{"id":69610,"date":"2024-11-17T06:00:55","date_gmt":"2024-11-17T04:00:55","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=69610"},"modified":"2024-11-14T16:28:27","modified_gmt":"2024-11-14T14:28:27","slug":"botschaft-des-heiligen-vaters-zum-8-welttag-der-armen-17-november-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/botschaft-des-heiligen-vaters-zum-8-welttag-der-armen-17-november-2024\/","title":{"rendered":"Botschaft des Heiligen Vaters zum 8. Welttag der Armen &#8211; 17. November 2024"},"content":{"rendered":"<p>Wir stellen hier in amtlicher \u00dcbersetzung die Botschaft von Papst Franziskus zum 8. Welttag der Armen am 17. November 2024 vor. Sie tr\u00e4gt den Titel: \u201eDas Gebet des Armen steigt zu Gott empor\u201c. Auf vatican.va finden Sie wie \u00fcblich diesen und alle weiteren offiziellen Papsttexte in den verschiedenen \u00dcbersetzungen.<\/p>\n<p><b><i>BOTSCHAFT DES HEILIGEN VATERS<\/i><\/b><\/p>\n<p><b>zum 8. Welttag der Armen<\/b><\/p>\n<p><b>33. Sonntag im Jahreskreis<\/b><\/p>\n<p><b><i>Das Gebet des Armen steigt zu Gott empor (vgl. Jesus Sirach 21,5)<\/i><\/b><\/p>\n<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern!<\/p>\n<p>1. Das Gebet des Armen steigt zu Gott empor (vgl.\u00a0<i>Sir<\/i>\u00a021,5). Im Jahr, das dem Gebet gewidmet ist, und im Hinblick auf das ordentliche Jubil\u00e4um 2025 ist diese Aussage biblischer Weisheit umso angemessener, um uns auf den achten Welttag der Armen vorzubereiten, der am 17. November stattfinden wird. Die christliche Hoffnung schlie\u00dft auch die Gewissheit ein, dass unser Gebet vor das Angesicht Gottes gelangt; aber nicht irgendein Gebet:\u00a0<i>das Gebet des Armen<\/i>! Denken wir \u00fcber dieses Wort nach und \u201elesen\u201c wir es auf den Gesichtern und in den Geschichten der Armen, denen wir in unseren Tagen begegnen, damit das Gebet zu einem Weg der Gemeinschaft mit ihnen wird und wir ihr Leid teilen.<\/p>\n<p>2. Das Buch\u00a0<i>Jesus Sirach<\/i>, auf das wir uns beziehen, ist nicht sehr bekannt und verdient es, entdeckt zu werden wegen der F\u00fclle der Themen, die es anspricht, besonders wenn es die Beziehung des Menschen zu Gott und zur Welt ber\u00fchrt. Sein Autor, Ben Sira, ist ein Lehrer, ein Schriftgelehrter aus Jerusalem, der wahrscheinlich im 2. Jahrhundert v. Chr. schrieb. Er ist ein weiser Mann, der in der Tradition Israels verwurzelt ist und \u00fcber verschiedene Bereiche des menschlichen Lebens lehrt: von der Arbeit bis zur Familie, vom Leben in der Gesellschaft bis zur Erziehung der Jugend; er widmet sich den Fragen des Glaubens an Gott und der Einhaltung des Gesetzes. Er behandelt die nicht einfachen Probleme der Freiheit, des B\u00f6sen und der g\u00f6ttlichen Gerechtigkeit, die auch f\u00fcr uns heute sehr aktuell sind. Ben Sira, inspiriert vom Heiligen Geist, m\u00f6chte allen den Weg zu einem weisen und w\u00fcrdigen Leben vor Gott und den Br\u00fcdern und Schwestern aufzeigen.