{"id":79802,"date":"2025-10-19T16:08:44","date_gmt":"2025-10-19T13:08:44","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=79802"},"modified":"2026-05-05T19:37:15","modified_gmt":"2026-05-05T16:37:15","slug":"papst-leo-xiv-wuerdigt-neue-heilige-licht-in-einer-oft-glaubensfernen-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/papst-leo-xiv-wuerdigt-neue-heilige-licht-in-einer-oft-glaubensfernen-welt\/","title":{"rendered":"Papst Leo XIV. w\u00fcrdigt neue Heilige: Licht in einer oft glaubensfernen Welt"},"content":{"rendered":"<p class=\"article__subTitle\">Beim Festgottesdienst zur Heiligsprechung von sieben Glaubenszeugen an diesem Sonntag hat Papst Leo XIV. an die zentrale Bedeutung des gelebten Glaubens in einer Welt erinnert, die ihn zunehmend zu vergessen scheint. Vor rund 70.000 Gl\u00e4ubigen w\u00fcrdigte der Pontifex die neuen Heiligen als glaubw\u00fcrdige Zeugen einer Liebe, die verwandelt.<\/p>\n<p><b><i>Silvia Kritzenberger &#8211; Vatikanstadt<\/i><\/b><\/p>\n<p>\u201eVeni, Creator Spiritus &#8211; Komm, Sch\u00f6pfer Geist\u201c: Mit diesen feierlichen Kl\u00e4ngen begann der Festgottesdienst auf dem Petersplatz. Danach verlas Kardinal Marcello Semeraro, Pr\u00e4fekt der vatikanischen Beh\u00f6rde f\u00fcr die Selig- und Heiligsprechungen, unter einem strahlend blauen Himmel die Kurzbiografien der neuen Heiligen, die durch ihre internationale Zusammensetzung auch die Heiligkeit der Weltkirche repr\u00e4sentieren \u2013 zwei L\u00e4nder haben diesen Sonntag sogar ihre ersten Heiligen \u00fcberhaupt bekommen.<\/p>\n<div>\n<p><strong>Die neuen Heiligen<\/strong><br \/>\nWie der Papst in seiner Predigt betonte, seien unter den neuen Heiligen \u201eM\u00e4rtyrer f\u00fcr ihren Glauben, wie Bischof Ignatius Choukrallah Maloyan und der Katechet Peter To Rot; Verk\u00fcnder des Evangeliums und Missionare, wie Schwester Maria Troncatti; charismatische Gr\u00fcnderinnen, wie Schwester Vincenza Maria Poloni und Schwester Carmen Rendiles Martinez; und mit ihrem gl\u00e4ubig brennenden Herzen Wohlt\u00e4ter der Menschheit, wie Bartolo Longo und Jos\u00e9 Gregorio Hern\u00e1ndez Cisneros.\u201c<br \/>\nNachdem auf dem Petersplatz die Allerheiligen-Litanei erklungen war, sprach Papst Leo die Heiligsprechungsformel. Mit einem feierlichen \u201eAmen\u201c brachte die Gemeinde ihre Zustimmung zur Heiligenverehrung zum Ausdruck. An der Fassade des Petersdoms prangten die monumentalen Portr\u00e4ts der sieben neuen Heiligen.<br \/>\nWie nur zu besonders feierlichen Gelegenheiten \u00fcblich, verk\u00fcndete der griechisch-katholische Diakon das Evangelium noch einmal in griechischer Sprache.<br \/>\nIn seiner Predigt ging Papst Leo von der Frage Jesu aus dem Lukasevangelium aus: \u201eWird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, den Glauben auf der Erde finden?\u201c (18,8).<br \/>\nDiese Frage sei der Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis der ganzen Feier \u2013 denn sie zeige, \u201ewas in den Augen des Herrn am kostbarsten ist&#8220;, so der Papst: \u201eDer Glaube, also das Band der Liebe zwischen Gott und den Menschen.\u201c<br \/>\nOhne Glauben w\u00e4re die Welt voll von vaterlosen Kindern, Gesch\u00f6pfen ohne Erl\u00f6sung&#8230;<br \/>\nOhne Glauben w\u00fcrde der Mensch seine Hoffnung, seine Freiheit und den Wunsch nach Leben verlieren, betonte der Pontifex. Und dann w\u00e4re die Welt voll von \u201evaterlosen Kindern, also voll von Gesch\u00f6pfen ohne Erl\u00f6sung.\u201c Die Heilsbotschaft des Herrn dagegen sei das Geschenk des ewigen Lebens:<br \/>\n\u201eMeine Lieben, genau aus diesem Grund sagt Christus zu seinen J\u00fcngern, dass sie \u00bballezeit beten und darin nicht nachlassen sollten\u00ab (Lk 18,1): So wie wir nicht m\u00fcde werden zu atmen, sollen wir auch nicht m\u00fcde werden zu beten! So wie das Atmen den K\u00f6rper am Leben erh\u00e4lt, so h\u00e4lt das Gebet die Seele am Leben.