{"id":71869,"date":"2025-02-10T13:44:01","date_gmt":"2025-02-10T11:44:01","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=71869"},"modified":"2025-02-10T13:44:01","modified_gmt":"2025-02-10T11:44:01","slug":"botschaft-von-papst-franziskus-zum-33-welttag-der-kranken-11-februar-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/botschaft-von-papst-franziskus-zum-33-welttag-der-kranken-11-februar-2025\/","title":{"rendered":"Botschaft von Papst Franziskus zum 33. Welttag der Kranken &#8211; 11. Februar 2025."},"content":{"rendered":"<div class=\"abstract text parbase vaticanrichtext\">\n<p><span class=\"color-text\"><b><i>\u00bbDie Hoffnung aber l\u00e4sst nicht zugrunde gehen\u00ab\u00a0<\/i>(<i>R\u00f6m<\/i>\u00a05,5)<br \/>\n<i>und macht uns stark in der Bedr\u00e4ngnis<\/i><\/b><\/span><\/p>\n<p><i>Liebe Br\u00fcder und Schwestern!<\/i><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"text parbase vaticanrichtext\">\n<p>Wir begehen den 33. Welttag der Kranken im Jubil\u00e4umsjahr 2025, in dem die Kirche uns einl\u00e4dt, \u201ePilger der Hoffnung\u201c zu werden. Dabei begleitet uns das Wort Gottes, das uns durch den heiligen Paulus eine sehr ermutigende Botschaft gibt: \u00bbDie Hoffnung aber l\u00e4sst nicht zugrunde gehen\u00ab (<i>R\u00f6m<\/i>\u00a05,5), ja, sie macht uns stark in der Bedr\u00e4ngnis.<br \/>\nDas sind tr\u00f6stliche Worte, aber sie k\u00f6nnen einige Fragen aufkommen lassen, besonders bei denen, die leiden. Zum Beispiel: Wie sollen wir stark bleiben, wenn wir von schweren, beeintr\u00e4chtigenden Krankheiten heimgesucht werden, die vielleicht eine Behandlung erfordern, deren Kosten unsere Mittel \u00fcbersteigen? Wie schaffen wir das, wenn wir neben unserem eigenen Leiden auch das derjenigen sehen, die uns lieben und sich trotz aller N\u00e4he hilflos f\u00fchlen? In all diesen Situationen sp\u00fcren wir das Bed\u00fcrfnis nach einer Unterst\u00fctzung, die gr\u00f6\u00dfer ist als wir: Wir brauchen die Hilfe Gottes, seiner Gnade, seiner Vorsehung, jener Kraft, die das Geschenk seines Heiligen Geistes ist (vgl. <i><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/archive\/DEU0035\/_INDEX.HTM\">Katechismus der Katholischen Kirche<\/a><\/i>, 1808).<br \/>\nHalten wir also einen Moment inne, um \u00fcber die Gegenwart Gottes, der den Leidenden nahe ist, nachzudenken, und zwar anhand von drei charakteristischen Aspekten: <i>Begegnung<\/i>,\u00a0<i>Geschenk<\/i>\u00a0und\u00a0<i>Teilen<\/i>.<\/p>\n<p>1.\u00a0<i>Begegnung<\/i>. Als Jesus die zweiundsiebzig J\u00fcnger aussendet (vgl.\u00a0<i>Lk<\/i>\u00a010,1-9), ersucht er sie, den Kranken zu sagen: \u00bbDas Reich Gottes ist euch nahe\u00ab (V. 9). Das hei\u00dft, er will, dass sie helfen, auch die Krankheit, so schmerzhaft und schwer verst\u00e4ndlich sie sein mag, als eine Gelegenheit zur Begegnung mit dem Herrn zu erkennen. Auch wenn wir n\u00e4mlich in der Zeit der Krankheit einerseits unsere ganze gesch\u00f6pfliche Schwachheit \u2013 k\u00f6rperlich, seelisch und geistig \u2013 sp\u00fcren, so erfahren wir doch andererseits die N\u00e4he und das Mitleid Gottes, der in Jesus mit uns gelitten hat. Er l\u00e4sst uns nicht im Stich und \u00fcberrascht uns oft mit dem Geschenk einer Z\u00e4higkeit, die wir uns nie zugetraut h\u00e4tten und zu der wir aus eigener Kraft nie gelangt w\u00e4ren.