{"id":54812,"date":"2023-05-12T12:28:01","date_gmt":"2023-05-12T09:28:01","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=54812"},"modified":"2023-05-12T12:28:01","modified_gmt":"2023-05-12T09:28:01","slug":"botschaft-welttag-der-sozialen-kommunikationsmittel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/botschaft-welttag-der-sozialen-kommunikationsmittel\/","title":{"rendered":"Botschaft Welttag der sozialen Kommunikationsmittel"},"content":{"rendered":"<p>Die Botschaft von Papst Franziskus zum 57. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel im Wortlaut gem\u00e4\u00df der amtlichen \u00dcbersetzung.<\/p>\n<p>Mit dem Herzen sprechen<br \/>\n\u201eVon der Liebe geleitet, die Wahrheit bezeugen\u201c (<i>Eph<\/i>\u00a04,15)<\/p>\n<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern!<br \/>\nNachdem wir in den vergangenen Jahren \u00fcber die Verben \u201ehingehen und sehen\u201c und \u201ezuh\u00f6ren\u201c als Voraussetzungen f\u00fcr eine gute Kommunikation nachgedacht haben, m\u00f6chte ich in dieser Botschaft zum LVII. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel das \u201eSprechen mit dem Herzen\u201c thematisieren. Es ist das Herz, das uns dazu bewegt, hinzugehen, zu sehen und zuzuh\u00f6ren, und es ist das Herz, das uns zu einer offenen und einladenden Kommunikation bewegt. Nachdem wir uns im Zuh\u00f6ren ge\u00fcbt haben, was Warten und Geduld sowie den Verzicht auf eine vorurteilsbehaftete Behauptung unseres Standpunkts erfordert, k\u00f6nnen wir in die Dynamik des Dialogs und des Austauschs eintreten, die gerade darin besteht, <i>herzlich zu kommunizieren<\/i>. Wenn wir dem anderen mit reinem Herzen zugeh\u00f6rt haben, werden wir auch in der Lage sein,\u00a0<i>die Wahrheit in<\/i>\u00a0<i>Liebe<\/i>\u00a0zu sagen (vgl.\u00a0<i>Eph<\/i>\u00a04,15). Wir brauchen uns nicht uns davor zu f\u00fcrchten, die Wahrheit zu verk\u00fcnden, auch wenn sie manchmal unbequem ist, sondern davor, dies ohne N\u00e4chstenliebe zu tun, ohne Herz. Denn \u00bbdas Programm des Christen ist \u2013 wie Benedikt XVI. schrieb \u2013 das \u201esehende Herz\u201c\u00ab<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2023-01\/kirche-papst-franziskus-botschaft-welttag-soziale-kommunikation.html#_ftn1\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>. Ein Herz, das mit seinem Pochen die Wahrheit unseres Seins offenbart und deshalb geh\u00f6rt werden sollte. Das f\u00fchrt dazu, dass sich der Zuh\u00f6rende auf dieselbe Wellenl\u00e4nge einstellt, so dass er im eigenen Herzen auch das Schlagen des anderen sp\u00fcren kann. Dann kann das Wunder der Begegnung geschehen, das uns dazu bringt, aufeinander mit Mitgef\u00fchl zu schauen und die Schw\u00e4chen des anderen mit Respekt zu betrachten, anstatt nach dem H\u00f6rensagen zu urteilen und Zwietracht und Spaltungen zu s\u00e4en.<br \/>\nJesus gibt uns zu Bedenken, dass jeder Baum an seinen Fr\u00fcchten zu erkennen ist (vgl. <i>Lk<\/i>\u00a06,44): \u00bbDer gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor und der b\u00f6se Mensch bringt aus dem b\u00f6sen das B\u00f6se hervor. Denn wovon das Herz \u00fcberflie\u00dft, davon spricht sein Mund\u00ab (V. 45). Um in der Lage zu sein,\u00a0<i>wahrheitsgem\u00e4\u00df in Liebe<\/i>\u00a0zu kommunizieren, muss das eigene Herz gereinigt werden. Nur wenn wir mit reinem Herzen zuh\u00f6ren und sprechen, k\u00f6nnen wir \u00fcber den Schein hinaussehen und das vage Rauschen \u00fcberwinden, das uns, auch im Bereich der Information, nicht dabei hilft, in der Komplexit\u00e4t der Welt, in der wir leben, Unterscheidungen zu treffen. Der Aufruf, mit dem Herzen zu sprechen, ist eine radikale Herausforderung f\u00fcr unsere Zeit, die so sehr zu Gleichg\u00fcltigkeit wie zu Emp\u00f6rung neigt, manchmal auch auf der Grundlage von Desinformation, die die Wahrheit verf\u00e4lscht und instrumentalisiert.