{"id":57714,"date":"2023-09-12T22:13:42","date_gmt":"2023-09-12T19:13:42","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=57714"},"modified":"2023-09-14T22:16:03","modified_gmt":"2023-09-14T19:16:03","slug":"solar-warmwasser-und-heizung-fuer-caritas-sozialprojekte-fachleute-aus-deutschland-ueberpruefen-selbstgebaute-solarkollektoren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/solar-warmwasser-und-heizung-fuer-caritas-sozialprojekte-fachleute-aus-deutschland-ueberpruefen-selbstgebaute-solarkollektoren\/","title":{"rendered":"Solar-Warmwasser und -Heizung f\u00fcr Caritas-Sozialprojekte. Fachleute aus Deutschland \u00fcberpr\u00fcfen selbstgebaute Solarkollektoren"},"content":{"rendered":"<p><strong>Es war 2007, als Dipl.-Ing. Lutz Unbekannt vom Verein f\u00fcr \u00f6kologisches Bauen aus Leipzig nach Rum\u00e4nien kam, um auf der Pater-Paulus-Obdachlosenfarm des Caritas-Verbands der R\u00f6misch-Katholischen Di\u00f6zese Temeswar\/Timi<\/strong><strong>\u0219<\/strong><strong>oara die ersten Solarkollektoren errichten und anbringen zu lassen. Das Projekt kam mit Unterst\u00fctzung der Urbis Foundation aus M\u00fcnchen zustande. Die zw\u00f6lf Sonnenkollektoren, die damals in Bakowa\/Bacova, rund 30 Kilometer von Temeswar entfernt, installiert wurden, stellten den Beginn einer fruchtbaren deutsch-rum\u00e4nischen Zusammenarbeit im Solarenergiebereich, die bis heute andauert, dar. Dank der gro\u00dfz\u00fcgigen Unterst\u00fctzung der Urbis Foundation, einer Stiftung f\u00fcr Umwelt und internationale Solidarit\u00e4t, die Umweltprojekte weltweit unterst\u00fctzt, konnten Solaranlagen in mehreren Caritas-Sozialeinrichtungen montiert werden, was die j\u00e4hrlichen Warmwasser- und Heizungskosten um ein Vielfaches senkt. Auf weitere Unterst\u00fctzung aus Deutschland hofft Caritas-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Herbert Gr\u00fcn auch in Zukunft.<\/strong><\/p>\n<p>Solaranlagen sind in der heutigen Zeit von gro\u00dfer Bedeutung \u2013 sowohl f\u00fcr die Gesellschaft als auch f\u00fcr die Umwelt. Sie sind eine nachhaltige und umweltfreundliche Energiequelle, die dazu beitr\u00e4gt, den CO2-Aussto\u00df zu reduzieren und den Klimawandel einzud\u00e4mmen. Einer der wichtigsten Vorteile von Solaranlagen ist ihre F\u00e4higkeit, saubere Energie mit Hilfe des Sonnenlichts zu erzeugen. Diese Energie kann beispielsweise zur Warmwasseraufbereitung oder zur Stromversorgung von H\u00e4usern, Unternehmen und \u00f6ffentlichen Einrichtungen genutzt werden, ohne dabei sch\u00e4dliche Emissionen zu verursachen. Dies reduziert nicht nur die Abh\u00e4ngigkeit der Menschen von fossilen Brennstoffen, sondern tr\u00e4gt auch dazu bei, die Luftqualit\u00e4t zu verbessern und die Gesundheit zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die Sonnenkollektoren, die im Laufe der vergangenen 16 Jahre in den Caritas-Sozialeinrichtungen in Westrum\u00e4nien angebracht wurden, stammen aus der betriebseigenen Selbstbaustation in Bakowa. In Sachen \u201eSonnenkollektoren\u201c war die Caritas Vorreiter im Banat. Die betriebseigene Werkstatt wurde 2008 mit Unterst\u00fctzung der Fachleute vom Verein f\u00fcr \u00f6kologisches Bauen Leipzig ins Leben gerufen \u2013 die Urbis Foundation unterst\u00fctzte das Projekt