{"id":72095,"date":"2025-02-16T20:09:55","date_gmt":"2025-02-16T18:09:55","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=72095"},"modified":"2025-02-16T20:09:55","modified_gmt":"2025-02-16T18:09:55","slug":"wir-leben-als-hoerende-im-glauben-um-anderen-menschen-hoffnung-zu-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wir-leben-als-hoerende-im-glauben-um-anderen-menschen-hoffnung-zu-machen\/","title":{"rendered":"\u201eWir leben als H\u00f6rende im Glauben, um anderen Menschen Hoffnung zu machen\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dieses Jahr, am 1. Februar, anl\u00e4sslich des Welttags der Priester und der Ordensleute, bzw. der Begegnung und des Einkehrtags f\u00fcr den Klerus und der Ordensleuten der Di\u00f6zese, wurde das spirituelle Programm von Pfr. Florian Mross, Priester des Bistums Dresden-Mei\u00dfen und derzeit Vizerektor des P\u00e4pstlichen Instituts Santa Maria dell&#8217;Anima in Rom, geleitet. Bei dieser Gelegenheit haben wir Florian Mross um ein Interview gebeten.<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8211; Florian Mro\u00df, in den letzten Jahren hast du unsere Di\u00f6zese, durch freundschaftliche Beziehungen, durch Besuche in Temeswar und in Banat, kennengelernt. Bitte erz\u00e4hl uns ein wenig \u00fcber dich selbst, \u00fcber deinen Hintergrund, aber auch dar\u00fcber, wie du unsere Di\u00f6zese, unsere Priester und unsere Realit\u00e4ten kennengelernt hast.<\/strong><br \/>\n&#8211; Ich bin Florian Mro\u00df und komme aus dem Bistum Dresden-Mei\u00dfen. Ich bin jetzt fast 35 Jahre alt und war zum ersten Mal hier im Banat im Jahr 2021 gewesen. Am 19. September, das wei\u00df ich noch ganz genau, weil ich mich n\u00e4mlich da bei den Franziskanerinnen in Karansebesch ins G\u00e4stebuch eingetragen habe und ich sie gestern besucht habe und deswegen also gleich nachpr\u00fcfen konnte, wann ich das erste Mal da war. Ich habe das Bistum Temeswar kennengelernt, weil ich mit einem guten Freund, dem Zolt\u00e1n Toman, hierhergekommen bin, der mich eingeladen hat und der gesagt hat: \u201eJa, wei\u00dft du was, ich zeige dir mal meine Heimat und du brauchst keine Angst zu haben, dass du da nichts verstehst, denn die Leute dort sprechen auch Deutsch, neben nat\u00fcrlich Ungarisch und Rum\u00e4nisch und komm einfach mal mit und schau es dir an!\u201c<br \/>\nDa bin ich dann mitgekommen und bin jetzt allerdings immer wieder mal da gewesen, auch zu verschiedenen Anl\u00e4ssen. Ich habe die Priester hier kennengelernt, allerdings auch Ordensschwestern, Ordensleute, als sehr gastfreundliche, als sehr offene Menschen. Ich glaube, das hat auch etwas damit zu tun, dass so unterschiedliche nationale Gruppen zusammenkommen, miteinander lernen, miteinander leben, miteinander Glauben teilen, ihre Kultur miteinander teilen. Das hat dazu gef\u00fchrt, dass ich eigentlich so etwas wie Gefallen am Banat gefunden habe, weil die Menschen hier neben dieser Herzlichkeit auch sehr gastfreundlich sind. Und das tut nat\u00fcrlich einem Gast gut, wenn er kommt und gleich willkommen ist und Begegnung findet.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/12-1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-72096 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/12-1.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/12-1.jpg\" alt=\"\" width=\"549\" height=\"384\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27549%27%20height%3D%27384%27%20viewBox%3D%270%200%20549%20384%27%3E%3Crect%20width%3D%27549%27%20height%3D%27384%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/12-1-200x140.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/12-1-300x210.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/12-1-400x280.