{"id":58881,"date":"2023-10-22T11:11:44","date_gmt":"2023-10-22T08:11:44","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=58881"},"modified":"2023-10-22T11:11:44","modified_gmt":"2023-10-22T08:11:44","slug":"botschaft-des-heiligen-vaters-zum-97-weltmissionssonntag-22-oktober-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/botschaft-des-heiligen-vaters-zum-97-weltmissionssonntag-22-oktober-2023\/","title":{"rendered":"Botschaft des Heiligen Vaters zum 97. Weltmissionssonntag &#8211; 22. Oktober 2023"},"content":{"rendered":"<p><b><i>Brennende Herzen und bewegte Schritte (vgl. Lk 24,13-35)<\/i><\/b><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/afis-RO.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-58867 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/afis-RO-728x1024.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/afis-RO-728x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"501\" height=\"705\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27501%27%20height%3D%27705%27%20viewBox%3D%270%200%20501%20705%27%3E%3Crect%20width%3D%27501%27%20height%3D%27705%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/afis-RO-200x281.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/afis-RO-213x300.jpg 213w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/afis-RO-400x563.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/afis-RO-600x844.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/afis-RO-728x1024.jpg 728w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/afis-RO-768x1081.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/afis-RO-800x1126.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/afis-RO-1092x1536.jpg 1092w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/afis-RO.jpg 1137w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 501px) 100vw, 501px\" \/><\/a>Liebe Br\u00fcder und Schwestern!<\/p>\n<p>F\u00fcr den diesj\u00e4hrigen Weltmissionssonntag habe ich ein Thema gew\u00e4hlt, das von dem Bericht \u00fcber die Emmausj\u00fcnger im Lukasevangelium (vgl. 24,13-35) ausgeht: \u201eBrennende Herzen und bewegte Schritte\u201c. Die beiden J\u00fcnger waren verwirrt und entt\u00e4uscht, aber die Begegnung mit Christus im Wort und im gebrochenen Brot entfachte in ihnen den Enthusiasmus, erneut nach Jerusalem aufzubrechen und zu verk\u00fcnden, dass der Herr wirklich auferstanden war. Im Bericht des Evangeliums erkennen wir die Verwandlung der J\u00fcnger an einigen eindrucksvollen Bildern:\u00a0<i>Brennende Herzen<\/i>\u00a0angesichts der von Jesus erkl\u00e4rten Schrift,\u00a0<i>aufgetane Augen<\/i>\u00a0als sie ihn erkennen und, als H\u00f6hepunkt,\u00a0<i>bewegte Schritte<\/i>. Indem wir \u00fcber diese drei Aspekte nachdenken, die den Weg missionarischer J\u00fcnger skizzieren, k\u00f6nnen wir unseren Eifer f\u00fcr die Verk\u00fcndigung des Evangeliums in der Welt von heute erneuern.<\/p>\n<p><i>1. Brennende Herzen \u201eals er uns den Sinn der Schriften er\u00f6ffnete\u201c. Das Wort Gottes erleuchtet und verwandelt das Herz in der Mission.<\/i><\/p>\n<p>Auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus waren die Herzen der beiden J\u00fcnger traurig \u2013 wie man an ihren Gesichtern erkennen konnte \u2013 wegen des Todes Jesu, an den sie geglaubt hatten (vgl. V. 17). Angesichts des Scheiterns des gekreuzigten Meisters ist ihre Hoffnung, dass er der Messias sei, zusammengebrochen (vgl. V. 21).