{"id":57143,"date":"2023-08-29T20:09:54","date_gmt":"2023-08-29T17:09:54","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=57143"},"modified":"2023-08-29T20:20:23","modified_gmt":"2023-08-29T17:20:23","slug":"botschaft-von-papst-franziskus-zum-weltgebetstag-fuer-die-bewahrung-der-schoepfung-1-september-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/botschaft-von-papst-franziskus-zum-weltgebetstag-fuer-die-bewahrung-der-schoepfung-1-september-2023\/","title":{"rendered":"BOTSCHAFT VON PAPST FRANZISKUS ZUM WELTGEBETSTAG F\u00dcR DIE BEWAHRUNG DER SCH\u00d6PFUNG &#8211; 1. September 2023."},"content":{"rendered":"<p><i>Liebe Br\u00fcder und Schwestern!<\/i><\/p>\n<p>\u201eM\u00f6gen Gerechtigkeit und Frieden str\u00f6men\u201c \u2013 so lautet das diesj\u00e4hrige Thema der \u00d6kumenischen Zeit der Sch\u00f6pfung, das von den Worten des Propheten Amos inspiriert ist: \u00bbDas Recht str\u00f6me wie Wasser, die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach\u00ab (5,24).<br \/>\nDas ausdrucksstarke Bild aus dem Buch Amos sagt uns, was Gott ersehnt. Gott will, dass Gerechtigkeit regiert; sie ist f\u00fcr unser Leben als Kinder nach dem Bilde Gottes so wichtig, wie es das Wasser f\u00fcr unser k\u00f6rperliches \u00dcberleben ist. Diese Gerechtigkeit muss dort hervortreten, wo sie n\u00f6tig ist, sie darf weder zu tief unter der Erde verborgen bleiben noch verschwinden wie verdunstendes Wasser, bevor es uns St\u00e4rkung geben kann. Gott m\u00f6chte, dass alle danach streben, in jeder Situation gerecht zu sein, nach seinen Gesetzen zu leben und so zu erm\u00f6glichen, dass das Leben gedeihen kann. Wenn wir zuerst nach dem Reich Gottes streben (vgl. <i>Mt<\/i>\u00a06,33) und eine rechte Beziehung zu Gott, zu den Mitmenschen und zur Natur pflegen, dann k\u00f6nnen Gerechtigkeit und Frieden str\u00f6men wie ein unersch\u00f6pflicher Strom reinen Wassers, der die Menschheit und alle Gesch\u00f6pfe n\u00e4hrt.<br \/>\nAn einem sch\u00f6nen Sommertag im Juli 2022, w\u00e4hrend meiner Pilgerreise zu den Ufern des Sankt-Anna-Sees in der Provinz Alberta, Kanada, dachte ich \u00fcber diese Themen nach. Dieser See ist ein Wallfahrtsort f\u00fcr viele Generationen von Ureinwohnern gewesen. Umrahmt vom Schlagen der Trommeln, sagte ich: \u00bbWie viele Menschenherzen sind hierhergekommen, sehns\u00fcchtig und au\u00dfer Atem, von der Last des Lebens niedergedr\u00fcckt, und haben an diesem Wasser Trost und Kraft gefunden, um weiterzugehen! Auch hier, inmitten der Sch\u00f6pfung, k\u00f6nnen wir einen anderen Schlag h\u00f6ren, den m\u00fctterlichen Herzschlag der Erde. Und so wie der Herzschlag der Kinder vom Mutterleib an mit dem ihrer M\u00fctter harmoniert, m\u00fcssen wir, um als Menschen zu wachsen, die Rhythmen des Lebens mit denen der Sch\u00f6pfung, die uns das Leben schenkt, in Einklang bringen.\u00ab <a class=\" cleaner\" href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/messages\/pont-messages\/2023\/documents\/20230513-messaggio-giornata-curacreato.html#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>Lasst uns w\u00e4hrend dieser Zeit der Sch\u00f6pfung bei diesen Herzschl\u00e4gen verweilen: unseren eigenen, denen unserer M\u00fctter und Gro\u00dfm\u00fctter, dem Herzschlag der Sch\u00f6pfung und dem Herzschlag Gottes. Heute schlagen sie nicht in Harmonie, sie schlagen nicht im Einklang der Gerechtigkeit und des Friedens. Zu vielen Menschen wird es verwehrt, aus diesem m\u00e4chtigen Fluss zu trinken. Folgen wir daher dem Aufruf, uns an die Seite der Opfer von Umwelt- und Klimaungerechtigkeit zu stellen und diesen sinnlosen Krieg gegen die Sch\u00f6pfung zu beenden.