{"id":66584,"date":"2024-08-21T19:30:17","date_gmt":"2024-08-21T16:30:17","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=66584"},"modified":"2024-08-25T19:03:23","modified_gmt":"2024-08-25T16:03:23","slug":"grabatzer-wegkreuze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/grabatzer-wegkreuze\/","title":{"rendered":"Grabatzer Wegkreuze"},"content":{"rendered":"<p><em>Willst du Gottes Liebe seh\u2018n,<\/em><br \/>\n<em>bleibe bei dem Kreuze steh\u2019n.<\/em><\/p>\n<p>Obwohl reichlich mit geschichtlichen Fakten untermauert, erhebt dieser Aufsatz nicht den Anspruch einer solchen Dokumentation. Vielmehr ist es eine Erinnerung an die vom Winde verwehten steinernen Zeugen unseres christlichen Grabatzer Brauchtums.<br \/>\nDer beklagenswerte Zustand von Kirche und Friedhof sowie die inzwischen verschwundenen christlichen Symbole rechtfertigen die Besch\u00e4ftigung mit diesem Thema.<br \/>\nF\u00fcr das 2022 leider nicht mehr in Druck gegangene Heimatblatt war ein Spaziergang durch Grabatz anhand von damals aktuellen Fotos geplant. Beginnend mit dem Wegkreuz im Osten, Richtung Lenauheim, sollte der Leser durch das Dorf bis zum Wegkreuz am Feldweg im Westen Richtung Gro\u00df-Komlosch gef\u00fchrt werden.<br \/>\nEgal in welche Richtung man Grabatz fr\u00fcher auch verlie\u00df oder woher man kam, alle Wege f\u00fchrten an den Dorf-oder Gemarkungskreuzen vorbei.<br \/>\nAn den Ausfallstra\u00dfen unserer Banater deutschen D\u00f6rfer standen in den 50-ziger und 60-ziger Jahren noch diese besonders im Fr\u00fchling und an Feiertagen oder lokalen Bitttagen mit Blumen geschm\u00fcckten Wegkreuze.<br \/>\nIn den 70-ziger und 80-ziger Jahren wurden diese christlichen Symbole immer seltener mit Blumenschmuck bedacht und beachtet, auch fanden im \u00f6ffentlichen Raum im Banat fast keine kirchlichen Prozessionen mehr statt.<br \/>\nMit der einsetzenden Ausreise-Hysterie begann auch das Desinteresse an den Flurkreuzen und ein schleichender Verfall setzte ein. Ein unsichtbarer, l\u00e4hmender Schleier legte sich \u00fcber das Banat nach dem Motto: \u201e Wir machen nur noch das N\u00f6tigste, wir gehen eh bald nach Deutschland\u201c. Letztlich folgten eine kollektive Preisgabe und ein allm\u00e4hliches Vergessen.\u00a0 Auch in der \u201eHeimatliteratur\u201c scheint das Thema der Weg-und Flurkreuze vergessen worden zu sein. Recherchen dazu offenbarten, dass erstaunlich wenig dar\u00fcber publiziert wurde. Gymnasiallehrer Karl-Hans Gross widmet im Hatzfelder Heimatbuch diesen Kreuzen, besonders dem \u00a0verschwundenen Cholerakreuz, eine eingehende, umfangreiche Dokumentation.<br \/>\nDie gel\u00e4ufigsten Bezeichnungen sind: Flurkreuz, Wegkreuz, Feldkreuz oder Gemarkungskreuz, jedoch sind fast alle Kruzifixe, also eine Darstellung des gekreuzigten Christus. Als allgemeines Zeichen des christlichen Glaubens sind sie jedoch eher in katholischen Gegenden verbreitet.<br \/>\nDas wohl bekannteste und meist fotografierte Wegkreuz \u00fcberhaupt befindet sich in Lothringen auf der Stra\u00dfe nach B\u00fchl, bei dem am 20. August 1914 in der Schlacht von Saarburg das Kreuz weggeschossen wurde und die Statue des Heilands dennoch auf wundersame Weise bis heute aufrecht stehen blieb.<br \/>\nDie Tradition dieser Kreuze k\u00f6nnte von unseren katholischen Lothringer Vorfahren mitgebracht worden sein. Zum Vergleich das Wegkreuz aus dem Lothringischen Weckersweiler, der Urheimat der Grabatzer Unterreiner, mit dem Marmorkreuz vor der Kirche.<\/p>\n<div id=\"attachment_66585\" style=\"width: 265px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IIvanov.