finanziell. Ungef\u00e4hr 85 Kollektoren wurden in der Werkstatt in Bakowa hergestellt und an verschiedenen Einrichtungen angebracht \u2013 das entspricht einer installierten Fl\u00e4che von ungef\u00e4hr 200 Quadratmetern, wie Lutz Unbekannt informiert. \u201eWir bauen das immer mit den Beteiligten auf. Das Besondere ist, dass wir seit 1995 eine mobile Werkstatt in Leipzig besitzen \u2013 wir k\u00f6nnen alle Werkzeuge bzw. Materialien auf einen Wagen verladen und zu den Interessenten hinfahren, um dort alles gemeinsam aufzubauen\u201c, erkl\u00e4rt Lutz Unbekannt. Auf der Farm in Bakowa waren beim Aufbau der Sonnenkollektoren auch einstige Obdachlose beteiligt \u2013 die Farm, ein Vorzeigeprojekt der Caritas, bietet Obdachlosen nicht nur eine Unterkunft, sondern auch einen bezahlten Arbeitsplatz.<\/p>\n<div id=\"attachment_57704\" style=\"width: 970px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG-20230901-WA0007.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-57704\" decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-57704 size-full\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG-20230901-WA0007.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG-20230901-WA0007.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"640\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27960%27%20height%3D%27640%27%20viewBox%3D%270%200%20960%20640%27%3E%3Crect%20width%3D%27960%27%20height%3D%27640%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG-20230901-WA0007-200x133.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG-20230901-WA0007-300x200.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG-20230901-WA0007-400x267.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG-20230901-WA0007-600x400.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG-20230901-WA0007-768x512.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG-20230901-WA0007-800x533.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/IMG-20230901-WA0007.jpg 960w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-57704\" class=\"wp-caption-text\">Bau einer Solaranlage in Bakowa. Die Fachleute vom Verein f\u00fcr \u00f6kologi sches Bauen Leipzig stehen den Ru m\u00e4nen mit Rat und Tat zur Seite.<\/p><\/div>\n<p>In Bakowa wurden Sonnenkollektoren sowohl auf der Pater-Paulus-Farm als auch im Johannes- und Franziskus-Haus f\u00fcr chronisch kranke Senioren sowie am Geb\u00e4ude der Kindertagesst\u00e4tte angebracht. Dar\u00fcber hinaus sind mehrere Caritas-Einrichtungen in Temeswar mit solchen Anlagen ausgestattet, u.a. das einstige Kinderheim im Freidorf-Viertel, das Hospiz f\u00fcr Palliativkrankenpflege \u201eHaus der g\u00f6ttlichen Barmherzigkeit\u201c, das \u201ePanenkollektoren ter Jordan\u201c Nachtasyl f\u00fcr Obdachlose, das Frauenhaus f\u00fcr die Opfer h\u00e4uslicher Gewalt und das Elisabethst\u00e4dter Salvatorianer-Kloster. Da die Sozialstation in Nadrag in ein anderes Geb\u00e4ude umziehen musste (die ADZ berichtete), wurde die dortige Solaranlage abmontiert und ebenfalls zur Farm nach Bakowa bef\u00f6rdert, wo sie am Verwaltungsgeb\u00e4ude montiert wurde. Dies taten die beiden Fachleute vom Verein f\u00fcr \u00f6kologisches Bauen aus Leipzig, Lutz Unbekannt und Helmut Thoma, bei ihrem j\u00fcngsten Besuch Ende August im Banat. 