{"id":71744,"date":"2025-02-03T10:42:24","date_gmt":"2025-02-03T08:42:24","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=71744"},"modified":"2025-02-04T10:44:46","modified_gmt":"2025-02-04T08:44:46","slug":"papst-an-ordensleute-boten-des-lichts-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/papst-an-ordensleute-boten-des-lichts-sein\/","title":{"rendered":"Papst an Ordensleute: Boten des Lichts sein"},"content":{"rendered":"<p>Am Vorabend des Festes der Darstellung des Herrn hat Franziskus die Bedeutung des geweihten Lebens herausgestellt. Bei der Vesperfeier im Petersdom w\u00fcrdigte der Papst die Ordensleute, die durch ihr Gel\u00fcbde der Armut, Keuschheit und des Gehorsams in einer von oberfl\u00e4chlichen Beziehungen gepr\u00e4gten Zeit Vorbilder einer Liebe sein k\u00f6nnen, die alle achtet und annimmt.<\/p>\n<p><b><i>Silvia Kritzenberger \u2013 Vatikanstadt<\/i><\/b><\/p>\n<p>Eingleitet wurde die Vesperfeier zum Fest der Darstellung des Herrn, das auch den Welttag des geweihten Lebens markiert, mit einer Lichtfeier, die Christus als den Auferstandenen preist, dessen Leben und Tod alle Dunkelheit besiegt.<br \/>\nJohannes Paul II. hatte den Tag am Kirchenfest \u201eMari\u00e4 Lichtmess\u201c 1997 eingef\u00fchrt, um die Wertsch\u00e4tzung von Orden und anderen Gemeinschaften geistlichen Lebens zu f\u00f6rdern.<br \/>\nIn seiner Predigt ging Franziskus von folgendem Wort aus dem Hebr\u00e4erbrief aus: \u201eSiehe, ich komme, um deinen Willen, Gott, zu tun\u201c (10,7). Ein Satz, der die volle Zustimmung Jesu zum Plan des Vaters zum Ausdruck bringe und zugleich eine Einladung an alle Gottgeweihten sei, ihr Leben ganz in diesen g\u00f6ttlichen Plan einzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p><strong>Die drei Lichter des geweihten Lebens<\/strong><br \/>\nDie \u00dcberlegungen des Papstes drehten sich um die drei wesentlichen Aspekte des geweihten Lebens: das Licht der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams.<\/p>\n<p><strong>Das Licht der Armut<\/strong><br \/>\nDie Armut sei nicht nur der Verzicht auf Besitz, sondern eine innere Haltung der Freiheit, erkl\u00e4rte Franziskus: \u201eWenn die gottgeweihte Person die Armut lebt, indem sie mit allen Dingen frei und gro\u00dfherzig umgeht, bringt sie Segen.\u201c Eine solche Haltung mache die Sch\u00f6nheit der Sch\u00f6pfung sichtbar und erteile Egoismus, Habgier und materialistischer Abh\u00e4ngigkeit eine klare Absage. Stattdessen rufe sie zur N\u00fcchternheit, Gro\u00dfz\u00fcgigkeit und Solidarit\u00e4t auf. Franziskus erinnerte daran, dass der wahre Reichtum eines Christen in Christus selbst liege: \u201eAlles geh\u00f6rt euch; ihr aber geh\u00f6rt Christus, und Christus geh\u00f6rt Gott\u201c (1 Kor 3,22-23).<\/p>\n<p><strong>Das Licht der Keuschheit<\/strong><br \/>\nIm Bezug auf die Keuschheit wies der Papst darauf hin, dass das Verst\u00e4ndnis von Liebe in der heutigen Gesellschaft oft falsch verstanden werde, von Egoismus und oberfl\u00e4chlichen Beziehungen gepr\u00e4gt sei. \u201eDas Prinzip des \u201aWas mir gef\u00e4llt\u2018 f\u00fchrt dazu, dass man im anderen mehr die Befriedigung der eigenen Bed\u00fcrfnisse sucht als die Freude einer fruchtbaren Begegnung\u201c, gab Franziskus zu bedenken. Und dies f\u00fchre in den Beziehungen zu &#8222;Oberfl\u00e4chlichkeit, Unbest\u00e4ndigkeit, Unreife und moralischer Verantwortungslosigkeit.&#8220;<br \/>\nDas geweihte Leben dagegen zeige eine andere, heilsame Form der Liebe: eine freie und befreiende Zuneigung, die niemanden n\u00f6tigt, sondern alle achtet. Besonders in einer Zeit emotionaler Unsicherheiten bringe die Keuschheit \u201edie Sch\u00f6nheit der sich verschenkenden Liebe zum Ausdruck\u201c. Das Kirchenoberhaupt betonte auch, wie wichtig eine gesunde und reife Pers\u00f6nlichkeitsbildung innerhalb der Ordensgemeinschaften sei, um Verbitterung, innere Leere und die Versuchung eines &#8222;Doppellebens&#8220; zu vermeiden.<\/p>\n<p><strong>Das Licht des Gehorsams<\/strong><br \/>\nAls dritten Aspekt hob Franziskus den Gehorsam hervor, den er als \u201edie befreiende Sch\u00f6nheit einer von Verantwortungsgef\u00fchl erf\u00fcllten und von gegenseitigem Vertrauen beseelten Abh\u00e4ngigkeit\u201c beschrieb, und der nicht blinde Unterwerfung sei, sondern eine Haltung des Zuh\u00f6rens und des Respekts vor der Meinung des anderen.<br \/>\nIn unserer schnelllebigen Zeit werde oft viel geredet, aber wenig zugeh\u00f6rt \u2013 und das nicht nur in den Familien und am Arbeitsplatz, sondern auch in sozialen Netzwerken, gab der Papst zu bedenken. Hier sei der Gehorsam des geweihten Lebens nicht nur ein wirksames Gegenmittel gegen den zunehmenden Individualismus, sondern f\u00f6rdere auch echte Gemeinschaft. \u201eEr bedeutet, auf das \u201aSagen\u2018 und \u201aH\u00f6ren\u2018 die Konkretheit des \u201aHandelns\u2018 folgen zu lassen, auch um den Preis des Verzichts auf eigene Pl\u00e4ne und Vorlieben\u201c, so Franziskus.<\/p>\n<p>Quelle:<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2025-02\/papst-franzskus-vesper-geweihtes-leben.html\"> www.vaticannews.va\/de<\/a><\/p>\n<p>Foto: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/ro\/papa\/news\/2025-02\/papa-francisc-persoane-consacrate-saracie-castitate-ascultare.html\">www.vaticannews.va\/ro<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Vorabend des Festes der Darstellung des Herrn hat Franziskus die Bedeutung des geweihten Lebens herausgestellt. Bei der Vesperfeier im Petersdom w\u00fcrdigte der Papst die Ordensleute, die durch ihr Gel\u00fcbde der Armut, Keuschheit und des Gehorsams in einer von oberfl\u00e4chlichen Beziehungen gepr\u00e4gten Zeit Vorbilder einer Liebe sein k\u00f6nnen, die alle achtet und annimmt. Silvia Kritzenberger \u2013 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":71738,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[66],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71744"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71744"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71744\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":71745,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71744\/revisions\/71745"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/71738"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71744"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71744"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71744"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}