{"id":69392,"date":"2024-11-06T18:05:23","date_gmt":"2024-11-06T16:05:23","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=69392"},"modified":"2024-11-06T18:05:23","modified_gmt":"2024-11-06T16:05:23","slug":"banater-bei-der-kulturtagung-des-st-gerhards-werks-in-sindelfingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/banater-bei-der-kulturtagung-des-st-gerhards-werks-in-sindelfingen\/","title":{"rendered":"Banater bei der Kulturtagung des St. Gerhards-Werks in Sindelfingen"},"content":{"rendered":"<p>Das St. Gerhards-Werk e. V. Stuttgart, richtet am Samstag, dem 9. November, die Kulturtagung \u201eVerh\u00e4rtete Fr\u00f6mmigkeit im 19. Jahrhundert\u201c aus. Wissenschaftler, Forscher und Interessierte finden sich daf\u00fcr von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr im j\u00fcngst renovierten Haus der Donauschwaben in Sindelfingen ein. Im Namen der Di\u00f6zese Temeswar und der deutschen Gemeinschaft in Temeswar tragen Dr. Claudiu Sergiu C\u0103lin, Di\u00f6zesanarchivar zu \u201eOrden und Kongregationen im Bistum Tschanad (Csan\u00e1d) und im Banat im 19. Jahrhundert\u201c und die Journalistin Dr. Raluca Nelepcu zu \u201eM\u00e4dchenbildung im 19. Jahrhundert im Banat: Die Anpassung der Notre-Dame-Schulen in einer sich wandelnden Gesellschaft\u201c vor. Weitere mit Beitr\u00e4gen Beteiligte sind: Dr. Zsofia B\u00e1r\u00e1ny (Ungarische Nationalbibliothek Budapest), Dr. J\u00e1nos Bedn\u00e1rik (Institut f\u00fcr Ethnologie, Forschungszentrum f\u00fcr Geisteswissenschaften der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Budapest), Dr. R\u00e9ka Mikl\u00f3s (Kunstuniversit\u00e4t Graz), Prof. Dr. G\u00e1bor T\u00fcsk\u00e9s (Institut f\u00fcr Literaturwissenschaft, Forschungszentrum f\u00fcr Geisteswissenschaften der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Budapest), Prof. Dr. J\u00e1nos Ugrai (Institut f\u00fcr Geschichte an der Universit\u00e4t Miskolc). Auf der Tagesveranstaltung nehmen Forscherinnen und Forscher \u00fcberblicksartig anhand konkreter Beispiele das kirchliche Leben der Donauschwaben in den Blick. \u201eDas Christentum in den konfessionell gepr\u00e4gten Kirchen spielte in der Geschichte der deutschen Minderheiten von ihrer Ansiedlung im ausgehenden 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart auf der individuellen wie auf der Gruppenebene eine gesellschaftliche, politische und kulturelle Schl\u00fcsselrolle. Die Kirchen wirkten dabei nicht allein im spirituellen, sondern auch im politischen, verwaltungstechnischen und \u00f6konomischen Bereich mit\u201c, hei\u00dft es in der Einladung zur Veranstaltung. Ebenda steht: Das \u201elange 19. Jahrhundert\u201c stand im Zeichen der Nationalisierung und Nationenbildung. Die Nationalisierung der Religion und die Sakralisierung der Nation vor allem seit der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts schufen neue Identifikationskonfigurationen auch f\u00fcr die Donauschwaben in der ungarischen Reichsh\u00e4lfte der Donaumonarchie. Indem Kirche und Religion bis dahin f\u00fcr die Donauschwaben als ma\u00dfgeblicher Faktor ihrer (kollektiven) Identit\u00e4t fungierten, konnten Loyalit\u00e4tskrisen entstehen. Das erzeugte in den einzelnen Siedlungsgebieten dieselben Stimulationen, f\u00fchrte aber zu unterschiedlichen Resultaten auf der Mikroebene bez\u00fcglich der religi\u00f6sen Traditionen und Praktiken. Welche konkreten Ein- und Auswirkungen das auf die deutschsprachigen Katholiken in Ungarn hatte, soll auf der Kulturtagung aufgegriffen werden.<\/p>\n<p><strong><em>ADZ &#8211; 32. Jahrgang\/Nr. 7938 Bukarest, Mittwoch, 6. <\/em><\/strong><strong><em>November 2024, S. 8<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Foto: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/hausderdonauschwaben\/photos\">www.facebook.com\/hausderdonauschwaben\/photos<\/a><\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das St. Gerhards-Werk e. V. Stuttgart, richtet am Samstag, dem 9. November, die Kulturtagung \u201eVerh\u00e4rtete Fr\u00f6mmigkeit im 19. Jahrhundert\u201c aus. 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