{"id":60463,"date":"2023-12-14T19:02:29","date_gmt":"2023-12-14T17:02:29","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=60463"},"modified":"2023-12-14T19:02:29","modified_gmt":"2023-12-14T17:02:29","slug":"wie-kann-man-eine-synodale-kirche-in-der-sendung-sein-schritte-zur-synode-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wie-kann-man-eine-synodale-kirche-in-der-sendung-sein-schritte-zur-synode-2024\/","title":{"rendered":"Wie kann man eine synodale Kirche in der Sendung sein? &#8211; Schritte zur Synode 2024"},"content":{"rendered":"<p class=\"article__subTitle\">Mit Blick auf die Synodenversammlung im kommenden Jahr erl\u00e4utern die Kardin\u00e4le Grech und Hollerich in einem Schreiben an die Bisch\u00f6fe der Weltkirche die Arbeitsschritte f\u00fcr die kommenden Monate.<br \/>\nNach dem Abschluss der ersten Synodenetappe geht die Arbeit auf Ebene der Ortskirchen weiter \u2013 mit Blick auf Oktober 2024, wenn sich die Synodenteilnehmer f\u00fcr die gemeinsame Abschlusssitzung wieder im Vatikan treffen werden. Die Gemeinden sind unterdessen aufgerufen, \u00fcber das im vergangenen Oktober ver\u00f6ffentlichte Synthesedokument nachzudenken, weitere Konsultationen zu f\u00f6rdern und Beitr\u00e4ge f\u00fcr die Arbeit im n\u00e4chsten Jahr vorzubereiten. Nun haben die Bisch\u00f6fe in aller Welt ein vierseitiges Schreiben aus dem Synodensekretariat erhalten, dem auch ein Brief der Kardin\u00e4le Mario Grech (Generalsekret\u00e4r) und Jean-Claude Hollerich (Generalberichterstatter) beigef\u00fcgt ist.<br \/>\nIn diesem Brief r\u00e4umen die Kardin\u00e4le ein, dass der Zeitrahmen f\u00fcr die Arbeiten eng bemessen ist, fordern die Bisch\u00f6fe aber gleichzeitig auf, sich engagiert f\u00fcr den weiteren Prozess einzusetzen. \u201eJetzt ist es an der Zeit, den Weg mit Entschlossenheit wieder aufzunehmen\u201c, betonen die Kardin\u00e4le in der Anlage zu dem Schreiben, in dem die Schritte aufgezeigt werden, die in den verbleibenden Monaten vor der Zweiten Tagung der Synodenversammlung zu unternehmen sind.<\/p>\n<div>\n<p>\u201eJetzt ist es an der Zeit, den Weg mit Entschlossenheit wieder aufzunehmen\u201c<br \/>\nZun\u00e4chst wird in dem Dokument die Bedeutung der gemeinsam gelebten Erfahrung der Synodenteilnehmer hervorgehoben und daran erinnert, dass \u201eihr Bericht den Reichtum einer Erfahrung vermitteln kann, die kein Text zusammenfassen kann und die vielmehr einen unver\u00e4u\u00dferlichen Teil des Geschenks darstellt, das wir erhalten haben\u201c. Im weiteren Verlauf des Schreibens wird etwas genauer erl\u00e4utert, in welchen Bahnen der Synodale Prozess weitergehen wird. Mit den Worten des Papstes bei der Genehmigung des vorliegenden Aktionsplans wird pr\u00e4zisiert, dass \u201ees bei der Synode um die Synodalit\u00e4t geht und nicht um dieses oder jenes Thema&#8230;. Wichtig ist, <i>wie<\/i> die \u00dcberlegungen durchgef\u00fchrt werden, n\u00e4mlich auf synodale Weise\u201c.<\/p>\n<p>\u201eWichtig ist, wie die \u00dcberlegungen durchgef\u00fchrt werden, n\u00e4mlich auf synodale Weise\u201c<br \/>\nMit Blick auf einzelne Themen, die sich im bisherigen Verlauf herauskristallisiert haben, wird betont, dass einige von ihnen \u201eauf der Ebene der Gesamtkirche und in Zusammenarbeit mit den Dikasterien der r\u00f6mischen Kurie behandelt werden m\u00fcssen&#8220;, wie zum Beispiel die Vorstudie im Hinblick auf die Aktualisierung des Codex des kanonischen Rechts, die <i>Ratio fundamentalis<\/i> \u00fcber die Ausbildung der geweihten Amtstr\u00e4ger oder die Vertiefung der theologischen und pastoralen Forschung \u00fcber den Diakonat