{"id":79787,"date":"2025-10-16T13:12:50","date_gmt":"2025-10-16T10:12:50","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=79787"},"modified":"2025-10-17T23:27:56","modified_gmt":"2025-10-17T20:27:56","slug":"unter-der-obhut-schutzheiliger-hl-gallus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/unter-der-obhut-schutzheiliger-hl-gallus\/","title":{"rendered":"Unter der Obhut Schutzheiliger \u2013 Hl. Gallus"},"content":{"rendered":"<p>Im Ungarischen Katholischen Lexikon sowie im Deutschen lesen wir \u00fcber den Begriff \u201eSchutzheiliger\u201c folgendes: \u201eSchutzpatron, Patron, Patronin: ein von einem Volk, einer Di\u00f6zese, einer Ortschaft oder einer amtlichen Person mit Zustimmung des Heiligen Stuhls als himmlischer Besch\u00fctzer gew\u00e4hlter Heiliger. Bei Kirchen ist es der Titularheilige, zu dessen Ehren der Hauptaltar geweiht ist und unter dessen Schutz das betreffende Kloster oder die betreffende Siedlung oder Einrichtung gew\u00f6hnlich steht\u201c. Und der Titel einer Kirche (lateinisch: titulus ecclesiae) ist \u201eeine g\u00f6ttliche oder irdische Person (Heiliger), zu deren Ehren eine Kirche geweiht oder benannt ist. Neben dieser Person kann der Titel der Kirche auch das g\u00f6ttliche Geheimnis sein, das zu ihr geh\u00f6rt\u201c.<\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/jobb-11.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload  wp-image-79707 alignright\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/jobb-11-563x1024.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/jobb-11-563x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"454\" height=\"826\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27454%27%20height%3D%27826%27%20viewBox%3D%270%200%20454%20826%27%3E%3Crect%20width%3D%27454%27%20height%3D%27826%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/jobb-11-165x300.jpg 165w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/jobb-11-200x364.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/jobb-11-400x728.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/jobb-11-563x1024.jpg 563w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/jobb-11-600x1092.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/jobb-11-768x1397.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/jobb-11-800x1455.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/jobb-11-844x1536.jpg 844w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/jobb-11.jpg 1024w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 454px) 100vw, 454px\" \/><\/a>\u201eO Vater, o Sohn des Vaters, o erhabener Geist, <\/em><br \/>\n<em>Einiger und dreifaltiger Gott, lenke uns mit Erbarmen. <\/em><br \/>\n<em>Mich binden deine Befehle, mich m\u00f6gen deine Verhei\u00dfungen leiten; <\/em><br \/>\n<em>In meinen Worten, so bitte ich, leuchte dein Licht. <\/em><br \/>\n<em>In dir, Gallus, werde ich Gott, im Herrn dich, Gallus, bekennen; <\/em><br \/>\n<em>Sprich du f\u00fcr mich heilige Gebete zum Herrn, <\/em><br \/>\n<em>Damit er meinen Fehlern Nachsicht, den Worten eine Richtschnur gew\u00e4hre, <\/em><br \/>\n<em>Was schadet, ausrei\u00dfe und vermehre, was n\u00fctzt.