{"id":64034,"date":"2024-05-15T18:16:22","date_gmt":"2024-05-15T15:16:22","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=64034"},"modified":"2024-05-15T18:17:48","modified_gmt":"2024-05-15T15:17:48","slug":"pfingsten-2024-heimattag-der-banater-schwaben-in-ulm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/pfingsten-2024-heimattag-der-banater-schwaben-in-ulm\/","title":{"rendered":"Pfingsten 2024: Heimattag der Banater Schwaben in Ulm"},"content":{"rendered":"<p><strong>Pfingstgottesdienst: Zusammenfinden im Glauben mit drei Heimatpfarrern<\/strong><br \/>\n<strong><em>An Pfingsten verstehen sich alle in ihren eigenen Sprachen<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ein Programmpunkt, der beim Heimattag nicht fehlen darf, ist der gemeinsame Gottesdienst. Die lange Tradition des Gottesdienstes in der Donauhalle \u2013 der erste Heimattag in Ulm fand 1974 statt \u2013 wurde nur durch die Pandemie unterbrochen. Vor vier Jahren lauschten wir online der Predigt von Bischof Josef Csaba P\u00e1l und vor zwei Jahren fanden wir uns in der Ulmer Kirche St. Michael zu den Wengen beim Pfingstgottesdienst mit Pfarrer Markus Krastl zusammen. Nun treffen wir uns wieder wie gewohnt am Pfingstsonntag um 10 Uhr in der Donauhalle zu einer feierlichen Pfingstmesse mit Fahnenabordnungen, Trachtentr\u00e4gern, Ministranten, Blasmusik und Gesang, zelebriert von unseren Heimatpriestern.<br \/>\nDas dritte gro\u00dfe Fest im Jahr nach Ostern und Weihnachten ist das Pfingstfest. \u201eGottes Heiliger Geist baut Br\u00fccken zwischen den Menschen, stiftet Beziehungen und schafft Gemeinschaft\u201c, erkl\u00e4rte uns 2018 Erzbischof emeritus Dr. Robert Zollitsch die Ereignisse an Pfingsten. \u201eDie Menschen verschiedener Sprachen, die zum Pfingstfest in Jerusalem zusammen sind, h\u00f6ren die Apostel in ihrer je eigenen Sprache sprechen. Sie verstehen und wissen sich verstanden. Es ist die Kraft des Heiligen Geistes, die diese Br\u00fccken der Verst\u00e4ndigung baut, aufbaut und ausbaut.\u201c Die Zelebranten des Gottesdienstes sind dieses Jahr Pfarrer Paul Kollar, Pfarrer Karl Zirmer und Pfarrer Markus Krastl. Wir stellen Ihnen unsere Heimatpriester hier kurz vor:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Kollar-Paul.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-64017 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Kollar-Paul.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Kollar-Paul.jpg\" alt=\"\" width=\"238\" height=\"316\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27238%27%20height%3D%27316%27%20viewBox%3D%270%200%20238%20316%27%3E%3Crect%20width%3D%27238%27%20height%3D%27316%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Kollar-Paul-200x266.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Kollar-Paul-226x300.jpg 226w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Kollar-Paul-400x532.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Kollar-Paul-600x798.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Kollar-Paul.jpg 722w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/a>Pfarrer Paul Kollar wurde 1951 in Ebendorf im Banat geboren, wo er auch die Grundschule besuchte, bis es ihn nach Karlsburg zur Kantoschule zog. Dort schloss er auch das Priesterstudium ab. Durch Bischof Marton Aron 1976 zum Priester geweiht, betreute Paul Kollar als Kaplan in Lugosch auch Bethausen und weitere Filialen, unter anderen auch Giseladorf, wo er ab 1980 Titularpfarrer wurde. Einigen unseren Landsleute ist er wohl aus dieser Zeit durch sein Wirken im Banat bekannt. Nach zwei Jahren in Neuarad kehrte er 1985 wieder nach Lugosch zur\u00fcck und betreute weiterhin Giseladorf und Bethausen, bis er 1990 nach Deutschland zog. Hier war er zuerst Kaplan in Dieburg. Als Pfarrvikar in Dreieich, Buchschlag und Sprendligen wurde Pfarrer Kollar Aussiedlerseelsorger der Di\u00f6zese Mainz, die ihn nach dem Wechsel 1998 nach Langen und 2006 nach Bodenheim weiter mit der Aussiedlerseelsorge betraute. Vielen Banater Schwaben ist Pfarrer Paul Kollar