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-66585\" decoding=\"async\" class=\"lazyload  wp-image-66585\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IIvanov.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IIvanov.jpg\" alt=\"\" width=\"255\" height=\"369\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27255%27%20height%3D%27369%27%20viewBox%3D%270%200%20255%20369%27%3E%3Crect%20width%3D%27255%27%20height%3D%27369%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IIvanov-200x290.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IIvanov-207x300.jpg 207w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IIvanov-400x580.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IIvanov-600x870.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IIvanov.jpg 660w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 255px) 100vw, 255px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-66585\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Alfred Ivanov, Wegkreuz errichtet durch Phillip Unterrreiner aus Weckersheim<\/p><\/div>\n<p>Dennoch ist bez\u00fcglich unserer Banater sakralen Bauten und Denkm\u00e4ler, Andachtsst\u00e4tten wie Wegkreuze, Bildst\u00f6cke oder Kalvarienberge die Anlehnung an die s\u00fcddeutsch-\u00f6sterreichische Sakrallandschaft unverkennbar.<br \/>\nSchon bald nach ihrer Ansiedlung errichteten unsere Ahnen die ersten Kreuze und verpflichteten sich, diese selbst oder von ihren Nachkommen immer in gutem Zustand zu halten.<br \/>\nHeute stehen in Grabatz von ehemals sechs auf gemauerten oder steinernen Podesten ruhenden nur noch zwei Wegkreuze; auch eines der Kreuze auf dem Kalvarienberg sowie die Friedhofskapelle sind nach 1989 dem Vandalismus zum Opfer gefallen.<br \/>\nWo das Missionskreuz hing (links unterhalb des Fensters), ist nur noch der Abdruck seines Querbalkens erkennbar.<br \/>\nDas Missionskreuz mit den Jahreszahlen der stattgefundenen Missionstage zierte fast hundert Jahre die Westwand der Grabatzer Kirche.<br \/>\nDie Kirche selbst ist seit vielen Jahren ein Schandfleck mitten im Dorf! Allein das wei\u00dfe Marmorkreuz vor der Kirche hat bisher unbeschadet \u00fcberlebt.<br \/>\nDazu der Eintrag von 1830 in der Historia Domus \u00a0von Pfarrer Georg Sauer: <em>\u201e Hoc Anno lapidea ante Ecclesiam sumptibus Nicolai Kotschal procurata est; prout et alia Cruces lignus novitus erecta\u2026\u201c<\/em> \u00a0\u00a0(\u201eIn diesem Jahr wurde der Stein vor der Kirche auf Kosten von Nikolaus Gottschall beschafft; und stolze andere Kreuze aus neuem Holz errichtet.\u201c \u00dcbersetzung \u2013W. Schneider)<br \/>\nZum religi\u00f6sen Brauchtum unserer Vorfahren geh\u00f6rte auch die Verehrung der Feld- und Wegkreuze am Dorfrand.<br \/>\nAnna Klein, geb. Haag, (Jahrgang 1935) erz\u00e4hlte mir, dass Bitttage bzw. Bittprozessionen an den drei Tagen vor dem Fronleichnamsfest zu diesen Kreuzen abgehalten wurden. Doch waren dies keine eucharistischen Prozessionen mit Mitf\u00fchrung des Allerheiligsten. Die Monstranz wurde erst an der folgenden Fronleichnams- Prozession durchs Dorf getragen. Die Prozession pilgerte an den Bitttagen zu den Feldkreuzen, wo f\u00fcr Nachlass der S\u00fcnden, f\u00fcr gute Witterung zum Gedeihen der Ernte und f\u00fcr Frieden gebetet wurde. Die Pilger waren haupts\u00e4chlich die sogenannten Grabatzer \u201eBetweiber\u201c und Kinder, die auch in der Fastenzeit die Kreuzwegandachten in der Kirche mit dem Pfarrer beteten.<br \/>\nF\u00fcr den Wanderer oder Reisenden bedeuteten die am Ortsrand errichteten Kruzifixe, sowohl: \u201e Geh\u2018 mit Gott\u201c, aber auch: \u201e Hier betrittst du einen christlichen Ort\u201c. Gl\u00e4ubige Menschen beteten oder bekreuzigten sich davor in der Fr\u00fch auf dem Weg zur Feldarbeit und abends, wenn sie von getaner Arbeit zur\u00fcckkamen. Im Vorbeigehen schlug man ein Kreuzzeichen und murmelte ein \u201e Globt sei\u2019s Chrischt!