<br \/>\nWir sehen die Auswirkungen dieses Krieges an den vielen Fl\u00fcssen, die austrocknen. \u00bbDie \u00e4u\u00dferen W\u00fcsten wachsen in der Welt, weil die inneren W\u00fcsten so gro\u00df geworden sind\u00ab, hat Benedikt XVI. einmal gesagt. <a class=\" cleaner\" href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/messages\/pont-messages\/2023\/documents\/20230513-messaggio-giornata-curacreato.html#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>\u00a0Konsumistische Gier, die von egoistischen Herzen gen\u00e4hrt wird, bringt den Wasserkreislauf des Planeten durcheinander. Die ungez\u00fcgelte Verbrennung fossiler Brennstoffe und die Abholzung der W\u00e4lder lassen die Temperaturen steigen und verursachen gro\u00dfe D\u00fcrre. Be\u00e4ngstigende Wasserknappheit bef\u00e4llt zunehmend sowohl kleine l\u00e4ndliche Gemeinden als auch gro\u00dfen Metropolen. Dar\u00fcber hinaus ersch\u00f6pfen und verschmutzen r\u00fccksichtslose Industrien unsere Trinkwasserquellen durch extreme Praktiken wie\u00a0<i>Fracking<\/i>\u00a0zur \u00d6l- und Gasf\u00f6rderung, unkontrollierte Mega-Bergbauprojekte und Intensivtierhaltung. \u201eSchwester Wasser\u201c, wie der heilige Franziskus es nennt, wird gepl\u00fcndert und \u00bbin Ware verwandelt und den Gesetzen des Marktes unterworfen\u00ab (Enzyklika\u00a0<i><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/encyclicals\/documents\/papa-francesco_20150524_enciclica-laudato-si.html\">Laudato si\u2019<\/a><\/i>, 30).<br \/>\nDer Zwischenstaatliche Ausschuss f\u00fcr Klima\u00e4nderungen der Vereinten Nationen (IPCC) stellt fest, dass nur ein unverz\u00fcgliches Handeln zugunsten des Klimas gew\u00e4hrleisten kann, dass wir weiterhin die M\u00f6glichkeit haben, eine nachhaltigere und gerechtere Welt zu schaffen. Wir k\u00f6nnen, wir m\u00fcssen verhindern, dass das Schlimmste eintritt. \u00bbEs gibt so vieles, was man tun kann!\u00ab (<i>ebd<\/i>., 180), wenn wir uns \u2013 wie viele Wasserl\u00e4ufe und B\u00e4che \u2013 am Ende zu einem m\u00e4chtigen Fluss vereinen, um das Leben unseres wunderbaren Planeten und unserer Menschheitsfamilie f\u00fcr die kommenden Generationen zu bew\u00e4ssern. Reichen wir uns die H\u00e4nde und unternehmen wir mutige Schritte, damit Gerechtigkeit und Frieden die ganze Welt durchstr\u00f6men.<br \/>\nWie k\u00f6nnen wir in dieser Zeit der Sch\u00f6pfung zu dem m\u00e4chtigen Fluss der Gerechtigkeit und des Friedens beitragen? Was k\u00f6nnen wir tun, insbesondere als christliche Kirchen, um unser gemeinsames Haus zu sanieren, damit es wieder vor Leben wimmeln kann? Wir m\u00fcssen uns entschlie\u00dfen, unsere <i>Herzen<\/i>, unseren\u00a0<i>Lebensstil<\/i>\u00a0und die\u00a0<i>Arten von Politik<\/i>, die unsere Gesellschaften bestimmen, zu ver\u00e4ndern.<br \/>\nEinen ersten Beitrag zu diesem m\u00e4chtigen Fluss leisten wir, wenn wir unsere <i>Herzen<\/i>\u00a0verwandeln. Das ist wesentlich f\u00fcr jede weitere Ver\u00e4nderung. Es ist jene \u201e\u00f6kologische Umkehr\u201c, zu der uns der heilige Johannes Paul II. ermutigt hat: Die Erneuerung unserer Beziehung zur Sch\u00f6pfung, so dass wir sie nicht mehr als ein Objekt ansehen, das man ausbeutet, sondern sie als heiliges Geschenk unseres Sch\u00f6pfers bewahren. Dar\u00fcber hinaus sollten wir begreifen, dass ein ganzheitlicher Ansatz eine vierfache \u00f6kologische Achtsamkeit erfordert: gegen\u00fcber Gott, gegen\u00fcber unseren Br\u00fcdern und Schwestern von heute und morgen, gegen\u00fcber der gesamten Natur und gegen\u00fcber uns selbst.