{"id":71492,"date":"2025-01-28T12:44:29","date_gmt":"2025-01-28T10:44:29","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=71492"},"modified":"2025-01-28T12:44:29","modified_gmt":"2025-01-28T10:44:29","slug":"kommunikation-ist-ein-akt-der-liebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/kommunikation-ist-ein-akt-der-liebe\/","title":{"rendered":"\u201eKommunikation ist ein Akt der Liebe\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Um zu erkl\u00e4ren, wie Kommunikation aus seiner Sicht n i c h t laufen sollte, hat Papst Franziskus an diesem Montag weit in der Bibel zur\u00fcckgebl\u00e4ttert: bis zum Turmbau von Babel.<\/p>\n<p><b><i>Stefan von Kempis \u2013 Vatikanstadt<\/i><\/b><\/p>\n<p>\u201eDie neuen T\u00fcrme von Babel: Jeder redet und versteht den anderen nicht.\u201c Das gab er kirchlichen Medienverantwortlichen bei einer Audienz mit auf den Weg. Kommunikation solle Br\u00fccken errichten und Spaltungen abbauen, sie sei ein \u201eAkt der Liebe\u201c.<br \/>\n\u201eFragen wir uns also: Wie k\u00f6nnen wir Hoffnung s\u00e4en inmitten von so viel Verzweiflung, die uns ber\u00fchrt und herausfordert? Wie heilen wir den Virus der Spaltung, der auch unsere Gemeinschaften bedroht? Wird unsere Kommunikation vom Gebet begleitet? Oder kommunizieren wir die Kirche am Ende nur noch nach den Regeln des Unternehmensmarketings? All diese Fragen m\u00fcssen wir uns stellen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Lauter Fragen<\/strong><br \/>\nDie Papstrede richtete sich an die Kommunikationsverantwortlichen nationaler Bischofskonferenzen \u2013 und setzte, was f\u00fcr eine solche Ansprache untypisch ist, mit einem ganzen B\u00fcndel von Fragen ein.<br \/>\n\u201eLegen wir Zeugnis davon ab, dass die menschliche Geschichte nicht in einer Sackgasse endet? Und wie k\u00f6nnen wir eine andere Perspektive f\u00fcr eine Zukunft aufzeigen, die nicht schon geschrieben ist? (\u2026) K\u00f6nnen wir vermitteln, dass diese Hoffnung keine Illusion ist? Die Hoffnung entt\u00e4uscht nie; aber wissen wir, wie wir das vermitteln k\u00f6nnen? Wissen wir, wie wir vermitteln k\u00f6nnen, dass das Leben der anderen sch\u00f6ner sein kann, auch durch uns? Kann ich meinerseits dem Leben der anderen Sch\u00f6nheit verleihen? Und wissen wir, wie wir vermitteln und \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, dass Vergebung m\u00f6glich ist?\u201c<\/p>\n<p><strong>\u201eMehr als um die k\u00fcnstliche Intelligenz geht es mir um die nat\u00fcrliche Intelligenz\u201c<\/strong><br \/>\nChristliche Kommunikation solle \u201ezeigen, dass das Reich Gottes nahe ist\u201c, und \u201e\u00fcber das Banale, \u00fcber das B\u00f6se, \u00fcber die Vorurteile, \u00fcber die Stereotypen hinaussehen\u201c. Das sei eine gro\u00dfe Herausforderung, die man nur gemeinsam schultern k\u00f6nne. Franziskus empfahl dementsprechend mehr Vernetzung, auf kontinentaler und universeller Ebene. \u201eEs geht um die Vernetzung von F\u00e4higkeiten, Wissen, Beitr\u00e4gen, um angemessen informieren zu k\u00f6nnen und so alle aus dem Meer der Verzweiflung und Desinformation zu retten.\u201c Neue Technologien d\u00fcrfe man nicht \u201ezum G\u00f6tzen\u201c erheben. \u201eIch gestehe Ihnen eines: Mehr als um die k\u00fcnstliche Intelligenz geht es mir um die nat\u00fcrliche Intelligenz, um die Intelligenz, die wir entwickeln m\u00fcssen!\u201c<br \/>\nFranziskus betont gern, dass die Kirche \u201eper tutti\u201c sei, \u201ef\u00fcr alle\u201c. Das bezog er an diesem Montag auch auf den Medien- und Kommunikationsbereich.<\/p>\n<p><strong>Unser Netz ist f\u00fcr alle<\/strong><br \/>\n\u201eSchwestern und Br\u00fcder, unser Netz ist f\u00fcr alle da. F\u00fcr alle! Die katholische Kommunikation ist nicht etwas Besonderes, sie ist nicht nur f\u00fcr Katholiken. Sie ist kein Zaun, in den wir uns einschlie\u00dfen, keine Sekte (\u2026), nein! Katholische Kommunikation ist der offene Raum eines Zeugnisses, das es versteht, zuzuh\u00f6ren und die Zeichen des Reiches Gottes wahrzunehmen. Sie ist der einladende Ort f\u00fcr echte Beziehungen.\u201c Die entscheidende Frage laute daher: \u201eSind unsere \u00c4mter, unsere Beziehungen untereinander, unser Netzwerk, wirklich die einer Kirche im Aufbruch?\u201c<br \/>\nKirchliche Kommunikatoren haben an diesem Wochenende in Rom ihre spezifische Heilig-Jahr-Feier begangen. Dazu geh\u00f6rten der Zug durch die Heilige Pforte von St. Peter und eine gro\u00dfe Papstaudienz, beides am Samstag. <a href=\"https:\/\/www.iubilaeum2025.va\/de\/calendario\/calendario-generale.html\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener\">Die n\u00e4chsten, vergleichbaren Gro\u00dfveranstaltungen im Heiligen Jahr<\/a>\u00a0sind im Lauf des Monats Februar das Jubil\u00e4um der Streitkr\u00e4fte, Polizei und Sicherheitskr\u00e4fte, das Jubil\u00e4um der K\u00fcnstler und Kulturschaffenden sowie das Jubil\u00e4um der Diakone.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2025-01\/papst-franziskus-kommunikation-medien-ki-heiliges-jahr-audienz.html\">www.vaticannews.va\/de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um zu erkl\u00e4ren, wie Kommunikation aus seiner Sicht n i c h t laufen sollte, hat Papst Franziskus an diesem Montag weit in der Bibel zur\u00fcckgebl\u00e4ttert: bis zum Turmbau von Babel. 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