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/12-1-600x420.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/12-1-768x538.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/12-1-800x560.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/12-1.jpg 910w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 549px) 100vw, 549px\" \/><\/a>&#8211; Wieso bist du nach Rom gezogen? Wie lange lebst du schon in Rom? Und was machst du eigentlich in der ewigen Stadt?<\/strong><br \/>\n&#8211; Ich bin im Jahr 2020 nach Rom gesandt worden von meinem Bischof, Heinrich Timmerevers, der mich gefragt hat, ob ich nicht nach den Jahren als Kaplan in Dresden und Leipzig nochmal studieren wollte. Ich war erst ein bisschen erschrocken gewesen, weil ich das eigentlich nicht wollte, sondern weil ich gerne Kaplan war, wollte ich auch gerne in der Pastoral bleiben. Und dann hat der Bischof gesagt, ich solle auch noch Kirchenrecht studieren. So habe ich dann drei Jahre zun\u00e4chst die Lizenz gemacht im Kirchenrecht und bin jetzt im zweiten Jahr im Doktoratstudium und schreibe an meiner Doktorarbeit. Nebenbei bin ich nat\u00fcrlich auch verantwortlich in dem Kolleg, in dem ich lebe, Santa Maria dell&#8217;Anima, dort trage ich mit einem Rektor zusammen die Verantwortung f\u00fcr 20 Priester aus unterschiedlichsten europ\u00e4ischen Nationen, die alle in Rom studieren. Zu dieser Aufgabe geh\u00f6rt auch, dass man noch ein bisschen in der Pastoral in Rom mitarbeitet. Es ist eine Pfarrei, die verantwortlich ist f\u00fcr die deutschen Pilger, die nach Rom kommen, aber auch f\u00fcr die deutschsprachigen Gl\u00e4ubigen, die in Rom leben. Und da geh\u00f6rt es dazu, dass ich eben auch \u00fcber die Jahre, die jetzt ich in Rom bin, im Erstkommunionunterricht, in der Firmvorbereitung und in der Begleitung von den Studenten mitgeholfen habe. Ja, damit l\u00e4sst sich der Tag gut f\u00fchlen.<\/p>\n<p><strong>&#8211; Kannst du uns bitte einige Worte \u00fcber das p\u00e4pstliche Institut Santa Maria del Anima, das du schon eigentlich eingef\u00fchrt hast, und \u00fcber das Profil dieses Instituts sagen<\/strong>?<br \/>\n&#8211; Santa Maria del Anima ist ein sehr altes Institut, das sich seit der Gr\u00fcndung im 14. Jahrhundert eigentlich um die deutschen Pilger k\u00fcmmert. Man muss sich vorstellen, im 14. Jahrhundert gab es ja solche festen Strukturen, wie wir sie heute kennen, von Unterk\u00fcnften bis hin zu Pilgerh\u00e4usern nicht und wenn, dann nur ganz, ganz wenige. Deswegen kam im 14. Jahrhundert ein niederl\u00e4ndisches Ehepaar auf die Idee, wahrscheinlich hat es auch was mit dem Heiligen Jahr damals zu tun, denn das erste Heilige Jahr war 1300, dann sollte es eigentlich alle 100 Jahre ein neues Heiliges Jahr geben und das hei\u00dft so, um das Jahr 1350 fing dieses Ehepaar an, an diesem Institut zu arbeiten, das hei\u00dft Liegenschaften, L\u00e4nder zu erwerben, um dann ein Hospiz zu bauen. F\u00fcr das Heilige Jahr wahrscheinlich schon, dann 1400. So ist eigentlich in diesem Jahrhundert unser Grund gelegt worden f\u00fcr die Sorge um Pilger aus dem Heiligen R\u00f6mischen Reich Deutscher Nation. Das war nat\u00fcrlich etwas gr\u00f6\u00dfer gewesen als heute, wenn man da nur auf \u00d6sterreich oder auf Deutschland schaut. Heute geh\u00f6ren mehrere Nationen dazu, die alle bei uns im Institut willkommen sind. Und das zeigt sich darin, dass ganz, ganz oft, wenn Leute, deutschsprachige vor allen Dingen, die nach Rom kommen, sie zu uns kommen, eine heilige Messe feiern oder um Begegnung bitten, eine F\u00fchrung wollen. Diese Pilgerseelsorge ist also eine S\u00e4ule des Institutes. Daneben gibt es eine zweite S\u00e4ule, das sind die in Rom lebenden Deutschen oder Deutschsprachigen, das ist vielleicht besser gesagt, um die k\u00fcmmern wir uns