{"id":68605,"date":"2024-10-10T19:23:58","date_gmt":"2024-10-10T16:23:58","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=68605"},"modified":"2024-10-10T19:23:58","modified_gmt":"2024-10-10T16:23:58","slug":"die-schlacht-war-geschlagen-und-gewonnen-ein-gespraech-und-rueckblick-mit-s-e-martin-roos-emeritierter-bischof-von-temeswar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/die-schlacht-war-geschlagen-und-gewonnen-ein-gespraech-und-rueckblick-mit-s-e-martin-roos-emeritierter-bischof-von-temeswar\/","title":{"rendered":"\u201eDie Schlacht war geschlagen und gewonnen\u2026\u201c \u2013 Ein Gespr\u00e4ch und R\u00fcckblick mit S.E. Martin Roos, emeritierter Bischof von Temeswar"},"content":{"rendered":"<p><em>Seine Exzellenz Martin Roos, emeritierter Bischof von Temeswar, wurde am 17. Oktober 1942 in Knees\/Satchinez, Kreis Temesch, geboren. Er begann sein Theologiestudium 1961 am R\u00f6misch-Katholischen Theologischen Institut in Alba Iulia \/ Karlsburg. Von 1962 bis 1969 studierte er an der Philosophisch-Theologischen Hochschule zu K\u00f6nigstein im Taunus, Deutschland. Am 3. Juli 1971 wurde er von Bischof Dr. h. c. Carl Joseph Leiprecht zum Priester f\u00fcr die Di\u00f6zese Rottenburg-Stuttgart geweiht. Nach den Ereignissen von Dezember 1989 kehrte er im Auftrag und mit Erlaubnis des Bischofs von Rottenburg-Stuttgart, damals Professor Dr. Walter Kasper, in die Di\u00f6zese Temeswar zur\u00fcck. Am 20. Juli 1990 ernannte ihn Bischof Sebastian Kr\u00e4uter, der damalige Di\u00f6zesanbischof von Temeswar, zum Direktor der Bisch\u00f6flichen Kanzlei und beauftragte ihn mit der Einrichtung des Di\u00f6zesanarchivs und der Di\u00f6zesanbibliothek, sowie mit der Errichtung eines neuen Di\u00f6zesanmuseums. Am 28. August 1999 wurde der Priester Martin Roos zum Bischof von Temeswar geweiht. Am Freitag, den 4. Februar 2011, verlieh ihm die Theologische Fakult\u00e4t zu Fulda (Hessen) die Ehrendoktorw\u00fcrde im Fachbereich Katholische Theologie. <\/em><br \/>\n<em>Vor Kurzem feierte Seine Exzellenz Bischof Roos sein 25-j\u00e4hriges Bischofsjubil\u00e4um. Zu dieser Gelegenheit haben wir ihn gebeten, seine Erinnerungen an die ersten Jahre der Di\u00f6zese Temeswar, nach 1989, mit uns zu teilen.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>&#8211; Exzellenz, als Sie von den Ver\u00e4nderungen im Dezember 1989 h\u00f6rten, haben Sie nach einer M\u00f6glichkeit gesucht, nach Temeswar zu reisen. Wie sind Sie zu dem Entschluss gekommen, endg\u00fcltig in die Di\u00f6zese zur\u00fcckzukehren?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/2023-Juni-7.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-large wp-image-68585 aligncenter\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/2023-Juni-7-1024x683.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/2023-Juni-7-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271024%27%20height%3D%27683%27%20viewBox%3D%270%200%201024%20683%27%3E%3Crect%20width%3D%271024%27%20height%3D%27683%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/2023-Juni-7-200x133.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/2023-Juni-7-300x200.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/2023-Juni-7-400x267.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/2023-Juni-7-600x400.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/2023-Juni-7-768x512.