\u201c<br \/>\nEchtes Gebet, so Papst Leo weiter, sei der Ausdruck des Glaubens \u2013 und umgekehrt n\u00e4hre der Glaube das Gebet.<\/p>\n<p><strong>Der Skandal des B\u00f6sen<\/strong><br \/>\nDas Kirchenoberhaupt benannte in seiner Predigt auch die zwei Gefahren, die dem Glauben entgegenstehen: Den \u201eSkandal des B\u00f6sen\u201c, also das Gef\u00fchl, Gott h\u00f6re nicht auf die Klage der Leidenden. Und den Anspruch, dass Gott \u201eso zu handeln habe, wie wir es wollen.\u201c Dabei werde das Gebet doch besonders in Zeiten der Bedr\u00e4ngnis zur Hoffnung, zur Kraftquelle, zur Verbindung mit Gott, \u201eder \u00fcberall dort ist, wo Unschuldige leiden,\u201c betonte Papst Leo.<br \/>\n\u201eEs gibt kein Weinen, das Gott nicht tr\u00f6stet; es gibt keine Tr\u00e4ne, die seinem Herzen fern ist. Der Herr h\u00f6rt uns, er nimmt uns so an, wie wir sind, um uns nach seiner Art zu verwandeln. Wer hingegen Gottes Barmherzigkeit ablehnt, der bleibt unf\u00e4hig zur Barmherzigkeit seinem N\u00e4chsten gegen\u00fcber. Wer den Frieden nicht als Geschenk annimmt, wird den Frieden nicht weitergeben k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Keine Helden, sondern glaubw\u00fcrdige M\u00e4nner und Frauen<br \/>\nJesus lade uns mit seiner Frage nach dem Glauben also zur Hoffnung und zum Handeln ein. Daher der folgende Appell des Papstes: \u201eFragen wir uns also: Wenn wir den Ruf derer h\u00f6ren, die in Not sind, sind wir dann Zeugen der Liebe des Vaters, so wie Christus es f\u00fcr alle war? Er ist der Dem\u00fctige, der die Anma\u00dfenden zur Umkehr ruft, der Gerechte, der uns gerecht macht, wie es die neuen Heiligen von heute bezeugen, die keine Helden oder Verfechter irgendeines Ideals sind, sondern glaubw\u00fcrdige M\u00e4nner und Frauen.\u201c<br \/>\nAbschlie\u00dfend verlieh Papst Leo noch folgender Hoffnung Ausdruck:<br \/>\n\u201eM\u00f6gen sie uns mit ihrer F\u00fcrsprache in unseren Pr\u00fcfungen beistehen und m\u00f6ge ihr Beispiel uns in unserer gemeinsamen Berufung zur Heiligkeit inspirieren.\u201c<\/p>\n<p><strong>Die P\u00e4pste und die Heiligsprechungen<\/strong><br \/>\nVon 1588 bis zur Amtszeit Johannes Pauls II. waren \u201enur\u201c 565 Menschen selig-, und 285 heiliggesprochen worden. Das hat sich seither sehr ge\u00e4ndert. Allein unter Johannes Paul II., der im April 2014 selbst zur Ehre der Alt\u00e4re erhoben wurde, gab es 482 Heiligsprechungen. Benedikt XVI. hat 45 Selige heiliggesprochen, Papst Franziskus sogar 942.<br \/>\nPapst Franziskus h\u00e4lt \u00fcbrigens gleich zwei statistische \u201eHeiligsprechungsrekorde\u201c: Schon im 6. Jahr seines Pontifikats, das insgesamt 12 Jahre dauerte, war er bereits der Papst, der die meisten Heiligen ernannt hatte. Und 2013 feierte er sogar den gr\u00f6\u00dften Heiligsprechungsgottesdienst der Geschichte: im Mai 2013, nur wenige Wochen nach seinem Amtsantritt, erhob er im Rahmen einer Massen-Heiligsprechung den Italiener Antonio Primaldo und seine 800 Gef\u00e4hrten zur Ehre der Alt\u00e4re. Sie waren 1480 beim \u00dcberfall der osmanischen Flotte in der apulischen Hafenstadt Otranto brutal ermordet worden, weil sie sich geweigert hatten, zum Islam zu konvertieren.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2025-10\/papst-leo-xiv-predigt-heiligsprechungen-petersplatz.html\">www.vaticannews.va\/de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Festgottesdienst zur Heiligsprechung von sieben Glaubenszeugen an diesem Sonntag hat Papst Leo XIV. an die zentrale Bedeutung des gelebten Glaubens in einer Welt erinnert, die ihn zunehmend zu vergessen scheint. Vor rund 70.000 Gl\u00e4ubigen w\u00fcrdigte der Pontifex die neuen Heiligen als glaubw\u00fcrdige Zeugen einer Liebe, die verwandelt. 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