{"id":40181,"date":"2022-04-10T06:00:34","date_gmt":"2022-04-10T03:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=40181"},"modified":"2022-04-08T20:08:13","modified_gmt":"2022-04-08T17:08:13","slug":"40181","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/40181\/","title":{"rendered":"LECTIO DIVINA \u2013 Palmsonntag"},"content":{"rendered":"<p><strong>1. lectio<\/strong><\/p>\n<p>Lk 19,28-40<br \/>\n\u201eJesus zog voran und ging nach Jerusalem hinauf. Und es geschah: Er kam in die N\u00e4he von Betfage und Betanien, an den Berg, der \u00d6lberg hei\u00dft, da schickte er zwei seiner J\u00fcnger aus und sagte: Geht in das Dorf, das vor uns liegt! Wenn ihr hineinkommt, werdet ihr dort ein Fohlen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet es los und bringt es her! Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr es los?, dann antwortet: Der Herr braucht es. Die Ausgesandten machten sich auf den Weg und fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte. Als sie das Fohlen losbanden, sagten die Leute, denen es geh\u00f6rte: Warum bindet ihr das Fohlen los? Sie antworteten: Weil der Herr es braucht. Dann f\u00fchrten sie es zu Jesus, legten ihre Kleider auf das Fohlen und halfen Jesus hinauf. W\u00e4hrend er dahinritt, breiteten die J\u00fcnger ihre Kleider auf dem Weg aus. Als er sich schon dem Abhang des \u00d6lbergs n\u00e4herte, begann die Schar der J\u00fcnger freudig und mit lauter Stimme Gott zu loben wegen all der Machttaten, die sie gesehen hatten. Sie riefen: Gesegnet sei der K\u00f6nig, der kommt im Namen des Herrn. Im Himmel Friede und Ehre in der H\u00f6he! Da riefen ihm einige Pharis\u00e4er aus der Menge zu: Meister, weise deine J\u00fcnger zurecht! Er erwiderte: Ich sage euch: Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien.\u201c<br \/>\n<em><br \/>\nHinweise zum Verst\u00e4ndnis:<\/em><br \/>\nBei der Geburt Jesu verk\u00fcndeten Engel den Frieden auf Erden. Jetzt kommt Jesus nach Jerusalem, wo er am Kreuz sterben wird. Die J\u00fcnger Jesu loben Gott mit dem Ruf: \u201eFriede im Himmel\u201c. Im Himmel ist Friede und Ehre, weil Jesus auf dem Weg ist, sein Werk der Erl\u00f6sung zu vollenden. Die J\u00fcnger sind davon \u00fcberzeugt, obwohl sie noch nicht verstehen, was das bedeuten wird. Andere sind dagegen. Deshalb kann nicht mehr die Rede sein von Frieden auf Erden. Wer das Angebot des Friedens von Gott annimmt, wird in Frieden leben. Wer gegen den Willen Gottes ank\u00e4mpft, wird vergeblich k\u00e4mpfen und wird keinen Frieden haben.<\/p>\n<p><strong>2. meditatio<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Den J\u00fcngern am \u00d6lberg konnte niemand das Lob Gottes verbieten. Sie h\u00e4tten unter allen Umst\u00e4nden eine M\u00f6glichkeit gefunden. Kann ich das auch von mir sagen, oder gebe ich schnell nach, wenn jemand mich kritisiert?<\/li>\n<li>Ein Reittier, auf dem noch niemand geritten ist, symbolisiert einen Neuanfang, eine neue \u00c4ra. In welchem Sinn lebe ich in der \u00c4ra des K\u00f6nigs Jesus Christus?<\/li>\n<li>Bin ich bereit, Jesus Christus zu folgen, auch wenn sein Weg auf dieser Erde mich nicht zu Ruhm und Ehre f\u00fchrt, sondern zu Leiden?<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>3.<\/strong> <strong>oratio<\/strong><br \/>\nHerr, unser Gott, es gibt Momente im Leben, in denen wir den Eindruck haben, da\u00df alles klar ist. Wir wissen, da\u00df wir den richtigen Weg gew\u00e4hlt haben, wir sind voll Vertrauen, da\u00df die Verh\u00e4ltnisse sich in eine gute Richtung entwickeln werden. So einen Moment haben die J\u00fcnger erlebt, als sie Jesus zum K\u00f6nig erkl\u00e4rten, der in Deinem Namen kommt. Aber es gibt auch Momente, in denen sich alle Gewissheiten aufl\u00f6sen. Nichts, was wir f\u00fcr best\u00e4ndig gehalten haben, bleibt bestehen. Es scheint, da\u00df wir unser Leben umsonst verschwendet haben. Weder die eine noch die andere Erfahrung sollen wir absolut setzen. Augenblicke der Begeisterung hast Du uns geschenkt als einen Vorrat an Hoffnung f\u00fcr schwere Tage, und f\u00fcr Augenblicke der Verzweiflung hast Du uns daran erinnert, da\u00df in Deiner Wirklichkeit, die wir \u201eHimmel\u201c nennen, die Dinge anders ausschauen, als wir sie mit irdischen Augen erkennen k\u00f6nnen. Gib uns Deinen Frieden, damit wir uns nicht in wechselhaften Gef\u00fchlen verlieren. Amen.<\/p>\n<p><strong>4.<\/strong> <strong>contemplatio<\/strong><br \/>\nVertiefe den Gedanken, da\u00df wir als J\u00fcnger Jesu Christi zum Himmel hin ausgerichtet sind, und aus dem himmlischen Blickwinkel haben viele Ereignisse eine andere Bedeutung als die offensichtliche.<br \/>\n<strong><br \/>\n5.<\/strong> <strong>actio<\/strong><br \/>\nStell dir in dein Zimmer ein Zeichen, da\u00df auch du den, der kommt im Namen des Herrn, als deinen K\u00f6nig, als deinen Herrn annehmen willst. Dieses Zeichen kann das Str\u00e4u\u00dfchen oder der Zweig sein, den du von der Palmsonntagsliturgie mitgebracht hast, oder ein anderes Gebinde mit Blumen und gr\u00fcnen Zweigen.<\/p>\n<p><strong>Lectio-divina-Impuls aus dem Salvatorianerkloster in Temeswar-Elisabethstadt<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. lectio Lk 19,28-40 \u201eJesus zog voran und ging nach Jerusalem hinauf. 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