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/2023-Juni-7-800x533.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/2023-Juni-7-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/2023-Juni-7-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/2023-Juni-7-1536x1024.jpg 1536w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u2013 Die Ereignisse von Weihnachten 1989 lie\u00dfen in mir soetwas wie Heimweh erneut aufbrechen und im Januar 1990 kam ich erstmals f\u00fcr kurze Zeit nach Temeswar. Damals erw\u00e4hnte ich Ordinarius Sebastian Kr\u00e4uter, dass ich gerne dauerhaft in die Di\u00f6zese zur\u00fcckkehren w\u00fcrde. Einige Monate sp\u00e4ter, Ende April, kam ich zur Bischofsweihe von Ordinarius Sebastian Kr\u00e4uter nach Temeswar, und am 20. Juli 1990 verlie\u00df ich mit Erlaubnis meines Bischofs in Deutschland, Seiner Exzellenz Professor Walter Kasper, die Di\u00f6zese Rottenburg-Stuttgart. Genauer gesagt, zun\u00e4chst auf zwei, dann auf f\u00fcnf Jahre, mit der M\u00f6glichkeit einer sp\u00e4teren Verl\u00e4ngerung. Zu dieser Zeit befand sich der Sitz des Ordinariats in der Matei-Corvin-Stra\u00dfe Nr. 2. Im Erdgeschoss befanden sich die B\u00fcror\u00e4ume und der Speisesaal, im Obergeschoss wohnte damals noch der ehemalige Generalvikar, Pr\u00e4lat Dr. Ferdinand Cziza, der aber bereits nach Deutschland ausgewandert war, und im Obergescho\u00df war auch das bisch\u00f6fliche Audienzzimmer. Bischof Kr\u00e4uter wohnte allein im Geb\u00e4ude am Domplatz Nr. 10, wo er eine K\u00fcche und verschiedene andere R\u00e4ume besetzt hatte. Jeden Morgen kam er ins B\u00fcro in der Matei-Corvin-Stra\u00dfe, wo er Audienzen abgehalten hat und seine verschiedenen Aufgaben als Di\u00f6zesanbischof wahrnahm. Nach dem Mittagessen kehrte er f\u00fcr den Rest des Tages in das Domherrenhaus auf dem Domplatz 10 zur\u00fcck. Fr\u00fchst\u00fcck und Abendessen servierte er zu Hause.<br \/>\nIm B\u00fcro arbeiteten vier Personen: zwei Damen, eine Kassiererin und eine Schreibkraft, die den Schriftverkehr erledigte, und zwei Herren im Ruhestand, Architekt Franz Braun und Ingenieur Jakob Willkomm, die sich um die Verwaltung der verschiedenen Geb\u00e4ude in kirchlichem Besitz k\u00fcmmerten. Das war das gesamte Ordinariat!<br \/>\nDer Bischof hatte noch keinen neuen Generalvikar ernannt, keinen Kanzleidirektor und keinen Sekret\u00e4r. Nach der Konsekration war der Bischof sozusagen Ordinarius und Ordinariat in einer einzigen Person und mutterseelen allein. Er hatte zwar ein gutes Ged\u00e4chtnis, und was er einmal gelernt hatte, wusste er auch haargenau wiederzugeben, aber wenig praktischen Sinn. Ich kannte die \u00e4lteren Priester in der Di\u00f6zese, aber die j\u00fcngeren weniger. Als ich hier ankam, bot mir der Bischof eine Unterkunft im Geb\u00e4ude in der Matei-Corvin-Stra\u00dfe an, das hei\u00dft in seinem eigenen Arbeitszimmer. Dieses Zimmer wurde mein Zuhause. Es gab hier ein kleines Konversationstischchen, zwei-drei Fotels, einen Schrank und eine Ziehkautsch. Das war mein \u201eSchlafzimmer\u201c. Zum Gl\u00fcck gab es daneben ein Badezimmer, so dass ich irgendwie leben und arbeiten konnte. Als ich ankam, sagte mir der Bischof: \u201eDu bist nun der Kanzler, k\u00fcmmere dich um den Rest!\u201c.