\u201d<\/em><\/p>\n<p>So betete Walahfrid von der Reichenau (Strabo), ein deutscher M\u00f6nch, sp\u00e4ter Benediktinerabt, Schriftsteller, Chronist und Dichter, zu Beginn seines Werkes mit dem Titel <em><a href=\"https:\/\/www.stiftsbezirk.ch\/userdata\/Stiftsbibliothek\/Verlag%20am%20Klosterhof\/PDFs\/reclam-vita-sancti-galli.pdf\">Vita sancti Galli<\/a> \u2013 Das Leben des hl. Gallus<\/em>, indem er Gottes Gnade und die F\u00fcrsprache des Heiligen erbat, \u00fcber dessen Taten er zu schreiben beabsichtigte. Diese Biografie des hl. Gallus ist die Hauptquelle \u00fcber sein Leben, obwohl sie mehr als ein Jahrhundert nach dem Tod des Heiligen verfasst wurde. Der Grund, weshalb wir am 16. Oktober seines Festes gedenken, ist, dass dieser Benediktinerm\u00f6nch und Eremit der Patron der Kirche in Weidenthal (ehemalige selbstst\u00e4ndige Pfarrei) ist, einer Filiale der Pfarrei Slatina an der Temesch.<br \/>\n\u201eZu der Zeit, als der vorbildliche Lebenswandel des \u00fcberaus heiligen Mannes Kolumban, auch Kolumba ge nannt, in ganz Irland ber\u00fchmt war und er wie der strahlen de Glanz der feurigen Sonne durch sein einzigartiges Cha risma die Liebe aller Menschen auf sich zog, so wie es \u2013 wie das Buch \u00fcber seine Taten ausf\u00fchrlich darlegt \u2013 f\u00fcr ihn schon vor seiner Geburt vorhergesehen war, \u00fcberga ben neben anderen, die der Ruf seiner Tugenden angezo gen hatte, auch die Eltern des seligen Gallus, vor Gott fromme und vor den Menschen vornehme Leute, ihren Sohn, der sich in der Bl\u00fcte seiner fr\u00fchen Kindheit befand, samt einer Opfergabe dem Herrn und vertrauten ihn seiner [Kolumbans] Unterweisung an, damit er sich in der Zucht des M\u00f6nchslebens entwickle und inmitten vieler Anh\u00e4nger des geistlichen Kriegsdienstes ihren Beispielen von Gehorsam und \u00fcberaus strenger Lebensf\u00fchrung folge\u201c \u2013 so beginnt die Biografie des hl. Gallus, der um das Jahr 550 vermutlich in Irland geboren wurde, und ein J\u00fcnger des hl. Kolumban war. Sp\u00e4ter gelangte der hl. Gallus in das Gebiet des heutigen Schweiz, wo er sich im Tal des Flusses Steinach, in einem Wald, niederlie\u00df \u2013 nahe jenem Ort, an dem sp\u00e4ter das Kloster St. Gallen errichtet wurde.<\/p>\n<p><strong>Chronik des Dorfes Weidenthal<\/strong><br \/>\nDie Ortschaft liegt im Kreis Karasch-Severin, am Fu\u00dfe des Semenik-Gebirges, am Nordufer des Drei-W\u00e4sser-(<em>Trei Ape)<\/em>-Sees, unweit der Quellen des Flusses Temesch, auf einer H\u00f6he von 800\u20131000 Metern, in einer malerischen Landschaft, die bei Touristen sehr beliebt ist. Laut der Website <a href=\"https:\/\/www.brebu-nou.de\/berichte.htm#zieldef1\">www.brebu-nou.de<\/a>, \u201eDieses Dorf wurde damals zusammen mit Wolfswiese, Wolfsberg, und Lindenfeld, von Siedlern aus B\u00f6hmen 1828, auf dem Gebiet der \u00f6sterreichischen Milit\u00e4rgrenze des Banater Berglandes, gegr\u00fcndet.\u201c<br \/>\nIn der <strong><a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20100526054858\/http:\/\/www.banater-bergland.de\/weidenthal\/weidenthal.htm\"><em>Weidenthaler Chronik <\/em><\/a><\/strong>hei\u00dft es: \u201eDie czechischen Colonisten stammen meist aus dem Berauner- die Deutschen aus dem Klattauer- Pilsener und Saazer Kreisen in B\u00f6hmen. Bekannt sind mir nachstehende Ortschaften der ehemaligen Herrschaft Gauth, aus welchen die Weidenthaler abstammen: Haselbach, Alth\u00fctten, Heinrichsberg, Schmalzgrube, diese unterscheiden sich durch einen eigenth\u00fcmlichen Dialekt, der gegenw\u00e4rtig verschwunden ist. Rothenbaum, Neuern, Flecken, Kutiwa, Braunbusch, Pistritz, &#8211; ihr Dialekt ist mit einer Verschmelzung mit der Schriftsprache geblieben, weil er von der Majorit\u00e4t gesprochen wurde.