auch. Die finden in Santa Maria dell&#8217;Anima, in unserem Institut, so etwas wie eine Pfarreiseelsorge, mit den Dingen, die dazugeh\u00f6ren, die man aus dem Pfarreileben kennt. Und die dritte S\u00e4ule ist eigentlich erst seit dem 19. Jahrhundert f\u00fcr das Institut wichtig: 1859 wurde n\u00e4mlich ein Priesterkolleg eingerichtet, also ein Ort geschaffen, wo Priester aus den unterschiedlichsten europ\u00e4ischen L\u00e4ndern zu uns kommen k\u00f6nnen, leben k\u00f6nnen und dann an den p\u00e4pstlichen Universit\u00e4ten in Rom studieren. Diese drei S\u00e4ulen pr\u00e4gen unser Institut bis heute.<\/p>\n<p><strong>&#8211; In verschiedenen Artikeln im Internet kann man lesen, dass du der sorbischen Minderheit in Deutschland angeh\u00f6rst und wie du es schon kennst, sind auch in der Di\u00f6zese Temeswar mehrere Minderheiten pr\u00e4sent, leben gemeinsam und entfalten hier ihr Glaubensleben. Glaubst du, dass die Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Minderheit ein Vorteil oder ein <\/strong><strong>Nachteil in diesem Jahrhundert, in der Kirche und in der Gesellschaft ist?<\/strong><br \/>\n&#8211; Vielleicht ein Wort zun\u00e4chst zu der sorbischen Minderheit. Das ist eine kleine slawische Minderheit, die im Osten von Deutschland ihr eigentlich sehr altes Siedlungsgebiet hat.<br \/>\nDiese slawische Minderheit hat eine eigene Sprache, hat eine eigene Kultur, eigene Tradition und diese bewahrt sie bis heute. Allerdings ist sie nicht sehr gro\u00df. Wir sind so \u00e4lteren Z\u00e4hlungen nach um die 60.000 Sorben, die noch in Sachsen und in Brandenburg, fast an der polnischen, tschechischen Grenze, da leben.<br \/>\nAls diese kleine Minderheit wissen wir etwas zu sch\u00e4tzen. Und deswegen meine ich, dass Minderheiten immer etwas Positives sind. Ich sehe es immer auch als einen Wert einer nationalen Kultur an. Als Minderheit tr\u00e4gt man eine eigene Identit\u00e4t und ist von dieser nicht nur \u00fcberzeugt, weil man eine nationale Identit\u00e4t verdeutlicht, sondern man hat noch ein Bewusstsein f\u00fcr Tradition und Werte, Kultur, auch Trachten. Ich glaube, wenn eine Minderheit lebendig ist, dann handelt es sich nicht nur um Folklore, sondern dann handelt es sich wirklich um gelebte Kultur. Diese durch die Minderheiten gelebte Kultur bereichert nat\u00fcrlich auch eine Nation. Deswegen denke ich, zum Beispiel, wenn man von der deutschen Nation redet, nie nur an DEN Deutschen, sondern ich wei\u00df, den Deutschen viele Nationen pr\u00e4gen, und da geh\u00f6ren auch die Sorben dazu. So sehe ich das ein bisschen auch hier im Banat: Hier von dem Rum\u00e4nen zu reden, bedeutet eigentlich f\u00fcr mich, schon gleich mehrere kleinere Minderheiten, Nationen zu bedenken. Es ist mir bewusst, geschichtlich m\u00fcsste man vielleicht nochmal dar\u00fcber nachdenken, ob man da von den Rum\u00e4nen reden kann oder ob man da nicht von den Menschen im Banat reden sollte. Aber die Diskussion, die m\u00f6chte ich jetzt nicht f\u00fchren, die k\u00f6nnen Sie besser f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>&#8211; Die letzten zwei Jahre waren von der Arbeit f\u00fcr die Synoder \u00fcber die Synodalit\u00e4t in Rom gepr\u00e4gt. Und dieses Jahr wurde zum Heiligen Jahr, zum Jubil\u00e4umsjahr erkl\u00e4rt. Was glaubst du, werden diese gro\u00dfen Ereignisse das Leben der Kirche in Europa regeln?