{"id":64640,"date":"2024-05-29T18:15:58","date_gmt":"2024-05-29T15:15:58","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=64640"},"modified":"2024-06-02T18:22:03","modified_gmt":"2024-06-02T15:22:03","slug":"ich-glaube-an-den-endgueltigen-sieg-der-liebe-retrospektive-von-pfr-georg-kobor-emeritierter-generalvikar-anlaesslich-des-diamantenen-priesterjubilaeums-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/ich-glaube-an-den-endgueltigen-sieg-der-liebe-retrospektive-von-pfr-georg-kobor-emeritierter-generalvikar-anlaesslich-des-diamantenen-priesterjubilaeums-ii\/","title":{"rendered":"Ich glaube an den endg\u00fcltigen Sieg der Liebe \u2013 Retrospektive von Pfr. Georg K\u00f3bor, emeritierter Generalvikar, anl\u00e4sslich des diamantenen Priesterjubil\u00e4ums (II.)"},"content":{"rendered":"<p>Das <em>Diamantene Priesterjubil\u00e4um<\/em> bezeichnet den 60. Jahrestag einer Priesterweihe. Sechs Jahrzehnte des Dienstes im Weinberg des Herrn. Sechzig gefeierte Ostern\u00e4chte, sechzig Adventsvorbereitungen und 60 x 365 oder 21.900 Mal, wenn der Tag mit dem Morgengebet beginnt. Am 26. Mai feierte Pfr. Georg K\u00f3bor, emeritierter Generalvikar, sein Diamantenes Priesterjubil\u00e4um. Der \u201eHerr Vikar\u201c, wie ihn viele seiner Freunde und Bekannten nennen, beginnt sein Morgenprogramm weiterhin mit einem Dialog mit Gott.<\/p>\n<p><strong>Einige Daten aus dem Leben und der T\u00e4tigkeit von Pfr. K\u00f3bor Gy\u00f6rgy, emeritierter Generalvikar des Bistums Temeswar, Pfarrer von Tschakowa<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/50f739a6-85e0-42c8-aa7a-1b729e657a44.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-64516 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/50f739a6-85e0-42c8-aa7a-1b729e657a44.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/50f739a6-85e0-42c8-aa7a-1b729e657a44.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"296\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27525%27%20height%3D%27296%27%20viewBox%3D%270%200%20525%20296%27%3E%3Crect%20width%3D%27525%27%20height%3D%27296%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/50f739a6-85e0-42c8-aa7a-1b729e657a44-200x113.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/50f739a6-85e0-42c8-aa7a-1b729e657a44-300x169.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/50f739a6-85e0-42c8-aa7a-1b729e657a44-400x226.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/50f739a6-85e0-42c8-aa7a-1b729e657a44-600x339.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/50f739a6-85e0-42c8-aa7a-1b729e657a44.jpg 638w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/a>Pfr. K\u00f3bor Gy\u00f6rgy wurde am 26. November 1941 in der Ortschaft Dejan (Deschandorf \/ Dezs\u00e1nfalva) geboren.<br \/>\nSeine theologischen Studien folgte er am Priesterseminar von Alba Iulia \/ Karlsburg, da in der damaligen Zeit unsere Di\u00f6zese nur als ein einfaches \u201eDekanat\u201c (\u00abProtopopiat\u00bb) von der kommunistischen Regime anerkannt war und \u00fcber kein eigenes Priesterseminar verf\u00fcgen durfte. So absolvierte der junge Theologe Georg K\u00f3bor in Alba Iulia und wurde in der dortigen Kathedrale zum hl. Michael am 5. April 1964 vom gottseligen Bischof und Bekenner M\u00e1rton Aaron zum Priester geweiht.<br \/>\nDie erste Pastoralstelle, die der junge Neupriester K\u00f3bor bekam war Arad-Mikalaka, von wo aus er auch die dazugeh\u00f6rige Filiale Schofronya betreute. Ab 1969 bekam der junge Priester den Transfer in die Pfarrei Cruceni\/ Kerestesch, in der N\u00e4he von Johannisfeld, um nur einige Jahre danach \u2013 1972 \u2013 zum Pfarrer von Tschakowa ernannt zu werden. Diese Pfarrei betreute er mehr als drei Jahrzehnte und, mit der Zeit, musste er auch die verwaisten Pfarreien und Filialen: Folea, Ghilad, Satu Iosif\/Josefsalasch, Liebling und Obad versehen. Pfarrer K\u00f3bor \u00fcbergab die pastorale Pflege der Pfarrei Tschakowa 2004 seinem Nachfolger, Pfr. Dorin Gyula Filip, den er aber bis heute noch mit Rat und Tat zur Seite steht.<br \/>\nOrdinarius Msgr. Sebastian Kr\u00e4uter machte Pfr. K\u00f3bor zum Ehrendechant und zum Mitglied des Priesterrates und des Konsultorenkollegiums \u2013 wie uns der Schematismus von 1986 zu berichten wei\u00df.<br \/>\nMit der Reaktivierung des Domkapitels, nach 1990, wurde Pfr. K\u00f3bor zum Domherr (Canonicus Junior) und ab dem 9. Juni 1993 zum Generalvikar des Bischofs Sebastian Kr\u00e4uter, bzw., durch diesen Amt zum Monsigniore. Bischof Martin Roos ernannte Domherr K\u00f3bor 2002 zum Praepositus Minor (Klein-Propst) des Temeswarer Domkapitels.