\u201c Diese Chronik besteht aus drei Teilen. Der erste Teil wurde 1875 vom Dorfschullehrer Adam Krapfl verfasst. Siebzig Jahre sp\u00e4ter begann der Pfarrer von Weidenthal, Hermann Hausner, mit dem zweiten Teil, und der letzte Abschnitt wurde von Peter Peschka niedergeschrieben. (cf. <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20100526054858\/http:\/\/www.banater-bergland.de\/weidenthal\/weidenthal.htm\">web.archive.org<\/a>)<br \/>\nDie ersten H\u00e4user \u2013 insgesamt 120 \u2013 wurden aus Holz errichtet und folgenderma\u00dfen gruppiert: <em>Der Kirchplatz<\/em>, von da ab verzweigen sich die Gassen in rechte Winkel; in die Obere, in die Untere, in die Mittleren, und in die Ratschengasse. F\u00fcr die Heilige Messe und das Gebet versammelten sich die Gemeindemitglieder im sogenannten <em>Gemeindehaus<\/em> (ebenfalls aus Holz), das im Jahr 1836 zusammen mit dem Friedhof gesegnet wurde. Die Kirche wurde sp\u00e4ter, im Jahr 1854, erbaut: \u201eAm 28. Mai 1854 wurde die neue Kirche von Bauhauptmann Maywald abgesteckt, und gleich der Bau begonnen. Die Kosten wurden von der Kirchenkassa und der Rest von den Grenz-Proventen bestritten. Sie ward vollendet im Herbst desselben Jahres und ausgeweiht durch den Herrn Stadtpfarrer und Dechant Dr. Karl Littahorsky am 5. November 1854. Der Bau ist leider auch aus Holz mit M\u00f6rtel verputzt. Den Bau leitete der \u00e4rarische Zimmermann Weber aus Sadova, dem die Gemeinde noch einen Zimmermann aus Franzdorf namens Sporer beigab. Diese beiden wurden von der Gemeinde verk\u00f6stiget. Auch wich man vom Bauplane ab, baute eine Sakristei, Chor und Turm dazu. Die Kosten der Feierlichkeit bei der Einweihung bestritt die Gemeinde. Von der hochw. Geistlichkeit waren zugegen: die Herren Karl Littahorsky, Dech. Georg Mundukovics Pfarrer von Slatina und Weidenthal, Anton Bartl, Pfarrer von Franzdorf. Die Gemeinde Wolfsberg erschien zur Feierlichkeit im Prozessionszuge gef\u00fchrt vom Herrn Pfarrer Bartl, an welchem sich auch viele Franzdorfer anschlo\u00dfen. Leider war ein sehr schlechtes Wetter, es fiel der erste Schnee, nicht mild und flockig, sondern st\u00fcrmisch. Die Chormusik besorgte Herr Eduard Gabriel aus Franzdorf. Aufgef\u00fchrt wurde eine Messe von Haydn. (\u2026) Die Kirchenparamente wurden vom hohen \u00c4rar angeschafft, das Altarbild, den hl. Gallus darstellend, wurde in Wien gemalt. (\u2026) 1855 am 3-ten Octobersonntage (Kirchweihfest) celebrierte der erste Weidenthaler Herr Pfarradministrator Johann Brandisz das Hochamt, von da ab hatte das Vorbeten ein Ende. (\u2026) 1857 wurde zum erstenmale durch Sr. Excellenz dem Csanader Bischof Alexander Csaj\u00e1ghy in Weidenthal das Sakrament der Firmung erteilt. Das Pfarrhaus wurde 1858 erbaut.\u201d<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC_0046.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload size-large wp-image-79710 aligncenter\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC_0046-1024x685.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC_0046-1024x685.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"685\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271024%27%20height%3D%27685%27%20viewBox%3D%270%200%201024%20685%27%3E%3Crect%20width%3D%271024%27%20height%3D%27685%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC_0046-200x134.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC_0046-300x201.jpg 300w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC_0046-400x268.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC_0046-600x402.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC_0046-768x514.