\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_66588\" style=\"width: 327px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Kalvarien-rotated.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-66588\" decoding=\"async\" class=\"lazyload  wp-image-66588\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Kalvarien-rotated.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Kalvarien-rotated.jpg\" alt=\"\" width=\"317\" height=\"423\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27317%27%20height%3D%27423%27%20viewBox%3D%270%200%20317%20423%27%3E%3Crect%20width%3D%27317%27%20height%3D%27423%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Kalvarien-200x266.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Kalvarien-225x300.jpg 225w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Kalvarien-400x533.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Kalvarien-600x799.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Kalvarien-rotated.jpg 767w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 317px) 100vw, 317px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-66588\" class=\"wp-caption-text\">Kalvarienberg, Mai 2023, Foto: Monika Schneider In der Bildmitte das 1938 von Mathias Bartl gestiftete Erl\u00f6serkreuz. Sogar die Totenglocke wurde von Bronzedieben geklaut.<\/p><\/div>\n<p>Der malende Banater Chronist Stefan J\u00e4ger hat als guter Beobachter eine genaue Wiedergabe der Feldkreuze hinterlassen. \u00a0So \u00e4hnlich wie das Kreuz im Hintergrund sahen sie auch in unserem Dorf aus.<br \/>\nErste schriftliche Hinweise auf die Grabatzer Gemarkungskreuze aus Holz sowie ihre Stifter und festgelegten Erhalter finden wir im Grabatzer Heimatbuch, 1982 von Dr. Anton Peter Petri. Erw\u00e4hnt sind alle damals in Grabatz befindlichen Kreuze, auch die sechs Weg-oder Gemarkungskreuze an den Ausfallstra\u00dfen in Richtung der umliegenden Nachbargemeinden.<br \/>\nPfarrer Horvath hat in der k\u00fcrzlich entdeckten \u201eGeschichte der r\u00f6misch-katholischen Pfarrei Grabatz\u201c von 1894 erstaunlicherweise \u00fcber die Errichtung dieser ersten Kreuze zwischen 1826 und 1832, nicht berichtet, obwohl der gewissenhafte Pfarrer Georg Sauer \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0( Gy\u00f6rgy Szauer) dies in der Historia Domus vermerkt hatte. Sicherlich konnte Horvath nicht alles, was in 130 Jahren zuvor aufgeschrieben worden war, \u00fcbernehmen. Dennoch ist es verwunderlich, dass dieser Aspekt der Volksfr\u00f6mmigkeit au\u00dfer Acht gelassen wurde.<br \/>\nNach rund hundert Jahren d\u00fcrfte selbst das geweihte Holz ausgedient haben und der Witterung zum Opfer gefallen sein.<br \/>\nOb die Holzkreuze des alten Friedhofs, gestiftet 1801 von Josef Birkenheuer und jenes von 1829 von Josef Sedlak \u00a0bei der endg\u00fcltigen Aufgabe des Friedhofs im Februar 1872 in den neuen mitgenommen wurden, ist nicht belegt. Sie k\u00f6nnten bis zur \u00dcberf\u00fchrung der letzten Gebeine 1909 als Erinnerung an die hier \u201eZur\u00fcckgelassenen\u201c geblieben sein. Die heute noch stehenden Friedhofskreuze wurden erst im darauffolgenden Jahr 1873 eingeweiht.<br \/>\nVor ca. hundert Jahren wurden dank weiterer Stifter die alten, maroden Holzkreuze durch Metallkreuze ersetzt. Sie alle stehen auf einem gemauerten oder steinernen Podest.<br \/>\nDie Informationen zu den noch zwei erhalten gebliebenen Grabatzer Wegkreuzen und ihren Stiftern erhielt ich bereitwillig von Emil Behr\u00a0\u00a0 ( Jg.1933 ).