<br \/>\nDie Wende 1989 brachte f\u00fcr unsere Di\u00f6zese auch die M\u00f6glichkeit aber auch die absolute Notwendigkeit die Caritas-Arbeit zu reaktivieren und eine massive Pr\u00e4senz zugunsten der Armen, Kranken und Notleidenden zu entwickeln. Dadurch wurde auch die pastorale Arbeit der Di\u00f6zese gest\u00e4rkt. So gr\u00fcndete Pfr. K\u00f3bor schon 1990 die Caritas \u00abSanctus Gerhardus\u00bb Tschakowa, deren Vorsitzender er bis heute ist. Ab 1992 und bis heute erf\u00fcllt Pfr. Georg K\u00f3bor auch die Aufgabe des stellvertetenden Direktors der Di\u00f6zesancaritas.<\/p>\n<p><strong>In Tschakowa<\/strong><br \/>\n&#8211; Damals z\u00e4hlte die katholische Pfarrgemeinde Tschakowa etwa 1400 Gl\u00e4ubige. Es gab ein hochwertiges musikalisches Leben. Pfr. Josef Gerstenengst, ein hervorragender Organist, einer der besten des Landes \u00fcberhaupt, der Organist der St. Josephs-Kathedrale in Bukarest war, Herr Josef Brandeis, ebenfalls ein sehr guter Organist, sorgten zusammen mit Lehrer Andreas Kernweisz, Schuldirektor und Organist, ebenfalls ein hochkar\u00e4tiger Musiker, f\u00fcr eine hochwertige musikalische Umrahmung der Heiligen Messen. Im ersten Jahr, 1972, wurde die Heiligabendmesse \u2013 die Christmette \u2013 von der Blaskapelle musikalisch begleitet. Es gab hl. Messen, bei denen 24 Messdiener um den Altar herum dienten. Wir hatten eine funktionierende Dangel-Orgel, die im Wegenstein-Stil modernisiert worden war. Alle 5 Glocken im Turm sorgten f\u00fcr eine erbauliche Atmosph\u00e4re vor der hl. Messe. Die gro\u00dfe Glocke, die 1206 kg wiegt, ist zu Ehren der Allerheiligsten Dreifaltigkeit geweiht. Die Kirche ist auf dem neuesten Stand der Technik, es wurde eine Zentralheizung eingef\u00fchrt und aus Sicherheitsgr\u00fcnden ein Infrarot-\u00dcberwachungs- und Schutzsystem installiert. Ein vierzigk\u00f6pfiger Jugendchor gestaltete die hl. Messe und erfreute viele Kirchen mit seinem rhythmischen Gesang, der damals ein Novum darstellte. Der Chor sang sogar in der damals sehr neuen und modernen Kirche in Orschowa. Ich habe versucht, zu erziehen und Hilfe anzubieten. Es gibt keine gr\u00f6\u00dfere Freude, als zu sehen, wie ein junger Mann, den man f\u00fcr einen \u201eNiemand\u201c hielt, zu einem angesehenen Mitglied der Gesellschaft wird. Er kam und bat darum, getauft zu werden. Ich antwortete ihm, dass die Taufe sehr teuer sei. \u201eWie viel muss ich zahlen?\u201c, fragte er. \u201eDu brauchst nichts zu bezahlen. Aber von nun an kein Alkohol, keine Zigaretten, keine lauten Feiern.\u201c Abends suchte er mich oft in der Kirche, weil er wusste, dass er mich dort finden w\u00fcrde&#8230; Manchmal konnte er vier Wochen ohne Alkohol auskommen. Schlie\u00dflich gelang es ihm, dieser schlechten Gesellschaft zu entkommen. Nach eineinhalb Jahren habe ich ihn getauft. Ein junges M\u00e4dchen kam einmal zu mir und sagte, dass sie nicht an Gott glaube. \u201eWenn ich Sie w\u00e4re, w\u00fcrde ich auch nicht glauben.\u201c \u201eWas meinen Sie?\u201c sagte das M\u00e4dchen. Ich fragte sie: \u201eWo haben Sie zuletzt von Jesus geh\u00f6rt?\u201c \u201eVon meiner Gro\u00dfmutter&#8230;\u201c kam die Antwort. \u201eWann?\u201c \u201eAls ich f\u00fcnf war, kurz vor Weihnachten.\u201c Da fragte ich sie: \u201eKannst du noch die Schuhe tragen, die du mit f\u00fcnf Jahren anhattest?\u201c Das M\u00e4dchen war damals f\u00fcnfzehn oder sechzehn. \u201eNein!\u201c, antwortete sie. \u201eDann kannst du heute auch nicht den Glauben leben, den Oma dir damals, in diesem Alter, vermitteln wollte.\u201c \u201eAber in den Religionsunterricht darf ich doch kommen?\u201c \u201eNat\u00fcrlich darfst du!\u201c Fast ein Jahr verging. \u201eHerr Pfarrer, ich habe entdeckt, dass ich an Gott glaube. Ich habe gesehen, was f\u00fcr eine Atmosph\u00e4re, wie viel Aufrichtigkeit in dieser Gruppe herrscht.\u201c Sie war die Tochter des Sicherheitsbeamten&#8230; Damals kamen 90-100 Kinder zur Abendmesse nach Tschakowa. Wir gingen mit ihnen, um das Stadtzentrum und die Stra\u00dfen zu reinigen. Im Jahr 1974 pflanzten wir etwa 70 Linden. Einige von ihnen stehen heute noch auf dem Friedhof in Ghilad. Ich dachte, dass sie f\u00fcr die Imker n\u00fctzlich sein w\u00fcrden. Ich dachte auch, es w\u00e4re gut f\u00fcr die Caritas, wenn wir ein Fass Honig von ihnen bek\u00e4men. Heute sind die B\u00e4ume schon gro\u00df, kein einziger ist vertrocknet. Die Caritas hat auch \u00fcber 500 Obstb\u00e4ume gepflanzt. Es wurde und wird so viel Obst geerntet, dass genug f\u00fcr alle da ist. Wir machen Kompotte, Marmeladen und sogar \u201ealkoholische Tropfen\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0001.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload aligncenter wp-image-64519 size-large\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0001-1024x768.