<br \/>\nZun\u00e4chst habe ich versucht, mir einen \u00dcberblick \u00fcber die Lage zu verschaffen und einen Aktionsplan zu erstellen. Ich begann, Pfarreien zu besuchen und in die D\u00f6rfer zu fahren, weil die Situation sehr prek\u00e4r war. Die Gl\u00e4ubigen waren Teils bereits Hals \u00fcber Kopf davongewandert, insbesondere die Deutschen, andere packten ihre Siebensachen oder sa\u00dfen schon auf den prall gepackten Koffern. Auch die Priester machten sich Gedanken, ob es sich wohl noch lohne, hierzubleiben, oder ob es nicht auch f\u00fcr sie nicht besser w\u00e4re, zum Wanderstab zu greifen, nachdem sich ihre Kirchen bankweise von einem Sonntag zum anderen leerten. Das war die Realit\u00e4t in diesen Monaten des Jahres 1990. Wenn ich in die Gemeinden vor Ort kam, war oft niemand mehr da: kein K\u00fcster (Mesner), kein Organist, manchmal nicht einmal mehr der Pfarrer. Alles war in Aufbruchstimmung: <em>Nichts wie weg von hier!<\/em><br \/>\nSo verfiel ich auf den Gedanken und schlug dem Bischof vor, wenigstens einen Sekret\u00e4r anzustellen, der im B\u00fcro die Arbeit machen soll, w\u00e4hrend ich \u201edrau\u00dfen\u201c nach dem Rechten schaute. \u201eNa, dann such mal jemanden!\u201c, war die Antwort. Ich fragte die Mitarbeiter im B\u00fcro, ob sie jemanden empfehlen k\u00f6nnten. Eine der Damen, die in der Aula arbeitete, wohnte in der Elisabethstadt und meinte, dass der Kaplan aus ihrer Pfarrgemeinde daf\u00fcr geeignet w\u00e4re. Also bat ich den Kaplan der Elisabethstadt ins Ordinariat. Ich sah, dass er ein intelligenter junger Mann war, der leicht zu lernen schien und viel Bereitschaft und Verf\u00fcgbarkeit zeigte. Ich schlug also dem Bischof vor, den jungen Neupriester L\u00e1szl\u00f3 B\u00f6cskei als Sekret\u00e4r zu ernennen. Doch es gab ein Problem: Der Pfarrer der Elisabethstadt, Pater Lukas J\u00e4ger SDS, ein Salvatorianerpater, war sehr angetan von seinem neuen Kaplan und wollte ihn nicht ziehen lassen: \u201eIhr nehmt mir meinen besten Kaplan weg!\u201c, schrie er mich an, als ich ihm den Plan zu erkl\u00e4ren versuchte, und rief sofort, w\u00fctend den Bischof an. Als ich aus der Elisabethstadt zur\u00fcckkam, schimpfte der Bischof mit mir \u00fcber den \u00c4rger, den ich ihm bereitet h\u00e4tte. Aber schlie\u00dflich gelang es doch, mit<em> Pater<\/em> Lukas zu verhandeln und das Ergebnis war: Kaplan L\u00e1szl\u00f3 B\u00f6cskei arbeitete vormittags im Ordinariat und nachmittags stand er dem Pfarrer in der Elisabethstadt zur Verf\u00fcgung. Diese T\u00e4tigkeit dauerte bis Mitte Februar 1991, danach bekam L\u00e1szl\u00f3 seine feste Anstellung im Ordinariat. Von diesem Zeitpunkt an war er der Sekret\u00e4r. Ich stellte einen weiteren Tisch in mein B\u00fcro, und er setzte sich mir gegen\u00fcber. Seitdem arbeiteten wir zusammen. Auf diese Weise konnten wir gemeinsam mit den gr\u00f6\u00dferen Pl\u00e4nen weitermachen. Nach Monaten kam von der Nuntiatur in Bukarest ein kleines Monitum, der Bischof m\u00f6ge endlich einen Generalvikar ernennen. Die Wahl des Bischofs fiel auf Georg K\u00f3bor, den Pfarrer von Tschakowa. Dieser war aber mit seiner sehr \u201egewachsenen\u201c Pfarrei und seinen vielf\u00e4ltigen Caritas-Projekten besch\u00e4ftigt und kam nur von Zeit zu Zeit in das Ordinariat \u201ezum Unterschreiben\u201c. Sonst waren wir zwei \u2013 Sekret\u00e4r und Kanzler \u2013 in der Bisch\u00f6flichen Kanzlei unserem Schicksal \u00fcberlassen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-Portal-site.