{"id":63741,"date":"2024-05-10T07:20:38","date_gmt":"2024-05-10T04:20:38","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=63741"},"modified":"2024-05-10T07:20:38","modified_gmt":"2024-05-10T04:20:38","slug":"papst-saenger-der-hoffnung-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/papst-saenger-der-hoffnung-werden\/","title":{"rendered":"Papst: \u201eS\u00e4nger der Hoffnung werden\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Am Donnerstagabend, Hochfest Christi Himmelfahrt, hat Franziskus im Rahmen einer feierlichen Vesper im Petersdom in Rom das Heilige Jahr 2025 ausgerufen. Dabei wurden auch einige Passagen der Verk\u00fcndigungsbulle \u201eSpes non confundit\u201c verlesen, die schon im Titel auf ein Thema verweist, das dem Kirchenoberhaupt besonders am Herzen liegt: Die christliche Hoffnung.<\/p>\n<p>Zu Beginn der Feier \u00fcberreichte der Papst vor der verschlossenen Heiligen Pforte am Petersdom den Verantwortlichen der vier Papstbasiliken, Kanonikern und weiteren Kirchenvertretern die sogenannte Verk\u00fcndigungsbulle.<\/p>\n<p>Teile der normalerweise auf Latein verfassten Urkunde, die das Siegel des Papstes tr\u00e4gt, wurden von Monsignor Leonardo Sapienza verlesen. Dessen Ernennung zum Protonotar hatte Papst Benedikt XVI. im Februar 2013 als eine seiner letzten Amtshandlungen vorgenommen.<\/p>\n<h2>Die Hoffnung, die nie entt\u00e4uscht&#8230;<\/h2>\n<p>Wie schon der Titel \u201eSpes non confundit\u201c (<i>Die Hoffnung l\u00e4sst nicht zugrundgehen<\/i>) verr\u00e4t, enth\u00e4lt die Urkunde zahlreiche \u00dcberlegungen des Papstes zur christlichen Hoffnung. Ein Thema, das Franziskus auch in seiner Predigt im Petersdom in Rom aufgriff:<\/p>\n<p>\u201eEs ist diese im gestorbenen und auferstandenen Christus wurzelnde Hoffnung, die wir feiern, uns zu eigen machen und der ganzen Welt im bevorstehenden n\u00e4chsten Heiligen Jahr verk\u00fcnden wollen,\u201c so der Pontifex. \u201eEs handelt sich dabei nicht um blo\u00df menschlichen Optimismus oder um eine fl\u00fcchtige Erwartung, die an eine irdische Sicherheit gekn\u00fcpft ist, nein, es geht um etwas, das sich in Jesus bereits erf\u00fcllt hat und auch uns jeden Tag geschenkt ist, bis wir in der Umarmung seiner Liebe ganz eins sind.\u201c<\/p>\n<h2>Die christliche Hoffnung gibt Halt im Leben<\/h2>\n<p>Die christliche Hoffnung gebe uns \u201eauf dem Weg unseres Lebens Halt, auch wenn er verschlungen und m\u00fchsam ist; sie er\u00f6ffnet uns Wege in die Zukunft, wenn Resignation und Pessimismus uns drohen gefangen zu halten; sie l\u00e4sst uns das m\u00f6gliche Gute sehen, wenn das B\u00f6se zu \u00fcberwiegen scheint; sie erf\u00fcllt uns mit Heiterkeit, wenn das Herz durch Versagen und S\u00fcnde beschwert ist; sie l\u00e4sst uns von einer neuen Menschheit tr\u00e4umen und ermutigt uns, eine geschwisterliche und friedliche Welt zu errichten, wenn es die M\u00fche nicht wert zu sein scheint,\u201c betonte Franziskus.<\/p>\n<p>Als Vorbereitung auf das Heilige Jahr rief das Kirchenoberhaupt im Jahr des Gebets dazu auf, in unserer von Verzweiflung gepr\u00e4gten Welt die Herzen zu Gott zu erheben und so zu \u201eS\u00e4ngern der Hoffnung\u201c zu werden.