<\/p>\n<p>3. Eines der Themen, dem dieser heilige Schriftsteller am meisten Raum widmet, ist\u00a0<i>das Gebet<\/i>. Er tut dies mit gro\u00dfem Eifer, weil er seine pers\u00f6nliche Erfahrung zum Ausdruck bringt. In der Tat k\u00f6nnte keine Schrift \u00fcber das Gebet wirkungsvoll und fruchtbar sein, wenn sie nicht von denen stammt, die jeden Tag in Gottes Gegenwart weilen und auf sein Wort h\u00f6ren. Ben Sira erkl\u00e4rt, dass er schon in seiner Jugend nach Weisheit strebte: \u00bbAls ich noch jung war, bevor ich auf Wanderschaft ging, habe ich offen in meinem Beten Weisheit gesucht\u00ab (<i>Sir\u00a0<\/i>51,13).<\/p>\n<p>4. Auf seinem Weg entdeckt er eine der grundlegenden Wirklichkeiten der Offenbarung, n\u00e4mlich die Tatsache, dass die\u00a0<i>Armen einen bevorzugten Platz im Herzen Gottes\u00a0<\/i>einnehmen, dass Gott angesichts ihres Leidens sogar \u201eungeduldig\u201c ist, bis er ihnen Gerechtigkeit widerfahren l\u00e4sst: \u00bbDas Gebet eines Dem\u00fctigen durchdringt die Wolken, und bevor es nicht angekommen ist, wird er nicht getr\u00f6stet und er l\u00e4sst nicht nach, bis der H\u00f6chste daraufschaut. Und er wird f\u00fcr die Gerechten entscheiden und ein Urteil f\u00e4llen. Und der Herr wird gewiss nicht z\u00f6gern und nicht langm\u00fctig sein gegen die Unbarmherzigen\u00ab (<i>Sir<\/i>\u00a035,21-22). Gott kennt die Leiden seiner Kinder, denn er ist ein aufmerksamer und f\u00fcrsorglicher Vater f\u00fcr alle. Als Vater k\u00fcmmert er sich um diejenigen, die ihn am meisten brauchen: die Armen, die Ausgegrenzten, die Leidenden, die Vergessenen &#8230; Aber niemand ist aus seinem Herzen ausgeschlossen, denn wir alle sind vor ihm arm und bed\u00fcrftig. Wir sind alle Bettler, denn ohne Gott w\u00e4ren wir nichts. Wir h\u00e4tten nicht einmal das Leben, wenn Gott es uns nicht geschenkt h\u00e4tte. Und doch, wie oft leben wir so, als ob wir die Herren \u00fcber das Leben w\u00e4ren oder als ob wir es erobern m\u00fcssten! Die weltliche Denkweise fordert, dass wir jemand sind, dass wir uns trotz allem und jedem einen Namen machen, dass wir gesellschaftliche Regeln brechen, um ja nur Reichtum zu erreichen. Was f\u00fcr eine traurige Illusion! Das Gl\u00fcck erlangt man nicht, indem man das Recht und die W\u00fcrde anderer mit F\u00fc\u00dfen tritt.<\/p>\n<p>Die durch Kriege verursachte Gewalt zeigt deutlich, wie viel Anma\u00dfung diejenigen bewegt, die sich vor den Menschen f\u00fcr m\u00e4chtig halten, w\u00e4hrend sie in den Augen Gottes erb\u00e4rmlich sind.\u00a0<i>Wie viele neue Arme verursacht diese schlechte, mit Waffen gemachte Politik<\/i>, wie viele unschuldige Opfer! Doch wir d\u00fcrfen nicht zur\u00fcckweichen. Die J\u00fcnger des Herrn wissen, dass jeder dieser \u201eKleinen\u201c das Antlitz des Gottessohnes tr\u00e4gt, und unsere Solidarit\u00e4t und das Zeichen der christlichen N\u00e4chstenliebe m\u00fcssen jeden Einzelnen erreichen. \u00bbJeder Christ und jede Gemeinschaft ist berufen, Werkzeug Gottes f\u00fcr die Befreiung und die F\u00f6rderung der Armen zu sein, so dass sie sich vollkommen in die Gesellschaft einf\u00fcgen k\u00f6nnen; das setzt voraus, dass wir gef\u00fcgig sind und aufmerksam, um den Schrei des Armen zu h\u00f6ren und ihm zu Hilfe zu kommen\u00ab (Apostolisches Schreiben\u00a0<i>Evangelii gaudium<\/i>, 187).