{"id":72495,"date":"2025-03-02T19:34:41","date_gmt":"2025-03-02T17:34:41","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=72495"},"modified":"2025-03-02T19:34:41","modified_gmt":"2025-03-02T17:34:41","slug":"angelus-die-ungehaltene-ansprache-des-papstes-franziskus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/angelus-die-ungehaltene-ansprache-des-papstes-franziskus\/","title":{"rendered":"Angelus: Die ungehaltene Ansprache des Papstes Franziskus"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie den Text einer Ansprache zum Angelusgebet von diesem Sonntag. Franziskus konnte das Gebet wegen seiner Erkrankung nicht \u00f6ffentlich sprechen, doch der Vatikan hat den vorbereiteten Text publiziert.<\/p>\n<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern,<br \/>\nim Evangelium des heutigen Sonntags (Lk 6,39-45) l\u00e4sst uns Jesus \u00fcber zwei der f\u00fcnf Sinne nachdenken: das Sehen und den Geschmack.<\/p>\n<p>Was das Sehen betrifft, so fordert er uns auf, unsere Augen zu schulen, um die Welt gut zu beobachten und unseren N\u00e4chsten mit Liebe zu beurteilen. Er sagt: \u201eZieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du zusehen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen\u201c (V. 42). Nur mit diesem Blick der F\u00fcrsorge, nicht der Verurteilung, kann die geschwisterliche Korrektur eine Tugend sein. Denn wenn sie nicht geschwisterlich ist, ist sie keine Korrektur!<\/p>\n<p>Was den Geschmack betrifft, so erinnert uns Jesus daran, dass \u201eman jeden Baum an seinen Fr\u00fcchten erkennt\u201c (V. 44). Und die Fr\u00fcchte, die von einem Menschen kommen, sind zum Beispiel die Worte, die ihm \u00fcber die Lippen kommen: \u201eDenn wovon das Herz \u00fcberflie\u00dft, davon spricht sein Mund\u201c (V. 45). Die schlechten Fr\u00fcchte sind die gewaltt\u00e4tigen, falschen, vulg\u00e4ren Worte; die guten sind die gerechten und ehrlichen Worte, die unseren Dialogen Geschmack verleihen.<\/p>\n<p>Nun k\u00f6nnen wir uns fragen: Wie sehe ich die anderen Menschen, die meine Br\u00fcder und Schwestern sind, an? Und wie f\u00fchle ich mich von ihnen angeschaut? Schmecken meine Worte gut, oder sind sie von Bitterkeit und Eitelkeit durchdrungen?Schwestern und Br\u00fcder, ich sende euch diese Gedanken wieder aus dem Krankenhaus, wo ich, wie ihr wisst, seit einigen Tagen bin, umsorgt von den \u00c4rzten und dem medizinischen Personal, denen ich f\u00fcr die Aufmerksamkeit danke, mit der sie sich um mich k\u00fcmmern. Ich sp\u00fcre in meinem Herzen den \u201eSegen\u201c, der in der Gebrechlichkeit verborgen ist, denn gerade in diesen Momenten lernen wir noch mehr, auf den Herrn zu vertrauen. Gleichzeitig danke ich Gott daf\u00fcr, dass er mir die M\u00f6glichkeit gegeben hat, an K\u00f6rper und Geist den Zustand so vieler kranker und leidender Menschen zu teilen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte f\u00fcr die Gebete danken, die aus den Herzen so vieler Gl\u00e4ubiger aus vielen Teilen der Welt zum Herrn aufsteigen: Ich sp\u00fcre all Ihre Zuneigung und N\u00e4he und f\u00fchle mich in dieser besonderen Zeit wie vom ganzen Volk Gottes \u201egetragen\u201c und unterst\u00fctzt. Ich danke Ihnen allen!<\/p>\n<p>Auch ich bete f\u00fcr Sie. Und ich bete besonders f\u00fcr den Frieden. Von hier aus erscheint der Krieg noch absurder. Beten wir f\u00fcr die gequ\u00e4lte Ukraine, f\u00fcr Pal\u00e4stina, Israel, Libanon, Myanmar, Sudan, Kivu. Wir vertrauen uns Maria, unserer Mutter, an. Einen sch\u00f6nen Sonntag und auf Wiedersehen!<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2025-03\/wortlaut-angelus-papst-franziskus-krankenhaus-gemelli-dank-gebet.html\">www.vaticannews.va\/de<\/a><\/p>\n<p>Foto: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/ro\/papa\/news\/2025-03\/papa-gemelli-angelus-2-martie-2025-rugaciuni.html\">www.vaticannews.va\/ro<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie den Text einer Ansprache zum Angelusgebet von diesem Sonntag. Franziskus konnte das Gebet wegen seiner Erkrankung nicht \u00f6ffentlich sprechen, doch der Vatikan hat den vorbereiteten Text publiziert. Liebe Br\u00fcder und Schwestern, im Evangelium des heutigen Sonntags (Lk 6,39-45) l\u00e4sst uns Jesus \u00fcber zwei der f\u00fcnf Sinne nachdenken: das Sehen und den Geschmack. 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