{"id":62975,"date":"2024-04-06T12:13:14","date_gmt":"2024-04-06T09:13:14","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=62975"},"modified":"2024-04-06T12:13:14","modified_gmt":"2024-04-06T09:13:14","slug":"annuarium-statisticum-ecclesiae-die-gesamtzahl-der-katholiken-steigt-weltweit-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/annuarium-statisticum-ecclesiae-die-gesamtzahl-der-katholiken-steigt-weltweit-weiter\/","title":{"rendered":"Annuarium Statisticum Ecclesiae &#8211; Die Gesamtzahl der Katholiken steigt weltweit weiter"},"content":{"rendered":"<p>Die Gesamtzahl der Katholiken steigt weltweit weiter, aber die Zahl der Priester sinkt, vor allem in Europa. R\u00fccklauf gibt es auch bei Ordensleuten, eine Zunahme hingegen bei st\u00e4ndigen Diakonen \u2013 und zwar \u00fcberall. Das geht aus Daten des Zentralamtes f\u00fcr kirchliche Statistik hervor, das Daten f\u00fcr den Zweijahres-Zeitraum 2021-2022 ver\u00f6ffentlichte.<\/p>\n<p>Dabei handelt es sich um Statistiken aus dem kirchlichen Jahrbuch 2022 sowie dem P\u00e4pstlichen Jahrbuch 2024.<\/p>\n<p><strong>Mehr Katholiken vor allem in Afrika<\/strong><br \/>\nDie <b>Gesamtzahl der getauften Katholiken stieg laut der Daten weltweit weiter<\/b>, von 1.376 Millionen im Jahr 2021 auf 1.390 Millionen im Jahr 2022, was einem relativen Anstieg von 1 Prozent entspricht. Vor allem in Afrika gab es einen Zuwachs, um 3 Prozent: die Zahl der Katholiken stieg dort von 265 Millionen auf 273 Millionen. In Amerika nahm die Katholikenzahl im Einklang mit der demografischen Entwicklung um 0,9 Prozent zu, in Asien um 0,6 Prozent. In Europa blieben die Zahlen hingegen gleich, sowohl 2021 als auch 2022 lagen sie bei 286 Millionen. Auch in Ozeanien blieben sie stabil.<\/p>\n<p><strong>Mehr Priester und Bisch\u00f6fe in Afrika und Asien\u00a0<\/strong><br \/>\nAbgenommen haben hingegen weiter die weltweiten <b>Priesterzahlen<\/b>, womit sich der Abw\u00e4rtstrend der letzten zehn Jahre fortsetzt: 2022 gab es insgesamt 407.730 Priester, 142 weniger als im Vorjahr 2021. Ihre Zahl nahm besonders in Europa (um 1,7 Prozent) und in Ozeanien (um 1,5 Prozent) ab, in Amerika blieb die Statistik stabil.\u00a0<b>Dieser weltweiten Entwicklung entgegen steht die Lage in Afrika und Asien, wo Priesterzahlen zunehmen<\/b>: im Vergleich zum Vorjahr stiegen sie 2022 in Afrika um 3,2 Prozent, in Asien um 1,6 Prozent.<br \/>\nIn Afrika und Asien wurden auch neue Bisch\u00f6fe geweiht, es gab einen Zuwachs um 2,1 und 1,4 Prozent \u2013 anders als bei stabilen Zahlen in Amerika und Ozeanien sowie einem leichten R\u00fcckgang in Europa. Mit 5.353 Oberhirten weltweit gab es 2022 insgesamt mehr Bisch\u00f6fe als im Vorjahr, was im Zweijahreszeitraum 2021-22 einem Anstieg von 0,25 Prozent entspricht. Allein ein knappes Drittel residiert in Nord- und S\u00fcdamerika (2.000), in Europa sank die Zahl um 0,6 Prozent auf 1.666.<\/p>\n<p><strong>Weniger Ordensfrauen vor allem in Ozeanien, Europa und Nordamerika<\/strong><br \/>\nEin differenziertes Bild zeigt sich hinsichtlich von Ordensfrauen weltweit. <b>Ihre Zahl ist weltweit insgesamt r\u00fcckl\u00e4ufig<\/b>, vor allem in der westlichen Welt, in einigen Weltregionen gibt es aber einen Zuwachs.<br \/>\n<b>Afrika ist auch hier der Kontinent mit einem Plus, entgegen dem weltweiten Trend<\/b>: So stieg die Zahl der Ordensfrauen von 81.832 im Jahr 2021 auf 83.190 im Jahr 2022, was einem relativen Anstieg von 1,7 Prozent entspricht. Es folgt S\u00fcdostasien, wo die Zahl der Ordensfrauen 2022 allerdings nur leicht auf 171.930 anstieg (Zunahme von 0,1 Prozent).\u00a0<b>In S\u00fcd- und Mittelamerika war dagegen ein R\u00fcckgang zu verzeichnen<\/b>: die Zahl sank um 2,5 Prozent, n\u00e4mlich von 98.081 im Jahr 2021 auf 95.590 im Jahr 2022. Schlie\u00dflich gab es drei kontinentale Regionen, wo die Zahlen stark sanken: Ozeanien (um 3,6 Prozent), Europa (um 3,5 Prozent) und Nordamerika (um 3,0 Prozent).