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC_0046-800x535.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC_0046-1024x685.jpg 1024w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC_0046-1200x803.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC_0046-1536x1028.jpg 1536w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC_0046.jpg 1872w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Die heutige Kirche<\/strong><br \/>\n\u00dcber die heutige Kirche berichtet die Chronik wie folgt: \u201e1879 bauten die Weidenthaler aus eigenen Mitteln die neue Kirche. Der neue Bau wurde vom Baumeister Eduard Eckart aus Karansebesch entworfen und aus Stein und anderen festen Stoffen ausgef\u00fchrt. Die Kosten wurden von den Weidenthalern geleistet und auch die Arbeiten. Die Kirche steht auf weiten Platz in der Dorfmitte heute von hohen Linden umschattet. (\u2026) Nach wiederholten Vorstellungen, ernannte 1896 das Bisch\u00f6fliche Ordinariat von Temesvar den Reschitzaer Kaplan Johann R\u00e1kosi, von Geburt aus hie\u00df er Reidl, &#8211; zum Pfarrer von Weidenthal. (\u2026) Die Orgel bestellten unsere Gl\u00e4ubigen 1904 von der Temesvarer Firma \u00abWegenstein.\u00bb (\u2026) Zu den zwei Glocken von denen Adam Krapfl berichtet, besorgten die Weidenthaler 1908 eine dritte gr\u00f6\u00dfere Glocke. Am 7. September 1916. wurden alle drei Glocken vom Staat zu Kriegszwecken enteignet. Die Glocken l\u00e4uteten noch einmal (das Abschiedsgel\u00e4ute) und dann wurden sie fortgef\u00fchrt. Andreas Lohr, der langj\u00e4hrige Messner wu\u00dfte sich da auch zu helfen. Er befestigte zwischen zwei B\u00e4umen Eisenschienen, und \u201el\u00e4utete\u201c so mit zwei H\u00e4mmern. Bald besorgte man zwei Stahlglocken aus Reschitza.\u201c<br \/>\nIm Jahr 1935 fand in der Kirche von Weidenthal auch eine Priesterweihe statt.<br \/>\n\u201eBischof Dr. Augustin Pacha hielt die Priesterweihen gerne in den Geburtsorten der zu weihenden Priester. So wurde Hermann Hausner auch hier in Weidenthal geweiht. Der Bischof und sein Gefolge kam am Nachmittag des 29. Juni 1935 hier in Weidenthal an. Er wurde feierlich empfangen. Abends veranstalteten die Weidenthaler ihm zu Ehren vor dem Pfarrhaus ein frohes Abendst\u00e4ndchen. Es war Sonntag, der 30-te Juni 1935. Ein stiller, sonniger Tag. Am Kirchplatz hatten sich Menschen von nah und fern versammelt. Vor dem gro\u00dfen Kreuz war im Freien auf einer Erh\u00f6hung ein Altar aufgestellt worden. Hier legte ihm der Bischof bei der Feier eines Pontificalamtes die H\u00e4nde auf und weihte ihm zum Priester. Von einer Freikanzel aus, erl\u00e4uterte ein liturgiekundiger Priester im einzelnen das Geschehen der Weihe. Nachmittag wurde das Sakrament der Firmung erteilt. Sein erstes Me\u00dfopfer feierte Pfarrer Hermann Hausner am 7. Juli 1935, auch hier in Weidenthal. Diese beiden Feiern waren die ersten in Weidenthal. Der verstorbene Abtpfarrer Johann Hoffmann, war der erste Priester, welcher aus Weidenthal stammte, doch hatte weder seine Weihe noch Primizfeier hier stattgefunden\u201c \u2013 steht in der Chronik\u00b4geschrieben.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC4780-m-Brebu-Nou.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"lazyload wp-image-79713 alignleft\" src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC4780-m-Brebu-Nou-703x1024.