<br \/>\nWas die erste dieser Dimensionen betrifft, so hat Papst Benedikt XVI. von der dringenden Notwendigkeit gesprochen, zu erkennen, dass Sch\u00f6pfung und Erl\u00f6sung untrennbar miteinander verbunden sind: \u00bbDer Erl\u00f6ser ist der Sch\u00f6pfer, und wenn wir Gott nicht in dieser ganzen Gr\u00f6\u00dfe verk\u00fcnden \u2013 Sch\u00f6pfer und Erl\u00f6ser \u2013, dann reduzieren wir auch die Erl\u00f6sung\u00ab. <a class=\" cleaner\" href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/messages\/pont-messages\/2023\/documents\/20230513-messaggio-giornata-curacreato.html#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>\u00a0Die Sch\u00f6pfung bezieht sich sowohl auf Gottes geheimnisvolles, gro\u00dfartiges\u00a0<i>Werk<\/i>, die Sch\u00f6pfung dieses majest\u00e4tischen, wundersch\u00f6nen Planeten und dieses Universums aus dem Nichts, als auch auf das Ergebnis dieses Wirkens, das weiterhin im Gange ist und das wir als unersch\u00f6pfliches\u00a0<i>Geschenk<\/i>\u00a0erleben. Denken wir w\u00e4hrend der Liturgie und beim pers\u00f6nlichen Gebet in der \u00bbgro\u00dfen Kathedrale der Sch\u00f6pfung\u00ab\u00a0<a class=\" cleaner\" href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/messages\/pont-messages\/2023\/documents\/20230513-messaggio-giornata-curacreato.html#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>\u00a0an den gro\u00dfen K\u00fcnstler, der so viel Sch\u00f6nheit erschafft, und sinnen wir nach \u00fcber das Geheimnis dieser liebevollen Entscheidung, den Kosmos zu erschaffen.<br \/>\nLasst uns, zweitens, zum Fluss dieses m\u00e4chtigen Stroms beitragen, indem wir unseren <i>Lebensstil<\/i>\u00a0\u00e4ndern. Ausgehend von der dankbaren Bewunderung des Sch\u00f6pfers und seiner Sch\u00f6pfung, sollten wir unsere \u201e\u00f6kologischen S\u00fcnden\u201c bereuen, wie mein Bruder, der \u00d6kumenische Patriarch Bartholom\u00e4us, gesagt hat. Diese S\u00fcnden schaden der Natur und auch unseren Br\u00fcdern und unseren Schwestern. Lasst uns mit der Hilfe und der Gnade Gottes einen Lebensstil annehmen, der durch weniger Abfall und weniger unn\u00f6tigen Konsum gekennzeichnet ist, insbesondere dort, wo die Produktionsprozesse giftig und nicht nachhaltig sind. Versuchen wir so gut wie m\u00f6glich auf unsere Gewohnheiten und wirtschaftlichen Entscheidungen zu achten, damit es allen bessergeht \u2013 unseren Mitmenschen, wo immer sie auch sein m\u00f6gen, und auch den k\u00fcnftigen Generationen. Lasst uns durch positive Entscheidungen an Gottes fortw\u00e4hrender Sch\u00f6pfung mitwirken: indem wir Ressourcen m\u00f6glichst ma\u00dfvoll und mit heiterer N\u00fcchternheit nutzen, Abf\u00e4lle entsorgen und recyceln und st\u00e4rker verf\u00fcgbare Produkte und Dienstleistungen nutzen, die \u00f6kologisch und sozial verantwortbar sind.<br \/>\nSchlie\u00dflich m\u00fcssen wir, damit der m\u00e4chtige Fluss weiter flie\u00dfen kann, die <i>Politik<\/i>\u00a0\u00e4ndern, die unsere Gesellschaften bestimmt und das Leben der jungen Menschen von heute und morgen pr\u00e4gt. Eine Wirtschaftspolitik, die skandal\u00f6sen Reichtum f\u00fcr einige wenige Privilegierte und unw\u00fcrdige Bedingungen f\u00fcr viele andere f\u00f6rdert, bedeutet das Ende von Frieden und Gerechtigkeit. Es ist offensichtlich, dass die reicheren Nationen eine \u201e\u00f6kologische Schuld\u201c angeh\u00e4uft haben, die bezahlt werden muss (vgl.\u00a0<i><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/encyclicals\/documents\/papa-francesco_20150524_enciclica-laudato-si.html\">Laudato Si\u2019<\/a><\/i>, 51).