{"id":69274,"date":"2024-11-03T15:33:09","date_gmt":"2024-11-03T13:33:09","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=69274"},"modified":"2024-11-03T15:33:09","modified_gmt":"2024-11-03T13:33:09","slug":"papst-franziskus-an-vatikan-medien-wahrheit-gerechtigkeit-frieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/papst-franziskus-an-vatikan-medien-wahrheit-gerechtigkeit-frieden\/","title":{"rendered":"Papst Franziskus an Vatikan-Medien: \u201eWahrheit, Gerechtigkeit, Frieden\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Zu einer Kommunikation, die Br\u00fccken baut, an R\u00e4nder geht und Frieden f\u00f6rdert, hat der Papst seine Kommunikationsabteilung aufgerufen. Bei der Audienz sprach Franziskus \u00fcber seinen Traum einer Kommunikation \u201evon Herz zu Herz\u201c \u2013 auch ohne viel Geld.<\/p>\n<p><i><b>Anne Preckel \u2013 Vatikanstadt<\/b><\/i><\/p>\n<p>Franziskus ging in seiner Ansprache an das Dikasterium f\u00fcr Kommunikation, der Dachorganisation aller Vatikanmedien, von der Waffenr\u00fcstung Gottes aus, von der im sechsten Kapitel des Epheserbriefs die Rede ist. Der heilige Paulus nennt dort Attribute, um dem B\u00f6sen zu widerstehen.<\/p>\n<div class=\"article__embed article__embed--border embed_style\">\n<blockquote><p>\u201eSteht also da, eure H\u00fcften umg\u00fcrtet mit Wahrheit, angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, die F\u00fc\u00dfe beschuht mit der Bereitschaft f\u00fcr das Evangelium des Friedens. (Eph 6,14-15).\u201c<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<p>\u201eDas k\u00f6nnte auch das Erkennungszeichen eines guten Kommunikators sein, meinen Sie nicht auch?\u201c, fragte Franziskus am Donnerstagmorgen seine Medienleute. Ein solches \u201eR\u00fcstzeug\u201c solle auch vatikanische Kommunikatoren auszeichnen, findet er: \u201eGerade als Kommunikatoren seid ihr dazu berufen, die kirchliche Gemeinschaft mit der Wahrheit um die H\u00fcften zu weben, der Gerechtigkeit als R\u00fcstung und beschuhten F\u00fc\u00dfen, um das Evangelium des Friedens zu verbreiten.\u201c<\/p>\n<p><strong>Die H\u00fcften umg\u00fcrtet&#8230;<\/strong><br \/>\nBei dieser Kommunikation gehe es darum, \u201eBr\u00fccken zu bauen, wo so viele Mauern errichten; die Gemeinschaft zu f\u00f6rdern, wo so viele Spaltungen vertiefen; sich auf die Dramen unserer Zeit einzulassen, wo so viele die Gleichg\u00fcltigkeit vorziehen\u201c, f\u00fchrte der Papst aus. Die kirchlichen Kommunikatoren sollten dabei \u201ekreativ\u201c sein, mit dem Herzen kommunizieren und Mittel und Technik \u201eintelligent\u201c einsetzen. Franziskus bat seine Medienleute, ihm in diesem Sinne bei der Verbreitung der Frohen Botschaft in der Welt zu helfen.<\/p>\n<div class=\"article__embed article__embed--border embed_style\">\n<blockquote><p>\u201eHelft mir, bitte, das Herz Jesu in der Welt bekannt zu machen, durch Mitgef\u00fchl f\u00fcr dieses verwundete Land. Helft mir mit einer Kommunikation, die ein Werkzeug der Gemeinschaft ist.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<p>Bei ihrem Dienst sollten sie, als Botschafter der Wahrheit, Gerechtigkeit und des Friedens, ihre kirchliche Zugeh\u00f6rigkeit nicht vergessen: \u201eWenn wir nach politischen oder unternehmerischen Kategorien denken und handeln w\u00fcrden, w\u00e4ren wir nicht Kirche. W\u00fcrden wir weltliche Kriterien anwenden oder unsere Strukturen auf B\u00fcrokratie reduzieren, w\u00e4ren wir nicht Kirche. So was geht nicht!\u201c, warnte Franziskus.<\/p>\n<p><strong>\u201eVon Herz zu Herz\u201c: Franziskus hat einen Traum<\/strong><br \/>\n\u201eIch tr\u00e4ume von einer Kommunikation, die Menschen und Kulturen verbinden kann. Ich tr\u00e4ume von einer Kommunikation, die in der Lage ist, Geschichten und Zeugnisse, die sich in jedem Winkel der Welt ereignen, zu erz\u00e4hlen und aufzuwerten, sie in Umlauf zu bringen und sie allen anzubieten\u201c, wandte sich Franziskus an sein Kommunikations-Dikasterium.