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0001-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271024%27%20height%3D%27768%27%20viewBox%3D%270%200%201024%20768%27%3E%3Crect%20width%3D%271024%27%20height%3D%27768%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0001-200x150.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0001-300x225.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0001-400x300.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0001-600x450.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0001-768x576.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0001-800x600.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0001-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0001-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0001.jpg 1280w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Jedes Jahr unternahmen wir eine Wallfahrt zur Basilika Maria-Radna, an der etwa 200-250 Personen teilnahmen. Wir reisten in gemieteten Bussen, sehr zum Missfallen der kommunistischen politischen Beh\u00f6rden vor 1989, die meinten, wir w\u00fcrden Menschen \u201caus der Produktion nehmen\u201c. Ich konnte drei Priester zur Erf\u00fcllung ihrer Berufung begleiten und nun am Altar dienen: Johann P\u00e1lfi, Johann Kapor und Dorin Gyula Filip. Alle drei sind nun Domherren \/ Kanoniker, ein Zeichen daf\u00fcr, dass die Bisch\u00f6fe ihren Dienst \u00fcber die Jahre hinweg gesch\u00e4tzt haben. Bischof Sebastian Kr\u00e4uter betraute mich als Dechant mit verschiedenen Aufgaben und Pflichten, und 1993 ernannte er mich zum Generalvikar. Ich diente der Di\u00f6zese sechs Jahre lang unter ziemlich komplizierten Umst\u00e4nden, denn in dieser Zeit begannen wir mit der Renovierung des Temeswarer Bischofspalastes in der Pacha-Stra\u00dfe 4, nachdem das Geb\u00e4ude befreit worden war. Als das Geb\u00e4ude 1950 verstaatlicht wurde und wir auf die Stra\u00dfe gesetzt wurden, mussten wir bis zum n\u00e4chsten Tag alles weg r\u00e4umen und einfach verschwinden, da uns kein Platz zugewiesen wurde, wo wir unsere Sachen unterbringen konnten. In den Jahren des Kommunismus lebten 22 Familien im Bischofspalast, Sie k\u00f6nnen sich vorstellen, welche \u201eReparaturen\u201c an diesem Geb\u00e4ude vorgenommen wurden, als es praktisch keinen Herr hatte. Es hat viel M\u00fche gekostet, die Genehmigung f\u00fcr die Renovierung zu bekommen, und der damalige Leiter der Bischofskanzlei, der sp\u00e4tere Bischof Martin Roos, hat daf\u00fcr gesorgt, dass vom Gerhardswerk aus und durch Verbindungen in den Westen finanzielle Mittel und Hilfen kommen.<\/p>\n<p><strong>Im Dienste der Bed\u00fcrftigen<\/strong><br \/>\nSeit der Zeit der Apostel hat die Kirche neben der Verk\u00fcndigung des Glaubens den Auftrag, sich um die Armen und Bed\u00fcrftigen zu k\u00fcmmern. Vor den Ver\u00e4nderungen des Jahres 1989 gab es dazu nur wenig Gelegenheit. Die ersten Hilfslieferungen trafen am 27. Dezember 1989 ein. Die Caritas Graz brachte uns nicht verderbliche Lebensmittel und \u00fcberlegte, womit sie uns sonst noch helfen k\u00f6nnte. Im Laufe der Zeit entwickelte sich diese Beziehung zu einer aktiven, langfristigen Beziehung. Mit Hilfe der Caritas haben wir das Geb\u00e4ude des staatlichen Kindergartens in Tschkowa komplett renoviert und die Kinderg\u00e4rtnerinnen zu einer Fortbildung eingeladen, dann haben wir eine neue Heizungsanlage f\u00fcr das \u00f6rtliche staatliche Krankenhaus gebaut und die Sanit\u00e4ranlagen renoviert. Das staatliche Altenheim in Tschakowa wurde mit einer modernen Waschk\u00fcche ausgestattet, und die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz in Wels (Ober\u00f6sterreich) &#8211; das Krankenhaus der Schwestern &#8211; spendeten 60 neue Betten von guter Qualit\u00e4t, um den Patienten im Rahmen ihrer M\u00f6glichkeiten komfortablere Lebensbedingungen zu bieten. Diese \u00f6sterreichischen Schwestern waren die Initiatoren der Arbeit des Altenheims (bis etwa 1923 hatten sie auch ein Heim in Hatzfeld \/ Jimbolia). Beide Schwestern, die ich gut kannte, sind bereits ins Haus des himmlischen Vaters zur\u00fcckgekehrt, aber ich habe immer noch ihre Fotos auf meinem Schreibtisch. Ich habe immer zu ihnen gebetet. Sie helfen mir auch heute noch, vom Himmel. Schwester Edwina hat als Bauernm\u00e4dchen auch im Stall gearbeitet, bevor sie in die Kongregation der Barmherzigen Schwestern aufgenommen wurde. Seit 1984 habe ich sie in Wels in Ober\u00f6sterreich besucht. Wenn ich ein Problem hatte oder wenn ein anderer ein Problem hatte, habe ich mich an sie gewandt; ich habe mich bei ihnen immer wohl gef\u00fchlt, sie hatten immer ein freies Bett f\u00fcr mich. Eines Abends, als ich in Wels ankam, sah ich, dass die Schwester traurig war. \u201eBist du krank?