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-68588 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-Portal-site-850x1024.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-Portal-site-850x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"503\" height=\"606\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27503%27%20height%3D%27606%27%20viewBox%3D%270%200%20503%20606%27%3E%3Crect%20width%3D%27503%27%20height%3D%27606%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-Portal-site-200x241.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-Portal-site-249x300.jpg 249w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-Portal-site-400x482.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-Portal-site-600x723.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-Portal-site-768x925.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-Portal-site-800x964.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-Portal-site-850x1024.jpg 850w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-Portal-site-1200x1446.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-Portal-site-1275x1536.jpg 1275w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-Portal-site.jpg 1353w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 503px) 100vw, 503px\" \/><\/a>Ich war mit zwei Vorhaben aus Deutschland gekommen: die Renovierung des alten, herabgekommenen Bischofspalais\u02bc und die Erhebung der Wallfahrtskirche Maria-Radna in den Rang einer <em>Basilika Minor<\/em>. So war es mit den Banater Priestern, die zum Teil schon lange im Westen lebten, bei einer Zusammenkunft in M\u00f6nchsdeggingen bei N\u00f6rdlingen \u2013 falls ich mich recht entsinne \u2013 bevor ich nach Temeswar aufbrach be- und abgesprochen worden.<br \/>\nDie Einreichung des Antrags und die Erlangung des Dekrets zur Erhebung der Wallfahrtskirche von Maria-Radna in den Rang einer <em>Basilika Minor<\/em> war das einfachere Objektiv. Dabei war die neu- bzw. wiedereingerichtete Nuntiatur in Bukarest federf\u00fchrend beteiligt. Die Renovierung des Bischofspalais\u02bc und die R\u00fcckverwandlung in einen brauchbaren Bischofssitz waren etwas schwieriger. In der Zwischenzeit war das Geb\u00e4ude in der Matei-Corvin Stra\u00dfe 2 auch schon zu klein geworden, das pomp\u00f6se Geb\u00e4ude war schier zum Bersten gef\u00fcllt. Wir mussten also das Geb\u00e4ude des alten Bischofspalaises je eher in Angriff nehmen, aber mit welchen Mitteln? Die dritte gro\u00dfe Frage war, was mit den entleerten Pfarreien geschehen solle? 1991 begannen wir, Pl\u00e4ne und Budgets zu erstellen. Die beiden Herren Inginieure aus dem Ordinariat, waren zwar im Ruhestand, hatten aber doch Verbindungen, kannten die Beh\u00f6rden, und halfen uns, die notwendigen Genehmigungen f\u00fcr die Renovierung des alten Di\u00f6zesansitzes zu erhalten. Sie k\u00fcmmerten sich zu Hause um den notwendigen Papierkram, w\u00e4hrend ich versuchte, im Ausland Geld zu beschaffen. In Wien gab es die kirchliche Einrichtung des Europ\u00e4ische Hilfsfonds, der Mittel der Bischofskonferenzen von Deutschland, der Schweiz und \u00d6sterreich verwaltete. Dort legten wir die Pl\u00e4ne, den Kostenvoranschlag und alle erforderlichen Unterlagen vor. Von Wien aus fuhr ich nach Bonn, der damaligen Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland, wo es ein \u00e4hnliches Zentrum gab, ich ging zur Deutschen Bischofskonferenz, zum Bundes-Innenministerium und zu manch