{"id":71753,"date":"2025-02-04T11:09:23","date_gmt":"2025-02-04T09:09:23","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=71753"},"modified":"2025-02-04T11:09:23","modified_gmt":"2025-02-04T09:09:23","slug":"papst-franziskus-nichts-ist-wichtiger-als-das-leben-eines-kindes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/papst-franziskus-nichts-ist-wichtiger-als-das-leben-eines-kindes\/","title":{"rendered":"Papst Franziskus: \u201eNichts ist wichtiger als das Leben eines Kindes\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Papst Franziskus hat Menschenrechtsverletzungen gegen Kinder weltweit angeklagt und zu ihrem entschiedenen Schutz aufgerufen. Unter dem Titel \u201eLasst uns die Kinder lieben und sch\u00fctzen\u201c er\u00f6ffnete er am Montag ein Kinderrechte-Welttreffen im Vatikan.<\/p>\n<p><i><b>Anne Preckel \u2013 Vatikanstadt<\/b><\/i><\/p>\n<p>Franziskus nannte vor den internationalen Vertretern &#8211; darunter Friedensnobelpreistr\u00e4ger, Holocaust-\u00dcberlebende und politische Vertreter aus Nahost &#8211; Ungerechtigkeiten gegen Kinder wie Armut, Krieg, Schulentzug und Ausbeutung, die heute Millionen von jungen Menschen vor allen in armen und Kriegsl\u00e4ndern erleiden. Es sei \u201enicht hinnehmbar\u201c, dass Kinder \u201eunter Bomben sterben, die den G\u00f6tzen der Macht, der Ideologie und der nationalistischen Interessen geopfert werden\u201c, so der Papst, der neben Krieg und Konflikten verbrecherische Praktiken wie Zwangsarbeit, Menschenhandel, den Missbrauch von Kindern als Soldaten und Zwangsheiraten anklagte.<\/p>\n<div>\n<div class=\"article__embed article__embed--border embed_style\">\n<blockquote><p>\u201eIn Wirklichkeit ist nichts wichtiger als das Leben eines Kindes.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u201eIn Wirklichkeit ist nichts wichtiger als das Leben eines Kindes. Die Kleinen zu t\u00f6ten, bedeutet, ihnen die Zukunft zu verweigern\u201c, sch\u00e4rfte er ein. Mit Blick auf den Tod vieler Kinder infolge von Vernachl\u00e4ssigung, Zwangsmigration und Ausbeutung fragte er: \u201eWie ist es m\u00f6glich, dass das Leben eines Kindes auf diese Weise endet?&#8220;<\/p>\n<p>Franziskus prangerte die Rechtslosigkeit vieler Kinder an, etwa bei den verfolgten Rohingya und bei Migranten ohne Papiere an der US-Grenze. Er sprach von sch\u00e4tzungsweise 150 Millionen Minderj\u00e4hrigen ohne Papiere und rechtliche Existenz. \u201eDies ist ein Hindernis f\u00fcr den Zugang zu Bildung oder Gesundheitsversorgung, aber vor allem gibt es f\u00fcr sie keinen Schutz durch das Gesetz und sie k\u00f6nnen leicht missbraucht oder als Sklaven verkauft werden.\u201c<\/p>\n<div>\n<div class=\"article__embed article__embed--border embed_style\">\n<blockquote><p>\u201eWir m\u00fcssen uns gegen die Gew\u00f6hnung wehren.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Solche Situationen seien \u201enicht akzeptabel\u201c, so Franziskus, der an die Gewissen aller appellierte. \u201eWir m\u00fcssen uns gegen die Gew\u00f6hnung wehren. Die verweigerte Kindheit ist ein stummer Schrei, der die Ungerechtigkeit des Wirtschaftssystems, die Kriminalit\u00e4t der Kriege, den Mangel an medizinischer Versorgung und Schulbildung anprangert.\u201c Der Papst sprach von einer \u201eglobalen moralischen Krise\u201c: \u201eWir laufen Gefahr, das zu verlieren, was im menschlichen Herzen am edelsten ist: die Barmherzigkeit, das Erbarmen\u201c, klagte er Gleichg\u00fcltigkeit und innere Verh\u00e4rtung an und rief zu entschlossenem Einsatz f\u00fcr Kinder und deren Rechte weltweit auf.