{"id":71842,"date":"2025-02-09T11:54:26","date_gmt":"2025-02-09T09:54:26","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=71842"},"modified":"2025-02-09T11:54:26","modified_gmt":"2025-02-09T09:54:26","slug":"die-dioezese-temeswar-zeichnet-sich-durch-einen-einzigartigen-reichtum-auf-dem-gebiet-der-kirchenmusik-aus-interview-mit-dem-musikwissenschaftler-dr-franz-metz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/die-dioezese-temeswar-zeichnet-sich-durch-einen-einzigartigen-reichtum-auf-dem-gebiet-der-kirchenmusik-aus-interview-mit-dem-musikwissenschaftler-dr-franz-metz\/","title":{"rendered":"Die Di\u00f6zese Temeswar zeichnet sich durch einen einzigartigen Reichtum auf dem Gebiet der Kirchenmusik aus &#8211; &#8211; Interview mit dem Musikwissenschaftler Dr. Franz Metz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Franz Metz (geb. 24. Dezember 1955, Darowa, Rum\u00e4nien) ist ein deutscher (schw\u00e4bischer) Organist, Musikwissenschaftler, Musikhistoriker und Dirigent aus dem Banat, der auf dem Gebiet der Musikgeschichtsschreibung von Minderheiten und anderer Musik aus dem Donauraum, insbesondere aus Rum\u00e4nien, Ungarn und dem ehemaligen Jugoslawien, forscht. Er studierte zun\u00e4chst Musik bei seinem Vater, dem Organisten Martin Metz, in Lugosch, und Klavier und Solfeggio bei Clara Peia und Josef Willer. Franz Metz ist Absolvent der Orgelabteilung des Konservatoriums \u201eCiprian Porumbescu\u201c in Bukarest, der heutigen Nationalen Musikakademie, in der Klasse von Professor Lidia Sumnevici. Sein Deb\u00fct gab er 1977 an der Walcker-Orgel des Bukarester Athenaeums. Er kehrte nach Lugosch zur\u00fcck, wo er bis 1981 Klavier an der Musikschule unterrichtete und gleichzeitig ein Kammerorchester gr\u00fcndete. Sein Deb\u00fct als Konzertorganist in Temeswar gab Franz Metz 1975, als er als Organist und Kantor an der r\u00f6misch-katholischen Kirche in der Elisabethstadt (Temeswar III.), an der Milleniumskirche in der Fabrikstadt (Temeswar II.) und am Hohen Dom zum Heiligen Georg, der r\u00f6misch-katholischen Kathedrale von Temeswar, angestellt bzw. T\u00e4tig wurde. Sein Deb\u00fct als Dirigent gab er mit J. Haydns \u201eDie Jahreszeiten\u201c mit dem Chor \u201eFranz Schubert\u201c der deutschen Gemeinschaft in Temeswar, den er zwischen 1983 und 1985 leitete.<\/strong><br \/>\n<strong>Franz Metz konzertierte mit philharmonischen Orchestern im In- und Ausland, u. a. in der Deutschen Demokratischen Republik, in der Tschechischen Republik und in \u00d6sterreich. Seit 1985, nach seiner Ausreise nach Deutschland, setzte Franz Metz seine Berufung als Organist und S\u00e4nger fort und nahm eine Reihe von Orgelkonzerten in ganz Europa wieder auf. In der Zwischenzeit widmete er sich der musikwissenschaftlichen Geschichtsschreibung und erforschte das Musikleben der Deutschen im historischen Banat. Das Banat verdankt ihm Aufnahmen von Orgelwerken auf diesen historischen Instrumenten in der Region. Franz Metz ist auch der Begr\u00fcnder des <em>Orgelfestivals<\/em> in Timi\u0219oara zwischen 1991-1998, das heute: <em>Timorgelfest<\/em> &#8211; Orgelmusiktage im Banat hei\u00dft. Beeindruckend sind seine Ver\u00f6ffentlichungen zur Kirchen- und Kirchenmusik in deutscher Sprache. Er ist Mitglied der Redaktion zahlreicher wissenschaftlicher Zeitschriften in Rum\u00e4nien und Deutschland. F\u00fcr seine musikwissenschaftliche T\u00e4tigkeit wurde er u.a. 2009 zum Ehrenmitglied des rum\u00e4nischen Komponisten- und Musikwissenschaftlerverbandes ernannt. 