anderer Stelle. Zun\u00e4chst wurden uns Versprechungen serviert, aber mit der Zeit kam auch das Geld und wir konnten mit den Arbeiten beginnen. Damals gab es im Geb\u00e4ude, im Obergeschoss, elf private Mieter, die nicht umziehen wollten, und im Erdgeschoss, ich wei\u00df nicht mehr genau, ob es elf oder vierzehn staatliche Firmen waren. Der erste Raum, der frei wurde, war der Lotterie-Sitz, der sich an der Stelle befand, wo sich jetzt der Pf\u00f6rtnerraum befindet. Das Eis war gebrochen! Im Nu verbreitete sich die Nachricht: \u201eSe \u00eentorc popii\/Die Pfaffen kehren zur\u00fcck!\u201c. Offenbar wusste man, dass dieses Geb\u00e4ude einst eine Bischofsresidenz war und den \u201ePopii\u201c geh\u00f6rte.<br \/>\nIm Obergeschoss, wo sich jetzt die Sakristei und die Kapelle befinden, wohnten zwei \u00e4ltere Eheleute, die als n\u00e4chste auszogen. Alle anderen verlangten, dass wir ihnen gr\u00f6\u00dfere, sch\u00f6nere Wohnungen \u2013 und das \u2013 im Stadtzentrum besorgen m\u00f6chten. Einige Mieter lebten hier schon seit fast vierzig Jahren. Mit dem gro\u00dfen Mietgeb\u00e4ude gegen\u00fcber dem Ordinariat in der Augustin-Pacha-Stra\u00dfe 2 hatten wir gro\u00dfes Gl\u00fcck, denn sobald dort eine Wohnung frei wurde, zog eine Mieterpartei dahin um. Die letzten Mieter haben in den R\u00e4umlichkeiten gewohnt, in denen sich jetzt die K\u00fcche und das kleinere Esszimmer befinden. Sie wollten sich \u00fcberhaupt nicht bewegen. Wir waren bereits dabei, die Schlussarbeiten in Angriff zu nehemen, doch die alleinstehende Frau mit ihrem Sohn wollten sich immer noch nicht bewegen. Was sollten wir mit ihnen machen? Schlie\u00dflich kauften wir eine Wohnung in einem der Stadtviertel und so zogen sie endlich aus. Dann wurde auch diese Ecke schnell abgeschlossen und am Vortag zum Feste des Heiligen Gerhard, am 23. September 1995, haben wir das Geb\u00e4ude feierlich eingeweiht und seiner urspr\u00fcnglichen Bestimmung wieder zugef\u00fchrt. Das war der Anfang!<br \/>\nIrgendwann &#8211; die Arbeiten liefen bereits seit geraumer Zeit auf Hochtouren &#8211; hatte sich die Nachricht von der Restaurierung des historischen Geb\u00e4udes bis nach Bukarest durchgesprochen. Es kam eine angeblich hochgradige Kommission, die uns zun\u00e4chst ausgeschimpft hat, weil wir \u201eohne Bukarest\u201c das Projekt in Angriff genommen h\u00e4tten, doch nach gr\u00fcndlicher Besichtigung der Baustelle, bekannten die Herren \u2013 es war wohl um 1993 \u2013 unter sich, mit leiser Stimme, es sei die einzige Baustelle im Lande, \u201edie funktioniere\u201c. Ein weiteres Moment war die Einweihungsfeier am 23. September 1995. Wir hatten nat\u00fcrlich neben den illustren G\u00e4sten aus Politik und Kirche, auch die Medien \u2013 auch die aus Bukarest vom staatlischen Rum\u00e4nischen Fernsehen \u2013 eingeladen, die sich alle M\u00fche gaben und jede Bewegung, aber auch das Haus von au\u00dfen und innen aufnahmen. Zum Schluss jedoch platzte der eine Reporter heraus: \u201eDas ist alles sch\u00f6n und gut, was die hier gemacht haben, aber wir k\u00f6nnen dies nicht in die Sendung bringen, denn es ist alles katholisch!\u201c.<\/p>\n<p><strong><em>&#8211; Die Menschen, die im Palais wohnten, waren eigentlich Mieter, da das Geb\u00e4ude bereits an den rechtm\u00e4\u00dfigen Eigent\u00fcmer zur\u00fcckgegeben worden war, oder?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-site.