<\/p>\n<p><b><i>Herzlich kommunizieren<\/i><\/b><br \/>\nEine herzliche Kommunikation bedeutet, dass diejenigen, die uns lesen oder zuh\u00f6ren, unsere Anteilnahme an den Freuden und \u00c4ngsten, Hoffnungen und Leiden der Frauen und M\u00e4nner unserer Zeit nachvollziehen k\u00f6nnen. Wer so spricht, liebt den anderen, weil er oder sie sich um ihn oder sie sorgt und seine Freiheit sch\u00fctzt, ohne sie zu verletzen. Wir k\u00f6nnen diesen Stil bei dem geheimnisvollen Wanderer erkennen, der sich nach der Trag\u00f6die auf Golgota mit den J\u00fcngern auf ihrem Weg nach Emmaus unterh\u00e4lt. Der auferstandene Jesus spricht zu ihnen mit dem Herzen, er begleitet respektvoll den Weg ihres Schmerzes, er bietet sich an, statt sich aufzudr\u00e4ngen, und \u00f6ffnet ihnen liebevoll den Blick f\u00fcr den tieferen Sinn des Geschehenen. Tats\u00e4chlich k\u00f6nnen sie hinterher voll Freude ausrufen, dass ihnen das Herz in der Brust brannte, als er sich mit ihnen auf dem Weg unterhielt und ihnen die Schriften erkl\u00e4rte (vgl. <i>Lk<\/i>\u00a024,32).<br \/>\nIn einer Zeit der Geschichte, die von Polarisierungen und Gegens\u00e4tzen gepr\u00e4gt ist \u2013 wovor leider auch die kirchliche Gemeinschaft nicht gefeit ist \u2013, betrifft die Verpflichtung zu einer Kommunikation \u201emit offenem Herzen und offenen Armen\u201c nicht nur diejenigen, die im Bereich der Information arbeiten, sondern liegt in der Verantwortung eines jeden. Wir alle sind dazu aufgerufen, die Wahrheit zu suchen und zu sagen, und zwar in Liebe. Gerade wir Christen werden immer wieder ermahnt, unsere Zunge vor dem B\u00f6sen zu h\u00fcten (vgl. <i>Ps<\/i>\u00a034,14), denn mit ihr k\u00f6nnen wir, wie die Schrift lehrt, im gleichen Augenblick den Herrn preisen und die Menschen, die doch nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen sind, verfluchen (vgl.\u00a0<i>Jak<\/i>\u00a03,9). Ein b\u00f6ses Wort sollte nicht aus unserem Mund kommen, \u00bbsondern nur ein gutes, das den, der es braucht, auferbaut und denen, die es h\u00f6ren, Nutzen bringt!\u00ab (<i>Eph<\/i>\u00a04,29).<br \/>\nManchmal \u00f6ffnet ein liebevolles Wort selbst in den verh\u00e4rtetsten Herzen eine Bresche. Auch in der Literatur finden wir Spuren davon. Ich denke an jene denkw\u00fcrdige Seite in Kapitel XXI der <i>Promessi Sposi<\/i>\u00a0(<i>Die Verlobten<\/i>), in der Lucia mit ihrem Herzen zum Ungenannten spricht, bis dieser, entwaffnet und bewegt von einer heilsamen inneren Krise, der sanften Macht der Liebe nachgibt. Wir erleben sie im b\u00fcrgerlichen Zusammenleben, wo Freundlichkeit nicht nur eine Frage der \u201eEtikette\u201c ist, sondern ein echtes, richtiggehendes Gegenmittel zur Grausamkeit, die leider die Herzen und die Beziehungen vergiften kann. Wir brauchen sie in den Medien, damit die Kommunikation nicht eine die Gem\u00fcter erregende Missgunst sch\u00fcrt und zu Wut und Konfrontation f\u00fchrt, sondern den Menschen hilft, in Ruhe nachzudenken und die Realit\u00e4t, in der sie leben, kritisch und stets respektvoll zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p><b><i>Kommunikation von Herz zu Herz: \u201eEs gen\u00fcgt, richtig zu lieben, um gut zu sprechen\u201c<\/i><\/b><br \/>\nEines der leuchtendsten und auch heute noch faszinierenden Beispiele f\u00fcr das \u201eSprechen mit dem Herzen\u201c ist der heilige Kirchenlehrer Franz von Sales, dem ich k\u00fcrzlich, 400 Jahre nach seinem Tod, das Apostolische Schreiben <i>Totum amoris est<\/i>\u00a0gewidmet habe. Neben diesem wichtigen Jahrestag m\u00f6chte ich bei dieser Gelegenheit an einen weiteren erinnern, der in dieses Jahr 2023 f\u00e4llt: den hundertsten Jahrestag seiner Proklamation zum Patron der katholischen Journalisten