{"id":39875,"date":"2022-03-27T06:00:22","date_gmt":"2022-03-27T04:00:22","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=39875"},"modified":"2022-03-27T22:26:06","modified_gmt":"2022-03-27T19:26:06","slug":"lectio-divina-4-fastensonntag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/lectio-divina-4-fastensonntag\/","title":{"rendered":"LECTIO DIVINA \u2013 4. Fastensonntag"},"content":{"rendered":"<p><strong>1. lectio<\/strong><\/p>\n<p>Lk 15,1-3.11-32<br \/>\nAlle Z\u00f6llner und S\u00fcnder kamen zu Jesus, um ihn zu h\u00f6ren. Die Pharis\u00e4er und die Schriftgelehrten emp\u00f6rten sich dar\u00fcber und sagten: Dieser nimmt S\u00fcnder auf und isst mit ihnen. Da erz\u00e4hlte er ihnen dieses Gleichnis und sagte: Ein Mann hatte zwei S\u00f6hne. Der j\u00fcngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht! Da teilte der Vater das Verm\u00f6gen unter sie auf. Nach wenigen Tagen packte der j\u00fcngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort f\u00fchrte er ein z\u00fcgelloses Leben und verschleuderte sein Verm\u00f6gen. Als er alles durchgebracht hatte, kam eine gro\u00dfe Hungersnot \u00fcber jenes Land und er begann Not zu leiden. Da ging er zu einem B\u00fcrger des Landes und dr\u00e4ngte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweineh\u00fcten. Er h\u00e4tte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fra\u00dfen; aber niemand gab ihm davon. Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagel\u00f6hner meines Vaters haben Brot im \u00dcberfluss, ich aber komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich vers\u00fcndigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagel\u00f6hner! Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von Weitem kommen und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und k\u00fcsste ihn. Da sagte der Sohn zu ihm: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich vers\u00fcndigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt einen Ring an seine Hand und gebt ihm Sandalen an die F\u00fc\u00dfe! Bringt das Mastkalb her und schlachtet es; wir wollen essen und fr\u00f6hlich sein. Denn dieser, mein Sohn, war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein Fest zu feiern. Sein \u00e4lterer Sohn aber war auf dem Feld. Als er heimging und in die N\u00e4he des Hauses kam, h\u00f6rte er Musik und Tanz. Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle. Der Knecht antwortete ihm: Dein Bruder ist gekommen und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn gesund wiederbekommen hat. Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu. Doch er erwiderte seinem Vater: Siehe, so viele Jahre schon diene ich dir und nie habe ich dein Gebot \u00fcbertreten; mir aber hast du nie einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Verm\u00f6gen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du f\u00fcr ihn das Mastkalb geschlachtet. Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber man muss doch ein Fest feiern und sich freuen; denn dieser, dein Bruder, war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.<\/p>\n<p>Hinweise zum Verst\u00e4ndnis:<br \/>\nDer Evangelist Lukas betont sehr die Barmherzigkeit Gottes, die auch f\u00fcr uns ein Orientierungspunkt sein sollte.<\/p>\n<p><strong>2. meditatio<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Erkenne ich mich selbst mehr in der Person des j\u00fcngeren Sohnes, der weggegangen und wieder zur\u00fcckgekehrt ist, oder in dem \u00e4lteren Sohn, der nie das Haus des Vaters verlassen hat?<\/li>\n<li>Bin ich eifers\u00fcchtig, wenn ich den Eindruck habe, da\u00df andere mehr Gl\u00fcck im Leben hatten als ich, da\u00df sie von Gott, dem Vater, mehr erhalten haben, obwohl sie es vielleicht gar nicht verdient haben?<\/li>\n<li>Was denke ich, w\u00e4re ein gutes Gleichgewicht zwischen Erbarmen und Gerechtigkeit gegen\u00fcber einer Person, die mir Schaden zugef\u00fcgt hat?<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>3. oratio<\/strong><br \/>\nGuter und barmherziger Gott, viel Feindschaft entsteht aus der Unf\u00e4higkeit zu verzeihen. Doch wenn Leib oder Seele sehr verletzt sind, ist es schwer zu verzeihen. Ohne Deinen Geist wird es uns nicht gelingen. Was uns hilft, ist das Bewu\u00dftsein, da\u00df auch wir gefehlt haben. Am erbarmungslosesten sind die Menschen, die glauben, da\u00df sie kein Erbarmen n\u00f6tig h\u00e4tten. Dein Sohn, der auch denen vergeben hat, die ihn gekreuzigt haben, sei unser Beispiel. Sei uns nahe, damit wir in unserem Inneren Frieden finden und f\u00fcr den Frieden in dieser Welt arbeiten. Amen.<\/p>\n<p><strong>4. contemplatio<\/strong><br \/>\nVerweile bei dem Gedanken, wie gro\u00df die Freude im Himmel ist, wenn ein S\u00fcnder umkehrt zu Gott. Auch du bist eingeladen, an dieser Freude teilzuhaben.<\/p>\n<p><strong>5. actio<\/strong><br \/>\nDenk an jemanden, der dir oft auf die Nerven gegangen ist, und vergib ihm von Herzen. Wenn m\u00f6glich, gib ihm ein Zeichen der Vers\u00f6hung.<\/p>\n<p><strong>Lectio-divina-Impuls aus dem Salvatorianerkloster in Temeswar-Elisabethstadt<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. lectio Lk 15,1-3.11-32 Alle Z\u00f6llner und S\u00fcnder kamen zu Jesus, um ihn zu h\u00f6ren. Die Pharis\u00e4er und die Schriftgelehrten emp\u00f6rten sich dar\u00fcber und sagten: Dieser nimmt S\u00fcnder auf und isst mit ihnen. Da erz\u00e4hlte er ihnen dieses Gleichnis und sagte: Ein Mann hatte zwei S\u00f6hne. Der j\u00fcngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":39869,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[66],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/39875"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=39875"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/39875\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39876,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/39875\/revisions\/39876"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/39869"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=39875"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=39875"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=39875"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}