{"id":44314,"date":"2022-07-01T12:41:22","date_gmt":"2022-07-01T09:41:22","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=44314"},"modified":"2022-07-01T12:41:22","modified_gmt":"2022-07-01T09:41:22","slug":"gedanken-zum-10-welttreffen-der-familien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/gedanken-zum-10-welttreffen-der-familien\/","title":{"rendered":"Gedanken zum 10. Welttreffen der Familien"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das 10. Welttreffen der Familien fand vom 22. bis 26. Juni 2022 in Rom statt. Aus Rum\u00e4nien nahm je eine Familie aus jeder Di\u00f6zese bzw. jeder Eparchie an diesen Weltereignis teil. Die aus unserem Lande in Rom anwesenden Familien wurden von Seiner Exzellenz Josef Csaba P\u00e1l, Di\u00f6zesanbischof von Temeswar begleitet, der innerhalb der rum\u00e4nischen Bischofskonferenz f\u00fcr die Familienpastoration zust\u00e4ndig ist. Seine Exzellenz teilte mit uns einige Gedanken zum 10. Weltfamilientreffen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Eine neue Betonung der Familienkirche.<\/strong> Ich habe mir Vortr\u00e4ge und Zeugnisse zu diesem Thema angeh\u00f6rt. Christus wurde in einer Familie geboren. Er besiegelt das Leben der Ehegatten mit Heiligkeit. Das Sakrament der Ehe verbindet die Eheleute mit Christus und in Christus. Jesus ist in der Familie, er will immer dabei sein, in jedem Augenblick des Lebens. Die Familienkirche ist keine theoretische Realit\u00e4t, sondern sie ist das Leben der Familie mit Christus in jedem Aspekt des Lebens. Wenn Christus da ist, strahlt er aus, zieht er an. So wird die Familie Zeugnis ablegen, evangelisieren und missionieren. Kinder werden im Rahmen eines Lebens mit Christus erzogen und zu Christen. Sie beeinflussen ihre Freunde, so dass auch sie zu Missionaren werden.<\/p>\n<p>Was muss getan werden, damit dies geschehen kann? &#8211; Die meisten der vielen Zeugnisse auf dem Weltfamilientreffen sprachen davon, wie es gemacht wird, wie es Schritt f\u00fcr Schritt in ihrem Leben gemacht wird.<\/p>\n<p><strong>Was unternimmt die Familie in dieser Richtung?<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Das Sakrament der Ehe und das Leben mit den Sakramenten n\u00e4hren zusammen mit dem Gebet die Familie, um in best\u00e4ndiger Liebe zu leben. Und die Eheleute wiederum sind durch ein Leben in Liebe noch mehr mit Jesus, der Quelle der Liebe, verbunden.<\/li>\n<li>Bei der Planung ihres Lebens, bei der Verwaltung ihrer Zeit muss die Familie, die Zeit, die f\u00fcr die Familie vorgesehen ist, einen privilegierten Platz einnehmen. Dies sollte von Zeit zu Zeit \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Zeugenaussprechen. <\/strong>Aus dem so gelebten Familienleben entsteht eine Kultur des Zeugnisses. Der Heilige Geist erweckt in ihnen den Wunsch, anderen zu erz\u00e4hlen, was Jesus in ihrem Leben gewirkt hat. Dies ist ein Zeugnis in Worten. Ihr Leben ist in der Tat auch ein Zeugnis. Eine Familie mit zw\u00f6lf Kindern kam auf die B\u00fchne, um Zeugnis abzulegen. Das Zeugnis muss im Leben der Kirche, in den Pfarreien und Gemeinschaften einen immer gr\u00f6\u00dferen Platz einnehmen. Was tut die Kirchengemeinschaft?<\/p>\n<p><strong>Der Katechumenat der Ehe.<\/strong> Der Heilige Stuhl hat ein 97-seitiges Dokument zu diesem Thema ver\u00f6ffentlicht. Ich habe mir einen Vortrag und Zeugnisse zu diesem Thema angeh\u00f6rt. \u00c4hnlich wie beim Taufkatechumenat sollen die Eheleute mit Freude ins Glaubensleben eingef\u00fchrt werden. Dies ist ein l\u00e4ngerer Prozess, der von der kirchlichen Gemeinschaft mit gro\u00dfem Respekt und Sorgfalt als Geschenk angeboten wird.<\/p>\n<ol>\n<li>Schon kleine Kinder, sp\u00e4ter auch Jugendliche und junge Menschen, sollten in der Gemeindekatechese dazu erzogen werden, sich bewusst zu machen, dass sie durch die Taufe eine Berufung zur Ehe oder zu einem Gott geweihten Leben erhalten haben. Dies entspricht der <strong>vor-katechumenalen Phase<\/strong>.