{"id":79812,"date":"2025-10-19T16:47:58","date_gmt":"2025-10-19T13:47:58","guid":{"rendered":"https:\/\/gerhardus.ro\/?p=79812"},"modified":"2026-03-04T12:28:42","modified_gmt":"2026-03-04T10:28:42","slug":"die-neuen-heiligen-die-kurzbiographien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/die-neuen-heiligen-die-kurzbiographien\/","title":{"rendered":"Die neuen Heiligen: Die Kurzbiographien"},"content":{"rendered":"<p>1. Der selige\u00a0<b>Ignatius Maloyan<\/b>, armenischer Erzbischof von Mardin in der T\u00fcrkei, wurde 1869 in dieser Stadt geboren, deren Erzbischof er sp\u00e4ter werden sollte. Er wurde im Libanon f\u00fcr die Patriarchale Kongregation von Bzommar zum Priester geweiht und empfing nach einigen Jahren priesterlichen Dienstes in \u00c4gypten die Bischofsweihe. Zusammen mit zahlreichen anderen Gl\u00e4ubigen wurde er ins Gef\u00e4ngnis geworfen und mehrfach aufgefordert, seinem Glauben abzuschw\u00f6ren, um sein Leben zu retten, was er jedoch bis zum Ende entschlossen ablehnte. Am 11. Juni 1915, dem Fest des Heiligsten Herzens Jesu, wurde er wegen seines Glaubens get\u00f6tet. Johannes Paul II. hat ihn 2001 in Rom seliggesprochen.<\/p>\n<p>2. Der selige\u00a0<b>Peter To Rot<\/b>, Laie und Katechet, starb im Juli 1945 den M\u00e4rtyrertod. Mit der heutigen Heiligsprechung ist er der erste Heilige Papua-Neuguineas, wo er 1912 auf der Insel Neubritannien geboren wurde \u2013 und wo er auch starb. Er war verheiratet und hatte drei Kinder. Als Katechet unterst\u00fctzte er die Missionare bei ihrem Evangelisierungswerk. Als die japanische Armee die Insel besetzte und die europ\u00e4ischen Missionare verhaftete, blieb er ein fester Bezugspunkt f\u00fcr die lokale christliche Gemeinde. Er sprach sich offen gegen die Legalisierung der Polygamie aus, die von den japanischen Besatzern eingef\u00fchrt wurde, um die Bev\u00f6lkerung f\u00fcr sich zu gewinnen. Wegen seines hartn\u00e4ckigen Widerstands wurde er bedroht, vor Gericht gestellt und zu zwei Monaten Haft verurteilt. Nach Ablauf seiner Haftstrafe hat man ihn mit einer t\u00f6dlichen Injektion ermordet. Der heilige Papst Johannes Paul II. sprach ihn 1995 in einer von ihm selbst geleiteten Feier in Port Moresby selig.<\/p>\n<p>3. Die selige\u00a0<b>Vincenza Maria Poloni<\/b>\u00a0war die Gr\u00fcnderin der Schwestern der Barmherzigkeit in Verona (Italien), der Stadt, in der sie 1802 geboren wurde. Unter der geistlichen Leitung des seligen Carlo Steeb begann sie ihren Weg der Berufungssuche, indem sie als Freiwillige an der Seite chronisch kranker Frauen im \u201ePio Ricovero\u201c wirkte: einer karitativen Einrichtung ihrer Heimatstadt. Dort gr\u00fcndete sie zusammen mit drei Gef\u00e4hrtinnen das Institut der \u201eSchwestern der Barmherzigkeit\u201c, widmete sich als Krankenschwester der Pflege der Kranken und machte in der Gemeinschaft eine tiefe Erfahrung des Glaubens und der N\u00e4chstenliebe. In der Stille eines verborgenen Leidens, mit dem sie niemandem zur Last fallen wollte, starb sie am 11. November 1855. Im Jahr 2008 wurde sie von Papst Benedikt XVI. seliggesprochen.<\/p>\n<p>4. Am 9. Mai 1977 starb in Caracas (Venezuela) die\u00a0<b>Selige Maria Carmen Rendiles Mart\u00ednez<\/b>, Gr\u00fcnderin und Generaloberin der Ordensfamilie der Dienerinnen Jesu. Sie wurde 1903 geboren und trat mit 24 Jahren in die Kongregation der Dienerinnen des Allerheiligsten Altarsakraments ein. Als diese Kongregation in ein S\u00e4kularinstitut umgewandelt wurde, baten sie und einige Mitschwestern \u2013 in dem Wunsch, ihre religi\u00f6se Berufung weiter zu leben \u2013 um die Erlaubnis, eine neue Gemeinschaft zu gr\u00fcnden. Das Charisma sollte dasselbe bleiben: die Liebe zur Eucharistie und der Dienst an den Priestern. Die letzten drei Jahre ihres Lebens waren von den Folgen eines Autounfalls gepr\u00e4gt, der ihre Arbeit f\u00fcr die Kongregation immer schwerer machte. Papst Franziskus hat sie 2018 seliggesprochen.