<\/p>\n<p>5. In diesem Jahr, das dem Gebet gewidmet ist, m\u00fcssen wir\u00a0<i>das Gebet der Armen zu unserem eigenen machen und zusammen mit ihnen bete<\/i>n. Das ist eine Herausforderung, die wir annehmen m\u00fcssen, und eine pastorale T\u00e4tigkeit, die gef\u00f6rdert werden muss. Denn \u00bbdie schlimmste Diskriminierung, unter der die Armen leiden, ist der Mangel an geistlicher Zuwendung. Die riesige Mehrheit der Armen ist besonders offen f\u00fcr den Glauben; sie brauchen Gott, und wir d\u00fcrfen es nicht unterlassen, ihnen seine Freundschaft, seinen Segen, sein Wort, die Feier der Sakramente anzubieten und ihnen einen Weg des Wachstums und der Reifung im Glauben aufzuzeigen. Die bevorzugte Option f\u00fcr die Armen muss sich haupts\u00e4chlich in einer au\u00dferordentlichen und vorrangigen religi\u00f6sen Zuwendung zeigen\u00ab (<i>ebd.<\/i>, 200).<\/p>\n<p>All dies erfordert ein\u00a0<i>dem\u00fctiges Herz<\/i>, das den Mut hat, zum Bettler zu werden. Ein Herz, das bereit ist, sich als arm und bed\u00fcrftig zu erkennen. Es besteht n\u00e4mlich ein Zusammenhang zwischen Armut, Demut und Vertrauen. Der wahrhaft Arme ist der Dem\u00fctige, wie der heilige Bischof Augustinus sagte: \u00bbDer Arme hat nichts, worauf er stolz sein kann, der Reiche hat seinen Stolz zu bek\u00e4mpfen. H\u00f6re also auf mich: Sei ein wahrhaft Armer, sei tugendhaft, sei dem\u00fctig\u00ab (<i>Sermones<\/i>, 14, 4). Der dem\u00fctige Mensch hat nichts, dessen er sich r\u00fchmen kann, und er beansprucht nichts, er wei\u00df, dass er nicht auf sich selbst z\u00e4hlen kann, glaubt aber fest daran, dass er sich auf die barmherzige Liebe Gottes berufen kann, vor dem er wie der verlorene Sohn steht, der reum\u00fctig nach Hause zur\u00fcckkehrt, um die Umarmung seines Vaters zu empfangen (vgl.\u00a0<i>Lk<\/i>\u00a015,11-24). Da der Arme nichts hat, worauf er sich st\u00fctzen kann, erh\u00e4lt er Kraft von Gott und setzt sein ganzes Vertrauen in ihn. In der Tat schafft die Demut das Vertrauen, dass Gott uns nie verlassen und uns nicht ohne Antwort lassen wird.<\/p>\n<p>6. Den Armen, die in unseren St\u00e4dten leben und Teil unserer Gemeinschaften sind, sage ich: Verliert nicht diese Gewissheit!\u00a0<i>Gott achtet auf einen jeden von euch und ist euch nahe.\u00a0<\/i>Er vergisst euch nicht und k\u00f6nnte dies auch nie tun. Wir alle machen die Erfahrung, dass Gebete scheinbar unbeantwortet bleiben. Manchmal bitten wir darum, aus einer Notlage befreit zu werden, die uns leiden l\u00e4sst und uns dem\u00fctigt, und Gott scheint unsere Anrufung nicht zu erh\u00f6ren. Doch Gottes Schweigen bedeutet nicht, dass er von unserem Leid abgelenkt ist, sondern es enth\u00e4lt ein Wort, das vertrauensvoll angenommen werden will, indem wir uns ihm und seinem Willen \u00fcberlassen. Wieder ist es Jesus Sirach, der dies bezeugt: \u201eDie Bitte eines Armen dringt an sein Ohr, das Urteil Gottes kommt mit Eile\u201c (vgl. 21,5). Aus der Armut kann also das Lied echter Hoffnung entspringen. Erinnern wir uns: \u00bbWenn das innere Leben sich in den eigenen Interessen verschlie\u00dft, gibt es keinen Raum mehr f\u00fcr die anderen, finden die Armen keinen Einlass mehr, h\u00f6rt man nicht mehr die Stimme Gottes, genie\u00dft man nicht mehr die innige Freude \u00fcber seine Liebe, regt sich nicht die Begeisterung, das Gute zu tun. [\u2026], das ist nicht das Leben im Geist, das aus dem Herzen des auferstandenen Christus hervorsprudelt\u00ab (Apostolisches Schreiben\u00a0<i>Evangelii gaudium<\/i>, 2).