als geistlicher Beirat des Gerhardsforums der Banater Schwaben bekannt, ein Amt, das er von 2013 bis 2021 bekleidete. Seit 2014 ist er Mitarbeiter im Vorstand des St. Gerhards-Werks und engagiert sich seit 2016 als stellvertretender Vorsitzender im S\u00fcdosteutschen Priesterwerk. Seit 2020 ist Pfarrer Paul Kollar in Rente und betreut unsere Banater Landsleute bei vielen kirchlichen Veranstaltungen im ganzen S\u00fcddeutschen Raum. Mit dem Herzen zu sehen und ein offenes Ohr f\u00fcr die Anliegen und Sorgen der Menschen, f\u00fcr Gro\u00df und Klein, Jung und Alt zu haben, in allen Bereichen der Seelsorge da zu sein und bei allen Aufgaben authentisch zu bleiben, sei ihm immer wichtig gewesen, sagte Pfarrer Kollar r\u00fcckblickend auf die letzte Station seines priesterlichen Wirkens im Gespr\u00e4ch mit \u201eJournal Lokal\u201c anl\u00e4sslich seiner Verabschiedung in den Ruhestand 2020.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Zirmer-Karl.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-64020 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Zirmer-Karl-1024x819.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Zirmer-Karl-1024x819.jpg\" alt=\"\" width=\"254\" height=\"203\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27254%27%20height%3D%27203%27%20viewBox%3D%270%200%20254%20203%27%3E%3Crect%20width%3D%27254%27%20height%3D%27203%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Zirmer-Karl-177x142.jpg 177w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Zirmer-Karl-200x160.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Zirmer-Karl-300x240.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Zirmer-Karl-400x320.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Zirmer-Karl-600x480.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Zirmer-Karl-768x614.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Zirmer-Karl-800x640.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Zirmer-Karl-1024x819.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Zirmer-Karl.jpg 1200w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 254px) 100vw, 254px\" \/><\/a>Pfarrer Karl Zirmer, geboren 1959 in Sanktanna im Banat, f\u00fchlt sich der Volksgruppe der Banater Schwaben zugeh\u00f6rig und hat die Verbindung zu den Kirchen in seinem Heimatort \u00fcber die Jahre erhalten. Nach dem Studium der Theologie in Karlsburg wurde Pfarrer Zirmer 1985 von Bischof Dr. Jakab Antal zum Priester geweiht und begann seinen priesterlichen Dienst als Kaplan in der Temeswarer Fabrikstadt. Unsere Banater Landsleute im Kreis Arad durften ihn kennenlernen, als er 1987 als deutscher Seelsorger nach Arad kam und ab 1989 auch Baumgarten und Sentlein betreute. Die Entscheidung, nach Deutschland auszureisen, traf Pfarrer Karl Zirmer im August 1991, er steht seit 1993 im Dienste der Di\u00f6zese Mainz. Nach einer kurzen Zeit in Osthofen folgte die Berufung als Pfarrvikar nach Gro\u00dfen-Buseck und 1994 als Pfarrer der rheinhessischen Gemeinde Saulheim mit Udenheim als Filialgemeinde. 1999 wurde Pfarrer Zirmer Dekan der Dekanates Alzey\/ Gau-Bickelheim, bis er 2003 die beiden Gemeinden St. Marien Ginsheim und Herz-Jesu Gustavsburg \u00fcbernahm, 2005 kam Christk\u00f6nig Bischofsheim dazu. Ab 2015 war Pfarrer Karl Zirmer Dekan des Dekanates R\u00fcsselsheim bis zu dessen Aufl\u00f6sung 2022, folgend wurde er zum Leiter des Pastoralraumes AKKMainspitze ernannt. In der Osterbotschaft, die Pfarrer Zirmer im Jahr 2014 f\u00fcr die Banater Post geschrieben hat, vertraute er uns an: \u201eDas Sch\u00f6nste und das Wertvollste am christlichen Glauben ist wohl, dass er mich nicht in Resignation und Mutlosigkeit versinken l\u00e4sst, dass er mir vielmehr die Kraft gibt, wieder aufzustehen, aus einer immer wieder erneuerten Hoffnung zu leben und zu arbeiten.\u201c<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Heimattag-Krastl-2022-.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-64023 alignright\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Heimattag-Krastl-2022--1003x1024.