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-large wp-image-68591 alignnone\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-site-1024x710.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-site-1024x710.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"710\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271024%27%20height%3D%27710%27%20viewBox%3D%270%200%201024%20710%27%3E%3Crect%20width%3D%271024%27%20height%3D%27710%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-site-200x139.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-site-300x208.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-site-400x277.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-site-600x416.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-site-768x532.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-site-800x555.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-site-1024x710.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-site-1200x832.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-site-1536x1065.jpg 1536w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Renovierungen-1993-94-site.jpg 1848w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#8211; Das Geb\u00e4ude hat eine interessante Geschichte. Als Bischof Augustin Pacha 1950 verhaftet wurde, hat man das Haus mit der Begr\u00fcndung beschlagnahmt, es sei das Privateigentum des Bischofs. Obwohl es offensichtlich nicht sein Privatbesitz war, noch sein konnte! Im Jahr 1953 reichte die Di\u00f6zese \u2013 damals, vom kommunistischen Staat, einseitig zum Rang eines Dekanats (\u201eProtopopiat\u201c) degradiert \u2013 eine Klage gegen die Stadtverwaltung ein und machte geltend, dass das Geb\u00e4ude kein Privateigentum sei, sondern Eigentum und Sitz einer kirchlichen Institution. Diese Klage gewann das Bistum, allerdings unter der Bedingung, dass die dort ans\u00e4ssigen Privatmieter und staatliche Unternehmen nicht zwangsger\u00e4umt werden d\u00fcrfen. Oben, wo sich jetzt der rote Saal befindet, war das B\u00fcro der <em>Fleischindustrie<\/em> (<em>Industria C\u0103rnii<\/em>), und unten, in der S\u00fcdwest-Ecke, war die Universit\u00e4tsbuchhandlung, fr\u00fcher das sog. <em>Cartea Rus\u0103<\/em>\/die Russische Buch(handlung). Die R\u00e4ume des heutigen Di\u00f6zesanmuseums waren ein Antiquit\u00e4ten- und Pfandgesch\u00e4ft, und dort, wo heute die Bibliothek ist, befand sich eine Lederwaren- und Schuhreparaturwerkstatt \u2013 sie zog in das Geb\u00e4ude auf der anderen Seite der Pacha-Stra\u00dfe, gegen\u00fcber vom Bistum. Damals wurden die heutigen Archivr\u00e4ume von einer Buchbinderei angemietet. Auch der Hof war ganz vermietet, nur eine Garage blieb dem Ordinariat f\u00fcr das Dienstauto des Bistums. Die Miete war allgemein eine derart kleine, unbedeutende Summe, eher symbolisch, der Preis von zwei Streichholzschachteln. Es sah alles schrecklich herabgekommen aus: Das Ordinariat hatte keine Mittel zur Erhaltung des Geb\u00e4udes, die Mieter kein Interesse das Haus in Stand zu halten, waren selber oft arme Arbeiter, die staatlichen Institutionen ohnehin uninteressiert, da keine Eigent\u00fcmer. Tut mir leid, dass ich damals keine Fotos gemacht habe, aber ich hatte keine Zeit daf\u00fcr. Als Bischof Augustin Pacha 1954 starb, hatte das Ordinariat das alte Pfarrhausgeb\u00e4ude in der Josefstadt als Sitz zugewiesen bekommen. Der Ordinarius und der Generalvikar wohnten daselbst bis 1975, als sie die Geb\u00e4uden in der Matei-Corvin-Stra\u00dfe 2 und am Domplatz 10 zur\u00fcckerhielten. Dann zogen sie dahin. Ordinarius Konrad Kernweisz starb in der ihm zugedachten Wohnung auf dem Domplatz 10.