{"id":72950,"date":"2025-03-16T06:00:03","date_gmt":"2025-03-16T04:00:03","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=72950"},"modified":"2025-03-15T09:08:13","modified_gmt":"2025-03-15T07:08:13","slug":"gedanken-zur-fastenzeit-wir-haben-die-liebe-erkannt-die-gott-zu-uns-hat-und-ihr-geglaubt-1joh-416","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/gedanken-zur-fastenzeit-wir-haben-die-liebe-erkannt-die-gott-zu-uns-hat-und-ihr-geglaubt-1joh-416\/","title":{"rendered":"Gedanken zur Fastenzeit \u2013 \u201eWir haben die Liebe erkannt, die Gott zu uns hat, und ihr geglaubt\u201c (1Joh 4,16)"},"content":{"rendered":"<p>Das christliche Leben besteht darin, den Berg der Begegnung mit Gott immer wieder hinaufzusteigen, um dann, bereichert durch die Liebe und die Kraft, die sie uns schenkt, wieder hinabzusteigen und unseren Br\u00fcdern und Schwestern mit der gleichen Liebe Gottes zu dienen. In der Heiligen Schrift sehen wir, da\u00df der Eifer der Apostel f\u00fcr die Verk\u00fcndigung des Evangeliums, die den Glauben weckt, eng mit der liebenden Sorge f\u00fcr den Dienst an den Armen verbunden ist (vgl.\u00a0<em>Apg\u00a0<\/em>6,1-4). In der Kirche m\u00fcssen Kontemplation und Aktion, die in gewisser Hinsicht durch die Gestalten der Schwestern Maria und Marta im Evangelium versinnbildlicht werden, miteinander bestehen und sich gegenseitig erg\u00e4nzen (vgl.\u00a0<em>Lk\u00a0<\/em>10,38-42). Die Beziehung zu Gott hat immer Vorrang, und das wahre Teilen gem\u00e4\u00df dem Evangelium mu\u00df im Glauben verwurzelt sein (vgl.\u00a0<em>Katechese bei der\u00a0<\/em><em><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/benedict-xvi\/de\/audiences\/2012\/documents\/hf_ben-xvi_aud_20120425.html\">Generalaudienz am 25. April 2012<\/a><\/em>). Manchmal neigt man in der Tat dazu, den Begriff \u201eN\u00e4chstenliebe\u201c auf die Solidarit\u00e4t oder die einfache humanit\u00e4re Hilfeleistung zu beschr\u00e4nken. Es gilt jedoch zu bedenken, da\u00df das h\u00f6chste Werk der N\u00e4chstenliebe gerade die Evangelisierung, also der \u201eDienst am Wort\u201c ist. Es gibt kein heilsameres und somit wohlt\u00e4tigeres Werk am N\u00e4chsten, als das Brot des Wortes Gottes mit ihm zu brechen, ihn an der Frohen Botschaft des Evangeliums teilhaben zu lassen, ihn in die Beziehung zu Gott einzuf\u00fchren: Die Evangelisierung ist die h\u00f6chste und umfassendste F\u00f6rderung des Menschen. Wie der Diener Gottes Papst\u00a0<a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/paul-vi\/de.html\">Paul VI<\/a>. in der Enzyklika\u00a0<em><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/paul-vi\/de\/encyclicals\/documents\/hf_p-vi_enc_26031967_populorum.html\">Populorum progressio<\/a><\/em><em>\u00a0<\/em>schreibt, ist die Verk\u00fcndigung Christi der erste und haupts\u00e4chliche Entwicklungsfaktor (vgl. Nr. 16). Es ist die urspr\u00fcngliche, die gelebte und verk\u00fcndete Wahrheit der Liebe Gottes zu uns, die unser Leben f\u00fcr die Aufnahme dieser Liebe \u00f6ffnet und die volle Entfaltung der Menschheit und jedes einzelnen erm\u00f6glicht (vgl. Enzyklika\u00a0<em><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/benedict-xvi\/de\/encyclicals\/documents\/hf_ben-xvi_enc_20090629_caritas-in-veritate.html\">Caritas in veritate<\/a><\/em>, Nr. 8).<\/p>\n<p>Im wesentlichen geht alles von der Liebe aus, und alles strebt zur Liebe hin. Die bedingungslose Liebe Gottes hat sich uns durch die Verk\u00fcndigung des Evangeliums kundgetan. Wenn wir das Evangelium glaubend annehmen, so erhalten wir jene erste und unerl\u00e4\u00dfliche Verbindung zum G\u00f6ttlichen, die bewirken kann, da\u00df wir uns \u201ein die Liebe verlieben\u201c, um dann in dieser Liebe zu leben und zu wachsen und sie mit Freude an unsere Mitmenschen weiterzugeben. <em>(Botschaft von Papst Benedikt XVI. f\u00fcr die Fastenzeit 2013<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/benedict-xvi\/de\/messages\/lent\/documents\/hf_ben-xvi_mes_20121015_lent-2013.html\">www.vatican.va<\/a><em>)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das christliche Leben besteht darin, den Berg der Begegnung mit Gott immer wieder hinaufzusteigen, um dann, bereichert durch die Liebe und die Kraft, die sie uns schenkt, wieder hinabzusteigen und unseren Br\u00fcdern und Schwestern mit der gleichen Liebe Gottes zu dienen. 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