durch Pius XI. mit der Enzyklika\u00a0<i>Rerum omnium perturbationem<\/i>. Franz von Sales, ein brillanter Intellektueller, produktiver Schriftsteller und tiefgr\u00fcndiger Theologe, war zu Beginn des 17. Jahrhunderts Bischof von Genf \u2013 in schwierigen Jahren, die von heftigen Auseinandersetzungen mit den Calvinisten gepr\u00e4gt waren. Seine milde Haltung, seine Menschlichkeit, seine Bereitschaft zum geduldigen Dialog mit allen und besonders mit denen, die sich ihm widersetzten, machten ihn zu einem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Zeugen der barmherzigen Liebe Gottes. Man k\u00f6nnte von ihm sagen: \u00bbEine s\u00fc\u00dfe Rede vermehrt Freunde und eine redegewandte Zunge vermehrt, was willkommen ist\u00ab (<i>Sir<\/i>\u00a06,5). Eine seiner ber\u00fchmtesten Aussagen, \u00bbdas Herz spricht zum Herzen\u00ab, hat Generationen von Gl\u00e4ubigen inspiriert, darunter auch den heiligen John Henry Newman, der sie zu seinem Motto\u00a0<i>Cor ad cor loquitur<\/i>\u00a0machte. \u00bbEs gen\u00fcgt, richtig zu lieben, um gut zu sprechen\u00ab, war eine seiner \u00dcberzeugungen. Das zeigt, dass Kommunikation aus seiner Sicht niemals auf einen Kunstgriff, auf eine \u2013 wie wir heute sagen w\u00fcrden \u2013 Marketingstrategie reduziert werden darf, sondern dass sie der Spiegel der Seele ist, die sichtbare Oberfl\u00e4che eines f\u00fcr die Augen unsichtbaren Kerns der Liebe. F\u00fcr den heiligen Franz von Sales findet gerade \u00bbim Herzen und durch das Herz jener feine und intensive Prozess statt, durch den der Mensch Gott erkennt\u00ab.<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2023-01\/kirche-papst-franziskus-botschaft-welttag-soziale-kommunikation.html#_ftn2\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>\u00a0Indem er \u201erichtig liebte\u201c, konnte der heilige Franz sich mit dem taubstummen Martin verst\u00e4ndigen und zu seinem Freund werden; daher gilt er auch als Schutzpatron von Menschen mit Kommunikationsst\u00f6rungen.<br \/>\nVon diesem \u201eKriterium der Liebe\u201c ausgehend, erinnert uns der heilige Bischof von Genf in seinen Schriften und mit seinem Lebenszeugnis daran, dass \u201ewir sind, was wir kommunizieren\u201c. Dies ist heutzutage eine unkonventionelle Lektion, in einer Zeit, in der, wie wir besonders in den sozialen Netzwerken erleben, die Kommunikation oft instrumentalisiert wird, damit die Welt uns so sieht, wie wir gerne w\u00e4ren und nicht so, wie wir sind. Der heilige Franz von Sales verbreitete zahlreiche Exemplare seiner Schriften in der Genfer Gemeinschaft. Diese \u201ejournalistische\u201c Intuition verschaffte ihm einen Ruf, der schnell \u00fcber die Grenzen seiner Di\u00f6zese hinausging und bis heute anh\u00e4lt. Seine Schriften sind, wie der heilige Paul VI. feststellte, \u00bbeine \u00e4u\u00dferst angenehme, lehrreiche und anregende Lekt\u00fcre\u00ab.<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2023-01\/kirche-papst-franziskus-botschaft-welttag-soziale-kommunikation.html#_ftn3\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>\u00a0Wenn wir uns die heutige Kommunikationslandschaft anschauen: Sind das nicht genau die Merkmale, \u00fcber die ein Artikel, eine Reportage, ein Radio- oder Fernsehbeitrag oder ein\u00a0<i>Post<\/i>\u00a0in den sozialen Medien verf\u00fcgen sollte? M\u00f6gen sich die, die im Bereich der Kommunikation t\u00e4tig sind, von diesem Heiligen der Z\u00e4rtlichkeit inspirieren lassen, indem sie mutig und frei die Wahrheit suchen und sagen, aber der Versuchung widerstehen, plakative und aggressive Ausdr\u00fccke zu verwenden.<\/p>\n<p><b><i>Mit dem Herzen sprechen im synodalen Prozess<\/i><\/b><br \/>\nWie ich bereits Gelegenheit hatte, zu betonen, ist es \u00bbauch in der Kirche dringend [\u2026] notwendig, zuzuh\u00f6ren und aufeinander zu h\u00f6ren. Es ist das wertvollste und fruchtbarste Geschenk, das wir einander machen k\u00f6nnen\u00ab.