<\/p>\n<p><strong><em>&#8211; Wie verlief die Umstrukturierung der Di\u00f6zese?<\/em><\/strong><br \/>\n&#8211; In den Jahren 1990-1991 habe ich versucht, die Situation der Pfarrgemeinden zu analysieren, und ab dem 1. Januar 1992 sahen wir uns in der Lage 101 Pfarreien zu schlie\u00dfen, weil sowohl die Pfarreien als auch die Kirchen und Pfarrh\u00e4user v\u00f6llig leer dastanden. Manche der Priester waren bereits nach Deutschland ausgewandert, andere wollten in der deutschen Seelsorge arbeiten und kamen um eine entsprechende Gehemigung ein, \u00e4ltere Mitbr\u00fcder waren oft krank und zogen es vor, zu ihren ausgewanderten Verwandten nach Deutschland oder \u00d6sterreich zu ziehen, starben auch innerhalb weniger Jahre dahin. Diese ehemals ansehnlichen deutschen Pfarreien wurden zu Filialen. Es blieben 71 Gemeinden \u00fcbrig. In der Zwischenzeit waren nur zwei Pfarreien errichtet worden: die Pfarrei Dumbr\u0103vi\u021ba\/Neusentesch noch unter Bischof Kr\u00e4uter und die Pfarrei Allerheiligste Dreifaltigkeit in Reschitz-Gov\u00e2ndari, die ich errichtet habe. Zur Zeit von Bischof Sebastian Kr\u00e4uter gab es nur die vier alten Dekanate aus der kommunistischen Zeit: Temeswar, Arad I (deutsche Pfarreien des Kreises Arad) und Arad II (ungarische Pfarreien im Kreise Arad) sowie Reschitz. Auch f\u00fcr die Priester, die hier blieben, war es nicht leicht, denn statt einer Pfarrei mussten sie sich um drei oder vier Gemeinden k\u00fcmmern. Es gab ehemalige Gemeinden, in denen es keine katholische Seele mehr gab, niemanden, dem man die Kirche h\u00e4tte anvertrauen k\u00f6nnen, niemanden, dem man die Schl\u00fcssel der Kirche h\u00e4tte \u00fcbergeben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong><em>&#8211; Dies bedeutete einen enormen Arbeitsaufwand&#8230; !<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Einweihung-des-Bischofshauses-24-Sept-1995-site.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-large wp-image-68594 aligncenter\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Einweihung-des-Bischofshauses-24-Sept-1995-site-1024x710.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Einweihung-des-Bischofshauses-24-Sept-1995-site-1024x710.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"710\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271024%27%20height%3D%27710%27%20viewBox%3D%270%200%201024%20710%27%3E%3Crect%20width%3D%271024%27%20height%3D%27710%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Einweihung-des-Bischofshauses-24-Sept-1995-site-200x139.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Einweihung-des-Bischofshauses-24-Sept-1995-site-300x208.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Einweihung-des-Bischofshauses-24-Sept-1995-site-400x277.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Einweihung-des-Bischofshauses-24-Sept-1995-site-600x416.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Einweihung-des-Bischofshauses-24-Sept-1995-site-768x532.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Einweihung-des-Bischofshauses-24-Sept-1995-site-800x555.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Einweihung-des-Bischofshauses-24-Sept-1995-site-1024x710.