2016 erhielt er die Ehrennadel in Gold des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat und 2020 wurde er mit der Medaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.<\/strong><br \/>\n<strong>Am 7. Dezember 2022 wurde dem im Banat geborenen und heute in Deutschland lebenden Musikwissenschaftler Dr. Franz Metz im Generalkonsulat von Ungarn in M\u00fcnchen das Ritterkreuz des ungarischen Verdienstordens verliehen.<\/strong><br \/>\n<strong>Am 15. Dezember 2024 verlieh S.E. Di\u00f6zesanbischof Iosif Csaba P\u00e1l dem Organisten Franz Metz w\u00e4hrend der Heiligen Messe zur Einweihung der historischen Orgel in der Kirche von Lenauheim die St. Gerhards-Medaille.<\/strong><\/p>\n<p><strong><em><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/470250220_1048733320629742_616311584219759253_n.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-71595 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/470250220_1048733320629742_616311584219759253_n-1024x947.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/470250220_1048733320629742_616311584219759253_n-1024x947.jpg\" alt=\"\" width=\"609\" height=\"563\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27609%27%20height%3D%27563%27%20viewBox%3D%270%200%20609%20563%27%3E%3Crect%20width%3D%27609%27%20height%3D%27563%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/470250220_1048733320629742_616311584219759253_n-200x185.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/470250220_1048733320629742_616311584219759253_n-300x277.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/470250220_1048733320629742_616311584219759253_n-400x370.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/470250220_1048733320629742_616311584219759253_n-600x555.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/470250220_1048733320629742_616311584219759253_n-768x710.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/470250220_1048733320629742_616311584219759253_n-800x739.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/470250220_1048733320629742_616311584219759253_n-1024x947.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/470250220_1048733320629742_616311584219759253_n-1200x1109.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/470250220_1048733320629742_616311584219759253_n-1536x1420.jpg 1536w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 609px) 100vw, 609px\" \/><\/a>&#8211; Sehr geehrter Herr Dr. Metz, das Jahr 2024 war ein ereignisreiches Jahr f\u00fcr Sie: zahlreiche Konzerte im Banat und in Deutschland, darunter die Festmesse Missa Solemnis des Reschitzaer Komponisten Otto Sykora, die Verwirklichung des Restaurierungsprojekts der historischen Orgel in der Kirche von Lenauheim usw. Da wir uns am Beginn eines neuen Jahres befinden, liegt es nahe zu fragen: Was sind Ihre Pl\u00e4ne f\u00fcr 2025?<\/em><\/strong><br \/>\n&#8211; Das Jahr 2024 war, wie Sie sagten, f\u00fcr mich ein sehr ereignisreiches musikalisches Jahr. Nat\u00fcrlich konnte ich seit etwa zwei Jahren aus objektiven Gr\u00fcnden nicht mehr so auftreten, wie ich es gerne getan h\u00e4tte, aber mit der Hilfe Gottes und der \u00c4rzte konnte ich mehrere Projekte f\u00fcr die Banater Musik mit lieben Freunden, mit denen ich schon lange zusammenarbeite, realisieren. Das Jahr 2025 begann f\u00fcr mich mit vielen Gottesdiensten, viel sch\u00f6ner Orgelmusik und mehreren Konzerten in M\u00fcnchen und Ulm. Die ersten Augusttage sind seit vielen Jahren der Wallfahrt der Deutschen nach Maria Radna und Konzerten in Kirchen im Banat gewidmet: Temeswar (Domkirche, 1. August), Basilika Maria-Radna (2. August), Lenauheim usw. Inzwischen gibt es Wallfahrten nach Alt\u00f6tting, nach Maria Ramersdorf, Maiandachten, Kirchenkonzerte und mehrere Gottesdienste mit viel Orgelmusik, Chor und Orchester.