<br \/>\nZu dem Kreuz an der Stra\u00dfe nach Ostern sagte er: \u201e Es is in dr Jauche unergan\u201c. Wer es gestiftet hat, wei\u00df er leider nicht mehr. Dieses Kreuz stand im S\u00fcden von Grabatz, unweit des Hatzfelder Kreuzes, an der Weggabelung nach Westen, Richtung Ostern. Tats\u00e4chlich entsorgte der staatliche Landwirtschaftsbetrieb dort die Jauche, sodass ein sumpfiges, unzug\u00e4ngliches Areal entstand, in dem das schwere Kreuz leicht den Halt verlieren und umfallen konnte.<br \/>\nDas Hatzfelder Wegkreuz ist ebenfalls verschwunden. Doch bereits kurz nach dem politischen Umsturz in Rum\u00e4nien errichteten rum\u00e4nische Gl\u00e4ubige dem damaligen Zeitgeist und Geschmack entsprechend ein aus zwei Rohren zusammengeschwei\u00dftes neues Kreuz. Aber auch dieses zierte nur f\u00fcr kurze Zeit die nach Hatzfeld f\u00fchrende Stra\u00dfe, bis es den Weg zum Alteisenh\u00e4ndler gehen musste.<br \/>\nDie metallenen, kunstvoll gefertigten Kruzifixe ragten aus einem steinernen oder gemauerten, verputzten und wei\u00df get\u00fcnchten, fast zwei Meter hohen Podest in den Himmel empor. Am Sockel waren\u00a0 Stifter und Jahreszahl eingemei\u00dfelt: \u201e Gestiftet von \u2026 im Jahre \u2026\u201c und die in Stein gehauene Doxologie (Gottesverherrlichung) \u201eGott zur Ehre\u201c.<br \/>\nDas in Richtung Lenauheim noch erhaltene Wegkreuz steht auf einem Podest aus doppelt gebrannten Brennstein-oder glasierten Backsteinziegeln, wie auch die Ringmauer des Friedhofs.<br \/>\nDas von Nikolaus Neurohr, Hausnr. 130, gestiftete Wegkreuz \u00a0ist ein \u00e4u\u00dferst kunstvoll gestaltetes Hochkreuz, bzw. Passionskreuz, das mit seinen Verzierungen gar einem Kardinalskreuz \u00e4hnelt. Es ruht an seiner Basis, gleich \u00fcber dem gemauerten Postament, auf der Expositionsnische, einer Nische, in die bei feierlichen, eucharistischen Prozessionen eine Monstranz abgestellt werden konnte. Dar\u00fcber sind biblische Gestalten dargestellt, die ein Medaillon st\u00fctzen, auf dem der Name des Stifters Nikolaus Neurohr und die Jahreszahl vermerkt waren. Das Hochkreuz setzt sich mit einer filigranen Darstellung des gekreuzigten Christus und des Querbalkens fort. Dazu sind in Kopfh\u00f6he des Gekreuzigten vier strahlenf\u00f6rmige H\u00e4nde, die Evangelisten symbolisierend, hinterlegt.<br \/>\nNikolaus Neurohr starb, wie auch der Stifter des Kreuzes in Richtung Komlosch, in der Baragan-Deportation. Die von ihnen gestifteten\u00a0 eisernen Kreuze scheinen als Massenprodukt auch in anderen Ortschaften aufgestellt geworden zu sein.<\/p>\n<div id=\"attachment_66591\" style=\"width: 392px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Lovrin.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-66591\" decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-66591\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Lovrin-838x1024.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Lovrin-838x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"382\" height=\"467\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27382%27%20height%3D%27467%27%20viewBox%3D%270%200%20382%20467%27%3E%3Crect%20width%3D%27382%27%20height%3D%27467%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Lovrin-200x244.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Lovrin-245x300.jpg 245w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Lovrin-400x489.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Lovrin-600x733.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Lovrin-768x939.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Lovrin-800x978.