<\/strong><br \/>\n&#8211; Das Problem der Synodalit\u00e4t ist, glaube ich, dass sie noch ziemlich jung ist. Und das Problem, dass damit zusammenh\u00e4ngt, ist dass die wenigsten wirklich wissen, was Synodalit\u00e4t ist. Es hat aber auch etwas mit unserem Denken zu tun. Ich w\u00fcrde es f\u00fcr mich zun\u00e4chst so beschreiben: Synodalit\u00e4t ist so etwas wie eine innere Haltung, eine innere kirchliche Haltung, die auch jeden einzelnen Christen ausmachen kann, des H\u00f6rens. Wir sind manchmal etwas schnell zu sagen \u201eIch habe ja geh\u00f6rt und ich wei\u00df, wie du denkst\u201c. Synodalit\u00e4t, glaube ich, ist diese Haltung des H\u00f6rens, um noch nicht zu wissen, wie der andere denkt oder was er meint oder was er m\u00f6chte, sondern, um gemeinsam weiterzudenken, um gemeinsam dann zu \u00fcberlegen, was man m\u00f6chte, um gemeinsam eine Vision, eine Zukunft auch f\u00fcr Kirche, f\u00fcr Pfarrei, f\u00fcr Gemeinden zu entwickeln. Und ich glaube, dieses gemeinsame H\u00f6ren, dieses synodale Handeln, das braucht Europa, das braucht die Weltkirche, das brauchen wir allerdings auch in unseren Di\u00f6zesen.<br \/>\nWeil ich glaube, die Zeiten, dass man von dem Pfarrer gesagt bekommt oder vom Bischof, wo jetzt die Kirche hingehen muss, die es vielleicht auch nie gab, sind auf jeden Fall vorbei.<br \/>\nUnd es geht gemeinsam nur durch das H\u00f6ren aufeinander, auch das H\u00f6ren auf Gott, das geh\u00f6rt n\u00e4mlich da auch mit dazu, dann auszumachen, wohin man geht, wohin man denkt und was man m\u00f6chte, wie man Kirche sein will in Zukunft. Und das ist wichtig f\u00fcr Europa.<br \/>\nDas Heilige Jahr, das steht unter dem Motto \u201ePilger der Hoffnung sein\u201c. Wenn man sich \u00fcberlegt, dass so ein ordentliches heiliges Jahr alle 25 Jahre ist, dann muss man sich bewusst machen, das letzte ordentliche Jahr war also vor 25 Jahren und das n\u00e4chste ist erst in 25 Jahren. Das hei\u00dft, wir haben eigentlich 50 Jahre, die so eine Zwischenzeit ausmachen. Dieses heilige Jahr ist auch so etwas wie nochmal eine Neuausrichtung, ein Umbruch. Das hei\u00dft auch, ein Sich-Neu-Bewusstmachen von dem, was Kirche ist, was wiederum mit der Synodalit\u00e4t zusammenh\u00e4ngt. Die Frage n\u00e4mlich, wie kann man Pilger der Hoffnung sein? Wie ist man das als einzelner Christ? Wie ist man das in der Pfarrei? Wie ist man das im Bistum oder in der Weltkirche? Wer meint, dass man sich nach Rom auf den Weg macht, um dann dort durch die heiligen Pforten zu schreiten, das w\u00fcrde das Pilger-Der-Hoffnung-Sein ausmachen, der denkt, glaube ich, auch ein bisschen zu kurz.\u00a0 F\u00fcr mich bindet diese Haltung auch an die Synodalit\u00e4t, \u00a0an das innere H\u00f6ren Gott, auf die Menschen, mit denen man zusammen in der Pfarrei lebt, im Bistum, um am Ende sich zu fragen, aber f\u00fcr was und f\u00fcr wen? Und ich glaube, dieses Jahr der Hoffnung gibt uns schon mal eine Antwort: Wir leben n\u00e4mlich als H\u00f6rende im Glauben, um anderen Menschen Hoffnung zu machen. Und das geht nicht, wenn man irgendwo stehen geblieben ist, sondern wenn man unterwegs ist, wenn man pilgert, weil man Suchender ist nach Gott, aber auch nach den Menschen mit ihren N\u00f6ten, mit ihren Sorgen.<br \/>\nInwieweit das allerdings Europa, das ist ja ein gro\u00dfer Horizont, beeinflussen wird, da kann ich vielleicht nur ein St\u00fcck weit aus den Erfahrungen in Rom jetzt darauf Bezug nehmen.<br \/>\nIn Rom wei\u00df ich, kommen gerade ganz, ganz viele Nationen aus Europa, aber auch dar\u00fcber hinaus, zusammen. Sie kommen nach Rom, um sich st\u00e4rken zu lassen. Und das Sch\u00f6ne ist zu sehen, dass sie da sind, dass sie beten, dass sie sich st\u00e4rken lassen, aber, und das m\u00f6chte ich betonen, dass sie dann auch wieder nach Hause fliegen. Nicht, weil es das Leben f\u00fcr uns, die wir in Rom leben, ein bisschen einfacher macht, sondern weil sie sich etwas mitnehmen und von den Erfahrungen zu Hause, so hoffe ich, Zeugnis geben und so hoffentlich den Menschen Hoffnung auch schenken.