<\/p>\n<p><strong><em>&#8211; Sie haben bisher zahlreiche Fachb\u00fccher verfasst und herausgegeben, Sie haben mehrere Wanderausstellungen \u00fcber die Orgeln des Banats organisiert. Welches sind die \u201einteressantesten\u201c Orgeln in dieser Gegend, was das Baujahr, den Handwerker, der sie gebaut hat, ihren geschichtlich-technischen Hintergrund oder ihre Mechanik betrifft? Gibt es Orgeln, die dem Organisten \u201eKopfschmerzen\u201c bereiten, weil sie schwieriger zu spielen sind?<\/em><\/strong><br \/>\n&#8211; Das Gebiet der Di\u00f6zese Temeswar ist sehr reich an historisch wertvollen Orgeln. Vor zwei Jahren haben wir uns zum Beispiel gefragt, welches Instrument am wichtigsten zu renovieren w\u00e4re. So haben wir uns f\u00fcr die Orgel der r\u00f6misch-katholischen Kirche in Lenauheim entschieden, die komplett renoviert werden soll. Es handelt sich um eine Orgel, die 1785 zusammen mit dem Altar der Kirche aus Wien gebracht wurde (die Kirche ist eine Stiftung der Kaiserin Maria Theresia). Wir wissen nicht, wer sie gebaut hat, aber wir wissen, dass um 1810 der Orgelbauer Franz Anton W\u00e4lter aus Temeswar dieses Instrument auf 2 Manuale, Pedal und 14 Register erweitert hat. Die Traktur ist mechanisch und sehr robust. Ich freue mich, dass die Verwirklichung dieses Projekts dank der Mittel der Katholischen Bischofskonferenz Deutschlands, der Landsmannschaft der Banater Schwaben und der Heimatortsgemeischaft (HOG) Lenauheim in Zusammenarbeit mit der R\u00f6misch-Katholischen Di\u00f6zese Temeswar und der R\u00f6misch-Katholischen Pfarrei Lowrin &#8211; Filiale Lenauheim m\u00f6glich war. So war es m\u00f6glich, die alte Orgel in der Kirche, in der der gro\u00dfe Dichter Nikolaus Lenau getauft wurde, zu reaktivieren. Der gro\u00dfe Organist und Musikwissenschaftler Pfr. Desiderius J\u00e1rosy, der ehemalige Domkaplan und der weltber\u00fchmte Organist Pfr. Josef Gerstenengst. Haben ebenfals auf diese Orgel studiert und gespielt.<\/p>\n<p><strong><em>&#8211; Wenn wir Ihre bisherige T\u00e4tigkeit betrachten, k\u00f6nnen wir sagen, dass Sie ein wahrer Botschafter der religi\u00f6sen Musik aus dem Banat in der ganzen Welt sind. Wer sind die Komponisten aus dem Banat, deren Musikst\u00fccke Sie im Laufe der Zeit entdeckt und\/oder uraufgef\u00fchrt haben?<\/em><\/strong><br \/>\n&#8211; Es stimmt, dass es in der religi\u00f6sen Musik des Banats eine Reihe von Komponisten gibt, die im Laufe der Zeit einfach in Vergessenheit geraten sind. Viele von ihnen kamen aus B\u00f6hmen ins Banat, andere hatten eine relativ kurze Ber\u00fchrung mit der Musik dieser europ\u00e4ischen Region, wie zum Beispiel Johann Michael Haydn, dessen <em>Missa Trinitatis<\/em> ich 1998 im Hohen Dom zu Temeswar uraufgef\u00fchrt habe. Weitere entdeckte Komponisten sind: Franz Limmer, Vinzenz Maschek, Wilhelm Franz Speer, Karl Rudolf K\u00e1rr\u00e1sz, Conrad Paul Wusching, Wilhelm Schwach, Emmerich Schwach, Anton Leopold Herrmann, Johann Weber, Peter Rohr, Otto Sykora, Franz Hybl, Richard W. Oschanitzky, Hermann Klee, Guido Pogatschnigg, Franz Waschek, Heinrich Weidt, Hans Weisz, Andor Arat\u00f3, Eduard Berecz, Josef Eisenkolb, Josef Ferch, Wilhelm Ferch, Giuseppe Gebler, Anton Glasz, Johann Nepomuk Gr\u00fcnn, Gr\u00e4fin Mathilde Antonia von Schmettow Gyerty\u00e1nffy