<\/p>\n<p>Doch \u00bbes geschah, w\u00e4hrend sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen.\u00ab (V. 15). Wie zu Beginn der Berufung der J\u00fcnger, so ergreift der Herr auch jetzt, im Augenblick ihrer Verwirrung, die Initiative, sich den Seinen zu n\u00e4hern und an ihrer Seite zu gehen. In seiner gro\u00dfen Barmherzigkeit wird er nie m\u00fcde, bei uns zu sein, trotz unserer Fehler, Zweifel und Schw\u00e4chen, trotz des Umstands, dass Traurigkeit und Pessimismus uns dazu bringen, \u201eunverst\u00e4ndig und tr\u00e4gen Herzens\u201c (V. 25) zu werden, Menschen mit geringem Glauben.<\/p>\n<p>Heute wie damals ist der auferstandene Herr seinen missionarischen J\u00fcngern nahe und geht an ihrer Seite, besonders dann, wenn sie verwirrt sind, entmutigt und ver\u00e4ngstigt durch das Geheimnis des Unrechts um sie herum, das sie ersticken will. Deshalb \u00bblassen wir uns die Hoffnung nicht nehmen!\u00ab (Apostolisches Schreiben\u00a0<i>Evangelii gaudium<\/i>, 86). Der Herr ist gr\u00f6\u00dfer als unsere Probleme, vor allem, wenn sie uns bei der Verk\u00fcndigung des Evangeliums in der Welt begegnen, denn diese Mission ist schlie\u00dflich die Seine und wir sind nur seine dem\u00fctigen Mitarbeiter, \u201eunn\u00fctze Knechte\u201c (vgl.\u00a0<i>Lk<\/i>\u00a017,10).<\/p>\n<p>Ich dr\u00fccke allen Missionarinnen und Missionaren in der Welt meine Verbundenheit in Christus aus, besonders denen, die eine schwierige Zeit durchmachen. Der auferstandene Herr, liebe Freunde, ist immer bei euch und sieht eure Gro\u00dfz\u00fcgigkeit und eure Opfer f\u00fcr die Mission der Verk\u00fcndigung des Evangeliums an fernen Orten. Nicht alle Tage des Lebens sind voller Sonnenschein, aber lasst uns immer an die Worte Jesu, des Herrn, denken, die er vor seinem Leidensweg an seine Freunde richtete: \u00bbIn der Welt seid ihr in Bedr\u00e4ngnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt.\u00ab (<i>Joh<\/i>\u00a016,33).<\/p>\n<p>Nachdem er den beiden J\u00fcngern auf dem Weg nach Emmaus zugeh\u00f6rt hatte, legte ihnen der auferstandene Jesus \u00bbdar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift \u00fcber ihn geschrieben steht.\u00ab (<i>Lk<\/i>\u00a024,27). Und den J\u00fcngern wurde warm ums Herz, wie sie einander dann auch gestehen: \u00bbBrannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften er\u00f6ffnete?\u00ab (V. 32). Denn Jesus ist das lebendige Wort, das allein das Herz zum Brennen bringen und es erleuchten und verwandeln kann.<\/p>\n<p>So verstehen wir die Aussage des heiligen Hieronymus besser: \u00bbDie Schrift nicht kennen, hei\u00dft Christus nicht kennen\u00ab (<i>In Is<\/i>., Prolog). \u00bbOhne den Herrn, der uns in die Heilige Schrift einf\u00fchrt, ist es unm\u00f6glich, sie in ihrer Tiefe zu verstehen. Das Gegenteil ist aber ebenso wahr: Ohne die Heilige Schrift sind die Ereignisse der Sendung Jesu und seiner Kirche in der Welt nicht zu verstehen\u00ab (Apostolisches Schreiben\u00a0<i><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/motu_proprio\/documents\/papa-francesco-motu-proprio-20190930_aperuit-illis.html\">Aperuit illis<\/a><\/i>, 1). Deshalb ist die Kenntnis der Heiligen Schrift f\u00fcr das Leben eines Christen wichtig und noch wichtiger f\u00fcr die Verk\u00fcndigung Christi und seines Evangeliums. Was gibt man ansonsten an andere weiter, als seine eigenen Ideen und Pl\u00e4ne? Und wird ein kaltes Herz jemals das eines anderen zum Brennen bringen k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Lassen wir uns deshalb immer vom auferstandenen Herrn begleiten, der uns die Bedeutung der Schriften erkl\u00e4rt. Lassen wir zu, dass er unsere Herzen zum Brennen bringt, uns erleuchtet und verwandelt, damit wir der Welt sein Heilsgeheimnis mit der Kraft und der Weisheit verk\u00fcnden k\u00f6nnen, die von seinem Geist kommen.