<\/p>\n<p>\u201eWir brauchen n\u00e4mlich Hoffnung,\u201c gab Franziskus zu bedenken. \u201eIhrer bedarf die Gesellschaft, in der wir leben, und die oft in der blo\u00dfen Gegenwart versunken und unf\u00e4hig ist, in die Zukunft zu blicken; ihrer bedarf unsere Zeit, die sich so manches Mal in der Freudlosigkeit des Individualismus und des \u201edurchs Leben schlagen\u201c m\u00fcde dahinschleppt; ihrer bedarf die Sch\u00f6pfung, die durch menschlichen Egoismus schwer verwundet und verunstaltet ist; ihrer bed\u00fcrfen die V\u00f6lker und Nationen, die voller Sorgen und \u00c4ngste in die Zukunft blicken, w\u00e4hrend die Ungerechtigkeiten arrogant fortgesetzt werden, die Armen verworfen werden, Kriege Tod s\u00e4en, die Letzten weiterhin ganz unten auf der Liste stehen bleiben und der Traum von einer geschwisterlichen Welt illusorisch erscheint. Ihrer bed\u00fcrfen die jungen Menschen, die oft orientierungslos sind, sich aber danach sehnen, in F\u00fclle zu leben; ihrer bed\u00fcrfen die \u00e4lteren Menschen, welche die Leistungs- und Wegwerfgesellschaft nicht mehr zu respektieren und anzuh\u00f6ren wei\u00df; ihrer bed\u00fcrfen die Kranken und all jene, die an K\u00f6rper und Geist verwundet sind und durch unsere N\u00e4he und unsere F\u00fcrsorge Linderung erfahren k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<h2>Alles in uns sucht die N\u00e4he Gottes&#8230;<\/h2>\n<p>Gerade in unserer Zeit, die eine Zeit der Ferne von Gott zu sein scheine, in der sich die Welt mit Dingen f\u00fclle und das Wort des Herrn untergehe, sei es wichtiger denn je, die Hoffnung wiederzuentdecken, zu verk\u00fcnden und aufzubauen, gab der Papst abschlie\u00dfend zu bedenken.<\/p>\n<p>W\u00f6rtlich sagte Franziskus:<\/p>\n<p>\u201eWir alle, Br\u00fcder und Schwestern, brauchen Hoffnung: unsere manchmal m\u00fchseligen und verletzten Lebensgeschichten; unsere Herzen, die nach Wahrheit, G\u00fcte und Sch\u00f6nheit d\u00fcrsten; unsere Tr\u00e4ume, die keine Dunkelheit ausl\u00f6schen kann. Alles, in uns und au\u00dferhalb von uns, ruft nach Hoffnung und sucht, auch ohne es zu wissen, die N\u00e4he Gottes.\u201c<\/p>\n<h2>Hintergrund<\/h2>\n<p>Das Heilige Jahr 2025 steht unter dem Motto \u201e<i>Pilger der Hoffnung<\/i>\u201c. Diese beiden Begriffe &#8211;\u00a0 \u201ePilger&#8220; und \u201eHoffnung\u201c\u00a0 &#8211; sind zentrale Themen des Pontifikats von Franziskus. Der offizielle Start des Heiligen Jahres ist am 24. Dezember 2024.<\/p>\n<p><b><i>Silvia Kritzenberger &#8211; Vatikanstadt<\/i><\/b><br \/>\nQuelle: https:\/\/www.vaticannews.va<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Donnerstagabend, Hochfest Christi Himmelfahrt, hat Franziskus im Rahmen einer feierlichen Vesper im Petersdom in Rom das Heilige Jahr 2025 ausgerufen. Dabei wurden auch einige Passagen der Verk\u00fcndigungsbulle \u201eSpes non confundit\u201c verlesen, die schon im Titel auf ein Thema verweist, das dem Kirchenoberhaupt besonders am Herzen liegt: Die christliche Hoffnung. 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