<\/p>\n<p>5. Die selige\u00a0<b>Maria Troncatti<\/b>\u00a0wurde 1883 in der italienischen Provinz Brescia geboren und war Ordensschwester bei den T\u00f6chtern Mari\u00e4 Hilfe der Christen. Vom salesianischen Charisma des heiligen Johannes Bosco getragen, ging sie als Missionarin nach Ecuador. In den ersten drei Jahren leitete sie eine Ambulanz und eine Apotheke in Chunchi. Danach entschied sie sich, weiter ins Landesinnere vorzudringen, um in den abgelegenen Regenwaldgebieten zu wirken \u2013 in Macas, Sevilla Don Bosco, Suc\u00faa und Guayaquil. Die Arbeit der Missionare stie\u00df wiederholt auf heftigen Widerstand; die Missionen in Macas und Suc\u00faa wurden sogar in Brand gesteckt. Schwester Maria leitete ein Krankenhaus und engagierte sich mit gro\u00dfem Einsatz f\u00fcr die Verteidigung der Rechte und der W\u00fcrde der lokalen Bev\u00f6lkerung, vor allem der Frauen. Sie starb am 25. August 1969 bei einem Flugzeugabsturz. Papst Benedikt XVI. hat sie im Jahr 2012 seliggesprochen.<\/p>\n<p>6. Der Selige\u00a0<b>Jos\u00e9 Gregorio Hern\u00e1ndez Cisneros\u00a0<\/b>wurde 1864 in Venezuela geboren. Er schloss sein Medizinstudium an der Universit\u00e4t von Caracas ab und wurde von den venezolanischen Beh\u00f6rden nach Paris geschickt, um dort seine Studien zu vertiefen. Nach seiner R\u00fcckkehr hatte er in seinem Heimatland mehrere Lehrst\u00fchle inne. Er unterrichtete Medizin, ver\u00f6ffentlichte wissenschaftliche Arbeiten und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Vor allem aber wurde er als \u201eArzt der Armen\u201c bekannt, weil er jeden kostenlos behandelte, der sich keine medizinische Hilfe leisten konnten \u2013 oft hat er die Medikamente f\u00fcr seine Patienten selbst bezahlt. In dieser gelebten N\u00e4chstenliebe verwirklichte er seinen Wunsch nach einem gottgeweihten Leben, der ihm aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden verwehrt blieb. Er starb am 29. Juni 1919 bei einem Verkehrsunfall, als er einem kranken Kind gerade Medikamente bringen wollte. 2021 wurde er von Papst Franziskus seliggesprochen.<\/p>\n<p>7. Italiener und Sohn des Salento war der Selige\u00a0<b>Bartolo Longo<\/b>, geboren 1841 in Latiano, in der Di\u00f6zese Oria. Nach einer tiefen Glaubenskrise in seiner Jugend wurde er ein eifriger Apostel und F\u00f6rderer des Rosenkranzgebets \u2013 und trat dem dritten Orden der Dominikaner bei. Zum ersten Mal kam er ins Tal von Pompeji, um als Anwalt die Angelegenheiten der Witwe De Fusco zu regeln, die sp\u00e4ter seine Ehefrau wurde. Er beschloss, sich der materiellen und geistlichen N\u00f6te der dort lebenden Menschen anzunehmen. So entstand das heutige Heiligtum von Pompeji mit dem Gnadenbild Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, das Bartolo Longo 1875 dorthin gebracht hatte. Ihm ist auch die F\u00f6rderung des Rosenkranzgebets im 20. Jahrhundert zu verdanken. In der N\u00e4he des Heiligtums er\u00f6ffnete er zusammen mit seiner Frau ein Waisenhaus und eine Betreuungseinrichtung f\u00fcr Kinder von Strafgefangenen. Er starb am 5. Oktober 1926. 1980 wurde er von Johannes Paul II. seliggesprochen.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2025-10\/heiligsprechungen-neue-heilige-semeraro.html\">www.vaticannews.va\/de<\/a><\/p>\n<p>Foto: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/ro\/papa\/news\/2025-10\/papa-leon-roma-canonizare-bartolo-longo-rozariu-pompei.html\">www.vaticannews.va\/ro<\/a>, (@Vatican Media)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Der selige\u00a0Ignatius Maloyan, armenischer Erzbischof von Mardin in der T\u00fcrkei, wurde 1869 in dieser Stadt geboren, deren Erzbischof er sp\u00e4ter werden sollte. Er wurde im Libanon f\u00fcr die Patriarchale Kongregation von Bzommar zum Priester geweiht und empfing nach einigen Jahren priesterlichen Dienstes in \u00c4gypten die Bischofsweihe. Zusammen mit zahlreichen anderen Gl\u00e4ubigen wurde er ins Gef\u00e4ngnis [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":79813,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[66],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79812"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=79812"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79812\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83846,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79812\/revisions\/83846"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/79813"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=79812"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=79812"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gerhardus.ro\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=79812"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}