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC4780-m-Brebu-Nou-703x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"431\" height=\"628\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27431%27%20height%3D%27628%27%20viewBox%3D%270%200%20431%20628%27%3E%3Crect%20width%3D%27431%27%20height%3D%27628%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC4780-m-Brebu-Nou-200x291.jpg 200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC4780-m-Brebu-Nou-206x300.jpg 206w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC4780-m-Brebu-Nou-400x583.jpg 400w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC4780-m-Brebu-Nou-600x874.jpg 600w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC4780-m-Brebu-Nou-703x1024.jpg 703w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC4780-m-Brebu-Nou-768x1119.jpg 768w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC4780-m-Brebu-Nou-800x1165.jpg 800w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC4780-m-Brebu-Nou-1055x1536.jpg 1055w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC4780-m-Brebu-Nou-1200x1748.jpg 1200w, https:\/\/gerhardus.ro\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DSC4780-m-Brebu-Nou.jpg 1266w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 431px) 100vw, 431px\" \/><\/a>Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg<\/strong><br \/>\n\u00dcber das Leben der \u00f6rtlichen Kirchengemeinde nach dem Zweiten Weltkrieg berichtet die Chronik: \u201eIm Monat September 1944 floh Pfarrer Konrad Gr\u00f6ger au\u00dfer Landes. Um Weihnachten 1944 versah hier Kaplan Geisa Heinrich die Seelsorge. Auch er zog in den Arbeitsdienst in die Sowjetunion. \u00dcber Winter versah hier der Wolfsberger Pfarrer Ludwig Parvy die Seelsorge. Am 16. April 1945 wurde Hermann Hausner hier Pfarrer. (\u2026) Am 7. Juli 1950 kamen drei Vertreter des hierortigen Volksrates aufs Pfarramt, legten eine unleserliche Schrift vor und verstaatlichten die Pfarrb\u00fccher (Matrikelb\u00fccher) Bald stellte er sich herau\u00df, da\u00df die Pfarrb\u00fccher nur bis einschlie\u00dflich 1895 verstaatlicht werden m\u00fcssen, da der Staat ab dann, selbst Matrikelb\u00fccher hat. Daher wurden sie uns auf die Berufung des Pfarrer zur\u00fcckgegeben. Die 1855 angelegten Pfarrb\u00fccher kamen mit der Verlegung der Pfarrei 1876 nach Wolfsberg, wo sie auch 1950 verstaatlicht wurde Am Palmsonntag 1951 verst\u00e4ndigte unser Volksrat den Pfarrer, da\u00df die Pfarrwiese verstaatlicht sei. Diese Verstaatlichung geschah auf Betreiben des Volksratvorsitzenden Genossen Johann Scherbauer, Nr. 220. Sie mu\u00dfte aber wieder zur\u00fcckgegeben werden. Im Sommer 1954 errichtete wir um den Kirchhof einen festen und sch\u00f6nen Zaun aus Zement und Eisen. In den Sommermonaten 1955 schlugen wir von der Aussenfl\u00e4che unserer Kirche die ganze Kalkschicht ab und verputzten sie mit einen Kalk- und Zementspritz. Damals haben wir auch das Kirchendach gestrichen. Desgleichen haben wir in diesen Jahren auch die bereits sehr schadhaften Feldkreuze instandgesetzt.\u201c<br \/>\n\u201eAm 11. November 1965 &#8211; es war an einem Mittwoch &#8211; wurde im Pfarrhaus und in der Kirche (Weidenthal) von rum\u00e4nischen Sicherheitsorganen eine Hausdurchsuchung durchgef\u00fchrt. Dies geschah in meiner Anwesenheit und in Gegenwart zweier Zeugen. Als \u201ecorpus delicti\u201c beschlagnahmte man die Chronik von Adam Krapfl, sodann das Werk \u201eGeschichte der deutsch-b\u00f6hmischen Ansiedlungen im Banat\u201c von P. Grassl, das Heimatbuch \u201eDie Deutschb\u00f6hmen im Banate\u201c von Pfr. Josef Schmidt, ferner eine von mir verfasste \u201eHistoria Domus\u201c (Geschichte der Pfarre) und noch etliche B\u00fccher religi\u00f6sen Inhalts; auch meine Schreibmaschine nahmen sie mit. Die darauffolgenden. Verh\u00f6re dauerten sechs Wochen. Kurz vor Weihnachten wurde das Drama abgeschlossen. Nun bedurfte es einer langeren Zeit, mich zu erholen\u201c \u2013 schreibt Pfarrer Hermann Hausner in der Chronik.