"LECTIO DIVINA &#8211; 1. Fastensonntag"},"content":{"rendered":"<p><strong>1. lectio<\/strong><\/p>\n<p>Lc 4,1-13<br \/>\n\u201eErf\u00fcllt vom Heiligen Geist, kehrte Jesus vom Jordan zur\u00fcck. Er wurde vom Geist in der W\u00fcste umhergef\u00fchrt, vierzig Tage lang, und er wurde vom Teufel versucht. In jenen Tagen a\u00df er nichts; als sie aber vor\u00fcber waren, hungerte ihn. Da sagte der Teufel zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl diesem Stein, zu Brot zu werden. Jesus antwortete ihm: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Da f\u00fchrte ihn der Teufel hinauf und zeigte ihm in einem Augenblick alle Reiche des Erdkreises. Und er sagte zu ihm: All die Macht und Herrlichkeit dieser Reiche will ich dir geben; denn sie sind mir \u00fcberlassen und ich gebe sie, wem ich will. Wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest, wird dir alles geh\u00f6ren. Jesus antwortete ihm: Es steht geschrieben: Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen. Darauf f\u00fchrte ihn der Teufel nach Jerusalem, stellte ihn oben auf den Tempel und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so st\u00fcrz dich von hier hinab; denn es steht geschrieben:<br \/>\nSeinen Engeln befiehlt er deinetwegen, dich zu beh\u00fcten; und: Sie werden dich auf ihren H\u00e4nden tragen, damit dein Fu\u00df nicht an einen Stein st\u00f6\u00dft.<br \/>\nDa antwortete ihm Jesus: Es ist gesagt: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen. Nach diesen Versuchungen lie\u00df der Teufel bis zur bestimmten Zeit von ihm ab.\u201c<\/p>\n<p><em>Hinweise zum Verst\u00e4ndnis:<\/em><br \/>\nWie das Volk Israel 40 Jahre durch die W\u00fcste gewandert ist, so verbrachte Jesus 40 Tage in der W\u00fcste. Die erw\u00e4hnten Versuchungen haben einen symbolischen Bezug zu den Versuchungen, mit denen das Volk in der W\u00fcste konfrontiert war. Anders als das Volk, \u00fcberwindet Jesus die Versuchungen. Mehrmals wird berichtet, da\u00df das Volk sich beklagt, da\u00df es Hunger und Durst leidet in der W\u00fcste. Jesus relativiert die Bedeutung der Befriedigung leiblicher Bed\u00fcrfnisse. Am Sinai fertigte das Volk Israel aus Gold ein Kalb und verehrte es als Gott. Jesus weigerte sich, jemand anderen anzubeten als den wahren Gott allein. Als es sich dem verhei\u00dfenen Land n\u00e4herte, f\u00fcrchtete sich das Volk Israel vor der Macht der dort ans\u00e4ssigen V\u00f6lker. Jesus hingegen wollte in Jerusalem, der heiligen Stadt Gottes, keinen \u00fcbernat\u00fcrlichen Schutz herausfordern, sondern er vertraute sich ganz dem Willen Gottes an.<\/p>\n<p><strong>2. meditatio<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Wie sehr bin ich abh\u00e4ngig von Speisen, auf die ich Appetit habe? Verdirbt es mir die gute Laune, wenn ich die leiblichen Gen\u00fcsse, die ich w\u00fcnsche, nicht bekommen kann?<\/li>\n<li>Wie sehr verherrliche ich Besitz und weltlichen Glanz? W\u00fcrde ich f\u00fcr eine angesehene Stellung auch Unrecht tun?<\/li>\n<li>Habe ich den Wunsch, meine Macht oder meine au\u00dferordentlichen F\u00e4higkeiten zu zeigen, soda\u00df alle um mich herum erstaunt sind? Habe ich schon einmal gef\u00e4hrliche und unn\u00fctze Dinge getan, nur um meinen Mut zu beweisen?<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>3. oratio<\/strong><br \/>\nMenschenliebender Gott, Dein Sohn war durch seine Menschwerdung denselben Versuchungen ausgesetzt wie alle Menschen. Alle haben wir das Bestreben, leibliche Befriedigung, Besitz und Macht zu suchen. Alle diese Dinge sind in sich nicht schlecht, aber sie werden zur Versuchung, wenn wir sie nicht als Gabe und Aufgabe von Dir sehen, sondern als eine Belohnung, auf die wir ein Recht haben, &#8211; ein Vergn\u00fcgen, das wir uns nehmen, auch auf Kosten anderer. Schlie\u00dflich ist diese Art von \u201eSelbstbedienung\u201c ein Mangel an Vertrauen, da\u00df Du uns wirklich wohl willst, da\u00df Du unser Gl\u00fcck w\u00fcnschst. Vielleicht war f\u00fcr Jesus die Versuchung noch gr\u00f6\u00dfer, seine einzigartige Verbindung zu Dir, Vater, zu seinem pers\u00f6nlichen Vorteil zu nutzen. Doch er hat auf die gl\u00e4nzende Demonstration seiner Macht verzichtet, denn er w\u00fcnschte und w\u00fcnscht Freunde, die in Freiheit und aus Liebe nach seinem Beispiel leben, nicht \u00fcberw\u00e4ltigt von spektakul\u00e4ren Wundern. Hier bin ich. Nimm mich an in ihren Reihen mit meinen Talenten und mit meinen Schw\u00e4chen. Amen.<\/p>\n<p><strong>4. contemplatio<br \/>\n<\/strong>Meditiere, wem du schlie\u00dflich und endlich mit deinen Taten dienst: deinem Stolz, deiner Familie, deinem Volk, den Naturgesetzen oder dem Gott, den uns unser Erl\u00f6ser Jesus Christus verk\u00fcndigt hat.<\/p>\n<p><strong>5. actio<br \/>\n<\/strong>Am Beginn der Fastenzeit nimm dir den Verzicht auf ein Vergn\u00fcgen vor, an das du gew\u00f6hnt bist, und beobachte ehrlich, wie schwer es ist, in Ermangelung dieser Annehmlichkeit ruhig und in guter Stimmung zu bleiben.<\/p>\n<p>Lectio-divina-Impuls aus dem Salvatorianerkloster in Temeswar-Elisabethstadt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. lectio Lc 4,1-13 \u201eErf\u00fcllt vom Heiligen Geist, kehrte Jesus vom Jordan zur\u00fcck. Er wurde vom Geist in der W\u00fcste umhergef\u00fchrt, vierzig Tage lang, und er wurde vom Teufel versucht. 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