\u00a0<a class=\" cleaner\" href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/messages\/pont-messages\/2023\/documents\/20230513-messaggio-giornata-curacreato.html#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>\u00a0Die Staats- und Regierungschefs, die vom 30. November bis zum 12. Dezember zum COP28-Gipfel in Dubai zusammenkommen, m\u00fcssen auf die Wissenschaft h\u00f6ren und einen schnellen und gerechten \u00dcbergang einleiten, um die \u00c4ra der fossilen Brennstoffe zu beenden. Gem\u00e4\u00df den im Pariser Abkommen eingegangenen Verpflichtungen zur Eind\u00e4mmung der globalen Erw\u00e4rmung ist es absurd, die weitere Erkundung und den Ausbau von Infrastrukturen f\u00fcr fossile Brennstoffe zuzulassen. Erheben wir unsere Stimme, um diese Ungerechtigkeit den Armen und unseren Kindern gegen\u00fcber zu stoppen, die am meisten unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden werden. Ich appelliere an alle Menschen guten Willens, ihr Handeln nach diesen \u00dcberlegungen zu Gesellschaft und Natur auszurichten.<br \/>\nEine andere parallele Perspektive hat insbesondere mit dem Einsatz der katholischen Kirche f\u00fcr Synodalit\u00e4t zu tun. In diesem Jahr f\u00e4llt der Abschluss der Zeit der Sch\u00f6pfung am 4. Oktober, dem Fest des heiligen Franziskus, mit der Er\u00f6ffnung der Synode zur Synodalit\u00e4t zusammen. Ebenso wie die Fl\u00fcsse in der Natur, die von unz\u00e4hligen kleinen B\u00e4chen und gr\u00f6\u00dferen Wasserl\u00e4ufen gespeist werden, l\u00e4dt der synodale Prozess, der im Oktober 2021 begonnen hat, alle, die auf pers\u00f6nlicher oder gemeinschaftlicher Ebene daran teilnehmen, dazu ein, in einen majest\u00e4tischen Strom der Reflexion und Erneuerung einzugehen. Das ganze Volk Gottes wird mitgenommen auf einen Weg des synodalen Dialogs und synodaler Umkehr.<br \/>\nDie Kirche ist, wie ein Flussbecken mit seinen vielen kleinen und gr\u00f6\u00dferen Zufl\u00fcssen, eine Gemeinschaft unz\u00e4hliger Ortskirchen, religi\u00f6ser Gemeinschaften und Vereinigungen, die von demselben Wasser gespeist werden. Jede Quelle leistet ihren einzigartigen und unersetzlichen Beitrag, bis alle in den weiten Ozean der liebenden Barmherzigkeit Gottes einm\u00fcnden. Wie ein Fluss f\u00fcr seine Umgebung eine Quelle des Lebens ist, so soll unsere synodale Kirche eine Quelle des Lebens f\u00fcr unser gemeinsames Haus und alle seine Bewohner sein. Und wie ein Fluss allen Arten von Tieren und Pflanzen Leben schenkt, so soll eine synodale Kirche Leben spenden, indem sie an jedem Ort, den sie erreicht, Gerechtigkeit und Frieden auss\u00e4t.<br \/>\nIn Kanada erinnerte ich im Juli 2022 an den See Gennesaret, wo Jesus vielen Menschen Heilung und Trost brache und \u201eeine Revolution der Liebe\u201c ausgerufen hatte. Der Sankt-Anna-See, so erfuhr ich, ist auch ein Ort der Heilung, des Trostes und der Liebe, dieser Ort \u00bberinnert uns daran, dass die Geschwisterlichkeit echt ist, wenn sie diejenigen vereint, die weit voneinander entfernt sind, dass die Botschaft der Einheit, die der Himmel auf die Erde sendet, keine Angst vor Verschiedenheiten hat und uns zur Gemeinschaft einl\u00e4dt, zur Gemeinschaft der Unterschiede, um gemeinsam wieder aufzubrechen, weil wir alle \u2013 alle! \u2013 Pilger auf dem Weg sind\u00ab. <a class=\" cleaner\" href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/messages\/pont-messages\/2023\/documents\/20230513-messaggio-giornata-curacreato.html#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><br \/>\nLasst uns in dieser Zeit der Sch\u00f6pfung als J\u00fcnger Christi auf unserem gemeinsamen synodalen Weg leben, arbeiten und beten, dass unser gemeinsames Haus neu mit Leben erf\u00fcllt wird. M\u00f6ge der Heilige Geist wieder \u00fcber den Wassern schweben und uns anleiten, \u201edas Angesicht der Erde zu erneuern\u201c (vgl.\u00a0<i>Ps<\/i>\u00a0104,30).<\/p>\n<p><i>Rom, Sankt Johannes im Lateran, 13.