{"id":53647,"date":"2023-03-30T17:23:25","date_gmt":"2023-03-30T14:23:25","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=53647"},"modified":"2023-03-30T17:23:25","modified_gmt":"2023-03-30T14:23:25","slug":"botschaft-seiner-exzellenz-josef-csaba-pal-dioezesanbischof-von-temeswar-anlaesslich-des-hochfestes-der-auferstehung-des-herrn-ostern-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/botschaft-seiner-exzellenz-josef-csaba-pal-dioezesanbischof-von-temeswar-anlaesslich-des-hochfestes-der-auferstehung-des-herrn-ostern-2023\/","title":{"rendered":"Botschaft Seiner Exzellenz Josef Csaba P\u00e1l, Di\u00f6zesanbischof von Temeswar, anl\u00e4sslich des Hochfestes der Auferstehung des Herrn &#8211; Ostern 2023"},"content":{"rendered":"<p>Video: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=AToOFc122EU\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=AToOFc122EU<\/a><\/p>\n<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern in Christus!<\/p>\n<p>Jesus Christus ist das gr\u00f6\u00dfte Geschenk unseres Lebens. Die Tatsache, dass er auferstanden ist und sich vielen gezeigt hat, ist ein besonderes Zeichen seiner Liebe. W\u00e4re er aus dem Grab heraus direkt in den Himmel aufgefahren, so w\u00fcrde es nun f\u00fcr uns viel schwerer sein zu glauben. Aber er ist auferstanden, hat sich f\u00fcr uns hingegeben und ist auch heute noch in seiner liebenden Gegenwart zu sp\u00fcren, indem er uns auf unserem Lebensweg begleitet.<br \/>\nIn diesem Zusammenhang m\u00f6chte ich drei Punkte hervorheben: <em>Jesus lebt; wir k\u00f6nnen ihm vertrauen, denn er r\u00e4umt Hindernisse aus dem Weg; Jesus handelt (er hilft uns, den Kummer zu \u00fcberwinden).<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><strong><u>Jesus lebt.<\/u><\/strong> Dies ist der gr\u00f6\u00dfte Unterschied zwischen einem gl\u00e4ubigen und einem ungl\u00e4ubigen Menschen. Der Ungl\u00e4ubige glaubt, dass Jesus Christus <em>gelebt hat<\/em> (so wie Moses oder Cicero), und der Gl\u00e4ubige glaubt, dass Jesus Christus <em>lebt<\/em>. Und er lebt nicht nur \u201eirgendwo\u201c, sondern begleitet uns auf unserem Lebensweg. Nicht nur als Idee, mit unserem Denken erfassen wir, dass er lebt, wir \u201eglauben\u201c nicht nur, dass er lebt, sondern dies ist auch die Erfahrung unseres Lebens. Er ist derjenige, dem wir begegnet sind oder dem wir begegnen k\u00f6nnen, wie Maria Magdalena, welche gerade in der Begegnung mit Ihm den Sinn ihres Lebens gefunden hat; wie Petrus und Johannes, welche in ihrer Ungewissheit neue Kraft erhalten; wie Thomas, der, obwohl er in der N\u00e4he Jesu gelebt hatte, doch zweifelte, bis er, in der Begegnung mit dem Auferstandenen, die Kraft fand, auch sein Leben f\u00fcr Christus hinzugeben.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Jesus hat uns das Geschenk seiner Gegenwart gemacht, und an diesem Geschenk sind immer zwei Personen beteiligt: der Geber und der Empf\u00e4nger. Wie bei einem Radio gibt es einen Sender und einen Empf\u00e4nger. Beide sind wichtig. Wir sind diejenigen, denen Er das kostbare Geschenk seiner Gegenwart bringt. Aber wir werden zu Empf\u00e4ngern, wenn wir mit ihm zusammenarbeiten.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong><u>Wenn wir mit Jesus zusammenarbeiten, beseitigt er Hindernisse.<\/u><\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Es ist wichtig, dass wir <strong>unseren Beitrag<\/strong> bringen. Wir haben gesehen, wie die Frauen am Ostermorgen fr\u00fch aufgestanden sind und zum Grab geeilt sind. An diesem Tag war dies <em>ihr Beitrag<\/em>, um dieses g\u00f6ttliche Geschenk zu empfangen. Die menschliche Seele muss darauf vorbereitet sein, das Geschenk Gottes zu empfangen. In einen verschlossenen, abgeflachten Sack kann man nichts hineinlegen, er muss sich \u00f6ffnen, damit er empfangen kann. F\u00fcr uns hat das \u201eTraining\u201c der Fastenzeit dazu beigetragen, dass wir an Ostern ein offenes Herz haben. Aber jeden Tag m\u00fcssen wir unseren Teil dazu beitragen, jeden Tag m\u00fcssen wir etwas tun, um unsere Herzen zu \u00f6ffnen, um Gottes Geschenk auch heute zu empfangen. Gott hat uns zur Gemeinschaft berufen, aber wir m\u00fcssen auch alleine anfangen; selbst wenn sich niemand bewegt, muss ich anfangen.<br \/>\nLiebe Br\u00fcder und Schwestern, wir sehen, dass die gro\u00dfe Menschenmenge, die sich am Palmsonntag um Jesus versammelte und Hosianna sang, nach der Kreuzigung und dem Tod Jesu zu Hause blieb. Nur ein paar Frauen, ein paar Apostel machen sich am Ostermorgen auf den Weg, aber aus dieser kleinen Nachahmung wird ein Weltereignis geboren; Die Auferstehung Christi wird verk\u00fcndet, und durch sie kann Christus die ganze Welt mit seiner Gegenwart erf\u00fcllen.