{"id":78817,"date":"2025-09-21T20:58:07","date_gmt":"2025-09-21T17:58:07","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=78817"},"modified":"2026-05-05T20:12:16","modified_gmt":"2026-05-05T17:12:16","slug":"papst-leo-xiv-beim-angelus-was-wir-haben-ist-ein-geschenk-gottes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/papst-leo-xiv-beim-angelus-was-wir-haben-ist-ein-geschenk-gottes\/","title":{"rendered":"Papst Leo XIV. beim Angelus: \u201eWas wir haben, ist ein Geschenk Gottes\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Papst Leo XIV. hat dazu aufgerufen, die G\u00fcter der Welt zu einem \u201ewahren Reichtum\u201c zu nutzen, n\u00e4mlich zur Freundschaft mit Jesus und unseren Mitmenschen.<\/p>\n<p>Das sagte er an diesem Sonntag bei seinem Angelusgebet am Petersplatz. \u201eWie verwalten wir die materiellen G\u00fcter, die Ressourcen der Erde und unser eigenes Leben, die Gott uns anvertraut hat?\u201c, fragte der Papst.<\/p>\n<p>\u201eWir k\u00f6nnen dem Kriterium des Egoismus folgen, indem wir den Reichtum an die erste Stelle setzen und nur an uns selbst denken; aber das isoliert uns von anderen und verbreitet das Gift eines Wettbewerbs, der oft zu Konflikten f\u00fchrt. Oder wir k\u00f6nnen alles, was wir haben, als ein Geschenk Gottes anerkennen, das wir verwalten sollen, und es als Mittel des Miteinanders nutzen, um Netze der Freundschaft und Solidarit\u00e4t zu schaffen, um Gutes zu tun, um eine gerechtere, fairere und geschwisterlichere Welt aufzubauen.\u201c<\/p>\n<h2>Wortlaut: Leos Ansprache vor dem Angelus-Gebet<\/h2>\n<p><b><i><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/vatican\/de.html\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener\">S\u00e4mtliche Wortmeldungen des Papstes in ihrer offiziellen deutschen Fassung werden auf der Internetseite des Heiligen Stuhls ver\u00f6ffentlicht.<\/a><\/i><\/b><\/p>\n<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern, einen sch\u00f6nen Sonntag!<\/p>\n<p>Das Gleichnis, das wir heute im Evangelium h\u00f6ren (Lk 16,1-13), regt uns zum Nachdenken \u00fcber den Umgang mit materiellen G\u00fctern an und ganz allgemein dar\u00fcber, wie wir mit dem kostbarsten Gut von allen umgehen, n\u00e4mlich unserem Leben.<\/p>\n<p>In der Erz\u00e4hlung wird ein Verwalter vom Herrn aufgefordert, \u201eRechenschaft abzulegen\u201d. Dieses Bild vermittelt uns etwas Wichtiges: Wir sind weder die Herren unseres Lebens noch der G\u00fcter, \u00fcber die wir verf\u00fcgen; alles ist uns vom Herrn geschenkt worden, und er hat dieses Erbe unserer F\u00fcrsorge, unserer Freiheit und Verantwortung anvertraut. Eines Tages werden wir dazu aufgefordert werden, Rechenschaft dar\u00fcber abzulegen, wie wir mit uns selbst, unseren G\u00fctern und den Ressourcen der Erde umgegangen sind, sowohl vor Gott als auch vor den Menschen, der Gesellschaft und vor allem vor denen, die nach uns kommen werden.<\/p>\n<p>Der Verwalter aus dem Gleichnis war nur auf seinen eigenen Gewinn bedacht, und als der Tag kommt, an dem er Rechenschaft ablegen muss und ihm die Verwaltung entzogen wird, muss er sich \u00fcberlegen, was er f\u00fcr seine Zukunft tun soll. In dieser schwierigen Situation versteht er, dass die Anh\u00e4ufung materieller G\u00fcter nicht der wichtigste Wert ist, denn die Reicht\u00fcmer dieser Welt vergehen; und dann kommt ihm eine brillante Idee: Er ruft die Schuldner zu sich und \u201eerl\u00e4sst\u201d ihnen ihre Schulden, verzichtet also auf den Teil, der ihm selbst zugestanden h\u00e4tte. Auf diese Weise verliert er zwar seinen materiellen Reichtum, gewinnt aber Freunde, die bereit sind, ihm zu helfen und ihn zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Ausgehend von dieser Erz\u00e4hlung ermahnt uns Jesus: \u00bbMacht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es zu Ende geht!\u00ab (V. 9).<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich gelingt es dem Verwalter aus dem Gleichnis trotz der Verwaltung des unredlichen Reichtums dieser Welt einen Weg zu finden, sich Freunde zu machen und aus der Einsamkeit seines Egoismus auszubrechen. Umso mehr m\u00fcssen wir, die wir J\u00fcnger sind und im Licht des Evangeliums leben, die G\u00fcter der Welt und unser eigenes Leben nutzen, indem wir an den wahren Reichtum denken, n\u00e4mlich die Freundschaft mit dem Herrn und mit den Br\u00fcdern und Schwestern.<\/p>\n<p>Meine Lieben, das Gleichnis l\u00e4dt uns ein, uns zu fragen: Wie verwalten wir die materiellen G\u00fcter, die Ressourcen der Erde und unser eigenes Leben, die Gott uns anvertraut hat? Wir k\u00f6nnen dem Kriterium des Egoismus folgen, indem wir den Reichtum an die erste Stelle setzen und nur an uns selbst denken; aber das isoliert uns von anderen und verbreitet das Gift eines Wettbewerbs, der oft zu Konflikten f\u00fchrt. Oder wir k\u00f6nnen alles, was wir haben, als ein Geschenk Gottes anerkennen, das wir verwalten sollen, und es als Mittel des Miteinanders nutzen, um Netze der Freundschaft und Solidarit\u00e4t zu schaffen, um Gutes zu tun, um eine gerechtere, fairere und geschwisterlichere Welt aufzubauen.<\/p>\n<p>Bitten wir die Heilige Jungfrau, f\u00fcr uns F\u00fcrsprache einzulegen und uns zu helfen, das, was der Herr uns anvertraut, gerecht und verantwortungsbewusst zu verwalten.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2025-09\/wortlaut-angelus-papst-leo-xiv-reichtum-gott-ansprache.html\">www.vaticannews.va\/de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Papst Leo XIV. hat dazu aufgerufen, die G\u00fcter der Welt zu einem \u201ewahren Reichtum\u201c zu nutzen, n\u00e4mlich zur Freundschaft mit Jesus und unseren Mitmenschen. 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