<\/i><\/p>\n<p>Franziskus<\/p>\n<p>_______________________________________________________<\/p>\n<p><a class=\" cleaner\" href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/messages\/pont-messages\/2023\/documents\/20230513-messaggio-giornata-curacreato.html#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0\u00a0<i><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/homilies\/2022\/documents\/20220726-omelia-lacsteanne-canada.html\">Homilie am Sankt-Anna-See<\/a><\/i>, Kanada, 26. Juli 2022.<br \/>\n<a class=\" cleaner\" href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/messages\/pont-messages\/2023\/documents\/20230513-messaggio-giornata-curacreato.html#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0\u00a0<i><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/benedict-xvi\/de\/homilies\/2005\/documents\/hf_ben-xvi_hom_20050424_inizio-pontificato.html\">Homilie in der Heiligen Messe zur Amtseinf\u00fchrung<\/a><\/i>\u00a0<a href=\"http:\/\/w2.vatican.va\/content\/benedict-xvi\/en\/homilies\/2005\/documents\/hf_ben-xvi_hom_20050424_inizio-pontificato.html\">,\u00a0<\/a>24. April 2005.<br \/>\n<a class=\" cleaner\" href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/messages\/pont-messages\/2023\/documents\/20230513-messaggio-giornata-curacreato.html#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0\u00a0<i><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/benedict-xvi\/de\/speeches\/2008\/august\/documents\/hf_ben-xvi_spe_20080806_clero-bressanone.html\">Begegnung von Benedikt XVI. mit Priestern, Diakonen und Seminaristen aus S\u00fcdtirol<\/a><\/i>, 6 August 2008.<br \/>\n<a class=\" cleaner\" href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/messages\/pont-messages\/2023\/documents\/20230513-messaggio-giornata-curacreato.html#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a>\u00a0\u00a0<i><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/messages\/pont-messages\/2022\/documents\/20220716-messaggio-giornata-curacreato.html\">Botschaft zum Weltgebetstag f\u00fcr die Bewahrung der Sch\u00f6pfung<\/a><\/i>, 16. Juli 2022.<br \/>\n<a class=\" cleaner\" href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/messages\/pont-messages\/2023\/documents\/20230513-messaggio-giornata-curacreato.html#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a>\u00a0\u00bbDenn es gibt eine wirkliche \u201e\u00f6kologische Schuld\u201c \u2013 besonders zwischen dem Norden und dem S\u00fcden \u2013 im Zusammenhang mit Ungleichgewichten im Handel und deren Konsequenzen im \u00f6kologischen Bereich wie auch mit dem im Laufe der Geschichte von einigen L\u00e4ndern praktizierten unproportionierten Verbrauch der nat\u00fcrlichen Ressourcen\u00ab\u00a0(\u00a0<i><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/encyclicals\/documents\/papa-francesco_20150524_enciclica-laudato-si.html\">Laudato Si\u2019<\/a><\/i>, 51).<br \/>\n<a class=\" cleaner\" href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/messages\/pont-messages\/2023\/documents\/20230513-messaggio-giornata-curacreato.html#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a>\u00a0\u00a0<i><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/homilies\/2022\/documents\/20220726-omelia-lacsteanne-canada.html\">Homilie am Sankt-Anna-See<\/a><\/i>, Kanada, 26. Juli 2022.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2023-05\/papst-franziskus-botschaft-welttag-schoepfung-2023-wortlaut.html\">www.vaticannews.va\/de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern! \u201eM\u00f6gen Gerechtigkeit und Frieden str\u00f6men\u201c \u2013 so lautet das diesj\u00e4hrige Thema der \u00d6kumenischen Zeit der Sch\u00f6pfung, das von den Worten des Propheten Amos inspiriert ist: \u00bbDas Recht str\u00f6me wie Wasser, die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach\u00ab (5,24). Das ausdrucksstarke Bild aus dem Buch Amos sagt uns, was Gott ersehnt. 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