{"id":75422,"date":"2025-06-07T17:56:57","date_gmt":"2025-06-07T14:56:57","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=75422"},"modified":"2025-06-07T17:56:57","modified_gmt":"2025-06-07T14:56:57","slug":"papst-leo-xiv-ruft-zu-neuer-einheit-von-katholiken-und-orthodoxen-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/papst-leo-xiv-ruft-zu-neuer-einheit-von-katholiken-und-orthodoxen-auf\/","title":{"rendered":"Papst Leo XIV. ruft zu neuer Einheit von Katholiken und Orthodoxen auf"},"content":{"rendered":"<p>Bei einer Ansprache zum \u00f6kumenischen Symposium \u201eNiz\u00e4a und die Kirche des dritten Jahrtausends\u201c hat Papst Leo XIV. zu einer vertieften Zusammenarbeit zwischen der katholischen und der orthodoxen Kirche aufgerufen. Der Papst betonte die bleibende Bedeutung des Konzils von Niz\u00e4a f\u00fcr die heutige Suche nach sichtbarer Einheit der Christen.<\/p>\n<p><b><i>Mario Galgano &#8211; Vatikanstadt<\/i><\/b><\/p>\n<p>Papst Leo XIV. hat am Samstagvormittag die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des \u00f6kumenischen Symposiums \u201eNiz\u00e4a und die Kirche des dritten Jahrtausends: Auf dem Weg zur katholisch-orthodoxen Einheit\u201c im Vatikan empfangen. Die Veranstaltung, die vom 4. bis 7. Juni an der P\u00e4pstlichen Universit\u00e4t Sankt Thomas von Aquin stattfand, wurde gemeinsam vom Institut f\u00fcr \u00d6kumenische Studien \u201e\u0152cumenicum\u201c und der International Orthodox Theological Association organisiert. Unter den G\u00e4sten waren zahlreiche Vertreter orthodoxer und orientalisch-orthodoxer Kirchen, die Papst Leo bereits bei der Messe zur Amtseinf\u00fchrung begleitet hatten.<br \/>\n\u201eIch freue mich sehr, heute bei Ihnen zu sein\u201c, sagte der Papst gleich zu Beginn mit einem Hinweis auf seine noch junge Amtszeit. \u201eIch bin noch keine vier Wochen im Amt \u2013 eine Zeit voller Lernprozesse.\u201c Die Begegnung sei ihm dennoch wichtig, da das Konzil von Niz\u00e4a nicht nur ein Ereignis der Vergangenheit sei, sondern ein \u201eWegweiser zur sichtbaren Einheit aller Christen\u201c.<br \/>\nDer Papst erinnerte daran, dass das Erste \u00d6kumenische Konzil von 325 nicht nur historische Bedeutung habe, sondern auch heute eine gemeinsame theologische Grundlage bilde. Die sogenannte \u201eGlaubensregel der 318 V\u00e4ter\u201c sei besonders f\u00fcr die \u00f6stlichen Kirchen ein zentraler Bezugspunkt. Leo XIV. zitierte dabei ein j\u00fcngstes Dokument der Internationalen Theologischen Kommission, das zum 1700. Jubil\u00e4um des Konzils erschien: \u201eWas uns eint, ist sowohl quantitativ als auch qualitativ st\u00e4rker als das, was uns trennt.\u201c<\/p>\n<p><strong>Was die Kirchen verbindet<\/strong><br \/>\nZiel sei es, durch das gemeinsame Bekenntnis des Glaubens von Niz\u00e4a und durch theologische Dialoge mit Gottes Hilfe ein tieferes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das zu entwickeln, was die Kirchen verbindet \u2013 und damit auch die Trennlinien in neuem Licht zu sehen.<br \/>\nEin weiterer Schwerpunkt der Ansprache war die Synodalit\u00e4t. Das Konzil von Niz\u00e4a habe einen synodalen Weg er\u00f6ffnet, der heute weitergegangen werden m\u00fcsse. Auch die Beitr\u00e4ge orthodoxer und anderer christlicher Delegierter zur j\u00fcngsten r\u00f6mischen Synode seien \u201eein wertvoller Impuls\u201c gewesen. Die Vorbereitung des Jubil\u00e4ums von Niz\u00e4a 2025 biete die M\u00f6glichkeit, synodale Formen der Zusammenarbeit zwischen Christen unterschiedlicher Traditionen praktisch zu erproben, so Papst Leo XIV.<br \/>\nAls dritten Aspekt hob der Papst die Frage des Osterdatums hervor. Schon das Konzil von Niz\u00e4a hatte ein einheitliches Datum f\u00fcr das Osterfest anstreben wollen. Heute feierten Christen das zentrale Fest des Kirchenjahres jedoch nicht mehr gemeinsam \u2013 was zu pastoralen Spannungen und famili\u00e4ren Spaltungen f\u00fchren k\u00f6nne. Der Papst bekr\u00e4ftigte die Offenheit der katholischen Kirche f\u00fcr eine \u00f6kumenisch abgestimmte L\u00f6sung, \u201edie das gemeinsame Zeugnis der Auferstehung st\u00e4rken\u201c k\u00f6nne.<br \/>\nZum Abschluss lud Leo XIV. die Anwesenden ein, sich im Gebet an den Heiligen Geist zu wenden. In einem altkirchlichen Gebet aus der \u00f6stlichen Tradition bat er um die Gabe der Einheit:<\/p>\n<p><i>\u201eO himmlischer K\u00f6nig, Tr\u00f6ster, Geist der Wahrheit,<\/i><br \/>\n<i>der du \u00fcberall bist und alles erf\u00fcllst,<\/i><br \/>\n<i>Schatzkammer des Segens und Spender des Lebens,<\/i><br \/>\n<i>komm und bleibe bei uns, reinige uns von aller Unreinheit<\/i><br \/>\n<i>und rette unsere Seelen, o G\u00fctiger.\u201c<\/i><\/p>\n<p>Mit dem Segen des dreieinen Gottes beendete Papst Leo XIV. seine Ansprache.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2025-06\/papst-leo-xiv-neue-einheit-katholiken-orthodoxe-nizaea-konferenz.html\">www.vaticannews.va\/de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei einer Ansprache zum \u00f6kumenischen Symposium \u201eNiz\u00e4a und die Kirche des dritten Jahrtausends\u201c hat Papst Leo XIV. zu einer vertieften Zusammenarbeit zwischen der katholischen und der orthodoxen Kirche aufgerufen. 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