<\/p>\n<p>7. Der\u00a0<i>Welttag der Armen<\/i>\u00a0ist nunmehr zu einem festen Termin f\u00fcr jede Gemeinschaft in der Kirche geworden. Er ist eine nicht zu untersch\u00e4tzende pastorale Gelegenheit, weil er jeden Gl\u00e4ubigen dazu anregt, auf das Gebet der Armen zu h\u00f6ren und sich ihrer Gegenwart und Bed\u00fcrfnisse bewusst zu werden. Es ist eine g\u00fcnstige Gelegenheit, um Vorhaben zu verwirklichen, die den Armen konkret helfen, und auch, um die vielen Freiwilligen anzuerkennen und zu unterst\u00fctzen, die sich leidenschaftlich f\u00fcr die Bed\u00fcrftigsten einsetzen. Wir m\u00fcssen dem Herrn f\u00fcr die Menschen danken, die sich zur Verf\u00fcgung stellen, um den \u00c4rmsten zuzuh\u00f6ren und sie zu unterst\u00fctzen. Es sind Priester, Personen des geweihten Lebens und Laien, die mit ihrem Zeugnis der Antwort Gottes auf die Gebete derer, die sich an ihn wenden, eine Stimme geben. Die Stille wird also jedes Mal gebrochen, wenn ein Bruder oder eine Schwester in Not willkommen gehei\u00dfen und umarmt wird. Die Armen haben noch viel zu lehren, denn in einer Kultur, die den Reichtum an die erste Stelle gesetzt hat und die W\u00fcrde der Menschen oft auf dem Altar der materiellen G\u00fcter opfert, rudern sie gegen den Strom und weisen darauf hin, dass das Wesentliche im Leben etwas ganz anderes ist.<\/p>\n<p>Das Gebet findet also die Best\u00e4tigung seiner Echtheit in der N\u00e4chstenliebe, die zur Begegnung und zur N\u00e4he wird.\u00a0<i>Wenn das Gebet nicht zu konkretem Handeln f\u00fchrt, ist es vergeblich<\/i>; denn \u00bbder Glaube ohne Werke [ist] tot\u00ab (<i>Jak<\/i>\u00a02,26).\u00a0<i>N\u00e4chstenliebe ohne Gebet l\u00e4uft<\/i>\u00a0hingegen\u00a0<i>Gefahr, zu einer Philanthropie zu werden, die sich bald ersch\u00f6pft.<\/i>\u00a0\u00bbOhne das in Treue gelebte t\u00e4gliche Gebet wird unser Tun leer, verliert es die tiefste Seele, wird es zum reinen Aktivismus reduziert\u00ab (Benedikt XVI.,\u00a0<i>Katechese<\/i>, 25. April 2012). Wir m\u00fcssen dieser Versuchung widerstehen und immer wachsam sein mit der Kraft und Ausdauer, die vom Heiligen Geist kommt, der der Spender des Lebens ist.<\/p>\n<p>8. In diesem Zusammenhang ist es sch\u00f6n, sich an das Zeugnis von\u00a0<i>Mutter Teresa von Kalkutta<\/i>\u00a0zu erinnern, einer Frau, die ihr Leben f\u00fcr die Armen gab. Die Heilige wiederholte immer wieder, dass\u00a0<i>das Gebet der Ort war, aus dem sie Kraft und Glauben sch\u00f6pfte\u00a0<\/i>f\u00fcr ihre Mission, den Letzten zu dienen. Als sie am 26. Oktober 1985 vor der UN-Generalversammlung sprach und allen den Rosenkranz zeigte, den sie immer in ihrer Hand hielt, sagte sie: \u00bbIch bin nur eine arme Ordensfrau, die betet. Indem ich bete, legt Jesus seine Liebe in mein Herz und ich gehe hin und gebe sie allen Armen, denen ich auf meinem Weg begegne. Betet auch ihr! Betet, und ihr werdet erkennen, welche Armen ihr neben euch habt. Vielleicht auf dem gleichen Treppenabsatz wie euer Zuhause. Vielleicht gibt es sogar in euren H\u00e4usern Menschen, die auf eure Liebe warten. Betet und eure Augen werden sich \u00f6ffnen und euer Herz wird von Liebe erf\u00fcllt sein\u00ab.