<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2023-01\/kirche-papst-franziskus-botschaft-welttag-soziale-kommunikation.html#_ftn4\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>\u00a0Aus einem unvoreingenommenen, aufmerksamen und bereitwilligen Zuh\u00f6ren entsteht ein Sprechen gem\u00e4\u00df dem Stil Gottes, das von N\u00e4he, Mitgef\u00fchl und Z\u00e4rtlichkeit gen\u00e4hrt wird. Wir brauchen in der Kirche dringend eine Kommunikation, die die Herzen entz\u00fcndet, die Balsam auf die Wunden ist und die den Weg unserer Br\u00fcder und Schwestern erhellt. Ich tr\u00e4ume von einer kirchlichen Kommunikation, die es versteht, sich vom Heiligen Geist leiten zu lassen, freundlich und zugleich prophetisch; die es versteht, neue Formen und Wege f\u00fcr die wunderbare Botschaft zu finden, die in das dritte Jahrtausend weiterzutragen sie berufen ist. Von einer Kommunikation, die sich auf die Beziehung zu Gott und zum N\u00e4chsten, insbesondere zu den Bed\u00fcrftigsten, konzentriert und die es versteht, das Feuer des Glaubens zu entfachen, anstatt die Asche einer selbstbezogenen Identit\u00e4t aufzubewahren. Von einer Kommunikation, deren Grundlage dem\u00fctiges Zuh\u00f6ren und die\u00a0<i>parresia<\/i>\u00a0beim Sprechen ist, welche niemals die Wahrheit von der Liebe trennt.<\/p>\n<p><b><i>Die Herzen entwaffnen durch die F\u00f6rderung einer Sprache des Friedens<\/i><\/b><br \/>\n\u00bbSanfte Zunge bricht Knochen\u00ab, hei\u00dft es im Buch der Sprichw\u00f6rter (25,15). Es ist heute notwendiger denn je, mit dem Herzen zu sprechen, um dort, wo Krieg herrscht, eine Kultur des Friedens zu f\u00f6rdern und dort, wo Hass und Feindschaft w\u00fcten, Wege f\u00fcr Dialog und Vers\u00f6hnung zu \u00f6ffnen. Im dramatischen Kontext globaler Konflikte, den wir derzeit erleben, ist es dringend notwendig, eine nicht feindselige Kommunikation zu f\u00f6rdern. Es ist notwendig, die Gewohnheit zu \u00fcberwinden, \u00bbden Gegner schnell zu diskreditieren und mit dem\u00fctigenden Schimpfw\u00f6rtern zu versehen, anstatt sich einem offenen und respektvollen Dialog zu stellen\u00ab<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2023-01\/kirche-papst-franziskus-botschaft-welttag-soziale-kommunikation.html#_ftn5\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>. Wir brauchen dialogbereite Kommunikatoren, die f\u00fcr eine ganzheitliche Abr\u00fcstung eintreten und sich f\u00fcr den Abbau der Kriegspsychose engagieren, die sich in unsere Herzen einnistet, so wie es der heilige Johannes XXIII. in der Enzyklika\u00a0<i>Pacem in Terris<\/i>\u00a0prophetisch angemahnt hat: \u00bbDer wahre Friede kann nur durch gegenseitiges Vertrauen fest und sicher bestehen\u00ab (vgl. Nr. 61). Ein Vertrauen, das Kommunikatoren braucht, die sich nicht verschanzen, sondern die mutig und kreativ sind, bereit dazu, Risiken einzugehen, um eine gemeinsame Basis zu finden, auf der man einander begegnen kann. Wie vor sechzig Jahren leben wir heute in einer dunklen Stunde, in der die Menschheit eine Eskalation des Krieges bef\u00fcrchtet, welche so schnell wie m\u00f6glich einged\u00e4mmt werden muss, auch im Bereich der Kommunikation. Man kann nur best\u00fcrzt dar\u00fcber sein, wie leichtfertig zur Zerst\u00f6rung von V\u00f6lkern und Gebieten aufgerufen wird. Das sind Worte, die leider oft in kriegerische Handlungen von abscheulicher Gewalt m\u00fcnden. Deshalb ist jede Kriegsrhetorik abzulehnen, ebenso wie jede Form von Propaganda, die die Wahrheit manipuliert und zu ideologischen Zwecken verbiegt. Stattdessen sollte auf allen Ebenen eine Kommunikation gef\u00f6rdert werden, die dazu beitragen kann, die Bedingungen f\u00fcr die Beilegung von Streitigkeiten zwischen den V\u00f6lkern zu schaffen.