de Bobda, Caspar Halbleib, Wenzel Josef Heller, Jakob Hillier, Anton Horner, Karl Huber, Johann Irsay, Peter Kleckner, Joseph Kratochwill, Martin Kurzhals, Josef Linster, Leopold Magenbauer, Martin Metz, Georg M\u00fcller, Geza Neidenbach, Rudolf Novacek, Stefan Ochaba, Fritz Pauck, Anton Pavelka, Josef Emanuel Ranftl, Karl Reiter, Andreas Porfetye, Georg Scherka, Josef Schidek, Wilhelm Sch\u00f6nweitz, Peter Sch\u00fctz, Geza Slovig, Johann Weikert, Georg Karl Wisner, Edler von Morgenstern &#8211; Namen von Komponisten, S\u00e4ngern und Organisten aus dem Banat, deren musikalisches Opus in den letzten Jahren entdeckt werden konnte.<\/p>\n<p><strong><em>&#8211; Sie haben viele Kompositionen, die bisher als Manuskripten vorliegen gerettet und gesammelt, Sie haben zahlreiche unver\u00f6ffentlichte Materialien in einem au\u00dfergew\u00f6hnlich reichen Musikarchiv gesammelt. Was sind Ihre Lieblingsst\u00fccke aus Ihrem Musikarchiv und was sind Ihre Pl\u00e4ne f\u00fcr dieses Musikarchiv?<\/em><\/strong><br \/>\n&#8211; 1995 konnten wir mit deutscher Unterst\u00fctzung drei neue Musikarchive im Banat einrichten: Das Archiv des Philharmonischen Vereins in Temeswar, das Musikarchiv der Di\u00f6zese Temeswar und die Musiksammlung des Museumskomplexes von Arad (die Sammlung zur Theater-, Musik- und Filmgeschichte \u201eIosif S\u00e2rbu\u021b\u201c, die inzwischen erneuert wurde). Damals halfen mir einige Studenten &#8211; heute allesamt Kulturschaffende oder Organisten aus Temeswar und Arad &#8211; bei der Archivierung der Musikdokumente. Leider hat in den Jahren 1999-2005 das Interesse an dieser Forschung nachgelassen. Noch zu meiner Zeit, vor 1985, \u00fcbergaben mir viele Kantoren Sammlungen von Liedern aus den schw\u00e4bischen D\u00f6rfern, wohl wissend, dass es in ihren Gemeinden wegen der Auswanderung niemanden mehr geben w\u00fcrde, der sie verwenden soll. Auch als ich nach Deutschland kam, schickten mir viele Nachkommen dieser Kantoren Pakete mit den Musiksammlungen der Verstorbenen. Nach 1990 fand ich in vielen Antiquit\u00e4tengesch\u00e4ften in Rum\u00e4nien und in vielen anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern ganze Sammlungen von Musikdokumenten, Manuskripten banater Herkunft &#8211; sowohl aus dem rum\u00e4nischen Banat als auch aus dem serbischen Banat. So wuchs meine Sammlung, die seit 2000 vielen Musikwissenschaftlern, Doktoranden und Forschern in der ganzen Welt zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<p><strong><em>&#8211; Kennen Sie oder haben Sie einen Musiker- oder Musikwissenschaftlerkollegen, bei dem Sie das Interesse an der religi\u00f6sen Musik der Banater Schwaben oder der anderen katholischen Volksgruppen im Banat geweckt haben?<\/em><\/strong><br \/>\n&#8211; Ja, es gibt einige junge Musiker, die sehr begabt sind und sich f\u00fcr diesen \u201er\u00e4tselhaften\u201c Teil der rum\u00e4nischen Musikgeschichte interessieren. Sowohl in Rum\u00e4nien als auch in Ungarn, Serbien, \u00d6sterreich oder Deutschland haben wir vielen jungen Menschen geholfen, die wir dazu ermutigt haben, sich diesem Bereich mit seinen einzigartigen musikalischen Werten zuzuwenden. Heute kommen jedes Jahr junge Musikwissenschaftler aus den Universit\u00e4ten und Musikfakult\u00e4ten, die sich freuen w\u00fcrden, wenn sie die M\u00f6glichkeit h\u00e4tten, in diesem Bereich der Musikwissenschaft zu arbeiten. Vor allem in Rum\u00e4nien funktioniert dieser Teil der Forschung noch nicht so wie in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern: Selbst in den National- oder Kommunalarchiven gibt es viele Musiksammlungen, die nicht inventarisiert und daher nicht erforscht sind. Viele dieser Musikbest\u00e4nde stammen auch aus den r\u00f6misch-katholischen Kirchen der Di\u00f6zese Temeswar, wo sie nach 1947 beschlagnahmt wurden. Sie sollten systematisch inventarisiert und erforscht werden. Dies w\u00e4re heute m\u00f6glich und von \u00f6ffentlichem Interesse.