<\/p>\n<p><strong>&#8211; Mit welchen Gedanken bist Du in diesen Tagen nach Temeswar gekommen? Wie war das Treffen der Priester und der Ordensleute am Samstag in der Domkirche und im Gerhardinum? Und mit welchen Gedanken oder mit was f\u00fcr einem Gep\u00e4ck fliegst du jetzt zur\u00fcck nach Rom?<\/strong><br \/>\n&#8211; Ich habe es in meiner Predigt am Samstag in der Heiligen Messe zum Treffen gesagt, dass ich eigentlich diesen Gedanken der Hoffnung von einem Pfarrer bekommen habe, der hier in der Di\u00f6zese Dienst tut. Meine Absicht war es, nachdem der Bischof mich eingeladen hat, zum Tag der Priester und der Ordensleute zu predigen und dann auch einen Impuls zu geben, denen, die verantwortlich sind f\u00fcr Kirche, auch hier in der Di\u00f6zese, Hoffnung zu machen und auch Mut zuzusprechen. Mit diesen Gedanken bin ich gekommen, also auch mit dieser Absicht, den Menschen iin ihrem Glauben zu best\u00e4rken. Und ich habe daraufhin auch mein Zeugnis diese Tage, am Samstag und am Sonntag in der Heiligen Messe in der Predigt gegeben.\u00a0 Und was ich mitnehme? Das ist erstaunlich, wenn ich herkomme, dann erlebe ich ganz, ganz viele Eindr\u00fccke. Einer der wesentlichen Eindr\u00fccke ist, dass ich hier Menschen begegne, die ihren Glauben teilen, aber auch in ihrer Nationalit\u00e4t, also ob nun als Deutsche, als Ungarn, als Rum\u00e4nen, dieses Miteinander, dieses Offensein. Bei den Priestern habe ich das erlebt, die dann in kleineren Gruppen auch zusammen sind, selbstverst\u00e4ndliche, \u00fcbernationale, \u00fcbersprachliche Beleben und Zeugnis geben. Das ist eine Bereicherung, das nehme ich mit. Ich nehme nat\u00fcrlich aber auch einige Gesichter mit, einzelne Personen. Manchem Priester habe ich angesehen, dass er krank ist. Das bewegt mich nat\u00fcrlich und es f\u00e4llt mir nicht so leicht, mit dem Menschen in der kurzen Zeit, in der ich da bin, in Kontakt zu kommen. Aber ich nehme sie mit, weil ich wei\u00df, ich habe das Gesicht vor Augen und ich wei\u00df, f\u00fcr den m\u00f6chte ich gerne beten. Oder den nehme ich auch mit zu den heiligen Orten in Rom. Ich nehme die Wertsch\u00e4tzung mit, meine pers\u00f6nliche Wertsch\u00e4tzung, den Ordensangeh\u00f6rigen, den Schwestern, die ihr Dienst in den unterschiedlichsten Bereichen tun. Ich fahre immer als Beschenkter \u00a0und bereichert zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>&#8211; Vielen herzlichen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch, f\u00fcr die Antworten und f\u00fcr die Zeit!<\/strong><\/p>\n<p>Verschriftet von Astrid Weisz (Radio Temeswar \/ ADZ)<br \/>\nInterview gef\u00fchrt von Claudiu C\u0103lin<br \/>\n(Pressestelle der Di\u00f6zese Temeswar)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Jahr, am 1. Februar, anl\u00e4sslich des Welttags der Priester und der Ordensleute, bzw. der Begegnung und des Einkehrtags f\u00fcr den Klerus und der Ordensleuten der Di\u00f6zese, wurde das spirituelle Programm von Pfr. Florian Mross, Priester des Bistums Dresden-Mei\u00dfen und derzeit Vizerektor des P\u00e4pstlichen Instituts Santa Maria dell&#8217;Anima in Rom, geleitet. Bei dieser Gelegenheit haben wir [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":72089,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[66],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72095"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=72095"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72095\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72099,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72095\/revisions\/72099"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/72089"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=72095"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=72095"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=72095"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}