\u201c, fragte ich sie. \u201eNein, ich habe seit gestern fr\u00fch Bereitschaftsdienst\u201c, antwortete sie. \u201eAuf der Station nebenan sind zwei Patienten, wir wissen leider nicht, wie sich ihr Zustand entwickeln wird, und die Schwester, die jetzt auf dieser Station arbeitet, hat erst zwei Jahre Erfahrung. Ich m\u00f6chte sie nicht allein lassen.\u201c Ich ging zu Bett. Am fr\u00fchen Morgen fand ich sie an der gleichen Stelle, an der wir uns am Abend zuvor getrennt hatten. \u201eKeine Nachtruhe?\u201c &#8211; fragte ich sie. \u201eNein. Es hat sich nichts entschieden\u201c, antwortete sie. Noch immer kein Wort dar\u00fcber, wie es den Kranken geht. \u201eUnd k\u00f6nnen Sie sich jetzt ausruhen?\u201c Sie sch\u00fcttelte verneinend den Kopf. Den ganzen Tag war sie mit Aufnahmen und Verwaltungsangelegenheiten besch\u00e4ftigt gewesen. Ich dachte, dass ich sie am Abend mit Sicherheit nicht mehr hier wieder sehen w\u00fcrde. Aber sie war wieder im Bereitschaftsraum. Gegen zehn Uhr sah ich, dass sie eind\u00f6ste. Ich fragte sie erneut, ob sie sich ausruhen wolle. \u201eDer Zustand des Patienten scheint sich zu verbessern\u201c, antwortete sie. Gegen Mitternacht ging ich wieder auf die Station. \u201eDie Patienten haben den kritischen Zustand \u00fcberwunden, jetzt kann ich mich ausruhen\u201c, sagte sie mir. Die Schwester blieb drei Tage und drei N\u00e4chte bei den Patienten. \u201eDiese Schwestern waren wie Engel auf Erden\u201c, f\u00fcgt Pfr. K\u00f3bor mit Tr\u00e4nen in den Augen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0006.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload aligncenter wp-image-64522 size-large\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0006-1024x768.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0006-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271024%27%20height%3D%27768%27%20viewBox%3D%270%200%201024%20768%27%3E%3Crect%20width%3D%271024%27%20height%3D%27768%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0006-200x150.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0006-300x225.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0006-400x300.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0006-600x450.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0006-768x576.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0006-800x600.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0006-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0006-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/IMAG0006.jpg 1280w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zu dieser Zeit fehlte es uns an vielen Dingen. Zum Beispiel, der Krankenwagenpark des Kreises Temesch war in einem sehr schlechten Zustand. Als ich das sah, wandte ich mich an Dr. Zweidick, den Generaldirektor des Roten Kreuzes in Graz, und bat ihn, zu helfen, wo er konnte. Die Reaktion war sehr positiv, und am Pfingstmontag traf ein Spezialteam ein, das als Spende f\u00fcr den Kreis Temesch eine Anzahl von 8 Krankenwagen in ausgezeichnetem Zustand und mit voller Ausr\u00fcstung brachte. Der erste Krankenwagen wurde hier in Betrieb genommen. Die Reihe der Anfragen ging weiter, denn auch die Krankenh\u00e4user waren schlecht versorgt. Es kam zum Beispiel vor, dass ich einen Anruf von \u201eClinicile Noi\u201c in Temeswar erhielt und mir gesagt wurde, dass am n\u00e4chsten Tag keine Operation durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nne, weil es keine Infusionen oder spezielle Handschuhe g\u00e4be. Ich rief in Graz an und zwei Tage sp\u00e4ter kam der Kleinbus mit einer gro\u00dfen Menge an Infusionen und OP-Handschuhen. Aber das war nicht das einzige Mal, dass dringend Hilfe ben\u00f6tigt wurde. In der N\u00e4he von Lugosch kam es zu einem Ausbruch von Trichinellose, wahrscheinlich durch Wildschweine verursacht, und 60 Menschen schwebten in Lebensgefahr. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits viele Treffen und Kontakte mit der Gesundheitsdirektion des Kreises Temesch. Sie riefen mich dringend an, dass sie nichts tun k\u00f6nnten, es g\u00e4be keine Medikamente. An wen sollte ich mich sonst wenden, wenn nicht an die Caritas Graz?! Am n\u00e4chsten Morgen brachte das erste Flugzeug 60 Dosen Medikamente, niemand musste begraben werden, alle wurden gerettet. Ich bin oft nach Graz gereist und habe dort kranke Kinder zu Untersuchungen und Behandlungen gebracht. Aber nicht nur in Graz, sondern auch in der Schweiz, in der Umgebung von Basel, und in Deutschland, in Freiburg, in K\u00f6ln, und ich habe den Unterschied gesehen. Ich habe die M\u00e4ngel gesehen, die uns das Leben schwer machen, und ich habe versucht, L\u00f6sungen zu finden. Mir ist aufgefallen, dass viele Kinder keine zahn\u00e4rztlichen Untersuchungen und Behandlungen erhalten. Ich