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Heimattag-Krastl-2022--1003x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"310\" height=\"317\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27310%27%20height%3D%27317%27%20viewBox%3D%270%200%20310%20317%27%3E%3Crect%20width%3D%27310%27%20height%3D%27317%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Heimattag-Krastl-2022--66x66.jpg 66w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Heimattag-Krastl-2022--200x204.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Heimattag-Krastl-2022--294x300.jpg 294w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Heimattag-Krastl-2022--400x409.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Heimattag-Krastl-2022--600x613.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Heimattag-Krastl-2022--768x784.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Heimattag-Krastl-2022--800x817.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Heimattag-Krastl-2022--1003x1024.jpg 1003w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Heimattag-Krastl-2022--1200x1226.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Heimattag-Krastl-2022--1504x1536.jpg 1504w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Heimattag-Krastl-2022-.jpg 1679w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><\/a>Obwohl 1975 im Saarland geboren, f\u00fchlt sich Pfarrer Markus Krastl den Banater Schwaben seit jeher eng verbunden. Sein Vater Bernhard Krastl stammt aus Guttenbrunn und seine Mutter Veronika, geb. Schmidt, aus Jahrmarkt. Nach dem Abitur 1995 am Gymnasium Johanneum in Homburg (Saar) folgte das Theologiestudium in Trier, zu dem auch ein Auslandsjahr in Dublin (Irland) geh\u00f6rte und das mit dem Diplom abgeschlossen wurde. Parallel dazu erfolgte f\u00fcr Markus Krastl der Eintritt ins Priesterseminar in Trier, wo er nach einer beruflichen Orientierungsphase 2006 die Diakonenweihe in der Pfarrei St. Peter in Bous erhielt. Nach der Priesterweihe 2007 f\u00fchrte ihn seine berufliche T\u00e4tigkeit als Kaplan in die Pfarreiengemeinschaft Waldbreitbach, Niederbreitbach, Kurtscheid, bis er 2012 als Kooperator in der Pfarrei St. Ludwig \u2013 Herz Jesu \/ Spiesen-Elversberg t\u00e4tig wurde. Die Guttenbrunner und Jahrmarkter kennen ihn schon l\u00e4nger, den anderen Landsleuten ist Pfarrer Markus Krastl sp\u00e4testens 2008 in Ulm aufgefallen, wo er bei fast jedem Heimattag in der Donauhalle den Pfingstgottesdienst mitzelebriert hat. Pfarrer Markus Krastl ist seit 2015 Pfarrverwalter und seit 2016 Pfarrer der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit in Neunkirchen. Seit 2022 kam die Pfarrei St. Ludwig \u2013 Herz Jesu \/ Spiesen-Elversberg dazu. F\u00fcr einen Zeitraum von drei Jahren war Pfarrer Krastl auch Di\u00f6zesanseelsorger der KAB Trier. Den Landsleuten ein Gef\u00fchl von Zugeh\u00f6rigkeit zu vermitteln und deren Zusammenhalt zu f\u00f6rdern, sei schon immer wichtig gewesen und heute wichtiger denn je. Beheimatung h\u00e4tten die Banater Schwaben nicht nur in der Landsmannschaft gefunden, sondern auch im Glauben, denn wahre Heimat sei nur bei Gott. Dies m\u00fcsse man sich gerade an Pfingsten, dem Fest des Heiligen Geistes, vergegenw\u00e4rtigen. Denn der Heilige Geist sei die Liebe, die von Gott zu den Menschen str\u00f6mt, so Pfarrer Krastl in seiner Predigt beim Heimattag der Banater Schwaben in Ulm 2022.<\/p>\n<p><em>Karin Bohnenschuh<\/em><br \/>\nErschienen in: <strong><em>Banater Post<\/em><\/strong>, Jahrgang 68, Nummer 9, M\u00fcnchen, 5. Mai 2024, S. 4<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pfingstgottesdienst: Zusammenfinden im Glauben mit drei Heimatpfarrern An Pfingsten verstehen sich alle in ihren eigenen Sprachen Ein Programmpunkt, der beim Heimattag nicht fehlen darf, ist der gemeinsame Gottesdienst. Die lange Tradition des Gottesdienstes in der Donauhalle \u2013 der erste Heimattag in Ulm fand 1974 statt \u2013 wurde nur durch die Pandemie unterbrochen. 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