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Lovrin-838x1024.jpg 838w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Lovrin.jpg 851w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 382px) 100vw, 382px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-66591\" class=\"wp-caption-text\">Ein \u201egerettetes\u201c, in der Lenauheimer Kirche aufbewahrtes Wegkreuz, sieht den Grabatzer Kreuzen verbl\u00fcffend \u00e4hnlich.<\/p><\/div>\n<p>Im Westen von Grabatz standen ebenfalls zwei Gemarkungskreuze in unmittelbarer N\u00e4he zueinander.\u00a0 Das inzwischen ebenfalls verschwundene Gottlober Kreuz stand am westlichen Dorfrand, an der Stra\u00dfenbiegung Richtung Norden. Die einzigen noch verf\u00fcgbaren Aufnahmen verdanken wir Alfred Ivanov.<br \/>\nDas hier bereits gebrochene Kreuz wurde noch piet\u00e4tsvoll und in guter Absicht an den Rumpf gelehnt. Allerdings mit dem Gesicht nicht in die urspr\u00fcngliche Richtung. Es ist die R\u00fcckseite des steinernen Postaments, auf dem leider das Firmensiegel des Steinmetzes nicht mehr entzifferbar ist. Es scheint wie das einige Meter weiter stehende Komloscher Wegkreuz vom selben Meister gefertigt zu sein.<br \/>\nAuf der nach Norden zeigenden Vorderseite sind aus dieser Perspektive der Stifter und die Jahreszahl leider nicht zu erkennen. Das angerostete Metallkreuz mag gottlosen Metallh\u00e4ndlern zum Opfer gefallen sein, doch wie konnte der einbetonierte, schwere Steinquader verschwinden?<br \/>\nDas zweite, noch erhaltene Flurkreuz ist ebenfalls ein besonderes. Es befindet \u00a0am westlichen \u00e4u\u00dferen Dorfrand, dem Feldweg nach Gro\u00df Komlosch.<br \/>\nDas von Jakob Behr 1928 gestiftete Wegkreuz Richtung Komlosch misst von der Basis bis zur Kreuzspitze misst das Monument ca. 3 Meter. Das Postament hier ist von einem Steinmetz aus Stein gehauen, eine k\u00fcnstlerisch anspruchsvolle, sicherlich auch kostspielige Arbeit. Der Stifter Jakob Behr war mit Abstand auch der gro\u00dfz\u00fcgigste Spender zur Errichtung des Grabatzer Kriegerdenkmals. In der oval gehauenen Vertiefung sind der Stiftername Jakob Behr und die Jahreszahl 1928 eingemei\u00dfelt. Dar\u00fcber steht: \u00a0ZUR EHRE GOTTES.<br \/>\nAus dem oberen Abschluss des Postaments ragt das kunstvoll geschmiedete Metallkreuz, ebenfalls ein Hochkreuz. Seine Basis zieren zwei Engel um ein herzf\u00f6rmiges Medaillon angeordnet. Der Gekreuzigte ist mit dem Gesicht nach Norden gewandt. Das ca. ein Meter gro\u00dfe Kreuz selbst ist bereits ca. 15 Grad nach S\u00fcd-Westen geneigt. Die gegen Norden zeigende untere Seite ist nach fast hundert Jahren sehr von Moos bewachsen. Vor dem Kreuze sind links und rechts zwei steinerne Pfosten in die Erde eingelassen, die zum Schutz des Kreuzes mit einem Rohr verbunden waren und verhindern sollten, dass sich Tiere daran reiben.<br \/>\nGerade an diesem Wegkreuz kam ich als Kind und Jugendlicher mit dem Fahrrad auf dem Weg zu meinen Gro\u00dfeltern nach Komlosch h\u00e4ufig vorbei. Auch heute noch erinnere ich mich gerne zur\u00fcck, wie ich von meinem Vater dazu angehalten wurde, mich zu bekreuzigen und zu sagen: GELOBT SEI JESUS CHRISTUS!