<\/p>\n<p>Und wie k\u00f6nnten wir hier, in der Stadt Rom, nicht an den heiligen Benedikt Joseph Labre (1748-1783) erinnern, dessen Leichnam in der Pfarrkirche\u00a0<i>Santa Maria ai Monti<\/i>\u00a0ruht und verehrt wird. Als Pilger aus Frankreich in Rom, der von vielen Kl\u00f6stern abgelehnt worden war, verbrachte er die letzten Jahre seines Lebens arm unter den Armen und verbrachte viele Stunden im Gebet vor dem Allerheiligsten Sakrament, mit dem Rosenkranz, betete das Brevier, las im Neuen Testament und in der\u00a0<i>Nachfolge Christi<\/i>. Da er nicht einmal ein kleines Zimmer hatte, in dem er wohnen konnte, schlief er gew\u00f6hnlich in einer Ecke der Ruinen des Kolosseums, als \u201eLandstreicher Gottes\u201c, und machte sein Leben zu einem unaufh\u00f6rlichen Gebet, das zu ihm emporstieg.<\/p>\n<p>9. Auf dem Weg zum Heiligen Jahr ermutige ich jeden,\u00a0<i>Pilger der Hoffnung<\/i>\u00a0zu werden und greifbare Zeichen f\u00fcr eine bessere Zukunft zu setzen. Vergessen wir nicht, \u00bbdie kleinen Details der Liebe\u00ab (Apostolisches Schreiben\u00a0<i>Gaudete et exsultate<\/i>, 145) zu bewahren: innezuhalten, sich zu n\u00e4hern, ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken, ein L\u00e4cheln, eine Ber\u00fchrung, ein Wort des Trostes &#8230; Diese Zeichen kommen nicht von ungef\u00e4hr; sie erfordern vielmehr t\u00e4gliche Hingabe, oft im Verborgenen und im Stillen, die aber durch das Gebet St\u00e4rkung erf\u00e4hrt. In dieser Zeit, in der das Lied der Hoffnung dem L\u00e4rm der Waffen, dem Schrei so vieler verwundeter Unschuldiger und dem Schweigen der unz\u00e4hligen Opfer von Kriegen zu weichen scheint, richten wir unsere Bitte um Frieden an Gott. Wir sind arm an Frieden und strecken unsere H\u00e4nde aus, um ihn als kostbares Geschenk zu empfangen, und gleichzeitig bem\u00fchen wir uns, ihn in unserem t\u00e4glichen Leben wiederherzustellen.<\/p>\n<p>10. Wir sind aufgerufen, in allen Lebenslagen\u00a0<i>Freunde der Armen<\/i>\u00a0zu sein und in die Fu\u00dfstapfen Jesu zu treten, der der Erste war, der sich mit den Letzten solidarisierte. M\u00f6ge die allerheiligste Gottesmutter Maria uns auf diesem Weg beistehen, die uns, als sie in Banneux erschien, die Botschaft hinterlassen hat, die wir nicht vergessen d\u00fcrfen: \u00bbIch bin die Jungfrau der Armen\u00ab. Ihr, der sich Gott wegen ihrer bescheidenen Armut zuwandte und die durch ihren Gehorsam Gro\u00dfes vollbrachte, vertrauen wir unser Gebet an, in der \u00dcberzeugung, dass es zum Himmel emporsteigen und erh\u00f6rt werden wird.<\/p>\n<p><i>Rom, Sankt Johannes im Lateran, 13. Juni 2024, Gedenktag des heiligen Antonius von Padua, des Schutzpatrons der Armen.<\/i><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2024-06\/papst-franziskus-botschaft-welttag-armen-2024-gebet-gott.html\">www.vaticannews.va\/de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir stellen hier in amtlicher \u00dcbersetzung die Botschaft von Papst Franziskus zum 8. Welttag der Armen am 17. November 2024 vor. Sie tr\u00e4gt den Titel: \u201eDas Gebet des Armen steigt zu Gott empor\u201c. Auf vatican.va finden Sie wie \u00fcblich diesen und alle weiteren offiziellen Papsttexte in den verschiedenen \u00dcbersetzungen. BOTSCHAFT DES HEILIGEN VATERS zum 8. 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