<br \/>\nAuch wir m\u00fcssen das Gleiche tun. Wenn sich auch niemand auf der Welt bewegt, werde ich mich trotzdem auf den Weg machen. Ich h\u00f6re seinen Ruf, \u00f6ffne mein Herz, empfange Gottes Geschenk und mache mich auf den Weg, um diese Gabe zu allen Menschen zu bringen, mit denen ich in Kontakt komme.<\/p>\n<p><strong>Auch Gott tut seinen Teil. <\/strong>Das Wichtigste hat er bereits getan: Er ist auferstanden. Aber sein Anteil war es auch, dass der Stein vom Eingang seines Grabes bereits weggerollt war. Wenn die Frauen zu Hause lange nachgedacht h\u00e4tten, w\u00e4ren sie auf viele Hindernisse gesto\u00dfen, wie zum Beispiel \u2013 so wie sie einander auch auf dem Weg fragten &#8211; wer w\u00fcrde den Stein f\u00fcr sie wegrollen? Als sie ankamen aber, war der Stein nicht mehr an seinem Platz. Und wie oft haben wir das in unserem Leben erlebt, wenn wir vorher gedacht haben: Ach, wie schwer wird das sein, was uns erwartet! Wer wird uns helfen, werden wir dann Kraft haben?! Aber wir haben die Initiative ergriffen, wir haben uns auf den Weg gemacht, wir waren mutig und haben gesehen, dass die Hindernisse schon aus dem Weg ger\u00e4umt waren, der Pfad war bereits geebnet. Nat\u00fcrlich kommen auch unterwegs immer wieder die Gedanken, dass es ein zweites Hindernis geben kann, dann ein drittes&#8230; wir m\u00fcssen immer mutig sein und vorw\u00e4rts gehen. Er ist auferstanden, Er ist lebendig, Er geht uns voraus, wir k\u00f6nnen auf Seine Gegenwart bauen, auf Seine Unterst\u00fctzung z\u00e4hlen.<br \/>\nVielleicht besteht unser Anteil &#8211; das \u00d6ffnen unseres Herzens &#8211; auch darin, morgens ein wenig fr\u00fcher aufzustehen, um dem Herrn im Gebet zu begegnen, die hl. Messe zu besuchen, auch wenn wir sehr sp\u00e4t zu Bett gegangen sind. Schauen wir nicht auf die Tatsache, dass viele Leute nicht aufstehen, dass viele Leute nicht kommen: ich fange an, ich komme.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong><u>Der auferstandene Jesus holt uns aus der Dunkelheit heraus und macht uns zum Geschenk f\u00fcr andere.<\/u><\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Er reisst die Apostel aus ihrer Angst und Isolation heraus, Er kommt ihnen entgegen, indem Er unter ihnen erscheint und sie ermutigt. Gottes Geschenk ist es, dass der Schmerz von gestern, die Trauer von gestern nicht ewig w\u00e4hrt. Und das ist auch ein besonders gro\u00dfes Geschenk Gottes: die Tatsache, dass wir manchmal Dinge vergessen k\u00f6nnen, dass manche Schmerzen mit der Zeit verblassen, manche Wunden heilen. Manchmal sind wir traurig, dass wir Dinge vergessen, aber was f\u00fcr ein gro\u00dfes Geschenk ist es, dass wir den Schmerz nicht die ganze Zeit in unserem Herzen herumtragen, sondern dass wir es schaffen, ihn zu \u00fcberwinden. Das Geschenk Gottes ist es, dass das Leben ewig ist, nicht der Tod. Und Gott hat uns zu diesem Leben berufen.<br \/>\nMeine lieben Br\u00fcder und Schwestern, wir sollten uns stets dessen bewusst sein, dass wir das Volk des auferstandenen Christus sind. Es ist wichtig, zu sp\u00fcren, dass wir zu dieser Gemeinschaft, zu diesem Volk geh\u00f6ren. Alleine gehen wir leicht verloren, unsere Begeisterung l\u00e4sst bald nach, wir sind schwach. Alleine sind wir kaum in der Lage, die Frohe Botschaft zu verk\u00fcnden. St\u00e4rken wir, also, dieses Bewusstsein: Wir geh\u00f6ren zum Volk des auferstandenen Christus!<br \/>\nDie Fastenzeit z\u00e4hlt 40 heilige Tage, die Osterzeit umfasst 50 heilige Tage. Die Fastenzeit war eine Zeit der Vorbereitung, der Bu\u00dfe, der Entsagung, sie bedeutete zum Gro\u00dfteil, unsere Seelen darauf vorzubereiten, um das gro\u00dfe Geschenk zu empfangen. Nun, da wir die Auferstehung Christi, Christus selbst, als Geschenk in unsere Herzen aufnehmen, sollen wir, in diesen f\u00fcnfzig Tagen, dieses Geschenk mit anderen teilen. Die f\u00fcnfzig Ostertage sollen eine Zeit der Freude sein. Jeden Tag m\u00f6chte ich den lieben Gott um unsere t\u00e4gliche Freude bitten, zusammen mit unserem t\u00e4glichen Brot, das ich breche und mit meinen Mitmenschen teile. M\u00f6ge meine t\u00e4gliche Antwort auf das gro\u00dfe Geschenk der Auferstehung Christi darin bestehen, dass ich diese gute Nachricht mit vielen teile. Amen.<\/p>\n<p>Temeswar, am Ostersonntag des Herrenjahres 2023<\/p>\n<p>\u2020 Josef,<br \/>\nBischof von Temeswar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Video: https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=AToOFc122EU Liebe Br\u00fcder und Schwestern in Christus! Jesus Christus ist das gr\u00f6\u00dfte Geschenk unseres Lebens. 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