engagierte mich f\u00fcr den Bau, die Einrichtung und die Ausstattung des Zentrums f\u00fcr pr\u00e4ventive Therapie in Temeswar, und im Gegenzug nahmen die \u00c4rzte die Kinder gerne zur zahn\u00e4rztlichen Behandlung auf. Ich habe sie dreimal w\u00f6chentlich mit dem Caritas-Bus gebracht, jedes Mal 25 Kinder. Das war eine gro\u00dfe Hilfe f\u00fcr die Eltern, da sie kein Geld f\u00fcr die Fahrt und die Behandlung ausgeben mussten. Auch die Kinder wurden aus ihrem Elend befreit, und das war vielleicht die gr\u00f6\u00dfte Hilfe. Sechstausend Kinder erhielten eine Zahnbehandlung. Dies ist keine ungef\u00e4hre Zahl, da f\u00fcr alle Kinder die Geburtsurkunden registriert wurden. Und diese 6.000 Kinder haben gelernt, Zahn\u00e4rzte zu respektieren und zu lieben. Jeden Herbst veranstalteten wir eine kleine Feier im Caritas-Geb\u00e4ude, bei der wir den \u00c4rzten f\u00fcr ihre gro\u00dfe Hilfe dankten und sie zu einem Essen einluden. Jedes Mal, wenn ich eine Einrichtung besuchte, schaute ich mich genau um, um zu sehen, was es Neues gab, und fand viel Neues. Ich frage mich, wie das in unserem Land aussehen w\u00fcrde! So ist es uns gelungen, das erste Ultraschallger\u00e4t f\u00fcr die Entbindungstation nach Temeswar zu bringen, damit jede Anomalie des F\u00f6tus fr\u00fchzeitig erkannt werden kann.<\/p>\n<p><strong>Erst wenn die Not gro\u00df ist, kommt die wahre Hilfe!<\/strong><br \/>\nIm Jahr 1991 kam es in den Gebieten um Wojteg, Ghilad und Banlok zu einem Erdbeben, bei dem unter anderem H\u00e4user schwer besch\u00e4digt wurden. Die Ver\u00e4nderungen im Jahr 1989 und die darauf folgende Neuorganisation f\u00fchrten dazu, dass die lokalen Beh\u00f6rden nicht in der Lage waren, professionell zu handeln. Rund 400 H\u00e4user in Ghilad wurden durch das Erdbeben besch\u00e4digt. Wir stellten fest, dass H\u00e4user mit rissigen W\u00e4nden den Winter nicht \u00fcberleben w\u00fcrden, sie w\u00fcrden unter dem Druck des Schnees zusammenbrechen. Also baten wir den nordrhein-westf\u00e4lischen Landtag um Unterst\u00fctzung, damit wir m\u00f6glichst schnell und kosteng\u00fcnstig helfen konnten. Die H\u00e4user wurden mit 16 mm dicken Stahlst\u00e4ben verst\u00e4rkt, die um die W\u00e4nde herum befestigt wurden, so wie die Metallkreise um die D\u00fcbeltrommel. Als ich jung war, habe ich in den Ferien auch auf Baustellen gearbeitet und dabei immer die Augen offen gehalten. Ich wusste, dass ein 16-mm-Stahlstab 50 Tonnen tragen kann. Keines der H\u00e4user erzeugt so viel Druck. An das Ende der Stangen wurde ein Gewinde geschwei\u00dft, mit einer Schraube, um den \u201eReifen\u201c bei Bedarf festzuziehen. Keines der H\u00e4user st\u00fcrzte ein. Mit der Zeit wurden die H\u00e4user repariert und wieder aufgebaut, und die Familien \u00fcberlebten den Winter sicher. Wir bauten auch 150 beheizbare Holzh\u00e4user. Im Notfall konnten die Familien in diesen H\u00fctten unterkommen und mussten nicht drau\u00dfen im Schnee bleiben. Von der Caritas Graz haben wir 1.500 Decken angefordert und erhalten, die die Bewohner gegen Vorlage ihres Personalausweises abholen konnten. Sie spendeten nicht viel W\u00e4rme, aber wir taten unser Bestes, um die Menschen wenigstens ein bisschen zu ermutigen. Wir lieferten w\u00f6chentlich Lebensmittel aus. Damals schlief ich auch im Auto; die W\u00e4nde des Pfarrhauses waren zwar dick, aber im Falle eines Erdbebens schien es mir nicht sicher genug.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/h2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-64525 alignright\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/h2-826x1024.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/h2-826x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"556\" height=\"689\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27556%27%20height%3D%27689%27%20viewBox%3D%270%200%20556%20689%27%3E%3Crect%20width%3D%27556%27%20height%3D%27689%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/h2-200x248.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/h2-242x300.jpg 242w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/h2-400x496.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/h2-600x744.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/h2-768x952.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/h2-800x992.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/h2-826x1024.jpg 826w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/h2-1200x1488.