<\/p>\n<p><strong><em>&#8211; Was m\u00f6chten Sie den Musikern, Organisten, Kirchens\u00e4ngern und &#8211; warum nicht &#8211; den Priestern der Di\u00f6zese Temeswar zu Beginn des neuen Jahres, aber auch f\u00fcr die Zukunft mit auf den Weg geben?<\/em><\/strong><br \/>\n&#8211; Die Musik ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Liturgie. Ohne Lobgesang, ohne die Verehrung Gottes durch die Musik, durch den Gesang, k\u00f6nnen wir uns das nicht vorstellen. Das ist sogar schriftlich festgehalten, dokumentiert und geregelt in den kanonischen Normen der Kirche. Die Di\u00f6zese Temeswar zeichnet sich durch einen einzigartigen Reichtum auf dem Gebiet der Kirchenmusik aus. Dies ist vor allem auf die Multiethnizit\u00e4t der Banater Region zur\u00fcckzuf\u00fchren. Ein altes Sprichwort sagt: \u201eWo die Sprache aufh\u00f6rt, f\u00e4ngt die Musik an\u201c. Aus diesem Grund ist die Musikkultur des Banats \u00e4u\u00dferst reich an Gesang und Musik. Dies war auch einer der Gr\u00fcnde, warum sich zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert viele S\u00e4nger und Musiker aus B\u00f6hmen, \u00d6sterreich und Deutschland hier niederlie\u00dfen. Die Musik ist hier zu Hause!<br \/>\nHeute ist die Kirchenmusik sehr vielf\u00e4ltig. Die Grundlage unserer Kirchenmusik ist jedoch der gregorianische Gesang. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich daraus viele Stile entwickelt, viele Arten, Gott zu loben: <em>a-capella<\/em> oder mit Orgel, mit Instrumentalbegleitung, mit klassischen oder moderneren Harmonien, im Gospel-Stil, ein- oder mehrstimmig. All diese Musik ist gleicherma\u00dfen wertvoll, wenn sie aus dem Herzen und der Seele kommt.<br \/>\nMan kann nicht Organist sein, ohne zu singen. Es ist eine gegenseitige Unterst\u00fctzung: Der Kantor oder Organist ist in liturgischen und musikalischen Fragen die Verbindung des Priesters zu der von ihm geleiteten Gemeinde; die Gemeinde und der Priester sollten jedes Interesse daran haben, dass ein Kantor oder Organist den Gesang der Heiligen Messe zum Lob Gottes unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p><em><strong>&#8211; Wir danken Ihnen f\u00fcr die freundliche Beantwortung unserer Fragen! M\u00f6ge der liebe Gott Ihnen viel Gesundheit, Segen und Freude an Ihrer Arbeit schenken!<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Presseb\u00fcro des Bistums Temeswar<br \/>\n(Sipos Enik\u0151, Claudiu C\u0103lin)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-71842 gallery-columns-2 gallery-size-large'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a data-rel=\"iLightbox[postimages]\" data-title=\"1999 bei der Bischofsweihe\" data-caption=\"\" 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Dezember 1955, Darowa, Rum\u00e4nien) ist ein deutscher (schw\u00e4bischer) Organist, Musikwissenschaftler, Musikhistoriker und Dirigent aus dem Banat, der auf dem Gebiet der Musikgeschichtsschreibung von Minderheiten und anderer Musik aus dem Donauraum, insbesondere aus Rum\u00e4nien, Ungarn und dem ehemaligen Jugoslawien, forscht. 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