<\/p>\n<p><i>2. Augen, die sich beim Brechen des Brotes \u201eauftaten und ihn erkannten\u201c. Der in der Eucharistie gegenw\u00e4rtige Jesus ist H\u00f6hepunkt und Quelle der Mission.<\/i><\/p>\n<p>Die Herzen, die f\u00fcr das Wort Gottes brannten, dr\u00e4ngten die Emmausj\u00fcnger dazu, den geheimnisvollen Wanderer zu bitten, bei ihnen zu bleiben als es Abend wird. Und um den Tisch herum wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn, als er das Brot brach. Das entscheidende Element, das den J\u00fcngern die Augen auftut, ist die Abfolge der Handlungen, die Jesus vollzieht: Das Brot nehmen, es segnen, es brechen und ihnen geben. Dies sind gew\u00f6hnliche Gesten eines j\u00fcdischen Familienoberhauptes, die aber, von Jesus Christus mit der Gnade des Heiligen Geistes vollzogen, f\u00fcr die beiden Tischgenossen das Zeichen der Brotvermehrung und vor allem das der Eucharistie wieder in Erinnerung rufen, des Sakraments des Kreuzesopfers. Doch genau in dem Moment, als sie Jesus in demjenigen erkennen, der das Brot bricht, \u201eentschwand er ihren Blicken\u201c (<i>Lk<\/i>\u00a024,31). Diese Tatsache l\u00e4sst uns eine wesentliche Wirklichkeit unseres Glaubens verstehen: Christus, der das Brot bricht, wird nun zum gebrochenen Brot, das mit den J\u00fcngern geteilt und so von ihnen verzehrt wird. Er ist unsichtbar geworden, weil er nun in die Herzen der J\u00fcnger eingedrungen ist, um sie noch mehr brennen zu lassen und sie zu dr\u00e4ngen, sich unverz\u00fcglich wieder auf den Weg zu machen, um allen die einzigartige Erfahrung der Begegnung mit dem Auferstandenen zu vermitteln! So ist der auferstandene Christus derjenige, der das Brot bricht, und zugleich das f\u00fcr uns gebrochene Brot. Und so ist jeder missionarische J\u00fcnger dazu aufgerufen, wie Jesus und in ihm, dank des Wirkens des Heiligen Geistes, zu demjenigen zu werden, der das Brot bricht und zu demjenigen, der gebrochenes Brot f\u00fcr die Welt ist.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang muss man bedenken, dass bereits ein einfaches Brechen von materiellem Brot mit den Hungernden im Namen Christi eine christliche missionarische Handlung ist. Umso mehr ist das Brechen des eucharistischen Brotes, das Christus selbst ist, die missionarische Handlung schlechthin, denn die Eucharistie ist die Quelle und der H\u00f6hepunkt des Lebens und der Sendung der Kirche.<\/p>\n<p>Daran hat Papst Benedikt XVI. erinnert: Wir k\u00f6nnen \u00bbdie Liebe, die wir im Sakrament [der Eucharistie] feiern, nicht f\u00fcr uns behalten. Sie verlangt von ihrem Wesen her, an alle weitergegeben zu werden. Was die Welt braucht, ist die Liebe Gottes \u2013 Christus zu begegnen und an ihn zu glauben. Darum ist die Eucharistie nicht nur Quelle und H\u00f6hepunkt des Lebens der Kirche, sondern auch ihrer Sendung: \u201eEine authentisch eucharistische Kirche ist eine missionarische Kirche\u201c\u00ab (Apostolisches Schreiben\u00a0<i>Sacramentum caritatis<\/i>, 84).