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/h2-1239x1536.jpg 1239w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/h2-1652x2048.jpg 1652w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/h2.jpg 1821w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 556px) 100vw, 556px\" \/><\/a>Eine weitere Naturkatastrophe ereignete sich im Fr\u00fchjahr 2005, als der Damm der Temesch in der N\u00e4he des Dorfes Gr\u0103niceri\/ Tschawosch sowie an mehreren anderen Stellen brach und \u00dcberschwemmungen verursachte, die das Gebiet innerhalb weniger Stunden mit Wasser bedeckten. Kreuzst\u00e4tten \/ Cruceni Timi\u0219 war so sehr von Wasser umgeben, dass es unm\u00f6glich war, das Dorf zu betreten oder zu verlassen. Kurze Zeit sp\u00e4ter, vier Stunden sp\u00e4ter, kamen wir vor Ort an. \u201eLeute, was und wann wollt ihr essen?\u201c, war meine erste Frage. \u201eWenn wir was haben werden&#8230; erst dann!\u201c, war die Antwort. Das Problem war, dass man das Dorf nur mit dem Boot erreichen konnte, da es zu einer Insel geworden war und die Wassertiefe an manchen Stellen bis zu 3 Meter und an anderen bis zu 1,5 Meter betrug. Von da an lieferten wir 70 Tage lang, bis die Stra\u00dfen wieder befahrbar waren, t\u00e4glich 500 frisch gebackene Brote mit einem Lastwagen der Caritas-B\u00e4ckerei Tschakowa an die Dorfbewohner. Es roch so gut in dem Lastwagen! Am ersten Tag der \u00dcberschwemmung baten die Bewohner um sauberes Trinkwasser. Also lieferten wir auch 25.000 Liter Mineralwasser nach Cruceni. Wir taten unser Bestes, um die Gemeinden Kreuzst\u00e4tten und Foeni mit allem zu versorgen, was sie brauchten. Da auch die Tiere hungrig waren, transportierten wir \u00fcber 100 Tonnen Getreide mit einem Motorboot. Der Motor wurde sp\u00e4ter nach Orschowa transportiert, um die Donaugrenze zu bewachen. Ich wandte mich an den Landtag von Nordrhein-Westfalen, aber der Beamte dort verstand nicht genau, was ich wollte. Hilfe kam aus dem Krankenhaus in Wels, wo wir einen Motor erhielten, den wir auf ein Boot montieren konnten. Der Motor befindet sich immer noch im Depot in Tschakowa. Sie hat damals Leben gerettet, weil es keine andere M\u00f6glichkeit gab, in das Dorf zu kommen und die Kranken nicht zum Arzt transportiert werden konnten. Dank des Futters mussten keine Tiere geschlachtet werden. H\u00e4tten sie n\u00e4mlich die Kuh geschlachtet, von der sie sp\u00e4ter Milch bekommen w\u00fcrden, h\u00e4tten sie die Sau geschlachtet, h\u00e4tten sie im n\u00e4chsten Jahr keine Ferkel mehr. In Kreuzst\u00e4tten haben wir die besch\u00e4digten H\u00e4user durch Wohncontainer ersetzt, und nachdem die H\u00e4user repariert waren, wurden uns diese Container zur\u00fcckgegeben. Anschlie\u00dfend spendete die Caritas Tschakowa 18 Wohncontainer an die Rudolf-Walter-Stiftung in Temeswar, wo sie dringend ben\u00f6tigt wurden. Sie befinden sich immer noch dort. All dies waren Spenden und haben die Einheimischen kein Geld gekostet. Nur wenn die Not gro\u00df ist, wird wirklich geholfen. Herr Rudi L\u00f6ffelsend von der Caritas Essen war der Abgeordnete des Landtags von Nordrhein-Westfalen, mit dem wir viel zusammengearbeitet haben.<\/p>\n<p><strong>Nicht nur schlechte Nachrichten verbreiten sich schnell, sondern auch gute <\/strong><br \/>\nSo boten mehrere ausl\u00e4ndische Einrichtungen ihre Hilfe an. Unser Hauptunterst\u00fctzer war das Sankt-Clemens-Krankenhaus in Oberhausen, Nordrhein-Westfalen, das uns unter der Leitung von Direktor Hans Rosenkranz mit 40-50 Transporten pro Jahr mit allem versorgt hat, was wir brauchten. Da w\u00e4hrend der kommunistischen Diktatur landwirtschaftliche Genossenschaften (CAPs) existierten, hatten die Familien nur bis zu 15 Ar Land zur Verf\u00fcgung. Die Menschen wurden der landwirtschaftlichen Arbeit \u00fcberdr\u00fcssig, und mit der Revolution h\u00f6rte alles auf, es gab keine Lebensmittel mehr. Mir war klar, dass es so nicht weitergehen konnte. Also baten wir um Hilfe: Der nordrhein-westf\u00e4lische Ministerpr\u00e4sident Johannes Rau besuchte mich und spendete Traktoren, Anh\u00e4nger und landwirtschaftliche Maschinen, so dass die Caritas Tschakowa einen landwirtschaftlichen Verein gr\u00fcnden konnte, der etwa 1000 Hektar Land bewirtschaftete. Der j\u00e4hrliche Beitrag f\u00fcr die Eigent\u00fcmer betrug 1300-1400 kg Getreide, w\u00e4hrend andere Vereinigungen gro\u00dfe Schwierigkeiten hatten, 500 kg zu liefern. Ziel war es, die Familien wieder in die Landwirtschaft zu bringen und so die Wirtschaft anzukurbeln. Wir k\u00fcmmerten uns nicht nur um unsere eigenen Probleme, sondern auch um Einrichtungen und Krankenh\u00e4user in Not. So lieferten wir beispielsweise regelm\u00e4\u00dfig Hilfsg\u00fcter und Ausr\u00fcstungen an das Krankenhaus in Caracal, im S\u00fcden Rum\u00e4niens. Dem Krankenhaus in Orawitza haben wir einen gro\u00dfen Aufzug gespendet, weil sie die Betten nur mit gro\u00dfer M\u00fche von einem Stockwerk ins andere bringen konnten. Der Aufzug erleichterte also die Arbeit. Aber wann immer eine Notlage eintrat, versuchten wir, m\u00f6glichst sofort zu helfen. Jahrelang lieferten wir Brot an das psychiatrische Krankenhaus in Schebel \/ Jebel. In der neurologischen Abteilung gab es zwanzig Personen auf einer Station, es war unm\u00f6glich, mit den Kranken in Stille zu beten. Damals arbeiteten dort viele neoprotestantischen Pfleger (Pfingstler), gute, starke Jungs, weil die qualifizierten Krankenschwestern von den Patienten geschlagen werden konnten. Die Krankenschwestern empfahlen mir, in den Bereitschaftsraum zu den katholischen Patienten zu gehen, wo ich mit ihnen in Stille beten konnte.