und in diesem Zusammenhang auch \u00fcber den Zugang der Frauen zum Diakonat. \u201eAls Ergebnis der Arbeit einer Synodenversammlung wird dem Heiligen Vater eine Liste mit diesen Themen vorgelegt werden. Zu den von ihm darunter ausgew\u00e4hlten Themen werden Expertengruppen aus allen Kontinenten einberufen, um unter Einbeziehung der zust\u00e4ndigen Dikasterien der r\u00f6mischen Kurie in einer kirchlichen Dynamik, die vom Generalsekretariat der Synode koordiniert wird, synodal zu arbeiten\u201c, hei\u00dft es weiter. Ein Fortschrittsbericht \u00fcber diese Arbeit wird demnach auf der Synodenversammlung im Oktober 2024 vorgelegt werden.<\/p>\n<p>\u201eWie kann man eine synodale Kirche in der Sendung sein?\u201c<br \/>\nDie grundlegende Frage, die zur Fortsetzung der Arbeit gestellt wird, lautet: \u201eWie kann man eine synodale Kirche sein, die herausgeht?\u201c Ziel ist es, Wege und Instrumente zu identifizieren, die zu nutzen sind, um \u201edie Originalit\u00e4t eines jeden Getauften und einer jeden Kirche in der einzigartigen Sendung der Verk\u00fcndigung des auferstandenen Herrn und seines Evangeliums in der heutigen Welt zu st\u00e4rken\u201c.<br \/>\n\u201eEs geht also nicht darum\u201c, so hei\u00dft es in dem Dokument weiter, \u201euns auf den Plan technischer oder verfahrenstechnischer Verbesserungen zu beschr\u00e4nken, die die Strukturen der Kirche effizienter machen, sondern an den konkreten Formen des missionarischen Engagements zu arbeiten, zu dem wir berufen sind, in der einer synodalen Kirche eigenen Dynamik zwischen Einheit und Vielfalt\u201c.<\/p>\n<p>Nicht auf technische Verbesserungen beschr\u00e4nken<br \/>\nIn diesem Zusammenhang wird die Nummer 27 von <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/apost_exhortations\/documents\/papa-francesco_esortazione-ap_20131124_evangelii-gaudium.html\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener\">Evangelii gaudium<\/a>, dem programmatischen Text des Pontifikats, zitiert: \u201eIch tr\u00e4ume von einer missionarischen Entscheidung, die f\u00e4hig ist, alles zu verwandeln, damit die Gewohnheiten, die Stile, die Zeitpl\u00e4ne, der Sprachgebrauch und jede kirchliche Struktur ein Kanal werden, der mehr der Evangelisierung der heutigen Welt als der Selbstbewahrung dient. Die Reform der Strukturen, die f\u00fcr die pastorale Neuausrichtung erforderlich ist, kann nur in diesem Sinn verstanden werden: daf\u00fcr zu sorgen, dass sie alle missionarischer werden.\u201c<br \/>\nDie Leitfrage wird auf zwei Ebenen behandelt, wobei immer der Synthesebericht als Anhaltspunkt dient. Wie kann auf der Ebene der Ortskirchen die differenzierte Mitverantwortung aller Glieder des Volkes Gottes f\u00fcr die Sendung gest\u00e4rkt werden? Welche Beziehungsformen, Strukturen, Unterscheidungs- und Entscheidungsprozesse in Bezug auf die Sendung erm\u00f6glichen es, diese zu erkennen, zu gestalten und zu f\u00f6rdern? Welche \u00c4mter und Mitwirkungsgremien k\u00f6nnen erneuert oder eingef\u00fchrt werden, um diese Mitverantwortung besser zum Ausdruck zu bringen? Auf der Ebene der Beziehungen zwischen den Kirchen und der Beziehung zum Bischof von Rom stellt sich die Frage, wie diese Beziehungen \u201ekreativ gestaltet werden k\u00f6nnen, um ein dynamisches Gleichgewicht zwischen der Dimension der Kirche als Ganzes und ihrer lokalen Verankerung zu finden\u201c. Ausgehend von der Leitfrage und den beiden genannten Ebenen wird jede Ortskirche aufgefordert, eine weitere Konsultation durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Nicht nochmal von vorne anfangen<br \/>\nWie in dem Dokument erkl\u00e4rt