<\/p>\n<p><strong>Gegenwart<\/strong><br \/>\nWeidenthal ist ein bekanntes und beliebtes Touristenziel. Laut der letzten Volksz\u00e4hlung (2021) leben in Weidenthal 166 Personen, davon 114 rum\u00e4nischer und 36 deutscher Herkunft.<br \/>\nDiese Situation ist das Ergebnis der massiven Auswanderung deutscher Katholiken in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Viele von ihnen, sowohl aus Weidenthal als auch aus Wolfsberg, besitzen jedoch noch immer ihre Elternh\u00e4user und kommen im Sommer in ihre alte Heimat, um dort Urlaub zu machen. Dar\u00fcber hinaus beabsichtigen sie, im Jahr 2028 das 200-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um der Gr\u00fcndung des Ortes zu feiern, und m\u00f6chten bereits jetzt damit beginnen, die Kirche und andere Dinge im Dorf in Ordnung zu bringen.<br \/>\nDer Ethnograph und Historiker aus Szeged, B\u00e1lint S\u00e1ndor, erw\u00e4hnt in seinem Band <a href=\"https:\/\/mek.oszk.hu\/04600\/04657\/html\/unnepikii0072\/unnepikii0072.html\"><em>\u00dcnnepi kalend\u00e1rium<\/em><\/a> (Festtagskalender), dass in der nach der osmanischen Herrschaft wiederhergestellten alten Di\u00f6zese von Tschanad die einzige Kirche, die den hl. Gallus als Schutzpatron hat, jene in Weidenthal ist. \u201eBemerkenswert ist die Tatsache, dass die Wahl dieses Schutzpatrons typisch f\u00fcr D\u00f6rfer in bewaldeten Gegenden ist, was vermutlich mit der Legende des hl. Gallus zusammenh\u00e4ngt\u201c \u2013 schreibt der Ethnograph.<br \/>\nZum Schluss zitieren wir erneut die Worte des M\u00f6nchs Walahfrid von der Reichenau: \u201eWir bitten dich, seliger Gallus, Bekenner Christi, du m\u00f6gest, so wie du nach unserem Bericht durch deine Ver dienste vielen Menschen die k\u00f6rperliche Gesundheit zu r\u00fcckgegeben hast, auch f\u00fcr unseren Geist Heilung durch Gottes Gnade erflehen. Amen.\u201c<\/p>\n<p>Pressestelle der Di\u00f6zese Temeswar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Ungarischen Katholischen Lexikon sowie im Deutschen lesen wir \u00fcber den Begriff \u201eSchutzheiliger\u201c folgendes: \u201eSchutzpatron, Patron, Patronin: ein von einem Volk, einer Di\u00f6zese, einer Ortschaft oder einer amtlichen Person mit Zustimmung des Heiligen Stuhls als himmlischer Besch\u00fctzer gew\u00e4hlter Heiliger. Bei Kirchen ist es der Titularheilige, zu dessen Ehren der Hauptaltar geweiht ist und unter dessen Schutz [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":79717,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[66],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79787"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=79787"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79787\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":79790,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79787\/revisions\/79790"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/79717"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=79787"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=79787"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=79787"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}