{"id":71111,"date":"2025-01-09T09:07:51","date_gmt":"2025-01-09T07:07:51","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=71111"},"modified":"2025-01-11T09:27:13","modified_gmt":"2025-01-11T07:27:13","slug":"rueckblick-und-plaene-zu-jahresbeginn-interview-mit-s-e-josef-csaba-pal-dioezesanbischof","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/rueckblick-und-plaene-zu-jahresbeginn-interview-mit-s-e-josef-csaba-pal-dioezesanbischof\/","title":{"rendered":"R\u00fcckblick und Pl\u00e4ne zu Jahresbeginn &#8211; Interview mit S.E. Josef Csaba P\u00e1l, Di\u00f6zesanbischof"},"content":{"rendered":"<p>Einem Kirchenlied zufolge versammeln sich die Gl\u00e4ubigen zum Jahreswechsel im Haus des Herrn, um Rechenschaft abzulegen und zu danken. Zweifellos ist es wichtig, von Zeit zu Zeit innezuhalten, zur\u00fcck- und nach vorne zu blicken, zu reflektieren &#8211; individuell, als Familie, als kleine Gemeinschaft oder auf Di\u00f6zesanebene. Wir haben S.E. Josef Csaba P\u00e1l, unseren Di\u00f6zesanbischof, nach den positiven Punkten des vergangenen Jahres und den f\u00fcr dieses Jahr geplanten Programmen gefragt.<\/p>\n<p><em>\u2013 Exzellenz, wie beurteilen Sie das Jahr 2024, das soeben vergangen ist?<\/em><br \/>\n\u2013 Zuallererst bin ich Gott dankbar f\u00fcr alles, was er im vergangenen Jahr vollbracht hat, und ich danke meinen Kollegen, Priestern und Laienchristen, mit denen es uns gelungen ist, das Reich Gottes aufzubauen. Ich habe oft das Wirken Gottes in unserem Leben, in unserer Kirche, in unseren Gemeinschaften bewundert. Auch in unserer Di\u00f6zese. Ich bin dem lieben Gott dankbar, dass er uns im vergangenen Jahr vertraut hat, dass er uns als seine Mitarbeiter gesehen hat und dass er uns erlaubt hat, mit ihm zu arbeiten. Es war eine wahre Freude, Ihm zu dienen.<br \/>\nPers\u00f6nlich, es war eine gro\u00dfe Gnade f\u00fcr mich, im Oktober an der zweiten Sitzung der <strong>Synode \u00fcber die Synodalit\u00e4t<\/strong> in Rom teilzunehmen. Der liebe Gott hat etwas sehr Sch\u00f6nes in seiner Kirche in Gang gesetzt. <em>\u201eWo jedoch die S\u00fcnde m\u00e4chtig wurde, da ist die Gnade \u00fcbergro\u00df geworden\u201c,<\/em> lesen wir von den Anf\u00e4ngen der Kirche. Und heute, wo die kirchliche Gemeinschaft von innen und au\u00dfen verwundet ist, ruft Gott die Mitglieder seiner Kirche zu etwas sehr Sch\u00f6nem auf: einander mit solcher Ehrfurcht zuzuh\u00f6ren, dass wir die Stimme des Heiligen Geistes in jedem von uns entdecken und uns von ihm auf seinen Wegen leiten lassen k\u00f6nnen. Lassen Sie uns gemeinsam auf synodale Weise allen unseren N\u00e4chsten seine Liebe bringen. Gott ist in der Lage, zu heilen, zu leiten und die Leere in unseren Seelen zu f\u00fcllen, wie nichts anderes es vermag. Die Synodalit\u00e4t bringt der Kirche nichts Neues, sondern sie entdeckt das, was der Kirche eigen ist, wieder und bem\u00fcht sich, es in ausgepr\u00e4gter Weise zum Leben zu erwecken: die <strong>gemeinschaftliche Dimension<\/strong> mit allem, was sie beinhaltet, wie Papst Johannes Paul II. in seinem Schreiben <em><strong>Novo millennio ineunte<\/strong><\/em> (Zu Beginn des neuen Jahrtausends) schrieb: <em>\u201eDie Kirche zum Haus und zur Schule der Gemeinschaft machen, darin liegt die gro\u00dfe Herausforderung, die in dem beginnenden Jahrtausend vor uns steht, wenn wir dem Plan Gottes treu sein und auch den tiefgreifenden Erwartungen der Welt entsprechen wollen\u201c<\/em> (43).