<\/p>\n<p><strong>Wer keine Tr\u00e4ume hat, wird nichts tun<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240418_182310.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-large wp-image-64528 aligncenter\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240418_182310-1024x768.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240418_182310-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271024%27%20height%3D%27768%27%20viewBox%3D%270%200%201024%20768%27%3E%3Crect%20width%3D%271024%27%20height%3D%27768%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240418_182310-200x150.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240418_182310-300x225.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240418_182310-400x300.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240418_182310-600x450.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240418_182310-768x576.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240418_182310-800x600.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240418_182310-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240418_182310-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240418_182310-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240418_182310.jpg 1800w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u2013 Ich begann 1964 in Arad, wo es in der N\u00e4he des Flughafens ein gro\u00dfes Pflegeheim gab, mit der Seelsorge f\u00fcr die Bewohner der staatlichen Altenheime. Dann besuchte ich auch zwei- bis dreimal pro Woche das Altenheim in Tschakowa und sah die Probleme, mit denen sie zu k\u00e4mpfen hatten. Wir beschlossen, dass wir, wenn es uns gelingen w\u00fcrde, eines Tages ein Altenheim gr\u00fcnden w\u00fcrden, in dem wir uns um die Pflegebed\u00fcrftigen in einem christlichen Geist k\u00fcmmern w\u00fcrden, denn nicht nur der K\u00f6rper braucht Pflege, sondern auch die Seele. Ich rief die Barmherzigen Schwestern aus dem Krankenhaus in Wels an, die sich bereit erkl\u00e4rten, mir zu helfen und mir zu zeigen, wie man sich um die alten Menschen k\u00fcmmert, wenn das Altenheim gebaut wird. In Nordrhein-Westfalen, in der Stadt Moers, in der N\u00e4he von D\u00fcsseldorf, fand ich ein Altenheim, das geschlossen worden war, weil an seiner Stelle ein beeindruckendes modernes Geb\u00e4ude errichtet worden war. Dieses Heim bestand aus Modulen, und zusammen mit sechs Freunden gelang es uns, es vorsichtig abzubauen und nach Tschakowa zu transportieren. Wir brachten das Material in \u00fcber 30 Lastwagen. Wir haben alles abgebaut und dann in Tschakowa wieder zusammengebaut, so dass wir ein Haus f\u00fcr 60 Menschen gebaut haben. Im September wird es 25 Jahre her sein, dass das Heim er\u00f6ffnet wurde, ein gro\u00dfer Segen und eine gro\u00dfe Freude f\u00fcr die Menschen, die sonst unversorgt geblieben w\u00e4ren. Als Generalvikar eilte ich oft durch die Stadt zum B\u00fcro und sah das Leid der Stra\u00dfenkinder. Ich dachte, es w\u00e4re eine gro\u00dfe Hilfe, diese Kinder zu beherbergen, sie zu betreuen, sie zu erziehen und ihnen wieder ein ehrliches Leben zu erm\u00f6glichen. Im Herbst 1999 gelang es uns mit Hilfe der F\u00fcrstin-Franziska-Christine-Stiftung in Essen, ein sch\u00f6nes Geb\u00e4ude zu erwerben und ein Heim f\u00fcr 12 Kinder einzurichten, in dem wir im Laufe der Jahre insgesamt 60 Kinder in Sauberkeit, Disziplin, guter Betreuung und fr\u00f6hlicher Atmosph\u00e4re erzogen haben. Sie bekamen alles, was sie brauchten, aber vor allem Liebe, an der wir nicht gespart haben. Im Rahmen unserer M\u00f6glichkeiten haben wir auch viele Ausfl\u00fcge mit ihnen unternommen. Ihre Sommerferien verbrachten sie in Surduc. Dr. Ilona Becski organisierte und richtete zwei Bungalows f\u00fcr arme Kinder ein. Es war eine gro\u00dfartige Erfahrung, denn die \u00c4rztin gab ihnen nicht nur Essen, k\u00fcmmerte sich nicht nur um die Reinigung, sondern lehrte sie auch, wie man in der heutigen Welt bescheiden und praktisch leben kann. Eine Schwalbe macht noch keinen Fr\u00fchling &#8211; das ist eine alte Wahrheit. Ich habe von meinen Eltern und Lehrern, von meinen Freunden ein Sprichwort gelernt: \u201eHilf dir