<br \/>\nAls Christen wissen wir, dass f\u00fcr das Schicksal des Friedens die Bekehrung des Herzens entscheidend ist, denn der Virus des Krieges kommt aus dem Inneren des menschlichen Herzens.<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2023-01\/kirche-papst-franziskus-botschaft-welttag-soziale-kommunikation.html#_ftn6\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>\u00a0Aus dem Herzen kommen die richtigen Worte, um die Schatten einer verschlossenen und geteilten Welt zu vertreiben und eine bessere Zivilisation aufzubauen als die, die wir \u00fcbernommen haben. Es handelt sich um eine Anstrengung, die von jedem von uns verlangt wird, die aber vor allem das Verantwortungsbewusstsein der im Bereich der Kommunikation T\u00e4tigen erfordert, damit sie ihren Beruf als Sendung verstehen.<br \/>\nM\u00f6ge der Herr Jesus, das reine Wort, das aus dem Herzen des Vaters kommt, uns dabei helfen, unsere Kommunikation frei, sauber und herzlich zu gestalten.<br \/>\nM\u00f6ge der Herr Jesus, das fleischgewordene Wort, uns helfen, auf das Klopfen der Herzen zu h\u00f6ren, uns als Br\u00fcder und Schwestern wiederzuentdecken und die Feindseligkeit, die spaltet, abzubauen.<br \/>\nM\u00f6ge der Herr Jesus, das Wort der Wahrheit und der Liebe, uns dabei helfen, die Wahrheit in Liebe zu sagen, damit wir uns untereinander als H\u00fcter des anderen f\u00fchlen.<\/p>\n<p><i>Rom, St. Johannes im Lateran, 24. Januar 2023, Gedenktag des heiligen Franz von Sales.<\/i><\/p>\n<p>FRANZISKUS<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2023-01\/kirche-papst-franziskus-botschaft-welttag-soziale-kommunikation.html#_ftnref1\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0Enzyklika\u00a0<i>Deus caritas est<\/i>, 31 b).<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2023-01\/kirche-papst-franziskus-botschaft-welttag-soziale-kommunikation.html#_ftnref2\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0Apostolisches Schreiben\u00a0<i>Totum amoris est<\/i> (28. Dezember 2022).<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2023-01\/kirche-papst-franziskus-botschaft-welttag-soziale-kommunikation.html#_ftnref3\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0Apostolisches Schreiben\u00a0<i>Sabaudiae gemma<\/i> zum 400. Jahrestag der Geburt des heiligen Kirchenlehrers Franz von Sales (29. Januar 1967).<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2023-01\/kirche-papst-franziskus-botschaft-welttag-soziale-kommunikation.html#_ftnref4\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a>\u00a0<i>Botschaft zum LVI. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel<\/i> (24. Januar 2022).<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2023-01\/kirche-papst-franziskus-botschaft-welttag-soziale-kommunikation.html#_ftnref5\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a>\u00a0Enzyklika\u00a0<i>Fratelli tutti<\/i> (3. Oktober 2020), 201.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2023-01\/kirche-papst-franziskus-botschaft-welttag-soziale-kommunikation.html#_ftnref6\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a>\u00a0Vgl.\u00a0<i>Botschaft zum 56. Weltfriedenstag<\/i>, 1. Januar 2023.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2023-01\/kirche-papst-franziskus-botschaft-welttag-soziale-kommunikation.html\">www.vaticannews.va\/de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Botschaft von Papst Franziskus zum 57. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel im Wortlaut gem\u00e4\u00df der amtlichen \u00dcbersetzung. Mit dem Herzen sprechen \u201eVon der Liebe geleitet, die Wahrheit bezeugen\u201c (Eph\u00a04,15) Liebe Br\u00fcder und Schwestern! 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