wird, geht es allerdings nicht darum, \u201ebei Null anzufangen oder den Prozess des Zuh\u00f6rens und der Konsultation zu wiederholen, der die erste Phase kennzeichnete\u201c. In dieser neuen Phase werde es vielmehr wichtig sein, \u201ezus\u00e4tzlich zu den partizipativen Gremien auf Di\u00f6zesanebene und dem bereits eingerichteten Synodalteam Personen und Gruppen einzubeziehen, die eine Vielfalt von Erfahrungen, F\u00e4higkeiten, Charismen und Diensten innerhalb des Volkes Gottes zum Ausdruck bringen und deren Sichtweise bei der Konzentration auf das <i>Wie\u00a0<\/i>besonders hilfreich ist\u201c. In diesem Zusammenhang werden unter anderem Theologen und Kanonisten sowie akademische Einrichtungen, die sich mit dem Thema befassen, zur Mitarbeit eingeladen.<\/p>\n<p>Bischofskonferenzen sammeln und erstellen Synthese<br \/>\nNach der Sammlung der Beitr\u00e4ge der Di\u00f6zesen haben die Bischofskonferenzen und ostkirchlichen Hierarchien, ebenso wie Di\u00f6zesen, die keiner Bischofskonferenz angeh\u00f6ren, \u201edie Aufgabe, eine Zusammenfassung von maximal 8 Seiten zu erstellen, die bis zum 15. Mai 2024 an das Generalsekretariat der Synode geschickt werden muss\u201c. Auf Grundlage des so gesammelten Materials werde dann das neue <i>Instrumentum laboris<\/i>\u00a0f\u00fcr die Synodensitzung im kommenden Oktober entworfen, wird in dem Dokument angek\u00fcndigt. Die Ortskirchen sind ebenfalls aufgefordert, \u201eden gesamten Synthesebericht durchzugehen und die Forderungen zu sammeln\u201c, die ihrer Situation am meisten entsprechen. Auf dieser Grundlage d\u00fcrften sie in der Lage sein, \u201edie geeignetsten Initiativen zu f\u00f6rdern, um das ganze Volk Gottes einzubeziehen (Bildungsaktivit\u00e4ten, theologische Vertiefungen, Feiern in einem synodalen Stil, Konsultationen an der Basis, Anh\u00f6rung von Minderheiten und Gruppen, die in Armut und sozialer Marginalit\u00e4t leben, R\u00e4ume, in denen kontroverse Themen behandelt werden k\u00f6nnen, usw.)\u201c. Auf freiwilliger Basis kann jede Ortskirche der Bischofskonferenz \u201eein kurzes Zeugnis \u00fcber die geleistete Arbeit und die gemachten Erfahrungen (maximal zwei Seiten) \u00fcbermitteln und eine bew\u00e4hrte Praxis mitteilen, die sie f\u00fcr wichtig h\u00e4lt, um eine missionarische synodale Dynamik zu entwickeln\u201c.<\/p>\n<p>Zeugnisse sollen unbearbeitet \u00fcbermittelt werden<br \/>\nSchlie\u00dflich werden die Bischofskonferenzen gebeten, diesen Prozess zu begleiten und sich um die Vertiefung der Leitfrage auch auf der Ebene von kirchlichen Zusammenschl\u00fcssen zu k\u00fcmmern, um die Synthese der erhaltenen oder erarbeiteten Beitr\u00e4ge auszuarbeiten. Im Hinblick auf die Verpflichtung, die synodale Dynamik lebendig zu halten, werden die Bischofskonferenzen gebeten, weiterhin Initiativen zu f\u00f6rdern, um als synodale Kirche in der Sendung auch auf der Ebene der Kirchengruppierungen zu wachsen. Zeugnisse und die Niederschrift bew\u00e4hrter Praktiken sollen gesammelt und bis zum 15. Mai an das Generalsekretariat der Synode gesendet werden, allerdings, ohne diese zusammenzufassen oder zu synthetisieren.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/vatikan\/news\/2023-12\/synode-vatikan-naechste-schritte-dokument-bischoefe.html\">www.vaticannews.va\/de<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Blick auf die Synodenversammlung im kommenden Jahr erl\u00e4utern die Kardin\u00e4le Grech und Hollerich in einem Schreiben an die Bisch\u00f6fe der Weltkirche die Arbeitsschritte f\u00fcr die kommenden Monate. 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