<\/p>\n<p>Um Frucht zu bringen, m\u00fcssen wir mit ihm verbunden bleiben (vgl.\u00a0<i>Joh<\/i>\u00a015,4-9). Und diese Verbindung wird durch das t\u00e4gliche Gebet erreicht, besonders in der\u00a0<i>Anbetung<\/i>, im stillen Verweilen in der Gegenwart des Herrn, der in der Eucharistie bei uns bleibt. Indem er diese Gemeinschaft mit Christus liebevoll pflegt, kann der missionarische J\u00fcnger zu einem Mystiker in Aktion werden. M\u00f6ge sich unser Herz immer nach der Gesellschaft Jesu sehnen und die brennende Bitte der beiden Emmausj\u00fcnger aussto\u00dfen, besonders wenn es Abend wird: \u201eBleibe bei uns, Herr!\u201c (vgl.\u00a0<i>Lk<\/i>\u00a024,29).<\/p>\n<p><i>3. Bewegte Schritte, in der Freude, vom auferstandenen Christus zu erz\u00e4hlen. Die ewige Jungend einer Kirche, die immer nach drau\u00dfen geht.<\/i><\/p>\n<p>Nachdem sie die Augen aufgetan hatten und Jesus im \u201eBrechen des Brotes\u201c erkannten, \u201ebrachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zur\u00fcck\u201c (vgl.\u00a0<i>Lk<\/i>\u00a024,33). Dieses eilige Gehen, um die Freude \u00fcber die Begegnung mit dem Herrn mit anderen zu teilen, zeigt: \u00bbDie Freude des Evangeliums erf\u00fcllt das Herz und das gesamte Leben derer, die Jesus begegnen. Diejenigen, die sich von ihm retten lassen, sind befreit von der S\u00fcnde, von der Traurigkeit, von der inneren Leere und von der Vereinsamung. Mit Jesus Christus kommt immer \u2013 und immer wieder \u2013 die Freude\u00ab (Apostolisches Schreiben\u00a0<a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/apost_exhortations\/documents\/papa-francesco_esortazione-ap_20131124_evangelii-gaudium.html#Die_Freude_des_Evangeliums\"><i>Evangelii gaudium<\/i>, 1<\/a>). Man kann dem auferstandenen Jesus nicht wirklich begegnen, ohne von dem Wunsch beseelt zu sein, dies allen zu erz\u00e4hlen. Die erste und wichtigste Ressource f\u00fcr die Mission sind daher diejenigen, die den auferstandenen Christus in der Heiligen Schrift und in der Eucharistie erkannt haben und die sein Feuer in ihren Herzen und sein Licht in ihren Augen tragen. Sie k\u00f6nnen Zeugnis geben von dem Leben, das niemals stirbt, selbst in den schwierigsten Situationen und den dunkelsten Momenten.<\/p>\n<p>Das Bild der \u201ebewegten Schritte\u201c erinnert uns noch einmal an die immerw\u00e4hrende G\u00fcltigkeit der\u00a0<i>missio ad gentes<\/i>, des Auftrags, den der auferstandene Herr der Kirche gegeben hat, jedem Menschen und jedem Volk bis an die Enden der Erde das Evangelium zu verk\u00fcnden. Heute braucht die Menschheit, die durch so viel Ungerechtigkeit, Spaltung und Krieg verwundet ist, mehr denn je die Frohe Botschaft des Friedens und der Erl\u00f6sung in Christus. Deshalb nutze ich diese Gelegenheit, um zu bekr\u00e4ftigen: \u00bbAlle haben das Recht, das Evangelium zu empfangen. Die Christen haben die Pflicht, es ausnahmslos allen zu verk\u00fcnden, nicht wie jemand, der eine neue Verpflichtung auferlegt, sondern wie jemand, der eine Freude teilt, einen sch\u00f6nen Horizont aufzeigt, ein erstrebenswertes Festmahl anbietet\u00ab (<i>ebd<\/i>., 14). Die missionarische Bekehrung bleibt das wichtigste Ziel, das wir uns als Einzelne und als Gemeinschaft setzen m\u00fcssen, denn \u00bbdas missionarische Handeln [ist] das Paradigma f\u00fcr alles Wirken der Kirche\u00ab (<i>ebd<\/i>., 15).<\/p>\n<p>Wie der Apostel Paulus sagt, zieht uns die Liebe Christi in ihren Bann und dr\u00e4ngt uns (vgl.