<br \/>\nDann wird die Krankheit zur Gelegenheit einer Begegnung, die uns ver\u00e4ndert, zur Entdeckung eines unersch\u00fctterlichen Felsens, an dem wir uns festklammern k\u00f6nnen, um den St\u00fcrmen des Lebens zu trotzen: eine Erfahrung, die uns, wenngleich unter Opfern, st\u00e4rker macht, weil wir uns bewusster werden, dass wir nicht allein sind. Deshalb hei\u00dft es, dass der Schmerz immer ein Heilsgeheimnis in sich birgt, weil er uns den Trost, der von Gott kommt, ganz nah und real erfahren l\u00e4sst, so sehr, dass wir \u00bbdie F\u00fclle des Evangeliums mit all seinen Verhei\u00dfungen und seinem Leben erkennen\u00ab (Hl. Johannes Paul II., <i>Ansprache an die Jugend<\/i>, New Orleans, 12. September 1987).<\/p>\n<p>2. Und damit kommen wir zum zweiten Gedanken: das\u00a0<i>Geschenk<\/i>. Niemals wird uns n\u00e4mlich so bewusst wie im Leiden, dass alle Hoffnung vom Herrn kommt und sie also in erster Linie ein Geschenk ist, das wir annehmen und hegen m\u00fcssen, indem wir \u00bbder Treue Gottes treu bleiben\u00ab, wie es Madeleine Delbr\u00eal so sch\u00f6n ausdr\u00fcckt (vgl.\u00a0<i>La speranza \u00e8 una luce nella notte,\u00a0<\/i>Citt\u00e0 del Vaticano 2024, Vorwort).<br \/>\nUnd nur in der Auferstehung Christi findet jedes unserer Schicksale seinen Platz im unendlichen Horizont der Ewigkeit. Nur aus seinem Tod und seiner Auferstehung erw\u00e4chst uns die Gewissheit, dass nichts, \u00bbweder Tod noch Leben, weder Engel noch M\u00e4chte, weder Gegenw\u00e4rtiges noch Zuk\u00fcnftiges noch Gewalten, weder H\u00f6he noch Tiefe noch irgendeine andere Kreatur [\u2026] uns scheiden [k\u00f6nnen] von der Liebe Gottes\u00ab (<i>R\u00f6m<\/i>\u00a08,38-39). Und aus dieser \u201egro\u00dfen Hoffnung\u201c kommt jeder andere Lichtschimmer, mit dem wir die Pr\u00fcfungen und Hindernisse des Lebens \u00fcberwinden k\u00f6nnen (vgl. Benedikt XVI., Enzyklika\u00a0<i><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/benedict-xvi\/de\/encyclicals\/documents\/hf_ben-xvi_enc_20071130_spe-salvi.html\">Spe salvi<\/a><\/i>, 27.31). Und nicht nur das, der Auferstandene geht auch mit uns und wird zu unserem Weggef\u00e4hrten, wie bei den Emmausj\u00fcngern (vgl.\u00a0<i>Lk<\/i>\u00a024,13-53). Wie sie k\u00f6nnen auch wir mit ihm unsere Verlorenheit, unsere Sorgen und unsere Entt\u00e4uschungen teilen, wir k\u00f6nnen auf sein Wort h\u00f6ren, das uns erleuchtet und unsere Herzen entz\u00fcndet, und ihn beim Brechen des Brotes als gegenw\u00e4rtig erkennen, indem wir in seinem Mit-uns-Sein, wenn auch in den Grenzen der Gegenwart, dieses \u201eJenseits\u201c erkennen, das uns durch seine N\u00e4he wieder Mut und Zuversicht schenkt.<\/p>\n<p>3. Und damit kommen wir zum dritten Aspekt, dem des\u00a0<i>Teilens<\/i>. Die Orte, wo wir leiden, sind oft Orte des Teilens, der gegenseitigen Bereicherung. Wie oft lernt man am Bett eines Kranken zu hoffen! Wie oft lernt man glauben, wenn man den Leidenden beisteht! Wie oft begegnet man der Liebe, wenn man sich \u00fcber die Bed\u00fcrftigen beugt! Wir erkennen, dass wir \u201eEngel\u201c der Hoffnung sind, Boten Gottes f\u00fcreinander, alle miteinander: die Kranken, die \u00c4rzte, die Krankenschwestern und Krankenpfleger, die Familienangeh\u00f6rigen, die Freunde, die Priester, die Ordensm\u00e4nner und Ordensfrauen &#8230; wo immer wir sind: in den Familien, in den Praxen, in den Pflegeheimen, in den Krankenh\u00e4usern und Kliniken.