selbst, dann hilft dir Gott\u201c. Nat\u00fcrlich habe ich weit mehr Positives erreicht, als ich hier auf die Schnelle erw\u00e4hnen kann. Zum Beispiel eine funktionierende B\u00e4ckerei, eine funktionierende \u00d6lpresse, eine Schreinerei, eine Reparaturwerkstatt und vieles mehr, unter der \u00c4gide der Caritas Tschakowa. F\u00fcr all diese Leistungen hatte ich trotz aller Bem\u00fchungen wenig Kraft, aber Gott sei Dank gab es immer Menschen, die mir geholfen haben. Einer von ihnen ist der orthodoxe Pfarrer, der hochw\u00fcrdige Herr Ioan Do\u021b aus Obad, mit dem wir schon seit 33 Jahren zusammenarbeiten. Wir treffen uns jeden Tag um 7 Uhr morgens und besprechen unsere Termine und Pl\u00e4ne. Ich bin sehr dankbar daf\u00fcr. Er ist 20 Jahre j\u00fcnger als ich, und ich bete, dass der liebe Gott ihm die Kraft gibt, dieses g\u00fctige Herz f\u00fcr die Bed\u00fcrftigen zu bewahren. Ich denke, es war ein gro\u00dfes, gro\u00dfes Geschenk, Menschen zu treffen, die uns beistehen und uns unterst\u00fctzen. Jetzt entschuldige ich mich bei denen, die diese Zeilen lesen, weil ich es nicht geschafft habe, alles perfekt zu machen. Wer keine Tr\u00e4ume hat, wird nichts unternehmen. Viele Male haben sich meine Tr\u00e4ume erf\u00fcllt, andere Male nicht, aber ich glaube, dass die Freude derjenigen, denen geholfen wurde, den Schmerz des Scheiterns wettgemacht hat. Ich entschuldige mich bei all jenen, die vielleicht nicht die Aufmerksamkeit und den Respekt erhalten haben, den sie verdient h\u00e4tten, aber die Macht des Menschen ist begrenzt. Der Mensch denkt, aber Gott lenkt! Abschlie\u00dfend kann ich meinen Freunden, von denen uns viele jetzt in die Ewigkeit vorausgegangen sind, sagen, dass wir mit ruhigem Gewissen auf diese Zeit zur\u00fcckblicken k\u00f6nnen, denn wir haben nicht umsonst gelebt. Gott segne alle gutgl\u00e4ubigen und stillen Menschen von nun an!<\/p>\n<p><em>\u2013 Herr Pfarrer K\u00f3bor, beenden Sie Ihren Tag heute mit einem Gespr\u00e4ch mit Jesus \u00fcber das, was geschehen ist?<\/em><br \/>\n\u2013 Ich spreche sogar mehrmals am Tag mit ihm, vor allem, wenn Schwierigkeiten auftreten, die ich nicht bew\u00e4ltigen kann. Aufgrund meines Alters wache ich fr\u00fch auf und meine erste \u201eSitzung\u201c ist mit Jesus. Nach sieben Operationen und dem Gewicht von 82 Jahren bin ich immer noch auf den Beinen. Ich frage ihn oft, warum er mich so sehr verw\u00f6hnt?<\/p>\n<p>x x x<\/p>\n<p>Bei seiner Priesterweihe w\u00e4hlte Pfr. Gy\u00f6rgy K\u00f3bor seinen Wahlspruch: \u201eIch glaube an den endg\u00fcltigen Sieg der Liebe\u201c. Sp\u00e4ter gestand er, dass er damals noch nicht wusste, dass diese Worte im Glaubensbekenntnis des Bischofs Ottok\u00e1r Proh\u00e1szka von Stuhlweissenburg\/ Sz\u00e9kesfeh\u00e9rv\u00e1r zu finden waren. Dieser Glaube wurde ihm von seinen Eltern und sp\u00e4ter von seinen Lehrern weitergegeben, und es ist dieser Glaube, den Pfr. K\u00f3bor an jeden weitergibt, den er trifft. Anl\u00e4sslich seines Diamantenen Jubil\u00e4ums w\u00fcnschen wir dass Gott er ihn noch viele Jahre in seiner Liebe bewahren m\u00f6ge. Ad multos annos!<\/p>\n<p>Pressestelle der Di\u00f6zese Temeswar<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-64640 gallery-columns-2 gallery-size-large'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a data-rel=\"iLightbox[postimages]\" data-title=\"20240418_180801\" data-caption=\"\" href='https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240418_180801.jpg'><img width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/20240418_180801-1024x768.jpg\" 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Jahrestag einer Priesterweihe. Sechs Jahrzehnte des Dienstes im Weinberg des Herrn. Sechzig gefeierte Ostern\u00e4chte, sechzig Adventsvorbereitungen und 60 x 365 oder 21.900 Mal, wenn der Tag mit dem Morgengebet beginnt. Am 26. Mai feierte Pfr. Georg K\u00f3bor, emeritierter Generalvikar, sein Diamantenes Priesterjubil\u00e4um. Der \u201eHerr Vikar\u201c, wie ihn viele seiner Freunde [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":64397,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[66],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64640"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64640"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64640\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":64641,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64640\/revisions\/64641"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/64397"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64640"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64640"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64640"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}