<\/li>\n<li>Es folgt eine \u00dcbergangsphase: die <strong>Aufnahme von Verlobten<\/strong>. Dies kann einige Wochen oder Monate dauern, je nach der Situation des Paares. Insbesondere Paare, die ihren Glauben nicht praktizieren, werden zu einem Katechumenat eingeladen, in dem sie die M\u00f6glichkeit haben, ihren Geist und ihr Herz nach den Lehren Jesu zu formen.<\/li>\n<li>Darauf folgt die <strong>eigentliche katechumenale Phase<\/strong>. Bei der Vorbereitung von Paaren auf die Ehe ist es ratsam, mehrere Paare zusammenzubringen, was jedoch nicht ausschlie\u00dft, dass jedes Paar individuell behandelt wird. Dies geschieht durch regelm\u00e4\u00dfige Treffen. In dieser Vorbereitungsphase geht es vor allem darum, den Paaren eine pers\u00f6nliche Begegnung mit Jesus Christus zu erm\u00f6glichen und sie in die christliche Gemeinschaft einzuf\u00fchren. Es ist gut, wenn die Vorbereitung in einer Gruppe erfolgt, die sich aus reifen Paaren, dem Priester und pastoralen Mitarbeitern zusammensetzt. Zwei Extremen sollten vermieden werden: dass dies nur vom Priester gemacht wird oder dass dies ganz den Familien \u00fcberlassen wird. Diese Ausbildung umfasst drei Teilphasen:<\/li>\n<\/ol>\n<p>i) Enge Vorbereitung. Eine wichtige Aufgabe besteht darin, dass die Paare die Frische des Glaubens, die Bedeutung und die Praxis der Initiationssakramente (wieder-)entdecken. In dieser Phase wird eine Einf\u00fchrung in das Ehesakrament gegeben, wobei besonders auf seine Gnadengaben und die Ein\u00fcbung der daf\u00fcr notwendigen Tugenden hingewiesen wird.<\/p>\n<p>ii) Die eigentliche Vorbereitung auf das Sakrament der Ehe findet in den Monaten vor der Eheschlie\u00dfung statt. Es ist gut, dass die Paare einige Tage vor der Hochzeit trotz aller Sorgen Zeit f\u00fcr ein paar Tage der Besinnung oder zumindest einen gemeinsamen Abend mit Gebet, eucharistischer Anbetung und Betrachtung der Heiligen Schrift finden.<\/p>\n<p>iii) Geistliche Begleitung. Nach der Ehe ist es wichtig, die Ehepartner nicht allein zu lassen, die Paare nicht verlassen. In den ersten Jahren der Ehe m\u00fcssen sie begleitet werden. Es ist ratsam, Familiengemeinschaften zu gr\u00fcnden, in denen erfahrenere Paare den Neuverm\u00e4hlten helfen und sie begleiten. Diese Unterst\u00fctzung ist auch sp\u00e4ter wichtig, vor allem wenn sie mit gro\u00dfen Schwierigkeiten konfrontiert sind. Bei all dem ist die Weisheit des Priesters wichtig, aber das bedeutet keine Kompromisse. Das Wichtigste ist vielleicht, dass auch diejenigen, die sich, aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, vom Glauben und seiner Praxis entfremdet haben, die m\u00fctterliche und aufnehmende Liebe der Kirche sp\u00fcren.<\/p>\n<p>Was ich bei diesem Treffen gesehen habe, ist, dass viele Menschen auf der ganzen Welt ihr Christentum mit Freude leben, und diese Freude ist attraktiv. Gleichzeitig haben wir gesehen, dass viele Familien die Gnade, Jesus in ihrer Ehe zu haben, so intensiv erleben, dass sie sie mit anderen teilen wollen. Daraus ergeben sich verschiedene Initiativen, Bewegungen, Vereine, erneuerte Gemeinden. Sie betrachten das Familienleben mit Christus nicht als Pflicht und Last, sondern als Geschenk.<\/p>\n<p>Foto: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/pastoratia.familiilor.timisoara\/photos\/pcb.1893235890872683\/1893235847539354\/\">www.facebook.com\/pastoratia.familiilor.timisoara<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das 10. Welttreffen der Familien fand vom 22. bis 26. Juni 2022 in Rom statt. Aus Rum\u00e4nien nahm je eine Familie aus jeder Di\u00f6zese bzw. jeder Eparchie an diesen Weltereignis teil. 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