<br \/>\nUnd es ist wichtig, die Sch\u00f6nheit und Bedeutung dieser gnadenhaften Begegnungen erfassen zu k\u00f6nnen und zu lernen, sie in der Seele zu verankern, um sie nicht zu vergessen. Es geht darum, das freundliche L\u00e4cheln des medizinischen Personals, den dankbaren und vertrauensvollen Blick eines Patienten, das verst\u00e4ndnisvolle und f\u00fcrsorgliche Gesicht eines Arztes oder eines ehrenamtlichen Mitarbeiters, das erwartungsvolle und besorgte Gesicht eines Ehepartners, eines Kindes, eines Enkels oder eines lieben Freundes im Herzen zu bewahren. Sie alle sind wertvolle Lichter, die uns selbst in der Dunkelheit der Pr\u00fcfung Kraft geben und uns dar\u00fcber hinaus durch ihre Liebe und N\u00e4he den wahren Geschmack des Lebens lehren (vgl. <i>Lk<\/i>\u00a010,25-37).<br \/>\nLiebe Kranke, liebe Br\u00fcder und Schwestern, die ihr euch der Leidenden annehmt, in diesem <i>Heiligen Jahr<\/i>\u00a0kommt euch mehr denn je eine besondere Rolle zu. Euer gemeinsamer Weg ist in der Tat ein Zeichen f\u00fcr alle, \u00bbein Lobgesang auf die Menschenw\u00fcrde, ein Lied der Hoffnung\u00ab (Bulle\u00a0<i><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/bulls\/documents\/20240509_spes-non-confundit_bolla-giubileo2025.html\">Spes non confundit<\/a><\/i>, 11), das weit \u00fcber die Zimmer und Betten der Pflegest\u00e4tten, in welchen ihr euch befindet, hinausklingt und das \u00bbZusammenspiel der ganzen Gesellschaft\u00ab (<i><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/bulls\/documents\/20240509_spes-non-confundit_bolla-giubileo2025.html\">ebd.<\/a><\/i>) in der Liebe anregt und f\u00f6rdert, in einer Harmonie, die manchmal schwer zu verwirklichen, aber gerade deshalb wundersch\u00f6n und stark ist und Licht und W\u00e4rme dorthin zu bringen vermag, wo es am n\u00f6tigsten ist.<br \/>\nDie ganze Kirche dankt euch daf\u00fcr! Auch ich tue das und bete f\u00fcr euch, indem ich euch Maria, dem Heil der Kranken, anvertraue \u2013 mit den Worten, mit denen sich schon so viele Br\u00fcder und Schwestern in ihrer Not an sie gewandt haben:<\/p>\n<p>Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir,<br \/>\no heilige Gottesmutter.<br \/>\nVerschm\u00e4he nicht unser Gebet in unseren N\u00f6ten,<br \/>\nsondern erl\u00f6se uns jederzeit von allen Gefahren,<br \/>\no du glorreiche und gebenedeite Jungfrau.<\/p>\n<p>Ich segne euch und eure Familien und alle, die euch nahestehen, und ich bitte euch, nicht zu vergessen, f\u00fcr mich zu beten.<\/p>\n<p><i>Rom, Sankt Johannes im Lateran, 14. Januar 2025<\/i><\/p>\n<p>FRANZISKUS<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/de\/messages\/sick\/documents\/20250114-giornata-malato.html\">www.vatican.va<\/a><\/p>\n<p>Foto: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/ro\/papa\/news\/2025-01\/papa-francisc-mesaj-ziua-bolnavului-ingrijire-jubileu-2025.html\">www.vaticannews.va\/ro<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbDie Hoffnung aber l\u00e4sst nicht zugrunde gehen\u00ab\u00a0(R\u00f6m\u00a05,5) und macht uns stark in der Bedr\u00e4ngnis Liebe Br\u00fcder und Schwestern! Wir begehen den 33. Welttag der Kranken im Jubil\u00e4umsjahr 2025, in dem die Kirche uns einl\u00e4dt, \u201ePilger der Hoffnung\u201c zu werden. 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