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Einweihung-des-Bischofshauses-24-Sept-1995-site-1200x832.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Einweihung-des-Bischofshauses-24-Sept-1995-site-1536x1065.jpg 1536w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Einweihung-des-Bischofshauses-24-Sept-1995-site.jpg 1878w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#8211; Es war in der Tat eine Menge Arbeit, aber wir haben auch viele Helfer gefunden, sogar aus Deutschland und \u00d6sterreich. So k\u00fcmmerten sich ein Architekt und Bauunternehmer aus Deutschland, Herr Franz Wesinger (\u2020 28.03. 2024) von Olching bei M\u00fcnchen, um den notwendigen Papierkram und die Auszahlungen der Rechnungen und die Abrechnungen gegen\u00fcber den staatlichen wie der kirchlichen Hilfsstellen und Geldgebern, insbesondere an das Bundesinnenministerium in Bonn, an die Deutsche Bischofskonferenz, an den Europ\u00e4ischen Hilfsfonds in Wien, an \u201eKirche in Not\/Ostpriesterhilfe\u201c in K\u00f6nigstein im Taunus und sp\u00e4ter auch an \u201eRenovabis\u201c in Freising. Der Temeswarer Bauunternehmer Constantin Marcu, ein Neffe des M\u00e4rtyrer-Bischofs Konstantin Ignatz Bogd\u00e1nffy, arbeitete ebenfalls f\u00fcr uns. Die Fenster wurden von einem Bauunternehmer, einem Mitglied meiner fr\u00fcheren Pfarrgemeinde von Stimpfach, hergestellt, eingebaut und verputzt \u2013 gegen einen annehmbaren Preis. Federf\u00fchrend war hierin mein ehemaliger Vorsitzender im Kirchengemeinderat aus Stimpfach, Herr Gebhard Schips. Die Vorh\u00e4nge in den einzelnen R\u00e4umen des Ordinariats wurden von einer N\u00e4herin, Frau Gabriele Schl\u00f6der, ebenfalls aus Stimpfach unentgeltlich gen\u00e4ht, wobei ihr Ehemann, Herr Wilhelm Schl\u00f6der underm\u00fcdlich technische Handgriffe leistete. Auch die Mitglieder der Temeswarer Jugendgruppe des Bisch\u00f6flichen Sekret\u00e4rs L\u00e1szl\u00f3 B\u00f6cskei, genannt \u201eSzt. Gell\u00e9rt\u201c, halfen tatkr\u00e4ftig mit: Sie trugen Schutt und Tr\u00fcmmer weg, halfen aber auch den Bewohnern, schneller auszuziehen, indem sie des Nachmittags kamen, sangen, musizierten und machten ein bisschen L\u00e4rm, um den Mietern zu zeigen, dass sie an einem ruhigeren Ort besser aufgehoben w\u00e4ren&#8230;<br \/>\nKurz vor Abschluss der Restaurierungsarbeiten kam eine hilfsbereite Gruppe von Frauen aus den verschiedenen Pfarreien der Stadt und brachten die einzelnen fertiggestellten R\u00e4ume des Ordinariats auf Hochglanz, so dass die letzten Handgriffe das gesamte Geb\u00e4ude f\u00fcr den Tag der feierlichen Weihe am 23. September 1995 herausputzten.<br \/>\nDie Schlacht war damit geschlagen und gewonnen, was so mancher Skeptiker angesichts des anf\u00e4nglichen \u201eRuinenfeldes\u201c bezweifelte, da die blanken Mauern mit den g\u00e4hnenden Fenster- und T\u00fcrenl\u00f6chern den Besucher anstarrten, der sich dabei fragte, ob aus diesem Chaos wohl jemals eine Ordnung werden oder gar ein Ordinariat neu erstehen k\u00f6nne&#8230;<\/p>\n<p><strong><em>\u2013 Herr Bischof, vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch und f\u00fcr Ihre Zeit!<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Pressestelle der Di\u00f6zese Temeswar<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in 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