<\/p>\n<div class=\"article__embed article__embed--border embed_style\">\n<blockquote><p>\u201eIch tr\u00e4ume von einer Kommunikation von Herz zu Herz (&#8230;), die die Menschen dazu erzieht, ein wenig von sich selbst aufzugeben, um Platz f\u00fcr den anderen zu schaffen; eine Kommunikation, die leidenschaftlich, neugierig und kompetent ist, die es versteht, in die Realit\u00e4t einzutauchen, um sie zu erz\u00e4hlen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<p>Das Evangelium sei eine Geschichte der Begegnungen, Gesten, Blicke und Dialoge \u201eauf der Stra\u00dfe und am Tisch\u201c, so der Papst, der von einer \u201eSch\u00f6nheit der Begegnungen mit der Samariterin, mit Nikodemus, mit der Ehebrecherin, mit dem blinden Bartim\u00e4us\u201c sprach.<br \/>\nDie katholischen Journalisten sollten sich, wie Jesus, insbesondere um die Geschichten der Letzten, der Armen, Migranten und Kriegsopfern, k\u00fcmmern und diese authentisch und ohne \u201eSlogans\u201c erz\u00e4hlen. Ihre Arbeit solle zu Inklusion, Dialog und Frieden beitragen. Etwa durch Berichte \u00fcber Friedensbem\u00fchungen weltweit: \u201eWie dringend ist es, den Friedensstiftern Raum zu geben! Werden Sie nicht m\u00fcde, ihre Zeugnisse zu erz\u00e4hlen, in allen Teilen der Welt.\u201c Die Welt werde von \u201eschrecklicher Gewalt\u201c ersch\u00fcttert, merkte Franziskus an, Christen aber sch\u00f6pften Hoffnung aus \u201evielen kleinen und gro\u00dfen Geschichten des Guten\u201c.<\/p>\n<p><strong>&#8230;und den G\u00fcrtel enger schnallen<\/strong><br \/>\nFranziskus lud sein Dikasterium dazu ein, \u201emehr hinauszugehen, mehr zu wagen, mehr zu riskieren\u201c. Es gehe nicht darum, eigene Ideen zu verbreiten, sondern darum, \u201edie Realit\u00e4t mit Ehrlichkeit und Leidenschaft zu erz\u00e4hlen\u201c. Dabei solle ohne Angst auch Neues ausprobiert werden, ermutigte der Papst seine Medienleute und verwies auf \u201eneue Sprachen\u201c und \u201eneue Wege\u201c auch im digitalen Raum. Auch gelte es den synodalen Stil im Bereich der Kommunikation umzusetzen, was auch Thema der Plenarversammlung des Dikasteriums in diesen Tagen war.<\/p>\n<div class=\"article__embed article__embed--border embed_style\">\n<blockquote><p>\u201eIch wei\u00df, dass dies eine schlechte Nachricht ist, aber eine gute Nachricht, weil sie die Kreativit\u00e4t von Ihnen allen anregt.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<p>All das soll laut Franziskus auch mit weniger Geld gehen m\u00fcssen, machte der Papst klar und k\u00fcndigte weitere Sparma\u00dfnahmen an &#8211; das d\u00fcrfte gerade Arbeitseinheiten, die bereits K\u00fcrzungen erlitten, beunruhigen. \u201eWir m\u00fcssen noch ein wenig disziplinierter mit dem Geld umgehen. Ihr m\u00fcsst Wege finden, um mehr zu sparen und nach anderen Mitteln zu suchen, denn der Heilige Stuhl kann euch nicht mehr wie bisher helfen. Ich wei\u00df, dass dies eine schlechte Nachricht ist, aber eine gute Nachricht, weil sie die Kreativit\u00e4t von Ihnen allen anregt.\u201c<br \/>\nExplizit w\u00fcrdigte der Papst die Bem\u00fchungen des Dikasteriums, trotz der bisherigen Sparpolitik die Sprachpalette der Vatikanmedien erweitert zu haben: so wurden zu den mehr als 50 Sprachen zuletzt Lingala, Mongolisch und Kannada hinzugef\u00fcgt. Auch dankte er schon jetzt f\u00fcr den gro\u00dfen Einsatz, der aus den vatikanischen Kommunikationsapparat im Heiligen Jahr 2025 zukommt. Dank der Vatikanmedien k\u00f6nnten auch viele Menschen, die nicht reisen k\u00f6nnten, am Jubil\u00e4um teilhaben.<\/p>\n<p><strong>Glorias gro\u00dfer Dienst<\/strong><br \/>\nFranziskus w\u00fcrdigte bei der Audienz die Radio Vatikan-Mitarbeiterin Gloria Fontana, die nach fast einem halben Jahrhundert (48 Dienstjahren!) an diesem Donnerstag in Rente geht: \u201eSie kam am Tag ihrer Erstkommunion\u201c, scherzte der Papst. \u201eSie hat im Verborgenen einen gro\u00dfen Dienst geleistet, indem sie sich der Niederschrift der Reden des Papstes gewidmet hat\u201c.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2024-10\/papst-dikasterium-kommunikation-wahrheit-gerechtigkeit-frieden.html\">www.vaticannews.va\/de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu einer Kommunikation, die Br\u00fccken baut, an R\u00e4nder geht und Frieden f\u00f6rdert, hat der Papst seine Kommunikationsabteilung aufgerufen. 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