<\/p>\n<p><strong>Fast doppelt so wiele Ordensfrauen wie Priester weltweit<\/strong><br \/>\n<b>Insgesamt gab es auch 2022 weitaus mehr Ordensfrauen als Priester, ihre Zahl \u00fcberstieg die der Priester um fast 47 Prozent.<\/b>\u00a0Global gesehen sank die Zahl der Ordensfrauen im Zeitraum 2021-22 aber weiter, n\u00e4mlich von 608.958 auf 599.228, was einem relativen R\u00fcckgang von 1,6 Prozent entspricht. Auch die Gruppe der nichtpriesterlichen Ordensm\u00e4nner geht weltweit zur\u00fcck: sie sank von 49.774 in 2021 auf 49.414 in 2022, vor allem in Europa, gefolgt von Afrika und Ozeanien. In Asien zeigte sich ein anderer Trend: Dort nahmen sie zu, ebenso geringf\u00fcgig auch in Amerika.<\/p>\n<p><strong>Mehr st\u00e4ndige Diakone &#8211; \u00fcberall<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend die weltweiten Zahlen der Priester und Ordensleute abnehmen, zeigt die Zahl der st\u00e4ndigen Diakone weltweit hingegen <b>eine gewisse Dynamik, und zwar auf allen Kontinenten<\/b>. Ihre Zahl nahm im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent zu und stieg von 49.176 auf 50.150. In Afrika, Asien und Ozeanien, wo ihr Anteil an der Gesamtzahl der Diakone immer noch unter 3 Prozent liegt, stiegen die Zahlen um 1,1 Prozent auf 1.380 im Jahr 2022.\u00a0<b>Auch in den Gebieten, in denen St\u00e4ndige Diakone zahlreich sind, nimmt ihre Zahl zu.\u00a0<\/b>In Amerika und Europa, wo 97,3 Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung leben, ist die Zahl der Diakone in den letzten zwei Jahren um 2,1 Prozent bzw. 1,7 Prozent gestiegen.<\/p>\n<p><strong>Priesterliche Berufungen gehen zur\u00fcck<\/strong><br \/>\nVon den weltweit 108.481 Seminaristen im Jahr 2022 <b>ist Afrika mit 34.541 auch der Kontinent mit der gr\u00f6\u00dften Zahl an Priesteramtskandidaten<\/b>. Es folgen Asien mit 31.767, Amerika mit 27.738, Europa mit 14.461 und schlie\u00dflich Ozeanien mit 974 Seminaristen.<br \/>\n<b>Priesterliche Berufungen gehen allerdings weltweit &#8211; au\u00dfer in Afrika und Ozeanien \u2013 zur\u00fcck.<\/b>\u00a02022 betrug die Zahl der Priesteramtskandidaten nur noch 108.481, was einem R\u00fcckgang von 1,3 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr entspricht.\u00a0<b>Vor allem Europa ist seit 2008 von einer Berufungskrise betroffen<\/b>, die sich bis in die j\u00fcngste Zeit fortsetzt: so ging allein im Zweijahreszeitraum 2021-2022 die Zahl der Seminaristen in dieser Weltregion\u00a0<b>um 6 Prozent zur\u00fcck<\/b>. Auch in Amerika sind R\u00fcckg\u00e4nge (um 3,2 Prozent) zu verzeichnen, ebenso in Asien (um 1,2 Prozent). In Afrika nahm die Zahl der Priesteramtskandidaten hingegen um 2,1 Prozent zu. Auch Ozeanien steht mit einem Zuwachs um 1,3 Prozent nicht schlecht da.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><br \/>\nDas vom Zentralamt f\u00fcr kirchliche Statistik verfasste Jahrbuch 2022 enth\u00e4lt die aktualisierten Daten zur Kirche weltweit. Anhand der Daten des P\u00e4pstlichen Jahrbuchs 2024 kann man sich hingegen \u00fcber das Leben der katholischen Kirche in der Welt vom 1. Dezember 2022 bis zum 31. Dezember 2023 informieren. Beide Statistiken werden vom Vatikanverlag ver\u00f6ffentlicht und sind im Buchhandel erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/vatikan\/news\/2024-04\/kirchliches-jahrbuch-2022-statistik-katholiken-weltweit-diakone.html\">www.vaticannews.va\/de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gesamtzahl der Katholiken steigt weltweit weiter, aber die Zahl der Priester sinkt, vor allem in Europa. 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