<\/p>\n<h2>Hoffnung und Lebenssinn brechen weg<\/h2>\n<div>\n<div class=\"article__embed article__embed--border embed_style\">\n<blockquote><p>\u201eGerade die jungen Menschen, die Zeichen der Hoffnung in der Gesellschaft sind, tun sich schwer, die Hoffnung in sich selbst zu erkennen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Auch auf das Leiden der jungen Bev\u00f6lkerung in reicheren Weltgegenden kam der Papst zu sprechen, darunter mentale Probleme wie \u00c4ngste und Depressionen. Schulen und Gesundheitsdienste seien heute st\u00e4rker als fr\u00fcher mit solchen Herausforderungen konfrontiert. \u201eGerade die jungen Menschen, die Zeichen der Hoffnung in der Gesellschaft sind, tun sich schwer, die Hoffnung in sich selbst zu erkennen. Das ist traurig und beunruhigend\u201c, so Franziskus.<\/p>\n<div>\n<div class=\"article__embed article__embed--border embed_style\">\n<blockquote><p>\u201eManchmal werden sie von denen, die sie besch\u00fctzen und erziehen sollten, misshandelt oder sogar unterdr\u00fcckt.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Viele junge Menschen blickten heute in eine ungewisse Zukunft und s\u00e4hen sich in einer \u201eeffizienzorientierten Kultur\u201c an den Rand gedr\u00e4ngt. Der \u201e\u00fcbertriebene Individualismus der Industriel\u00e4nder\u201c wirke sich nachteilig aus, urteilte der Papst. \u201eManchmal werden sie von denen, die sie besch\u00fctzen und erziehen sollten, misshandelt oder sogar unterdr\u00fcckt, sie werden Opfer von Streitigkeiten, sozialen oder psychischen Problemen und elterlichen Abh\u00e4ngigkeiten\u201c, klagte Franziskus. Erneut wandte er sich entschieden gegen \u201edie m\u00f6rderische Praxis der Abtreibung\u201c, die das Leben der Kinder unterdr\u00fccke und die Quelle der Hoffnung f\u00fcr die gesamte Gesellschaft abschneide.<\/p>\n<div>\n<div class=\"article__embed article__embed--border embed_style\">\n<blockquote><p>\u201eMit ihren Blicken und ihrem Schweigen sprechen sie zu uns. Lasst uns ihnen zuh\u00f6ren!\u201c<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Der Papst rief dazu auf, sich den Opfern von Krieg und Gewalt, von Ausbeutung und Ungerechtigkeit zuzuwenden und ihnen zuzuh\u00f6ren. \u201eEs ist wichtig, zuzuh\u00f6ren. Wir m\u00fcssen erkennen, dass Kinder beobachten, verstehen und sich erinnern. Und mit ihren Blicken und ihrem Schweigen sprechen sie zu uns. Lasst uns ihnen zuh\u00f6ren!\u201c Er ermutigte die Teilnehmer des Kinderrechte-Gipfels zu vereintem Einsatz: \u201eIch bete, dass Ihr Beitrag hilft, eine bessere Welt f\u00fcr die Kinder und damit f\u00fcr alle zu schaffen!&#8220;<\/p>\n<h2>G\u00e4ste der Konferenz<\/h2>\n<p>Nach der Papstansprache gab es bei dem Gipfel am Montag mehrere Diskussionsrunden. Vorgesehene Redebeitr\u00e4ge kamen\/kommen von K\u00f6nigin Rania von Jordanien, dem ehemaligen italienischen Ministerpr\u00e4sidenten Mario Draghi, den Friedensnobelpreistr\u00e4gern Al Gore aus den USA und Kailash Satyarthi aus Indien, den Holocaust-\u00dcberlebenden Edith Bruck und Liliana Segre, dem britischen Rabbiner David Rosen, dem Chef\u00f6konom der Weltern\u00e4hrungsorganisation FAO, M\u00e1ximo Torero und von Interpol-Pr\u00e4sident Naser Al-Raisi.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2025-02\/papst-kinder-rechte-gipfel-ansprache-armut-krieg-schutz.html\">www.vaticannews.va\/de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Papst Franziskus hat Menschenrechtsverletzungen gegen Kinder weltweit angeklagt und zu ihrem entschiedenen Schutz aufgerufen. Unter dem Titel \u201eLasst uns die Kinder lieben und sch\u00fctzen\u201c er\u00f6ffnete er am Montag ein Kinderrechte-Welttreffen im Vatikan. 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