<br \/>\nAuch in <strong>unserer Di\u00f6zese<\/strong> haben wir einige Schritte in diesem Sinne unternommen. <strong>Wir haben begonnen, auf das zu achten, was bereits existiert.<\/strong> Es war auch f\u00fcr mich eine \u00dcberraschung, dass es in unseren Pfarreien sehr <strong>viele kleine Gemeinschaften<\/strong> gibt, in denen man sich mit Namen kennt, sich gegenseitig hilft, zusammen betet und viele Aktivit\u00e4ten gemeinsam unternimmt. In Anwesenheit unseren Pfarrern ist es uns gelungen, neun Treffen zu organisieren, bei denen wir 171 Leiter kleiner Gemeinschaften aus 17 Pfarreien getroffen haben. Wir hatten den Eindruck, dass in unseren Pfarreien sehr viel Leben herrscht. Viele dieser Gemeinschaften bestehen schon seit vielen Jahren und die meisten von ihnen haben die M\u00f6glichkeit zu wachsen. Das gibt uns Anlass zur Hoffnung, vor allem wenn wir sehen, dass sie nicht aus Zwang oder Verpflichtung Mitglied dieser Gemeinschaften sind, sondern aus Begeisterung f\u00fcr Gott und aus Liebe zu ihren N\u00e4chsten. Die Gemeinschaften sind sehr unterschiedlich: Es gibt Gebetsgruppen, Bibelgruppen, Ch\u00f6re, Frauengruppen, Gruppen, die sich auf karitative Aktivit\u00e4ten konzentrieren, Gruppen, die sich aus den Gl\u00e4ubigen in den D\u00f6rfern zusammensetzen, die an den Sonntagen, an denen der Priester nicht in ihrer Gemeinde zur Messe kommen kann, zum Gebet und zur Lekt\u00fcre der Heiligen Schrift zusammenkommen. Einige sind noch feste Gruppen, keine Gemeinschaften, aber wir helfen ihnen, mehr und mehr als J\u00fcnger Christi zu leben, was sie zu einer Gemeinschaft macht. Jede Gruppe ist ein wenig anders, so wie die Organe in unserem K\u00f6rper unterschiedliche Funktionen haben, aber sie sind alle Teil desselben K\u00f6rpers. Ich glaube, dass diese Gemeinschaften gest\u00e4rkt werden und wachsen werden. Unser Plan ist es, uns mit Gemeindeleitern anderer Gemeinden zu treffen und ihnen beim Wachsen zu helfen.<br \/>\nEin weiteres wichtiges Ereignis im Hinblick auf den pastoralen Dienst in der Di\u00f6zese war die Weihe von drei jungen Priestern, die in unsere Di\u00f6zesangemeinschaft aufgenommen wurden.<br \/>\nEin wichtiges Ereignis im vergangenen Jahr waren auch die <strong>Firmungen<\/strong>, an denen fast vierhundert Jugendliche teilnahmen, die gefirmt wurden und die wir nicht nur in den Pfarreien, sondern auch in Maria Radna trafen. In einigen Pfarreien haben sich auch in der Zeit nach dem Empfang der hl. Firmung wieder <strong>Jugendgruppen<\/strong> gebildet. Es sind keine gro\u00dfen Gruppen, aber die Begeisterung der Jugendlichen f\u00fcr Gott l\u00e4sst uns auf eine bessere Zukunft hoffen. In immer mehr Pfarreien engagieren sich Laienchristen in der Jugendarbeit. In manchen Pfarreien gibt es ein oder zwei Kirchenratsmitglieder, die dies als ihre Hauptaufgabe sehen.<br \/>\nAuch die Mitarbeiter des <strong>Di\u00f6zesanjugendzentrums<\/strong>, die in den verschiedenen Erzdekanaten spezielle Begegnungen f\u00fcr Jugendliche und Geistliche organisierten, leisteten gute Arbeit. Ein besonderes Geschenk Gottes ist der di\u00f6zesane Jugendchor, der eingeladen wurde, beim nationalen Jugendtreffen zu singen.