25 Jahre lang waren die beiden Ingenieure im Vorstand des Leipziger Vereins, bei der Bearbeitung von Energieprojekten und an der Entwicklung von Sonnenkollektoren beteiligt. Ihr Wissen gaben sie j\u00e4hrlich auch an die Rum\u00e4nen weiter, denn oft, wenn sie ins Banat reisten, hielten sie Kurse \u00fcber Solartechnik an der Deutsch-Rum\u00e4nischen Stiftung in Temeswar. Der Verein bietet auch in Deutschland Selbstbaukurse f\u00fcr die Herstellung von Sonenkollektoren an. Mit Hilfe des Vereins wurden in vielen Schulen Leipzigs, Sachsens, Sachsen-Anhalts, aber auch im privaten Bereich in ganz Deutschland Solarkollektoranlagen im Selbstbau zur Warmwassererzeugung und Heizungsunterst\u00fctzung erbaut. Bei ihrem j\u00fcngsten Besuch im Banat schauten sich Lutz Unbekannt und Helmut Thoma alle Solarkollektoren der Caritas ganz genau an. Dass sie pandemiebedingt nicht ins Banat reisen konnten, um diese Anlagen regelm\u00e4\u00dfig zu pr\u00fcfen, hatte Folgen. \u201eAlle Anlagen sind zwar betriebsbereit und funktionieren, doch sie m\u00fcssten schon regelm\u00e4\u00dfig kontrolliert und gewartet werden\u201c, erkl\u00e4rt Lutz Unbekannt. Zwei Caritas-Mitarbeiter sind f\u00fcr die Anlagen zust\u00e4ndig, doch diese m\u00fcssen auch viele andere Auftr\u00e4ge durchf\u00fchren. Deswegen sei es f\u00fcr diese beiden schwer, alle Sonnenkollektoren zu warten, sagt Lutz Unbekannt. \u201eDie Kollektoren m\u00fcssten j\u00e4hrlich gewartet werden und, falls etwas nicht richtig funktioniert, m\u00fcsste das repariert werden. Daf\u00fcr war die finanzielle Unterst\u00fctzung seitens der Urbis Foundation unentbehrlich\u201c, erkl\u00e4rt Caritas-Leiter Herbert Gr\u00fcn. \u201eDie Sonnenkollektoren sind f\u00fcr uns sehr wichtig, weil wir dadurch die Heiz- und Warmwasserkosten von Mai bis November einsparen\u201c, f\u00fcgt er hinzu. Fakt ist: Es lohnt sich, Sonnenkollektoren f\u00fcr die Warmwasseraufbereitung und Heizung im Banat zu verwenden. Allgemein gibt es in Rum\u00e4nien etwa 30 Prozent mehr Sonnenlicht als in Deutschland. \u201e450 kWh je Quadratmeter und Jahr kann so ein Kollektor im Banat liefern\u201c, erkl\u00e4rt Lutz Unbekannt. Solaranlagen sind dar\u00fcber hinaus eine wichtige Ma\u00dfnahme zur F\u00f6rderung der Energiewende. Indem die Menschen auf erneuerbare Energien wie Solarenergie setzen, k\u00f6nnen sie den \u00dcbergang zu einer nachhaltigeren Energieversorgung unterst\u00fctzen. \u201eWir sind dankbar, dass wir so lange diese Unterst\u00fctzung seitens der Urbis Foundation erhalten haben und wir w\u00fcrden uns freuen, wenn die Stiftung das Projekt mindestens noch f\u00fcr n\u00e4chstes Jahr unterst\u00fctzt, denn es gibt noch eine Menge zu tun in Westrum\u00e4nien\u201c, sagt Lutz Unbekannt. Darauf hofft auch Caritas-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Herbert Gr\u00fcn. \u201eWir ben\u00f6tigen weiterhin das Know-How der Fachleute aus Deutschland\u201c, betont er.<\/p>\n<p>Von Raluca Nelepcu<\/p>\n<p>Erschienen in: <strong>Allgemeine Deutsche Zeitung f\u00fcr Rum\u00e4nien<\/strong>, 31. Jahrgang\/Nr. 7657 Bukarest, Freitag, 8. September 2023, S. 7.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war 2007, als Dipl.-Ing. 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