\u00a0<i>2 Kor<\/i>\u00a05,14). Hier geht es um die doppelte Liebe: die Liebe Christi zu uns, die unsere Liebe zu ihm hervorruft, inspiriert und anfacht. Und es ist diese Liebe, die die nach drau\u00dfen gehende Kirche immer jung h\u00e4lt, mit all ihren Gliedern in der Mission, um das Evangelium Christi zu verk\u00fcnden, in der \u00dcberzeugung, dass er \u00bbf\u00fcr alle gestorben [ist], damit die Lebenden nicht mehr f\u00fcr sich leben, sondern f\u00fcr den, der f\u00fcr sie starb und auferweckt wurde\u00ab (V<i>.<\/i>15). Alle k\u00f6nnen zu dieser Missionsbewegung beitragen: mit Gebet und Tat, mit den Opfergaben des Geldes und des Leidens, mit dem eigenen Zeugnis. Die P\u00e4pstlichen Missionswerke sind das bevorzugte Instrument, um diese missionarische Zusammenarbeit auf geistlicher und materieller Ebene zu f\u00f6rdern. Deshalb ist die Kollekte des Weltmissionssonntags f\u00fcr das P\u00e4pstliche Werk der Glaubensverbreitung bestimmt.<\/p>\n<p>Die Dringlichkeit des missionarischen Handelns der Kirche bringt nat\u00fcrlich eine immer engere missionarische Zusammenarbeit aller ihrer Mitglieder auf allen Ebenen mit sich. Dies ist ein wesentliches Ziel des synodalen Weges, den die Kirche mit den Stichworten\u00a0<i>Gemeinschaft<\/i>,\u00a0<i>Teilhabe<\/i>,\u00a0<i>Sendung<\/i>\u00a0beschreitet. Dieser Weg ist gewiss keine Selbstbesch\u00e4ftigung der Kirche mit sich selbst; er ist kein Prozess der Volksbefragung, um \u2013 wie in einem Parlament \u2013 zu entscheiden, was nach menschlichen Vorlieben geglaubt und praktiziert werden soll oder nicht. Es geht vielmehr darum, wie die Emmausj\u00fcnger aufzubrechen, die auf den auferstandenen Herrn h\u00f6ren, der immer in unsere Mitte kommt, um uns die Bedeutung der Heiligen Schrift zu erkl\u00e4ren und das Brot f\u00fcr uns zu brechen, damit wir seine Sendung in der Welt mit der Kraft des Heiligen Geistes weiterf\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>So wie die beiden J\u00fcnger den anderen erz\u00e4hlten, was auf dem Weg geschehen war (vgl.\u00a0<i>Lk<\/i>\u00a024,35), so wird auch unsere Verk\u00fcndigung ein freudiges Erz\u00e4hlen \u00fcber Christus den Herrn sein, \u00fcber sein Leben, sein Leiden, seinen Tod und seine Auferstehung, \u00fcber die Wunder, die seine Liebe in unserem Leben bewirkt hat.<\/p>\n<p>Machen auch wir uns also wieder auf den Weg, erleuchtet durch die Begegnung mit dem Auferstandenen und belebt durch seinen Geist. Machen wir uns auf den Weg mit brennenden Herzen, offenen Augen und bewegten Schritten, um andere Herzen brennen zu lassen durch das Wort Gottes, andere Augen aufzutun f\u00fcr Jesus in der Eucharistie und alle einzuladen, gemeinsam auf dem Weg des Friedens und des Heils unterwegs zu sein, den Gott der Menschheit in Christus geschenkt hat.<\/p>\n<p>Heilige Maria, die du mit uns unterwegs bist, Mutter der missionarischen J\u00fcnger Christi und K\u00f6nigin der Missionen, bitte f\u00fcr uns!<\/p>\n<p><i>Rom, Sankt Johannes im Lateran, am 6. Januar 2023, dem Hochfest der Erscheinung des Herrn.<\/i><\/p>\n<p>FRANZISKUS<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/messages\/missions\/documents\/20230106-giornata-missionaria.html\">www.vatican.va<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brennende Herzen und bewegte Schritte (vgl. Lk 24,13-35) Liebe Br\u00fcder und Schwestern! 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