<br \/>\nDie Mitarbeiter des <strong>Di\u00f6zesanb\u00fcros f\u00fcr Familienpastoral<\/strong> organisieren nicht nur verschiedene Begegnungen und die Woche der Ehe, sondern koordinieren auch Kurse f\u00fcr verlobte Paare und sogar 18 Familien, die sie gegenseitig unterst\u00fctzen. Sie haben auch Kurse in rum\u00e4nischer und ungarischer Sprache f\u00fcr Familien in der Ausbildung begonnen, in denen Familien f\u00fcr die Arbeit in einem der verschiedenen Aspekte der Familienpastoral ausgebildet werden. Es gibt auch eine Gruppe, deren Mitglieder sich in der Familienerziehung engagieren und Teenagern und jungen Menschen durch Vortr\u00e4ge und Zeugnisse helfen.<br \/>\nIn den vergangenen Jahren haben wir einen dreij\u00e4hrigen Ausbildungskurs f\u00fcr Erwachsene organisiert. Einige sind Akolythen geworden, andere Animateuere, Vorbeter oder in anderen Bereichen t\u00e4tig. Einige der Kursabsolventen haben zusammen mit ihren Kollegen, insgesamt neun Personen, die Ausbildung zum st\u00e4ndigen Diakonat begonnen. Am 22. Februar wird ein weiterer zweij\u00e4hriger <strong>Ausbildungskurs f\u00fcr Erwachsene<\/strong> beginnen.<br \/>\nW\u00e4hrend der kanonischen Visitation, die im vergangenen Sommer begann, habe ich am 2. Juni sieben Pfarreien im Erzdekanat Banater Bergland besucht. Jedes Mal traf ich mich mit Mitgliedern des Kirchenkomitees, Jugendlichen und Kindern, Pfarramtmitarbeitern, Priestern anderer Konfessionen und Vertretern verschiedener Verb\u00e4nde und feierte die hl. Messe in einer der Filialkirchen. Ich war sehr beeindruckt von der Hingabe der Menschen, ihrer Treue zur Kirche, ihrer Begeisterung und ihrer Hilfsbereitschaft. In einer Pfarrei, zum Beispiel, herrscht eine echte Gebetsatmosph\u00e4re, die Gl\u00e4ubigen organisieren Treffen und Gebetsabende.<\/p>\n<p>\u2013 <em>Das Heilige Jahr 2025: welche neuen Programme wird es in der Di\u00f6zese geben? <\/em><br \/>\n\u2013 Am 29. Dezember haben wir auch das Jubil\u00e4umsjahr in unserer Di\u00f6zese er\u00f6ffnet. Unser Bistum organisiert auch Pilgerfahrten nach Rom f\u00fcr Familien, Priester, Katecheten und junge Menschen. Aber hier in der Di\u00f6zese organisieren wir auch einige umfassendere Erneuerungsprogramme. Diese sind: das Di\u00f6zesanjugendtreffen am 17. Mai, das Familienfest am 20. September und das Treffen der Jugendlichen aus den drei Schwesterdi\u00f6zesen (Gro\u00df-Betschkerek \/ Zrenjanin, Szeged-Csan\u00e1d und Temeswar) in Tschanad &#8211; ebenfalls am 20. September. In diesem Jahr wollen wir unseren Kranken besondere Aufmerksamkeit widmen. In diesem Zusammenhang wird eine der wichtigsten Initiativen am 11. Februar stattfinden, wenn wir eine Heilige Messe f\u00fcr die Kranken in Temeswar in der Domkirche zum Hl. Georg feiern werden, wo wir f\u00fcr sie beten und f\u00fcr diejenigen, die darum bitten, auch das Krankensakrament spenden werden. All diese Programme werden uns helfen, uns selbst durch Bekehrung in der Hoffnung zu st\u00e4rken und anderen durch konkrete Aktionen und Gebet zu helfen, in der Hoffnung zu leben.<\/p>\n<p><em>\u2013 Wir danken Ihnen f\u00fcr Ihre Zeit. <\/em><\/p>\n<p>Pressestelle der r\u00f6misch-katholischen Di\u00f6zese Temeswar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einem Kirchenlied zufolge versammeln sich die Gl\u00e4ubigen zum Jahreswechsel im Haus des Herrn, um Rechenschaft abzulegen und zu danken. Zweifellos ist es wichtig, von Zeit zu Zeit innezuhalten, zur\u00fcck- und nach vorne zu blicken, zu reflektieren &#8211; individuell, als Familie, als kleine Gemeinschaft oder auf Di\u00f6zesanebene. Wir haben S.E. 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