<\/p>\n<p><strong>Walter Schneider<\/strong><\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-66584 gallery-columns-2 gallery-size-large'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a data-rel=\"iLightbox[postimages]\" data-title=\"1\" data-caption=\"Foto: Alfred Ivanov\" href='https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/1-1.jpg'><img 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\/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-66594'>\n\t\t\t\tFoto: Alfred Ivanov\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a data-rel=\"iLightbox[postimages]\" data-title=\"3\" data-caption=\"Foto: Alfred Ivanov\" href='https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/3-1.jpg'><img width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/3-1-768x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large lazyload\" alt=\"\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"gallery-1-66600\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27890%27%20height%3D%271187%27%20viewBox%3D%270%200%20890%201187%27%3E%3Crect%20width%3D%27890%27%20height%3D%271187%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/3-1-768x1024.jpg\" 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Grabatz\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a data-rel=\"iLightbox[postimages]\" data-title=\"HOG\" data-caption=\"Foto: Archiv der HOG Grabatz \" href='https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/HOG.jpg'><img width=\"733\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/HOG-733x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large lazyload\" alt=\"\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"gallery-1-66615\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27828%27%20height%3D%271156%27%20viewBox%3D%270%200%20828%201156%27%3E%3Crect%20width%3D%27828%27%20height%3D%271156%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/HOG-733x1024.jpg\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/HOG-200x279.jpg 200w, 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class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-66627'>\n\t\t\t\tDas gro\u00dfe Friedhofskreuz am Hauptweg, gestiftet von Familie Ankner\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a data-rel=\"iLightbox[postimages]\" data-title=\"temeto\" data-caption=\" Das kleinere Friedhofskreuz gestiftet 1873 von Michael und Maria Bauer.\" href='https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/temeto.jpg'><img width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/temeto-768x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large lazyload\" alt=\"\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"gallery-1-66630\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27863%27%20height%3D%271151%27%20viewBox%3D%270%200%20863%201151%27%3E%3Crect%20width%3D%27863%27%20height%3D%271151%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" 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data-rel=\"iLightbox[postimages]\" data-title=\"Jaeger\" data-caption=\"Stefan J\u00e4ger, \u201eHeimkehr vom Feld\u201c aus Peter Krier, Ausstellungskatalog \" href='https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Jaeger.jpg'><img width=\"1024\" height=\"657\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Jaeger-1024x657.jpg\" class=\"attachment-large size-large lazyload\" alt=\"\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"gallery-1-66621\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271600%27%20height%3D%271026%27%20viewBox%3D%270%200%201600%201026%27%3E%3Crect%20width%3D%271600%27%20height%3D%271026%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Jaeger-1024x657.jpg\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Jaeger-200x128.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Jaeger-300x192.jpg 300w, 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Obwohl reichlich mit geschichtlichen Fakten untermauert, erhebt dieser Aufsatz nicht den Anspruch einer solchen Dokumentation. Vielmehr ist es eine Erinnerung an die vom Winde verwehten steinernen Zeugen unseres christlichen Grabatzer Brauchtums. 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